Trockenheitsverträgliche Sträucher
Eine Auswahl geeigneter Sträucher für trockene Böden
Inhaltsverzeichnis
Trockenheit und Wasserknappheit verlangen neue Gartenmethoden. Robuste Sträucher für trockene Böden und Beete ohne Bewässerung – im Garten getestet
Sommerflieder weyeriana 'Sungold'
Buddleia weyeriana ‘Sungold’: goldgelbe Blüten, pflegeleicht, trockenheitsverträglich und nicht invasiv. Blütezeit: Juni bis November.
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Die Grevillee
Die aus Australien stammenden Grevilleen sind immergrüne, bemerkenswert trockenheitsverträgliche und reich blühende Sträucher. Ihre Blätter sind linear und ähneln Nadeln oder dem Laub des Rosmarins. Interessante Sorten sind:
- Grevillea juniperina ‘Canberra Gem’, die von März bis Juli blüht und 2 m in alle Richtungen erreicht
- Grevillea rosmarinifolia mit Rosmarinlaub, die von Februar bis Juni blüht und ebenso groß wird
- Grevillea rosmarinifolia ‘Rosa Jenkinsii’ mit leuchtend rosafarbener Blüte im März und April sowie goldgrünem Laub. Sie wächst kompakter und erreicht 1 m Höhe und Breite.
- Die Grevillea lanigera ‘Mount Tamboritha’ ist ein 15 cm kleiner, bodenbedeckender Strauch. Sie breitet sich im Vordergrund Ihrer Beete auf etwa 1,50 m aus und blüht von Februar bis Mai.
Generell tragen Grevilleen schöne, tief eingeschnittene Blüten in leuchtenden Farben von Rot bis Fuchsiarosa und sind in durchlässigem Boden bis -10 °C winterhart. Was den Boden betrifft, bevorzugen Grevilleen durchlässige, neutrale oder saure Böden und vertragen Trockenheit problemlos.

Grevillea juniperina ‘Canberra Gem’
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Leucophyllum frutescens
Leucophyllum frutescens (Wüsten-Salbei): Strauch für trockene Böden, Blüte nach Regen, bis -10 °C winterhart; Herbstschnitt erhält kompakte Wuchsform
Myrtus communis 'Tarentina'
Myrte ist ein für die Macchia typischer Strauch aus dichter, immergrüner und trockenheitsverträglicher Vegetation. Das glänzend grüne Laub duftet aromatisch. Myrtus communis ‘Tarentina’ wächst aufrecht-buschig, über 1,50 m hoch und 1,20 m breit. Dieses eher langsam wachsende Gehölz trägt kleine, dicht an den Trieben sitzende Blätter. Es eignet sich sehr gut für Formschnitt und dichte Hecken. Von Juli bis September erscheinen weiße, sternförmige Blüten, die Bienen schätzen. Ihnen folgen kleine, essbare, schwarzblaue Beeren für Vögel. Früher wurden sie zum Würzen und Aromatisieren von Likören verwendet. Die Myrte verträgt bis -10 °C. Außerhalb des Mittelmeerraums braucht sie einen windgeschützten Standort und gut drainierten Boden.

Myrtus communis ‘Tarentina’
Das Brandkraut
Jerusalemer Brandkräuter sind aus dem Trockengarten nicht wegzudenken: Ihre Kultur ist einfach und ihre Blüte wunderschön! Ich könnte Ihnen von Phlomis russeliana und Phlomis fruticosa mit goldgelben Blüten oder von Phlomis purpurea mit zartrosa Blüten erzählen. Es sind immergrüne, bis -10 °C winterharte Sträucher mit weich behaarten, graugrünen Blättern und dichter, etwas ausgebreiteter Wuchsform. Sie werden 80 cm bis 1,20 m hoch. Die Blüten stehen in regelmäßigen Abständen in etagenartigen Kugeln an den Stängeln. Von Mai bis Juni–Juli blühen sie und setzen elegante Farbakzente im Garten. Sie gedeihen selbst in kargen, steinigen Böden, sofern diese gut drainierend sind. Für eine üppige Blüte über viele Jahre pflanzen Sie sie am besten in voller Sonne oder im Halbschatten.

Phlomis russeliana, Phlomis fruticosa und Phlomis purpurea
Der Mastixbaum
Stark nach Harz duftend, ist der Mastixstrauch ein mediterraner, immergrüner Strauch für trockene Gärten. Er verträgt Armut, Trockenheit, Schatten und Rückschnitt, braucht anfangs jedoch Winterschutz.

Mastixstrauch
Der Granatapfel
Seit der Antike ist der Anbau des Granatapfelbaums bis heute beliebt, denn der Geschmack und die gesundheitlichen Vorteile seiner Früchte sind unbestritten. Von den Mauren nach Spanien eingeführt, wo er gemeinsam mit Myrte und Rose in den Gärten der Alhambra gepflanzt wurde, gab er der Stadt Granada ihren Namen. Wer diesen schönen Strauch für trockene Böden und seine unkomplizierte Fruchtproduktion im Garten nutzen möchte, kann fruchttragende Sorten pflanzen, etwa:
Wer sich ausschließlich an ihrer üppigen Blüte erfreuen möchte, hat die Wahl zwischen blühenden Sorten:
- Punica granatum ‘Maxima Rubra’ mit großen, gefüllten, leuchtend orangeroten Blüten
- Punica granatum ‘California Sunset’ mit schönen, gefüllten, gekräuselten, orangefarbenen und cremeweiß panaschierten Blüten
- Oder der kleine Punica granatum ‘Nana’, der schöne kleine, leuchtend orangefarbene Blüten und einige sehr kleine Früchte hervorbringt.
Mit Ausnahme der zuletzt genannten Sorte erreichen Granatapfelbäume bei recht schnellem Wuchs eine Höhe von 3 bis 4 m und eine Breite von 3 m. Sie haben von Natur aus eine aufrechte, strauchige Wuchsform und vertragen den Rückschnitt gut. Dadurch lassen sie sich als Hochstamm oder Halbstamm ziehen und erhalten eine schlankere Silhouette. Ihr großer Vorteil ist, dass sie an den Boden äußerst anspruchslos sind und Trockenheit gut vertragen. Gelegentliches Gießen kann dennoch eine üppigere Blüte und Fruchtbildung fördern. Was die Winterhärte betrifft, vertragen sie Temperaturen um -10 °C.

Punica granatum ‘Wonderful’, Punica granatum ‘Maxima Rubra’, Punica granatum ‘California Sunset’ und Punica granatum ‘Nana’
Rosa chinensis 'Mutabilis'
Botanische Rose ‘Mutabilis’: pflegeleicht, immergrün, kaum Dornen. Blüht gelb bis dunkelrosa, ist trockenheitsverträglich und winterhart bis -15 °C.
Der Mönchspfeffer
Der Keuschbaum ist ein schöner Strauch, der je nach Sorte 1,5 bis 4 m hoch wird. Seine Wuchsform ist eher schlank, was durch die hübschen, aufrechten Blütenähren verstärkt wird, die von Juni bis August erscheinen.
- Bei Vitex agnus castus ‘Latifolia’ leuchten sie in einem kräftigen Lavendelblau
- Reinweiß bei Vitex agnus-castus ‘Albus’
- Dunkelviolett bei der kompakteren Sorte Vitex agnus-castus ‘Blue Puffball’ , die nicht höher als 1,10 m wird, sowie bei Vitex agnus-castus ‘Delta Blues’
- Leuchtend rosa bei Vitex agnus-castus ‘Pink Pinnacle’
- Und schließlich tiefes Lavendelblau, das sich kontrastreich vom purpurfarbenen Laub abhebt, bei Vitex agnus-castus ‘Flip Side’.
Keuschbäume werden auch Mönchspfeffer genannt, da ihre aromatischen, pfefferkornähnlichen Beeren lusthemmende Eigenschaften besitzen und früher häufig in der Nähe von Klöstern und Abteien gepflanzt wurden. Sie sind anspruchslos an den Boden, in den sie gepflanzt werden, und vertragen Kalk, salzige Böden sowie Gischt gut. Sie bevorzugen volle Sonne und sind sehr trockenheitsverträglich. Kälte macht ihnen nichts aus: Sie vertragen Temperaturen bis -12 °C.

Vitex agnus castus ‘Latifolia’, Vitex agnus-castus ‘Albus’ und Vitex agnus-castus ‘Pink Pinnacle’
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