Zitronenbaum kultivieren?
Zitronenbaum pflanzen und pflegen: Tipps für Freiland und Kübel
Inhaltsverzeichnis
Zitronenbaum (Citrus limon) im Garten, auf Terrasse oder Balkon anbauen: Tipps zu Pflanzung, Pflege und Ernte im Beet oder Topf.
Welcher Zitronenbaum?
Für alle ist der Zitronenbaum eine schöne, typische Zitrusfrucht des Mittelmeerraums, wo er im Freiland kultiviert werden kann. Anderswo ist die Topfkultur unerlässlich, damit Sie Ihre Zitruspflanze im Winter ins Haus holen können – unabhängig von Art oder Sorte. Denn es gibt zahlreiche Zitronenbaumtypen, von klassisch bis außergewöhnlich in Geschmack und Form:
- Der Vierjahreszeiten-Zitronenbaum (Citrus limon) : Er ist der verbreitetste Zitronenbaum, da er vor allem in Mittelmeerregionen nahezu durchgehend von September bis Mai Früchte trägt – vorausgesetzt, er wird richtig geschnitten. Es gibt zahlreiche Sorten von Citrus limon, etwa Citrus limon ‘Femminello Carrubaro’, eine sehr ertragreiche Sorte mit Früchten in Trauben, oder Citrus limon ‘Lemox’, eine neue Sorte mit kernlosen Zitronen …
- Der Zitronenbaum ‘Meyer’ (Citrus × meyeri ): eine Hybrid-Sorte aus Mandarinenbaum und Zitronenbaum, beliebt wegen ihres milden Geschmacks, ihrer mehrfachen Blüte und ihrer guten Topfverträglichkeit.
- Weitere Sorten sorgen für Abwechslung: der Limettenbaum (Citrus aurantifolia), der Limettenbaum (Citrus latifolia), der Limettenbaum mit roten Früchten (Citrus aurantifolia ‘Red Lime’), die Fingerlimette (Microcitrus), die Yuzu-Orange (Citrus junos), die Kafir-Limette (Citrus hystrix), die Buddhas Hand (Citrus medica) oder die Römische Limette (Citrus limetta ‘Pursha’) mit völlig säurefreien Früchten – jede mit eigenem Aroma und besonderen kulinarischen Verwendungsmöglichkeiten.

Im Uhrzeigersinn: Vierjahreszeiten-Zitronenbaum, Kafir-Limette, Yuzu-Orange, Buddhas Hand und Limettenbaum
Die meisten Zitronenbäume vertragen Temperaturen bis etwa -5 bis -7 °C, doch bereits unter -2 °C sind junge Triebe bedroht.
Zitronenbaum auspflanzen: wo, wann und wie?
Das Auspflanzen eines Zitronenbaums ist nur in den Küstengebieten Südfrankreichs möglich.
Wo pflanzen?
Der Zitronenbaum braucht volle Sonne, jedoch ohne extreme Hitze, sowie einen gut vor Wind und kalter Zugluft geschützten Standort. Auch vor Spritzwasser muss er geschützt werden, da er dieses nicht verträgt.
Der Boden sollte leicht, tiefgründig, humusreich und gut durchlässig sein. Der Zitronenbaum verträgt weder stark kalkhaltige oder saure Böden noch schwere, verdichtete und staunasse Böden. Ideal ist gute Gartenerde, angereichert mit Kompost und Sand oder Lava, um die Drainage zu verbessern.
Wann pflanzen?
Eine Pflanzung im Frühjahr, zwischen April und Mai, ist ideal – nach den letzten Frösten oder außerhalb von Trockenperioden.
Wie pflanzen?
- Heben Sie ein zwei- bis dreimal so breites und tiefes Pflanzloch wie der Wurzelballen aus
- Geben Sie groben Kies auf den Grund des Pflanzlochs, besonders bei schwerem Boden
- Mischen Sie die ausgehobene Erde mit gut verrottetem Kompost
- Wässern Sie den Wurzelballen in einem Eimer
- Setzen Sie den Zitronenbaum so ein, dass der Hals auf Bodenniveau bleibt
- Füllen Sie mit der restlichen Erde auf, drücken Sie sie vorsichtig an und gießen Sie reichlich
- Bringen Sie rund um den Stamm eine Mulchschicht aus, um die Feuchtigkeit zu bewahren.
Zitronenbaum im Topf pflanzen: Wo, wann, wie?
In Regionen mit weniger milden Wintern als am Mittelmeer ist die Pflanzung im Topf unerlässlich. Topf-Zitronenbäume überwintern in einem unbeheizten Wintergarten, Gewächshaus oder Kalthaus und kommen im Frühjahr und Sommer ins Freie, damit die Bestäubung durch Insekten möglich ist.
Welchen Topf und welches Substrat wählen?
Wählen Sie einen größeren und tieferen Topf als der Wurzelballen, denn der Zitronenbaum mag es nicht beengt. Der Topf muss für einen guten Wasserabzug Löcher haben. Sie können zwischen Kunststoff- und Terrakottatöpfen wählen, wobei Terrakotta deutlich poröser ist.
Geben Sie unbedingt eine Schicht Blähton auf den Topfboden, bevor Sie ihn mit einem Substrat aus je einem Drittel Zitruserde, guter Gartenerde und grobem Sand oder Bims füllen. 
Wann im Topf pflanzen?
Die Pflanzung oder das Umtopfen des Zitronenbaums erfolgt im Spätsommer oder im Frühjahr.
Wie pflanzt oder topft man einen Zitronenbaum im Topf ein?
- Geben Sie eine drainierende Schicht Blähton auf den Topfboden
- Füllen Sie den Topf zur Hälfte mit Substrat
- Befeuchten Sie den Wurzelballen in einem Eimer Wasser
- Setzen Sie den Wurzelballen in den Topf, ohne den Hals zu bedecken
- Füllen Sie mit dem restlichen Substrat auf
- Gießen Sie, bis Wasser unter dem Topf abläuft
- Bedecken Sie die Oberfläche mit organischem Mulch.
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Zitronenbäume sind relativ anspruchsvolle Zitrusfrüchte und benötigen viel Wasser und Dünger. Beides ist für eine reiche Fruchtbildung unerlässlich.
Das Gießen des Zitronenbaums
Im Freiland kultiviert, muss ein Zitronenbaum in den ersten beiden Jahren regelmäßig gegossen werden. Danach wird nur noch in Trockenperioden zwischen Frühling und Sommer gegossen. Im Herbst und Winter reicht der Niederschlag meist aus.
Steht der Zitronenbaum im Topf, muss das Substrat stets leicht feucht bleiben, ohne dass sich Staunässe bildet. Deshalb wird im Frühling 2- bis 3-mal pro Woche gegossen, im Sommer fast täglich. Im Herbst und Winter werden die Gießabstände verlängert, das Gießen wird jedoch beibehalten. Überschüssiges Wasser in Untersetzer oder Übertopf muss immer entfernt werden.
Zum Gießen eignet sich kalkfreies Wasser, idealerweise Regenwasser mit Raumtemperatur.
Das Düngen des Zitronenbaums
Ob im Freiland oder im Topf: Der Zitronenbaum ist nährstoffbedürftig. Einmal jährlich im Frühling sollte Kompost oder gut verrotteter organischer Dünger rund um den Zitrusbaum ausgebracht werden.
Bei Topfkultur ist das Düngen von März bis Oktober besonders wichtig. Alle drei Wochen wird ein flüssiger Spezialdünger für Zitrusfrüchte oder alle sechs Monate ein Langzeitdünger für Zitrusfrüchte gegeben.
Der Rückschnitt des Zitronenbaums
Im Frühling werden junge Triebe leicht zurückgeschnitten, um Blüte und Fruchtbildung zu fördern. Entfernen Sie dabei auch abgestorbene oder beschädigte Zweige sowie sich kreuzende Äste. Verwenden Sie dafür eine saubere, desinfizierte Schere oder Gartenschere. Größere Schnittwunden können mit Wundverschlussmittel behandelt werden.
Das Umtopfen des Zitronenbaums
Alle zwei bis drei Jahre wird der Zitronenbaum umgetopft, um das Substrat zu erneuern und das Wachstum zu fördern.
Schutz vor Kälte
In Regionen an der Grenze der Winterhärte können im Freiland kultivierte Zitronenbäume mit Wintervlies und einer dicken Schicht Laub am Fuß geschützt werden.
Zitronenbäume im Topf werden ins Warme gestellt, etwa im Oktober, sobald das Thermometer tagsüber 5 °C anzeigt. Der Standort sollte hell und ungeheizt sein, etwa in einem Wintergarten, Gewächshaus oder einer Veranda.
Zitronenbaum: Krankheiten und Parasiten bekämpfen
Ob drinnen oder draußen: Der Zitronenbaum kann anfällig für Schädlinge sein, etwa Blattläuse, Schildläuse, Weiße Fliegen, Rote Spinnen, Zitrusminierfliegen oder die Mittelmeerfruchtfliege. Auch zahlreiche Krankheiten wie Gummifluss, Mal secco oder Rußtau können sein Wachstum stark beeinträchtigen.
Wir empfehlen Ihnen, Alexandras Artikel über Krankheiten und Parasiten des Zitronenbaums zu lesen.
Bei regelmäßiger Kontrolle des Laubs und guten Kulturbedingungen lassen sich diese Krankheiten und Schädlinge jedoch vermeiden. Erste Anzeichen wie gelbe Blätter, verformte Früchte oder verlangsamtes Wachstum sollten Sie aufmerksam machen.
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