Was auf einer Südterrasse pflanzen?
Stauden und Sträucher für Ihren Garten
Inhaltsverzeichnis
Südterrasse bepflanzen: hitze- und trockenheitsverträgliche Pflanzen für Töpfe – von Echtem Lavendel bis zu immergrünen Sträuchern und Sichtschutz.
Stauden
Unter den vielen Stauden, die Sie auf Ihrer Südterrasse willkommen heißen können, stellen wir Ihnen hier unsere Top 3 vor. Sie überzeugen durch Hitzebeständigkeit, eine prachtvolle, lange Blüte und ihre Eignung für die Topfkultur:
Die Schmucklilie ‘Silver Moon’: Urlaubsflair auf der Terrasse
Mit ihren blauen oder weißen, sehr dekorativen Dolden sind Schmucklilien perfekte Pflanzen, um die Terrasse wochenlang im Sommer zu beleben. Da sie gerne etwas beengt stehen und Sonne lieben (für eine optimale Blüte brauchen sie wirklich viel davon), ist ein schöner Topf auf einer nach Süden ausgerichteten Terrasse ideal für diese prächtigen rhizomatösen Pflanzen aus Südafrika. Da Schmucklilien als frostempfindlich gelten, sollten Sie eine sommergrüne Art bevorzugen, wenn Sie den Topf im Winter nicht geschützt unterbringen können und in einer sehr niederschlagsreichen Region leben. Schmucklilien fürchten nämlich vor allem winterliche Nässe; sommergrüne Arten sind winterhärter. Die Schmucklilie ‘Silver Moon’ ist ein prächtiger Kultivar mit blüten in wunderschönem Violettblau und ungewöhnlichem, cremefarben panaschiertem Bandlaub, das silbrige Akzente setzt. Die Blütenstängel erreichen 70 cm Höhe und verleihen ihr in einem großen Kübel eine schöne Wirkung. Sie verträgt Temperaturen bis -15 °C. Wie alle Schmucklilien benötigt ‘Silver Moon’ ein besonders durchlässiges Substrat. Für sommerliches Flair auf Ihrer Terrasse können Sie sie mit weiteren sommergrünen oder immergrünen Sorten zu einer Gruppe kombinieren und zusätzliche immergrüne Pflanzen ergänzen: etwa ein Phormium, dessen Bandlaub die Blattform aufgreift, einen Arbutus unedo ‘Compacta’, Silbrigen Beifuß als Echo auf die silbrigen Farbtöne oder als leichten Kontrast ein Großblütiges Schleierkraut ‘Bristol Fairy’.

Schmucklilie ‘Silver Moon’
→ Entdecken Sie unsere Auswahl an Schmucklilien für Töpfe
Kapmargeriten Osteospermum: prachtvoll, aber frostempfindlich
Auch unter dem schönen Namen Kapmargeriten bekannt, sind sie prächtige Stauden, die einen Topf auf Ihrer Südterrasse beleben. Dort fühlen sie sich ausgesprochen wohl, denn sie brauchen mindestens 6 Stunden Sonne, um reich zu blühen und sich den ganzen Sommer über in ein farbenfrohes Polster zu verwandeln, wenn Sie verblühte Blüten regelmäßig entfernen und so neue Knospen anregen. Pflanzen Sie sie idealerweise in einen etwas höheren Topf, aus dem sie wunderbar herabhängen. Ihre Blüten bieten eine große Vielfalt an Farben und Formen; manche überraschen mit ihrem exotischen Aussehen und spatelförmigen Blütenblättern. Selbst wenn Sie das Gießen einmal vergessen, nehmen sie es nicht übel … Sie eignen sich vor allem für Regionen mit mildem Klima, da sie Temperaturen unter -8 °C schlecht vertragen. Ohne starken Frost behalten sie jedoch überall ihr Laub, was sie besonders interessant macht.

Osteospermum: bezaubernd und besonders originell
Die Schöne Fetthenne: extrem winterhart!
Herbst-Fetthennen sind prächtige Stauden, die Ihre Terrasse beleben, wenn die Blütenpracht ab Ende August spärlicher wird. Zuvor ziehen sie über viele Monate mit ihrem fleischigen, rosettenförmigen Laub, das an Sukkulenten erinnert, die Blicke auf sich; bei manchen Sorten ist es blaugrün oder purpurfarben. Sie gewinnen allmählich an Volumen: zunächst ab März oder April als Polster, dann wachsen sie stetig in die Höhe, bis sie ihre Blüten auf 60 cm hohen Stängeln tragen. Ihr Sukkulenten-Charakter gefällt mir besonders – ebenso wie ihre späte Blüte und die abgeflachten Blütenstände mit zahlreichen sternförmigen Blüten in oft sehr zarten Farbtönen. Sie sind vollkommen winterhart und wirken auf einer Terrasse wunderbar. Pflanzen Sie sie in schöne Terrakotta-Töpfe.

Sedum spectabile im Frühjahr (© Christina Sanvito) und die Blüte von Sedum spectabile ‘Matrona’
→ Lesen Sie unser ausführliches Porträt: Fetthenne: pflanzen, kultivieren und vermehren
Der Neuseelandflachs Phormium tenax: für eine exotische Terrasse
Wenn Sie eine sonnenverwöhnte Terrassenpflanze suchen, die allein schon für viel Charakter und exotisches Flair sorgt, ist der Phormium tenax genau richtig für Sie! Diese markante Pflanze wird mit mildem Klima verbunden, verträgt aber an einem gut eingewachsenen Standort bis zu -10 °C. In einem ausreichend großen Topf oder Kübel wirkt sie mit ihrer außergewöhnlichen, aufrechten Silhouette geradezu skulptural. Die leuchtend grünen, immergrünen Blätter stehen fast senkrecht, sind derb und äußerst dekorativ; zugleich sorgen sie für Dynamik und Präsenz. Im Kübel bleibt die Pflanze kompakter und erreicht maximal 1,50 m Höhe und Breite. Sie eignet sich ideal für Küstenlagen, da ihr weder Wind noch salzhaltige Gischt etwas anhaben. Bei kleinen Kindern ist sie dagegen nicht zu empfehlen, da die Blattspitzen scharf sind …
Wenn Sie das exotische Flair noch verstärken und üppige Fülle schaffen möchten, ergänzen Sie große, glänzende Blätter mit einer Zwerg-Essbanane. Dazu passen ein Feigenkaktus, ein Dasylirion ‘Wheeleri’ und eine Chamaerops humilis ‘Vulcano’ mit ihren blaugrünen Wedeln, die in einem großen Kübel besonders prächtig wirkt. Einige Schopflilien, die gerne etwas beengt im Topf stehen, sorgen am Ende des Sommers für eine sehr exotische Blüte auf Ihrer Terrasse.

Phormium tenax
→ Weitere Vorschläge für Stauden für einen vollsonnigen Standort finden Sie in unserem Ratgeber
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Der Oleander: auf einer romantischen Terrasse
Wenn es einen besonders widerstandsfähigen Strauch für eine sonnige Terrasse gibt, dessen lange Blüte den ganzen Sommer über Freude bereitet, dann ist es der Oleander. Die Sorte ‘Papa Gambetta’ ist bis -10 °C winterhart, ‘Atlas’ bis -16 °C … Sie können also getrost zugreifen – zumal ein geschützter Standort im Süden die Pflanze im Winter wirklich schützt. Wenn Sie sie in einem hellen, frostfreien Raum überwintern können, ist das in Regionen mit rauem Klima dennoch besser. Andernfalls schützen Sie sie nach unseren Tipps. Wie die meisten Pflanzen dieser Auswahl benötigt der Oleander ein sehr drainierendes Substrat. Er verbreitet viel Romantik, passt aber ebenso perfekt auf eine mediterrane Terrasse.
Kombinieren Sie ihn mit Pflanzen, die intensive sommerliche Sonne vertragen und sich für die Kultur im Topf eignen: mit einer Choisya ‘Aztec Pearl’, einer Gaura lindheimeri, einer Vervebena bonariensis ‘Lollipop’, einer Deutzia gracilis usw.

Oleander im Topf. Rechts der Kultivar ‘Papa Gambetta’
Der Escallonia ‘Donard Radiance’: unverzichtbar für jeden Terrassenstil
Escallonien sind kleine Sträucher für vollsonnige Standorte, die viel zu selten verwendet werden, sich aber als perfekte Kübelpflanzen erweisen und in Regionen mit sehr kalten Wintern eingeräumt werden können. Mit einer immergrünen Sorte wie ‘Donard Radiance ‘ holen Sie sich das ganze Jahr über glänzendes, dunkelgrünes und sehr dekoratives Laub auf die Terrasse, eine lange und üppige Blüte im Juli und August sowie einen kräftigen Wuchs. Die Blüten sind klein, öffnen sich aber in großer Fülle. Der Escallonia ‘Donard Radiance’ wächst kompakt und wird im Topf höchstens 1,50 m hoch. Er fügt sich perfekt in einen modernen Stil ein und passt auch wunderbar auf eine eher böhmische Terrasse, wenn man ihn mit weicheren Pflanzen umgibt. Ein Vitex agnus ‘Blue Puffball’, der sehr winterhart und kompakt ist und sich daher ebenfalls bestens für den Topf eignet, kann dazukommen und mit seinem kräftigen Lavendelblau einen schönen Kontrast bilden. Ein Pittosporum (oder mehrere, wenn Sie ebenso begeistert davon sind wie ich!) sorgt mit seinem äußerst dekorativen Laub für eine starke Wirkung.

Escallonia ‘Donard Radiance’
Die Lagerstroemia: ein kleiner, skulpturaler Schmuckbaum
Wenn Sie Ihrem Außenbereich mehr Höhe verleihen möchten, dabei aber bei moderaten Ausmaßen bleiben wollen, ist eine kompakte Lagerstroemia (Chinesische Kräuselmyrte) ein idealer Begleiter für die Terrasse: Sie braucht Sonne und Wärme für eine reiche Blüte und eignet sich gut für die Pflanzung im Topf. Sie blüht spät im Sommer, dafür lange bis zum Frost. Einige Sorten besitzen ein wunderschönes purpurfarbenes Laub und elegante, gekräuselte Blüten in Weiß und allen Rosatönen. Dieser kleine Baum sorgt auf der Terrasse garantiert für Aufsehen, zumal er sich im Herbst schön färbt und sich im Winter, wenn die Blätter gefallen sind, durch seine Wuchsform und Rinde in eine kleine Pflanzenskulptur verwandelt.

Zwei winterharte und kompakte Chinesische Kräuselmyrten: Lagerstroemia ‘Mardi Gras’ und Lagestroemia ‘Black solitaire Best Red’
Der Rosmarinus officinalis: mediterranes Flair
Verleihen Sie Ihrer Terrasse mit einem Rosmarin ruhig einen Hauch Garrigue: Sein schönes, immergrünes und silbriges Laub mit schmalen Blättern und seine aufrechten Zweige sorgen das ganze Jahr über für interessantes Volumen. Seine lange Blüte ist bezaubernd: Der Strauch bedeckt sich mit unzähligen kleinen Blüten in mehr oder weniger intensivem Violettblau und erfreut Ihren Außenbereich mehrmals im Jahr (im Winter und Frühjahr sowie oft erneut im Sommer oder Herbst). Er ist sehr winterhart und trotzt sowohl der Winterkälte als auch der sengenden Sommersonne. Ich empfehle Ihnen diesen Strauch außerdem, weil er sich in einem mit drainierendem Substrat gefüllten Topf sehr gut entwickelt und weder Gischt noch Trockenheit scheut. Für einen sehr hohen Topf wählen Sie einen kriechenden Rosmarin, der wunderschön herabhängt, ansonsten einen Rosmarinus officinalis. Da er äußerst bienenfreundlich ist und mit seinem Nektar zahlreiche Bestäuber anlockt, stellen Sie den Topf etwas abseits vom Essplatz auf. Lavendel, Salbei und Leptospermum in getrennten Töpfen passen hervorragend dazu. Auch wenn ein Ölbaum meiner Meinung nach eher ins Freiland gehört, kann er eine große Südterrasse ergänzen.
In Regionen mit mildem Klima können Sie ihn sogar mit seinem südhemisphärischen Verwandten, der Westringia, kombinieren. Seine ausgebreitetere Wuchsform und seine mauvefarbenen oder weißen Blüten verstärken den mediterranen Charakter Ihrer Terrasse.

Rosmarinus officinalis, Blüte und Wuchsform
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Gräser
Der Miscanthus sinensis ‘Morning Light’: für die moderne Terrasse
Chinaschilf liebt Sonne, auch ein vollsonniger Südstandort ist kein Problem! Oft im Garten ausgepflanzt, ist Chinaschilf auch ideal für moderne Terrassen, da sich diese Gräser sehr gut in großen Kübeln entwickeln. Die zugleich flexible und strukturgebende Wuchsform von Miscanthus sinensis passt perfekt in ein schlichtes, modernes Ambiente. Sie haben die Wahl zwischen zahlreichen Sorten, die je nach Höhe auch als guter Sichtschutz auf einer erhöhten Stadtterrasse dienen können. Zudem sind sie vollkommen winterhart. Auf der Terrasse sollten Sie den Wurzelstock in den ersten Jahren vorsichtshalber schützen. Kurz gesagt: Miscanthus sinensis ist ein Muss für eine designorientierte Terrasse. Mein Favorit dafür ist das elegante Miscanthus sinensis ‘Morning Light’ mit seiner aufrechten, zugleich dekorativen und leichten Wuchsform: Mit einer Höhe von 1,70 m zur Blüte im Spätsommer bringt es eine grüne, leicht silbrige Vertikale auf die Terrasse, nuanciert durch zunächst rosafarbene, später weiße, luftige Blüten. Mit einigen Kübeln niedriger Gräser (Stipa tenuifolia, blauen Schwingeln, Carex) sowie höheren Gräsern (Pennisetum) gestalten Sie eine Terrasse ganz im Zeichen der Gräser. Mit weiteren Vertikalen verstärken Sie den modernen Charakter (Pfaffenhütchen ‘Benkomasaki’, Juniperus communis ‘Gold Cone’). Wählen Sie einen großen Kübel (mindestens 60 cm Durchmesser und 80 cm Tiefe) und achten Sie in den ersten beiden Jahren auf regelmäßiges Gießen.
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Miscanthus ‘Morning Light’, Sedum ‘Autumn Fire’, im August (© Cultivar 413)
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