Unglaubliche Blumen, die sich nur nachts öffnen
Unsere Auswahl mit Nachtblüte und -duft
Inhaltsverzeichnis
Wunderblume, Mondblume & Co.: 6 Pflanzen mit nächtlicher Blüte. Ihre duftenden Blumen locken Nachtfalter und andere nachtaktive Bestäuber an.
Wunderblume: prächtige, farbenfrohe Blütentrichter
Die Wunderblumen (Mirabilis jalapa), auch als Peruanische Wunderblumen bekannt, stammen aus Mittel- und Südamerika.
Sie öffnen ihre Blüten am späten Nachmittag oder bei bedecktem Himmel und schließen sie, sobald sie von den Sonnenstrahlen getroffen werden. Die kräftigen Pflanzen bilden rasch hübsche, kleine Büsche von etwa 80 cm Höhe und 50 cm Breite, die den ganzen Sommer über leuchten. Ihre trichterförmigen Blüten bieten eine schöne Farbpalette: Weiß, Rot, Rosa, Gelb, einfarbig, zweifarbig oder panaschiert. Die Blüten verströmen einen angenehmen, intensiven süßen Duft. Das Laub ist glänzend grün und bringt die Blüte besonders schön zur Geltung.
Da sie recht frostempfindlich sind (etwa bis -5 °C winterhart), werden diese Knollenstauden außerhalb milder Regionen meist einjährig kultiviert. Sie können auch wie Dahlien aus der Erde genommen und frostfrei überwintert werden.
Die Wunderblume ist eine typische Blume der Île de Ré, wo sie sich sogar recht stark ausbreiten kann. Die Pflanze gedeiht in fruchtbaren, gut drainierten Böden, die im Sommer nicht zu trocken sind, an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Sie eignet sich zur Bepflanzung am Fuß von Mauern, im Beet, im frischen Steingarten oder im Topf.

Mirabilis jalapa
Mondblüte: makellose Blüte
Die weiße Mondblüte (Ipomoea alba) trägt auch den schönen Namen Mondblume. Sie blüht bei Einbruch der Nacht und scheint sich tatsächlich im Licht des Mondes zu entfalten, bevor sie am frühen Morgen wieder verschwindet. Diese wunderschöne Kletterpflanze aus Südamerika blüht von Juli bis September. Dann zeigt sie große weiße oder zartrosa, trichterförmige Blüten mit einem Durchmesser von fast zehn Zentimetern. Sie duften zudem intensiv. Das hübsche, dunkelgrüne, herzförmige Laub verleiht dieser schönen Pflanze zusätzlichen Charme.
Die schnell wachsende Mondblüte kann eine Höhe und Breite von 3 Metern erreichen (in ihrer Heimat sogar 30 Meter!). Ihre windenden Triebe begrünen im Sommer problemlos Wintergärten, Bögen, Lauben oder Pergolen.
Prunkwinden sind pflegeleicht. Da sie frostempfindlich sind, werden sie in unseren Breiten einjährig kultiviert. Unsere Mondblüte liebt warme, sonnige Standorte mit nährstoffreichem, regelmäßig bewässertem Boden.
Alles Wissenswerte über diese Kletterpflanzen erfahren Sie in unserem Merkblatt «Prunkwinden: Aussaat, Pflanzung, Anbau und Pflege».

Ipomoea alba
Nickendes Leimkraut: zarte, wilde Blüten
Die Nickende Lichtnelke (Silene nutans) ist eine krautige, wild wachsende Staude, die in der Natur in Frankreich vorkommt. Ihre luftigen, zart geneigten weißen Blüten öffnen sich im Sommer von Juni bis August am frühen Abend. Sie verströmen einen süßen, köstlichen Duft.
Als durch die Zerstörung ihres Lebensraums bedrohte Art ist sie in einigen Regionen Nordfrankreichs vom Aussterben bedroht.
Die Nickende Lichtnelke wird etwa 50 cm hoch und fügt sich perfekt in naturnahe Gärten und Gärten im Landhausstil ein, etwa in eine Blumenwiese oder zur Begrünung von Steingärten und Böschungen. Sie ist sehr winterhart und tolerant sowie an sonnigen bis halbschattigen Standorten in armen, steinigen und eher trockenen Böden leicht zu kultivieren.
Alle unsere Tipps zu Anbau und Pflege finden Sie im passenden Steckbrief „Lichtnelke: pflanzen, säen, kultivieren“.

Silene nutans
Lesen Sie auch
Zimmerkakteen und Sukkulenten: Kultur und PflegeNachtblühende Kakteen
Selenicereus: nachtblühende Kakteen mit Blüten für eine Nacht. Heller Standort, durchlässiges Substrat; bei unter 10 °C einräumen.
Gewöhnliche Nachtkerzen: echte Sonnen bei Nacht
Gewöhnliche Nachtkerze oder Stauden-Nachtkerze (Oenothera) sind mehrjährige Pflanzen, die für ihre leuchtende, meist gelbe Blüte geschätzt werden, wie bei der Missouri-Nachtkerze oder der Nachtkerze.
Sie blühen vom späten Frühjahr bis zum Ende des Sommers in den Abendstunden, in der Dämmerung. Dann öffnet die Pflanze zahlreiche kurzlebige, schalenförmige Blüten. Die Blüte wird von einem milden, süßen Duft begleitet, der zusätzlich Bestäuber anlockt.
Im Herbst verfärbt sich das Laub und nimmt saisonale Töne an: von Grün bis Bronze-Purpur.
Die kleinen Gewächse der Nachtkerze (etwa 30 bis 40 cm hoch und 30 bis 60 cm breit) fügen sich in Topf, Beet, Rabatte oder Steingarten ein.
Sie sind einfach zu kultivieren und bis über -15 °C winterhart. Für ein gutes Wachstum benötigen sie lediglich ein gut durchlässiges Substrat ohne Staunässe und einen sonnigen Standort.

Oenothera missouriensis und Oenothera tetragona
Sternbalsam: süßer Genuss am Abend
Der Sternbalsam (Zaluzianskya Capensis) ist eine aus Südafrika stammende Staude, die bei uns aufgrund ihrer geringen Winterhärte als einjährige Pflanze kultiviert wird.
Die zauberhaften kleinen weißen Blüten mit rosavioletter Rückseite und fein eingeschnittenen Blütenblättern öffnen sich am späten Nachmittag. Die Blütezeit reicht vom späten Frühjahr bis zum Spätsommer. Doch auch ihr Duft macht diese Pflanze so besonders: Sie verströmt ein köstliches, betörendes Aroma nach Vanillehonig.
Mit ihrer geringen Größe bildet sie einen rundum 40 cm hohen Busch, der sich an einem warmen, sonnigen Standort in gut drainiertem, aber regelmäßig bewässertem Boden prächtig entwickelt. Sie lässt sich problemlos im Topf kultivieren, der im Winter vor Frost geschützt wird.

Zaluzianskya capensis (Foto: Karen Pagel – Wikimedia)
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