Fackellilie: pflanzen, kultivieren, pflegen
Inhaltsverzeichnis
Die Fackellilie in wenigen Worten
- Die Fackellilie ist eine imposante, königliche Staude mit spektakulärer, feuriger Blüte
- Diese gelben, roten oder orangefarbenen „Teufelsfackeln“, die von Juni bis Oktober blühen, locken den ganzen Sommer über zahlreiche Bestäuber an
- Sie ist einfach zu kultivieren und zu pflegen und wächst in der Sonne in jedem gut durchlässigen Boden
- Sie ist sehr winterhart, selbst in den kältesten Regionen, sofern der Wurzelstock gemulcht wird
- Mit ihrer exotischen Note bringt sie Wärme und Struktur in Pfarrgärten, moderne Gärten oder ländliche Beete
Das Wort unserer Expertin
Die Kniphofia oder Fackellilie, manchmal auch „Falsche Aloe“ genannt, ist eine bemerkenswerte Staude. Sie bietet eine lange, farbenprächtige Blüte, deren Farbspektrum von Orange über Cremeweiß bis Gelb reicht und durch ihr elegantes Laub besonders schön zur Geltung kommt. Eine Zeit lang aus der Mode, feiert sie nun ein großes Comeback – und das ist erfreulich, denn sie ist eine hervorragende Beetstaude mit schlanker, dekorativer Wuchsform, die den ganzen Sommer über in Beeten, Rabatten, Steingärten und Kübeln für Blüten sorgt.
Mit einer variablen Höhe von 50 cm bis 1,20 m strukturiert die Fackellilie die etwas flachen Beete von Pfarrgärten, naturnahen Gärten und modernen Gärten, in denen sie während der gesamten warmen Jahreszeit farbenfrohe Fackeln entzündet.
Von Kniphofia uvaria ‘grandiflora’ mit ihren Blüten, die sich in einem Farbverlauf von Orange zeigen, bis zur Kniphofia „Royal Standard“, einer klassischen Sorte mit zweifarbigen gelb-roten Blüten, sind alle Fackellilien überraschende, äußerst robuste Pflanzen, die schon unsere Großmütter begeisterten und dem Garten einen exotischen Touch mit starkem Fernwehcharakter verleihen.
Unter ihrem exotischen Erscheinungsbild offenbart die Kniphofia, die auch „Fackellilie“ genannt wird, eine gute Winterhärte und widersteht unseren eher kalten Wintern (-10, -15 °C).
Gelbe, rote, orangefarbene, manchmal auch grüne und weiße Kniphofia – bestäubende Insekten tummeln sich den ganzen Sommer über um ihre farbenfrohen Ähren, die auch in Sträußen wunderschön aussehen!
Die leicht zu kultivierende Kniphofia benötigt lediglich einen gut drainierten Boden, der im Sommer frisch bleibt, sowie einen warmen, sonnigen Standort – unverzichtbar für eine üppige Blüte.
Bringen Sie mit unseren Fackellilien im Anzuchttopf Exotik und Farbe in Ihren Garten und entdecken Sie unseren Kniphofia-Samen, der sich leicht aussäen lässt!
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Lateinischer Name Kniphofia, Tritoma
- Gebräuchlicher Name Fackellilie, Fackellilie, Fackellilie
- Blüte von Juni bis Oktober je nach Art
- Height 0,50 bis 1,20 m
- Exposition Sonne
- Art des Bodens Alle, gut drainiert
- Winterhärte -10 °C bis -15 °C
Die Kniphofia, auch Fackellilie, Tritoma oder „Fackellilie“ genannt, ist eine rhizombildende Staude aus der Familie der Affodillgewächse. Sie stammt aus feuchten Standorten, Wiesen, Felshängen bis in 2900 m Höhe und von Gewässerufern im südlichen und östlichen Afrika.
Die Gattung umfasst mehr als 70 sommergrüne und immergrüne Arten. Die in unseren Gärten am weitesten verbreitete Art ist K. uvaria, aus der zahlreiche Hybriden und Kultivare hervorgegangen sind, die gut an unser Klima angepasst sind. Seltener findet man in unseren Gärten die Kniphofia rooperi, eine sehr schöne botanische Fackellilie mit glänzenden, breiten, ellipsoiden Trauben, sowie die Kniphofia northiae mit immergrünen Blättern.
Diese rhizombildende Art, auch unter dem Namen „Falsche Aloe“ bekannt, entwickelt sich aus einem fleischigen Rhizom und bildet einen üppigen Horst mit straffem, aufrechtem und etwas zerzaustem Wuchs. Ihr Wachstum ist recht schnell und kann sogar invasiv sein.
Die Größen variieren je nach Kultivar, von 50 cm bei den Zwergsorten bis zu knapp 2 m Höhe in Blüte bei den riesigen Fackellilien.
Im Frühjahr entspringen der Basis kräftiger, mindestens 50 cm breiter Rosetten die Blätter und entfalten sich fächerförmig. Dabei bilden sie einen schönen, ausladenden, brunnenartigen Horst mit anmutig überhängenden Rändern.
Die glänzenden Blätter mit zugespitztem Ende und etwas scharfem Rand sind lang, locker gebogen, bandförmig und gekielt, das heißt mit hervortretenden parallelen Rippen und manchmal fein gezähnt. Je nach Sorte reicht die Färbung des Laubs von Blassgrün über Hell- bis Mittelgrün und Blaugrün. Die sommergrünen Arten und Hybriden tragen 10 cm bis 1 m lange, sehr feine und biegsame Blätter, die Gräsern ähneln.

Kniphofia oder Tritoma – botanische Illustration
Die Blätter der immergrünen Fackellilien sind meist fleischiger, tief gekielt oder bandförmig, 1 bis 1,50 m lang und erinnern an die des Chinaschilfs. Die Kniphofia northiae zeichnet sich durch ihre breiten, blaugrünen, glatten, immergrünen Blätter aus, die denen der Agaven ähneln.
Die außergewöhnliche, exotisch anmutende und besonders lange Blüte der Kniphofia bleibt nie unbeachtet.
Von Mai bis Oktober erheben sich je nach Kultivar die hohen, kräftigen und stattlichen Blütenstiele aus diesem dichten, grasartigen Horst und wachsen rasch bis auf über 1,50 m über dem Boden.
Vom Frühjahr bis zum Ende des Sommers tragen sie besonders üppige endständige Blütenstände, die weit über dem Laub auf kahlen, manchmal bronzefarbenen Stielen stehen. Diese großen zylindrischen oder ellipsoiden Blütenähren sind 5 bis 40 cm hoch und leuchten in flammenden Farben. Sie erinnern an eine Fackel oder glühende Kienspäne, was der Kniphofia die Beinamen „Teufelsfackel“ oder „Dämonenfackel“ eingebracht hat.
Sie bestehen aus zahlreichen röhrenförmigen, hängenden, manchmal aufrechten Blüten in Zitronen- oder Kanariengelb, Apfelgrün, Scharlachrot, Korallenrot oder Orange, die 3 bis 50 mm lang sind. Diese kleinen Glöckchen in leuchtenden Farben lassen oft deutlich hervortretende Staubblätter erkennen und bilden einen starken Kontrast zum Laub, wodurch sie zusätzlich attraktiv wirken.
Die Blütenknospen öffnen sich von der Basis bis zur Spitze der Ähre und ändern beim Aufblühen oft ihre Farbe. Dadurch tragen die Blütenstände häufig zwei bis drei verschiedene Farben. Die Blüten verändern ihren Farbton im Laufe ihrer Reife allmählich: Während sie beim Aufblühen kräftig gefärbt sind, verblassen die Blüten an der Basis der Ähre beim Verwelken langsam. Die Ähre erscheint beim Reifen daher zweifarbig und geht in einem Farbverlauf von kräftigen Farbtönen zu sanfteren Creme- und Hellgelbtönen bis hin zu Weiß am unteren Teil der Ähre über.
Verblühte und vertrocknete Blüten stehen etwa eineinhalb Monate lang gemeinsam an diesen sehr dichten, kolbenförmigen Blütenständen, die sich gut für Sommersträuße eignen.
Einige neuere Sorten sind frühblühend und remontierend (‘Mango Popsicle’). Sie beginnen bereits im Mai zu blühen, blühen zwei Monate lang und blühen am Ende des Sommers erneut.
Sie sind besonders bienen- und nektarfreundlich und ziehen den ganzen Sommer über unwiderstehlich Schmetterlinge und Bienen an.
Nach der Blüte entwickeln sich aus den Blüten Früchte in Form von Kapseln, die schwarze Samen freisetzen, die sich spontan an verschiedenen Stellen aussäen können.

Mehrere Farben: Kniphofia ‘Orange Vanilla Popsicle’, Kniphofia ‘Green Jade’, Kniphofia ‘Nancy’s Red’, Kniphofia ‘Mango Popsicle’, Kniphofia ‘Royal Standard’.
Die Kniphofia ist eine für unsere Regionen recht winterharte Staude, die Temperaturen von häufig unter -10 °C standhält. In Regionen mit strengen Wintern hilft eine gute Mulchschicht dem Wurzelstock, den Frost zu überstehen. Die Kniphofia bevorzugt eher kühle Bedingungen und wächst in der Sonne in einem leichten, aber nährstoffreichen, frischen und gut drainierten Boden.
Majestätisch und imposant mit ihren leuchtenden, warmen Farben und ihrer ungewöhnlichen Blüte zieht die Kniphofia in Gruppen, als Solitär, auf einer Rasenfläche oder in der Nähe eines Gewässers unweigerlich alle Blicke auf sich. Sie ist für ihre strukturgebenden Eigenschaften bekannt, bringt einen exotischen Akzent in den Garten und schafft dort eine sommerliche, fremdländisch anmutende Kulisse.
Die höchsten Arten strukturieren die Mitte und den Hintergrund großer Staudenbeete oder einer Mixed Border und verleihen ihnen Höhe. Sie ist eine perfekte Pflanze für einen sehr sonnigen zeitgemäßen Garten.
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Mehr als 70 Arten der Fackellilie sind bekannt, doch die unter unseren klimatischen Bedingungen am häufigsten kultivierte Art ist die Schopf-Fackellilie, aus der zahlreiche Sorten und Hybriden hervorgegangen sind, darunter die unverzichtbare Schopf-Fackellilie ‘Grandiflora’, die am weitesten verbreitet ist.
Die Höhe der Fackellilie variiert je nach Sorte, von 60 bis 70 cm bei den niedrigsten Arten und Sorten bis zu 1 bis 1,50 m bei den höchsten Fackellilien wie der Fackellilie ‘Green Jade’. Damit bietet sie eine große Auswahl, um große Beete ebenso wie Rabatten, Steingärten oder Kübel zu beleben.
Die Blütezeit erstreckt sich je nach Sorte und Klima von Mai bei den frühesten Sorten bis Oktober.
Lange Zeit wurde diese spektakuläre Staude wegen ihrer auffälligen, mitunter kitschigen Farben zu Unrecht verschmäht. Seit etwa zehn Jahren erlebt sie jedoch dank des Aufkommens neuer Sorten mit säuerlicheren und frischeren Farbtönen, die weniger aggressiv wirken, eine starke Renaissance – wie etwa die Fackellilie ‘Mango Popsicle ©’ oder die Fackellilie ‘Ice Queen’.
Neben den klassischen Blütenähren der Fackellilie, die an glühende Fackeln erinnern, gibt es inzwischen auch eine Auswahl an Sorten mit grünen Blüten, rosa Blüten, cremefarbenen und sogar weißen Blüten.
Garten-Fackellilie - Kniphofia uvaria
- Blütezeit Juli für Oktober
- Höhe bei Reife 1 m
Fackellilie Royal Standard - Kniphofia
- Blütezeit August für Oktober
- Höhe bei Reife 1 m
Fackellilie Green Jade - Kniphofia
- Blütezeit August für November
- Höhe bei Reife 1 m
Fackellilie Vanilla - Kniphofia
- Blütezeit August, September
- Höhe bei Reife 1 m
Fackellilie Mango Popsicle - Kniphofia
- Blütezeit Juni für Oktober
- Höhe bei Reife 60 cm
Fackellilie Limelight - Kniphofia
- Blütezeit August für Oktober
- Höhe bei Reife 60 cm
Fackellilie Ice Queen - Kniphofia
- Blütezeit August, September
- Höhe bei Reife 1,10 m
Fackellilie Dorset Sentry - Kniphofia
- Blütezeit Juli für Oktober
- Höhe bei Reife 90 cm
Fackellilie Tawny King - Kniphofia
- Blütezeit August für Oktober
- Höhe bei Reife 1,10 m
Kniphofia hirsuta Red Hot Poker Traffic Lights (Samen) - Fackellilie
- Blütezeit September für November
- Höhe bei Reife 35 cm
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Pflanzung
Wo pflanzt man Fackellilien?
Die aus Afrika stammende Fackellilie liebt warme und sonnige Standorte sowie milde Winter, wächst aber problemlos in all unseren Gärten und kommt auch mit den gemäßigten Regionen im Norden Frankreichs gut zurecht. Sie ist bis -12 bis -15 °C winterhart und blüht bei drainierendem Boden viele Jahre lang immer wieder.
Schwere, feuchte und schlecht drainierte Böden sind ihr ein Graus. Auch wenn sie Trockenheit gut verträgt, fürchtet sie dagegen feuchte Winter: Ein wassergesättigter, verdichteter und lehmiger Boden würde ihre Langlebigkeit beeinträchtigen. In rauem und feuchtem Klima ist ein dicker Mulch über dem Wurzelstock erforderlich.
Lassen Sie sich nicht von ihrem Aussehen täuschen! Trotz ihrer exotischen Erscheinung bevorzugt die Fackellilie einen leichten, aber nährstoffreichen Boden, der im Sommer frisch bleibt und nicht austrocknet.
Sie liebt sonnige Standorte, die für eine üppige Blüte unerlässlich sind, verträgt in den südlichen Regionen aber auch Halbschatten. In nährstoffarmem und trockenem Boden wird sie enttäuschend bleiben und niemals üppig wachsen.
Sie kommt auch mit sandigen Böden zurecht und verträgt Wind, wodurch sie eine gute Pflanze für die Küste und ideal für einen Küstengarten ist.
Wählen Sie für sie einen Standort, der ihrer relativ ausladenden Wuchsform gerecht wird: Ihr Wachstum ist recht schnell, und sie breitet sich bald stark aus, wobei sie im ausgewachsenen Zustand oft mehr als 50 cm breit wird.
Ob einzeln auf dem Rasen verwendet oder in Gruppen gepflanzt – die Fackellilie strukturiert den Raum und bringt Vertikalität und Exotik in den Garten. Sie fügt sich wunderbar in naturnahe, wilde Gärten sowie in große, etwas locker gestaltete Staudenbeete ein, auf einem erhöhten Hang oder auch am Teichrand, wo sie Struktur und Fülle verleiht.
Manchmal ist es besser, ihr zartes, aber bisweilen etwas unordentliches Laub hinter anderen Pflanzen im vorderen Bereich eines Beetes zu verbergen.
Niedrige Sorten lassen sich leicht am Beetrand, im Steingarten oder im Topf auf einer sonnigen Terrasse verwenden.
Wann pflanzt man die Fackellilie?
Die Fackellilie wird im Frühjahr von März bis April oder im Herbst von September bis November gepflanzt, damit sie im Sommer eine Fülle von Blüten hervorbringt.
Wie pflanzt man Fackellilien?
Im Freiland
In nährstoffreichem und gut drainiertem Boden zeigen sich Fackellilien kräftiger und frostverträglicher. Wenn Ihr Boden Feuchtigkeit speichert, pflanzen Sie Ihre Fackellilien oben auf einen Hügel oder auf einen erhöhten Hang, wo das Wasser nicht stehen bleibt. Bei schwerem Boden arbeiten Sie Kompost oder Flusssand ein, um ihn aufzulockern und den Boden gut zu drainieren.
Große Fackellilien werden in kleinen Gruppen von 3 oder 5 Pflanzen pro m² für eine spektakuläre Wirkung im Beet gepflanzt. Je nach Sorte sollten die Pflanzen in alle Richtungen 40 bis 80 cm Abstand voneinander haben.
- Stellen Sie den Wurzelballen eine Viertelstunde vor dem Pflanzen in eine Schale mit Wasser
- Lockern und kratzen Sie die Wurzeln vorsichtig auf, um das Anwachsen zu fördern
- Heben Sie ein Pflanzloch aus, das 2- bis 3-mal so groß ist wie das Volumen des Anzuchttopfs
- Graben Sie den Boden tief um, um die Erde aufzulockern, und entfernen Sie Steine und Unkraut
- Geben Sie groben Flusssand oder gut drainierenden Kies auf den Grund des Pflanzlochs
- Arbeiten Sie eine gute Schaufel Blumenerde und reifen Kompost in die Erde ein
- Füllen Sie das Pflanzloch wieder auf, richten Sie die Jungpflanze gerade aus und setzen Sie den Hals auf Höhe des Bodens
- Formen Sie rund um den Fuß der Pflanze eine Gießmulde und wässern Sie reichlich
- Bringen Sie eine Mulchschicht aus
Wie pflanzt man eine Fackellilie im Topf?
Das Substrat muss sehr nährstoffreich und gut drainierend sein, damit keine Staunässe an den Wurzeln entsteht. Stellen Sie den Topf in die volle Sonne. Pflanzen Sie die Fackellilie in einen Topf mit einem Mindestdurchmesser von 30 cm.
- Bringen Sie eine gute Drainageschicht aus Kies oder Blähton ein
- Pflanzen Sie sie in eine leicht sandige Mischung aus Blumenerde
- Mulchen Sie den Fuß der Pflanze
- → Unser Ratgeber: Eine Fackellilie im Topf kultivieren
Wie sät man Fackellilien- oder Tritoma-Samen aus?
Die Aussaat erfolgt im März oder im September/Oktober, nachdem die Samen 6 Wochen lang stratifiziert, also im Gemüsefach des Kühlschranks kalt gelagert, wurden. Wenn Sie am Ende des Sommers säen, blüht Ihre Fackellilie im darauffolgenden Sommer.
- Säen Sie unter geschützten Bedingungen in einer Anzuchtschale bei einer warmen Temperatur zwischen 15 und 20 °C in feuchter Anzuchterde
- Bedecken Sie die Samen mit einigen Millimetern Blumenerde
- Drücken Sie sie mit einem Brettchen leicht an
- Stellen Sie sie hell auf
- Die Keimlinge gehen innerhalb von 14 bis 30 Tagen auf
- Wenn die Keimlinge 5 cm groß sind, verpflanzen Sie die jungen Fackellilien in einzelne 7 cm große Töpfe
- Stellen Sie sie ins Freie, sobald die Fröste vorüber sind
- Pflanzen Sie die kräftig gewordenen Jungpflanzen im folgenden Jahr in mit Kompost angereicherte Erde im Garten oder in Töpfe

Fackellilie zwischen Gräsern.
Pflege und Versorgung
Kräftig und winterhart benötigt diese Staude mit glühenden Fackeln nur wenig Pflege, sobald sie gut eingewachsen ist. Im Sommer braucht sie ausreichend Wasser, besonders im ersten Sommer nach der Pflanzung.
Während der Blütezeit gießen Sie regelmäßig, um die Blüte zu fördern. Lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben nicht austrocknen: Der Wurzelbereich sollte kühl und feucht bleiben. Die Fackellilie verträgt einige kurze Trockenperioden, sofern diese nicht zu lange andauern. Im Winter kommt sie ohne Gießen aus.
Auf mageren Böden sollten Sie großzügig Kompost ausbringen, damit sie reichlich blüht.
Schneiden Sie die verblühten Blütenstände ab, die nach der Blüte nicht immer besonders ansehnlich sind. So verhindern Sie zugleich eine Selbstaussaat, denn die Pflanze sät sich bereitwillig selbst aus und kann schnell überhandnehmen.
Sobald der Winter naht, mulchen Sie die Wurzelstöcke mit einer Schicht aus Laub, trockenen Farnen oder Stroh, um die Wurzeln vor Kälte und Feuchtigkeit zu schützen: Obwohl sie winterhart ist, fürchtet die Fackellilie starke und lang anhaltende Fröste.
Im März gönnen Sie ihr einen kleinen Frühjahrsputz. Schneiden Sie die vertrockneten Stängel ab und kürzen Sie das alte Laub um die Hälfte ein, um das Wachstum neuer Triebe zu fördern.
Die Horste der Fackellilie können mit zunehmendem Alter an Wuchskraft verlieren: Teilen Sie die Horste alle zwei bis drei Jahre und pflanzen Sie die Teilstücke an anderer Stelle im Garten ein. Dieser Vorgang verjüngt den Horst und ermöglicht es, beschädigte Teile zu entfernen.
Wenn Sie sie im Topf kultivieren, hüllen Sie das Laub in Wintervlies. Düngen Sie sie jeden Frühling mit einem guten Dünger. Topfen Sie sie alle zwei Jahre um.
Mögliche Schädlinge und Krankheiten
Die Fackellilie oder Kniphofia ist eine krankheitsresistente Staude in gut durchlässigem Boden: Sie verträgt keine nasskalten Böden im Winter. Abgesehen von übermäßiger Feuchtigkeit im Winter, die für Wurzelfäule verantwortlich ist, hat sie nur wenige Feinde, wenn der Boden gut durchlässig ist.
Die Kniphofia kann für eine durch Thripse, winzige Parasiten, übertragene Viruserkrankung anfällig sein, die eine Marmorierung des Laubs verursacht. Vorbeugend kann es bei warmem, trockenem Wetter ausreichen, das Laub regelmäßig zu bewässern, um einen Befall zu vermeiden: Thripse entwickeln sich nämlich nicht, wenn die Luftfeuchtigkeit ausreichend ist. Auch Knoblauchbrühen mit Schwarzer Seife können zur Vorbeugung hilfreich sein.
Vermehrung der Fackellilie
Fackellilien oder Kniphofia können durch Aussaat vermehrt werden, aber die Teilung der Horste im Frühjahr ist eine einfachere Methode. Die Samen werden bei Reife geerntet und im Frühjahr ausgesät (siehe oben „Wie sät man Kniphofia- oder Fackelliliensamen aus?“), sofern Sie nicht alle Blütenstände abgeschnitten haben. Andernfalls kaufen Sie unsere Kniphofia-Samen.
Wann und wie wird Kniphofia geteilt?
Die Teilung eines großen Horstes kann sich als ziemlich schwierig erweisen, da der Wurzelstock sehr kräftig ist. Achten Sie darauf, die empfindlichen Wurzeln nicht zu verletzen. Die Teilung der Fackellilienhorste erfolgt, wenn der Wurzelstock gut eingewachsen ist, also im 3. oder 4. Jahr nach der Pflanzung. Durch die Teilung lässt sich die Pflanze einfach vermehren und es bleiben kräftige Pflanzen erhalten.
- Heben Sie den Horst mit einer Grabegabel vorsichtig aus, ohne die Wurzeln zu beschädigen.
- Trennen Sie die am Rand des Horstes gebildeten Wurzelschösslinge mit einem scharfen, desinfizierten Messer ab und pflanzen Sie sie sofort wieder im Garten ein.
→ Erfahren Sie mehr über die Vermehrung von Kniphofia in unserem Ratgeber!
Fackellilie kombinieren
Die Fackellilie oder Kniphofia ist eine Staude, die den ganzen Sommer über für eine warme Atmosphäre sorgt! Die warme, leuchtende Farbe ihrer hohen Blütenstiele zieht unweigerlich alle Blicke auf sich und setzt dekorative vertikale Akzente. Imposant und stolz gedeiht sie in naturnah gestalteten Gärten, Bauerngärten, zeitgemäßen Präriegärten sowie in Beeten und ländlich anmutenden Rabatten, um für Höhe, Struktur und Exotik zu sorgen.

Ein Beispiel für eine natürliche Kombination aus Kniphofia und Ziergräsern (Calamagrostis, Miscanthus, Pennisetum, Deschampsia), Taglilien wie ‘Citrina‘ und noch knospigen Liebesblumen.
Sie schafft stets flammenprächtige und spektakuläre Szenerien mit anderen hohen, luftigen Stauden. Diese feuerroten oder leuchtend gelben Fackeln verschönern Beete mit warmen, strahlenden Farben. Die höchsten Sorten werden in Gruppen gepflanzt, um in gut drainierten Beeten eine eindrucksvolle Wirkung zu erzielen. Die kleineren werden locker im Rasen verteilt, um einen Rand entlang eines Kieswegs zu schmücken, oder finden ihren Platz in einer sonnigen Steingartenanlage oder in Pflanzgefäßen.
Da sie aus denselben Regionen stammen und zur gleichen Zeit blühen, sind Liebesblumen ideale Begleitpflanzen für die Kniphofia, mit der sie reizvolle blau-orangefarbene oder blau-gelbcremefarbene Kontraste bilden. Die Kniphofia eignet sich ebenso hervorragend dazu, blaue Blüten stilvoll hervorzuheben. Ihre schlanken Ähren mit zitronengelben Blüten kommen neben Glockenblumen, Anchusa azurea, Rittersporn wie den Kultivaren der Belladonna-Gruppe, Lavendel und Storchschnabel besonders schön zur Geltung.

Eine farbenfrohe Kombinationsidee: Crocosmia ‘Lucifer’, Dipsacus sylvestris, Atriplex hortensis ‘Rubra’, Anthemis tinctoria ‘Kelwayi’, Kniphofia uvaria, Verbascum thapsus.
Sie lässt sich wirkungsvoll mit gelbgrünem Laub kombinieren, etwa mit dem der Wolfsmilch oder goldbunt panaschierter Funkien.
Ihre struppige Silhouette und ihr steifer Wuchs bilden einen Kontrast zu Blüten mit runder oder verzweigter Form, etwa denen von Sonnenhut, Mohn oder Dahlien, sowie zu den flachen Dolden der Garben.
Für eine exotische Atmosphäre können Sie sie mit Bambus, Palmlilien, Phormium, Kannas, Montbretien, Taglilien und Lobelien kombinieren. Dank ihrer Größe kann sie neben den höchsten Pflanzen stehen und die kleineren Begleitpflanzen überragen.

Ein Beispiel für eine exotische Kombination: Kniphofia ‘Mango Popsicle’, Liebesblume, Watsonia ‘Stanford Scarlet’.
Achten Sie jedoch auf eine Kakophonie zu kräftiger Farbtöne! Verwenden Sie die Kniphofia, um ein Ziergrasbeet aufzupeppen. Einige schimmernde Ziergräser wie Chinaschilf, hohe Schwingel oder kleine Japangräser ergänzen die glutvollen Pflanzungen, mildern das Feuer und bringen als Kontrapunkt zur geradlinigen, klaren Form der Kniphofia Bewegung ins Beet.
Die Kniphofia fügt sich gut in einen großen Steingarten ein, kombiniert mit Lichtnelken, Gartensalbei und Purpur-Leinkraut.
In einem üppigen Beet aus einjährigen Pflanzen und sommerblühenden Stauden lässt sie sich leicht mit Inkalilien, Kapfuchsien, silbrigen Königskerzen, Bartfaden, Alonsoa, Duftnesseln und gelben oder blauen Frauenmänteln kombinieren.
→ Entdecken Sie in unserem Ratgeber 7 Ideen für Kombinationen mit der Kniphofia!
Nützliche Ressourcen
- Entdecken Sie unseren Ratgeber zur Auswahl Ihrer Fackellilie
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