Warum tragen Erdbeeren keine oder wenige Früchte?
Warum Erdbeerpflanzen keine Erdbeeren tragen: Ursachen und Lösungen
Inhaltsverzeichnis
Die leicht zu kultivierenden Erdbeeren (Fragaria x ananassa) finden überall einen Platz: im Gemüsegarten neben Gemüse, als dekorativer Bodendecker, in einer Gartenecke, am Fuß von Sträuchern oder sogar auf Balkon und Terrasse in einer großen Schale oder einem Topf. Diese mehrjährige Nutzpflanze macht nicht nur Lust aufs Naschen, sondern bildet auch kleine Büschel mit Rhizomen und gezähnten, dunkelgrünen Blättern. Im April und Mai erscheinen kleine, meist weiße, manchmal rosafarbene Blüten. Dann beginnt die Magie: Der untere Teil der Blüten (der Blütenboden) füllt sich mit Saft und wird zur Erdbeere selbst, übersät mit kleinen Samen, den Achänen, die die echten Früchte dieser Pflanze bilden.
Erdbeeren gibt es in zahlreichen Arten und Sorten: Kleinfrüchtige Erdbeeren, darunter die Erdbeer-Sorten mit langer Erntezeit, tragen ununterbrochen von Mai bis Oktober. Großfrüchtige Erdbeeren sind entweder nicht remontierend und tragen nur einmal im Frühjahr oder remontierend, wenn ihre Früchte vom Frühjahr bis zum Herbst fortlaufend reifen.
Das Vergnügen, Erdbeeren zu pflücken und gleich vor Ort zu essen, ist einzigartig – vorausgesetzt, die Ernte fällt reichlich aus. Denn Erdbeeren können sich manchmal als launisch erweisen.
Entdecken Sie die verschiedenen Gründe, warum Erdbeeren keine Früchte tragen, und vor allem die Lösungen für eine bessere Erdbeerernte.
Bevor Sie herausfinden, warum Ihre Erdbeeren keine Früchte tragen, empfehlen wir Ihnen, den folgenden Artikel zu lesen: Erdbeeren pflanzen, kultivieren und pflegen.
Weil Ihre Erdbeerpflanzen zu alt sind
Erdbeeren tragen 3–4 Jahre. Danach sinkt der Ertrag. Erneuern Sie das Beet: Ausläufer lassen sich einfach absenken und neu pflanzen.
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Erdbeerpflanzen sind bis -25 °C winterhart. Sie wachsen also fast überall, auch in Regionen mit rauem montanem Klima. Kälte hindert Erdbeerpflanzen daher nicht an der Fruchtbildung. Sie bevorzugen jedoch volle Sonne, gedeihen aber auch im Halbschatten.
Beim Boden können Erdbeerpflanzen allerdings etwas anspruchsvoller sein. Sie mögen tiefgründige, humusreiche, lockere, neutrale oder leicht saure Gartenböden. Staunässe vertragen sie nicht. Im Wasser stehende Wurzeln können eine schlechte oder völlig ausbleibende Fruchtbildung verursachen. Ist Ihr Boden schwer und nass, pflanzen Sie Erdbeerpflanzen am besten auf einen 10 bis 20 cm hohen Damm. Andernfalls sollten Sie den Boden einige Tage vor der Pflanzung tief lockern, Steine und Unkraut entfernen und etwas Kompost oder gut verrotteten Mist einarbeiten.

Eine falsche Pflanzung im Beet oder Topf kann die Fruchtbildung von Erdbeerpflanzen beeinträchtigen
Erdbeerpflanzen setzt man idealerweise mit 25 cm Abstand in Reihen, die 60 cm voneinander entfernt sind.
Werden Erdbeerpflanzen im Topf kultiviert, verwenden Sie hochwertige Gemüseerde. Möglich ist auch eine Mischung aus guter Gartenerde, Blumenerde, Sand und reifem Kompost. Wichtig ist zudem eine gute Drainage. Das Gefäß muss unbedingt Abzugslöcher haben und mit einer ausreichend dicken Schicht Kies oder Blähton gefüllt werden.
Eine falsch gepflanzte Erdbeerpflanze kann ebenfalls eine schlechte Fruchtbildung verursachen. Der Hals der Erdbeerpflanzen sollte leicht über dem Bodenniveau liegen.
Die beste Pflanzzeit für Erdbeeren ist das Ende des Sommers oder der Beginn des Herbstes, also August oder September. Zu dieser Zeit entwickeln sich die Ausläufer und wurzeln auf natürliche Weise. Außerdem haben die Pflanzen genügend Zeit, sich bis zur Ernte im Frühjahr zu etablieren. Wurden Erdbeerpflanzen dagegen im Frühjahr gesetzt, bilden sie nur wenige kleine Früchte.
Mehr erfahren: Erdbeeren auf dem Balkon anbauen
Weil die Bestäubung nicht richtig erfolgt ist
Ohne näher auf den Aufbau von Blüten und Scheinfrüchten einzugehen: Die Bestäubung von Erdbeeren ist besonders. Erdbeerpflanzen können auf drei Arten bestäubt werden: durch die Schwerkraft, also Selbstbestäubung, durch den Wind oder durch bestäubende Insekten. Die ersten beiden Methoden liefern jedoch nicht die besten Ergebnisse. Die Erdbeeren sind oft kleiner, unförmig und weniger farbenfroh – vor allem gibt es weniger Früchte. Eine Bestäubung durch Insekten sorgt dagegen für eine bessere Erntequalität. Erdbeerblüten besitzen alle nötigen Eigenschaften, um zahlreiche bestäubende Insekten anzulocken. Doch nicht alle sind gleich gute Bestäuber!

Die Bestäubung von Erdbeerpflanzen durch Insekten bringt schönere Früchte hervor
Wenn Ihr Garten, Balkon oder Ihre Terrasse also häufig von Wildbienen oder Schwebfliegen besucht wird, die ausgezeichnete Bestäuber sind, können Sie sich über schöne Erdbeeren freuen. Gibt es dagegen nur wenige Insekten, fällt die Ernte nicht optimal aus. Um bestäubende Insekten anzulocken, sollten Sie unbedingt für mehr Biodiversität in Ihrem Garten sorgen: Pflanzen Sie einjährige Pflanzen, Stauden oder bienenfreundliche und nektarreiche Sträucher und schaffen Sie zudem Unterschlüpfe für diese Insekten.
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Ohne besonders anspruchsvoll zu sein, brauchen Erdbeerpflanzen etwas Pflege. Ohne besondere Pflege fällt die Fruchtbildung geringer aus. Für schöne, süße, rote Früchte:
- Da Erdbeerpflanzen stets durstig sind und frischen Boden mögen, sollten Sie regelmäßig gießen (ein- bis zweimal pro Woche), besonders während der Blüte im Frühjahr und der Fruchtbildung. Bei großer Hitze häufiger gießen.
- Um den Boden im Winter warm und im Sommer feucht zu halten, Unkrautwuchs zu begrenzen sowie Verschmutzung und Fäulnis der Früchte zu vermeiden, empfiehlt sich eine Mulchschicht. Möglich sind schwarze Mulchfolien oder biologisch abbaubare Folien. Am besten eignen sich jedoch Stroh, Leinflocken, Buchweizenspelzen oder im März und April ausgebrachtes BRF. Im Winter können Sie zusätzlich Wintervlies oder einen Tunnel verwenden.
- Trockene oder beschädigte Blätter im Herbst entfernen. Außerdem sollten Sie die Ausläufer abschneiden, um die Mutterpflanze zu schonen.
- Eine kleine Kompostgabe im Frühjahr ist wichtig, um die Fruchtbildung zu fördern. Lesen Sie auch: Erdbeerpflanzen natürlich düngen
Warum Erdbeeren krank oder von Parasiten befallen sind
Neben dieser Pflege sollten Sie Ihre Erdbeerpflanzen aufmerksam kontrollieren, um einen Schädlingsbefall oder Krankheiten zu vermeiden. Die größten Feinde der Erdbeerpflanzen sind Nacktschnecken und Schnecken. Sie fressen nicht nur junge Triebe, sondern vor allem auch tiefrote, reife Erdbeeren. Es gibt viele Möglichkeiten, sie fernzuhalten. Holzasche und Kaffeesatz sind jedoch sicherlich am wirksamsten. Auch Schneckenbarrieren, selbstklebende Kupferbänder oder Kupferdraht erweisen sich als sehr wirksam, ebenso wie Ferramol, das im ökologischen Landbau eingesetzt werden kann.

Nacktschnecken sind gefährliche Feinde der Erdbeeren
Erdbeerpflanzen können auch von der Purpurfleckenkrankheit befallen werden. Entfernen Sie in diesem Fall einfach die betroffenen Blätter. Grauschimmel, Falscher Mehltau und Anthraknose sind Pilzkrankheiten, die oft durch ungünstige Kulturbedingungen begünstigt werden. Ihre Erdbeerpflanzen stehen vermutlich zu dicht und in einem viel zu feuchten Boden. Manchmal genügt es, die Pflanzen zu versetzen und mit mindestens 25 cm Abstand in trockeneren Boden zu pflanzen.
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