Zeder auswählen: Tipps
Kaufberatung und Kriterien für die perfekte Sorte
Inhaltsverzeichnis
Zedern (Cedrus) sind langlebige, robuste Nadelbäume mit pyramidalem, etagenförmigem Wuchs – auch für kleine Gärten. Finden Sie die passende Sorte. Pflanzung, Rückschnitt und Pflege
Zeder nach Laub auswählen
Zedern tragen immergrüne Blätter, die aus Rosetten unterschiedlich gefärbter Nadeln bestehen.
Grüne Belaubung
Sie ist am weitesten verbreitet. Die grüne Färbung reicht von den dunkelsten bis zu den hellsten Nuancen.
Beim emblematischen Libanon-Zeder (Cedrus libani) ist die Belaubung sehr dunkelgrün, wodurch sie in der Landschaft gut sichtbar ist.
Der Atlas-Zeder (Cedrus libani atlantica ‘Sargentii’) trägt dagegen zu Saisonbeginn ziemlich hellgrüne Nadeln, die im Laufe der Zeit dunkler werden.
Dasselbe gilt für die Himalaya-Zeder (Cedrus deodara), deren Belaubung zartgrün, fast mandelfarben ist.
Die Sorte ‘Pendula’ bildet feine, biegsame Nadeln, die beim Austrieb zunächst hellgrün sind. Später nehmen sie mit der Reife dunklere Farbtöne an.
Blaue Belaubung
Zedern mit blauer Belaubung gehören zu den beliebtesten. Das gilt für die berühmte blaue Atlas-Zeder, insbesondere für die Sorte ‘Glauca’. Ihre Nadeln leuchten im Frühjahr in einem wunderschönen kräftigen Blau, bevor sie im Sommer silbergraue Reflexe annehmen. Ein besonders dekorativer Nadelbaum!
Auch die Sorte ‘Horstmanns Silberspitz’ zeigt dieses Merkmal. Sie bildet junge, silbrig schimmernde, cremeweiße Triebe, die sich im Herbst goldgelb färben. So entsteht ein wunderschöner Kontrast zu den blaugrünen Nadeln, wenn diese ausgereift und älter sind.
Erwähnenswert ist auch die Himalaya-Zeder ‘Feeling Blue’ mit ihrer schönen blaugrünen Belaubung. ‘Karl Fuchs’ bildet dagegen Nadeln mit graublauem Farbton.
Goldene Belaubung
Goldene Belaubung ist die hellste von allen und bringt viel Licht in den Garten. Man findet sie insbesondere bei der Cedrus deodara ‘Aurea’, der goldenen Himalaya-Zeder. Die jungen Triebe ihrer Frühlingsbelaubung zeigen hübsche goldene Reflexe und werden mit der Zeit zartgrün.
Dasselbe gilt für die Cedrus deodara ‘Golden Horizon’, eine Zwergform der Himalaya-Zeder mit einer hellen Mischung aus Grün und Goldgelb.

Libanon-Zeder und Himalaya-Zeder ‘Karl Fuchs’
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Manche Zedern haben eine etagenförmige Silhouette mit fast waagerechten Zweigen. Sie bilden regelrechte Stufen. Das gilt für die Atlas-Zeder.
Die Atlas-Zeder hat zunächst eine eher pyramidenförmige Silhouette, die im Laufe der Jahre ebenfalls etagenförmig wird. Dasselbe gilt für Himalaya-Zedern. Die Sorte ‘Karl Fuchs’ besitzt jedoch anmutige Zweige mit leicht überhängenden Spitzen.
Ganz anders ist die Silhouette des Kultivars ‘Sargentii’: Sie ist stark in die Breite gewachsen, mit einer niedrigen, ausgebreiteten Wuchsform, die ein Pflanzenpolster bildet.
Erwähnt sei auch die Trauerform der Atlas-Zeder, die, wie ihr Name sagt, wie ein echter Pflanzenwasserfall aussieht. Ihre herabhängenden Zweige sind fast senkrecht. Im Laufe der Jahre wird sie nahezu so hoch wie breit.
Zeder nach Größe und Verwendung wählen
Zedern sind beeindruckende Nadelbäume: Einige können tatsächlich über 50 Meter hoch werden! Es gibt jedoch auch kleinere Arten, die in weniger großen Gärten ihren Platz finden.
Kleine Sorten
Sie wachsen recht langsam und erreichen mit der Zeit etwa 5 Meter Höhe. Zu diesen Sorten zählt die Atlas-Zeder ‘Pendula’, die für ihre herrliche Wuchsform mit überhängenden Zweigen geschätzt wird. Nach mehreren Jahren erreicht sie bescheidene 4 Meter Höhe und 6 Meter Breite.
Die Himalaya-Zeder ‘Feeling Blue’ gilt als Zwergsorte, da sie nicht höher als 1 Meter und nicht breiter als 3 Meter wird. Mit ihrer ausgebreiteten Wuchsform bildet diese Zeder im Steingarten einen perfekten Bodendecker, der einen Hang schmückt oder eine Terrasse einfassen kann.
Ebenso bescheiden ist die Cedrus deodara ‘Golden Horizon’, die mittelgroße Bereiche mit ihrem leuchtend goldenen Laub aufhellt. Bei voller Reife wird sie 2 Meter hoch und 3 Meter breit.
Eine weitere langsam wachsende, klein bleibende Sorte ist die Atlas-Zeder ‘Sargentii’, die 3 Meter breit und 1 Meter hoch wird. Sie eignet sich perfekt, um die Oberseite einer niedrigen Mauer zu schmücken. Auch im großen Kübel lässt sie sich kultivieren und auf einer sonnigen Terrasse oder einem Balkon platzieren.

Hängende Atlas-Zeder
Größere Sorten
Wenn Sie einen Blickfang suchen, eine Zeder als Solitär pflanzen möchten, die alle Blicke auf sich zieht, wählen Sie eine der größeren Sorten.
Die Himalaya-Zeder ist beispielsweise ein echter Riese und wird bei voller Reife 20 Meter hoch und 8 Meter breit. In der Natur kann sie sogar über 70 Meter Höhe erreichen. Anders als die meisten Nadelbäume wächst sie recht schnell, wenn der Boden tiefgründig bleibt und frisch ist, also nie vollständig austrocknet. Die etwas kleinere Sorte ‘Karl Fuchs’ wird nur 10 Meter hoch und 5 Meter breit.
Erwähnenswert sind auch die Maße der Atlas-Zeder: Sie wird 20 Meter hoch und 10 Meter breit.
Noch beeindruckender ist, dass die Atlas-Zeder bis zu 50 Meter hoch und 20 Meter breit werden kann. Sie eignet sich natürlich nur für Parks und sehr große Gärten.

Himalaya-Zeder und blaue Atlas-Zeder
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Viele Zedern lieben Sonne. Einige vertragen Halbschatten, darunter die Zwerg-Himalaya-Zeder ‘Golden Horizon’. Ihr Laub bleibt dunkler. Auch ‘Aurea’ verträgt leichten Schatten.
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