Warm oder im Frühbeet aussäen
Ein unverzichtbarer Schritt für frostempfindliche Pflanzen
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Warum warm aussäen? Die Aussaat bei Wärme ermöglicht es, Samen zum Keimen zu bringen, die eine gewisse Wärme benötigen, um aufzulaufen. Im Allgemeinen handelt es sich dabei um alle Gemüsepflanzen, die aus warmen Regionen stammen (Aubergine, Tomate, Melone, Chili, Basilikum …) und die unter unseren klimatischen Bedingungen keinen Vegetationszyklus bis zur Fruchtbildung durchlaufen könnten.
Wann und wo warm säen?
Die Aussaat im Warmen kann bereits ab Januar und bis April durchgeführt werden.
Sie erfolgt an einem warmen und sehr hellen Ort, in der Regel im Haus oder in einem geschützten Raum (in einem Gewächshaus oder Wintergarten, die im Winter beheizt werden).
Je nach ihren Ansprüchen (die optimale Keimtemperatur erreicht bei manchen Gemüsesorten 25 °C) und der Raumtemperatur können die Aussaaten in einer Aussaatschale oder einem Anzuchttopf:
- einfach in die Nähe eines Fensters gestellt werden,
- mit einer Plastikfolie (z. B. Frischhaltefolie), einer Glasscheibe oder dem Deckel abgedeckt werden, wenn Sie einen Anzuchtkasten verwenden,
- auf eine Warmwasserheizung oder einen beheizbaren Anzuchtkasten gestellt werden, der eine milde und gleichmäßige Temperatur gewährleistet.
Es ist möglich, die Aussaat im Warmen auch im Garten durchzuführen, indem Sie auf ein Warmbeet zurückgreifen. Bei dieser traditionellen Methode wird unter einem Frühbeetkasten und auf einer großen Menge frischer organischer Substanz (Kuh- oder Pferdemist) gesät. Das Prinzip ist einfach: Beim Zersetzen gibt der Mist Wärme ab, die die darüber verteilte Blumenerde erwärmt. Das Warmbeet ist zwar wirksam und kostengünstig, jedoch nicht einfach anzulegen, weshalb es heute nur noch selten zum Einsatz kommt.
⇒ Entdecken Sie, wie Sie ein Warmbeet anlegen.
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Frühe Aussaat im Gemüsegarten: Los geht's!Voraussetzungen für den Erfolg: Licht und eine kontrollierte Feuchtigkeit
Neben einer hochwertigen Blumenerde benötigt eine Aussaat unter warmen Bedingungen:
- Licht.
Die Aussaaten sollten in der Nähe eines Fensters stehen, damit sie möglichst viel Sonnenlicht bekommen und nicht „vergeilen“. Dieses Phänomen, das als Vergeilung bezeichnet wird, zeigt sich in einem starken Höhenwachstum der Keimlinge. Diese sind dann zart und von schlechter Qualität oder sterben schlichtweg vor Erschöpfung ab, weil sie vergeblich nach Licht gesucht haben. Man sagt dann, dass die Aussaat „vergeilt“.
→ Weitere Informationen: Warum vergeilen meine Aussaaten?
- eine gute Belüftung.
Feuchtigkeit und Wärme sind für das Keimen der Samen zwar unerlässlich, zugleich aber auch ideale Bedingungen für die Entwicklung von pathogenen Pilzen, die für die Umfallkrankheit verantwortlich sind. Diese Pilzerkrankung führt meist zum Absterben der Keimlinge. Um der Umfallkrankheit vorzubeugen, verwenden Sie nur saubere Gefäße, gießen Sie nicht zu viel und lüften Sie die Anzuchtschalen unter Glas oder Abdeckung regelmäßig. Auch das Ausbringen einer dünnen Schicht fein zermahlener Holzkohle auf der Aussaat ist eine gute vorbeugende Maßnahme.
→ Weitere Informationen: Die Umfallkrankheit: verstehen, bekämpfen, vorbeugen
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Das Auspflanzen der Jungpflanzen im Garten: nicht zu früh und erst nach dem Abhärten
Jungpflanzen aus warmer Aussaat werden erst in den Garten gepflanzt, wenn die letzten Frostgefahren vorüber sind, also in weiten Teilen Frankreichs nach den Eisheiligen.
Um Temperaturschocks zu begrenzen und kräftige Jungpflanzen zu erhalten, empfiehlt es sich, sie etwa zehn Tage vor dem endgültigen Auspflanzen in den Garten allmählich an die Bedingungen im Freien zu gewöhnen. Stellen Sie sie dazu bei schönem Wetter täglich für einige Stunden ins Freie: Die kühleren Temperaturen und der Einfluss einer leichten Brise helfen ihnen, sich abzuhärten und kräftig und kompakt im Gemüsegarten anzukommen.

So härten Sie Ihre Jungpflanzen ab: Stellen Sie sie nach und nach ins Freie
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