Kreuzdorn, Faulbaum: Pflanzen, Rückschnitt und Pflege

Kreuzdorn, Faulbaum: Pflanzen, Rückschnitt und Pflege

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 5. August 2025  durch Eva 11 min.

Rhamnus in wenigen Worten

  • Kreuzdorne sind immergrüne oder sommergrüne, zugleich bezaubernde und anspruchslose Sträucher.
  • Mit einer Höhe von 1 bis 5 m bilden sie recht schnell schöne Bestände, die während der Blüte duften, in voller Sonne, im lichten Unterholz oder sogar im Schatten, auch an schwierig zu bepflanzenden Standorten.
  • Als perfekte Sträucher für frei wachsende, naturnahe und pflegearme Hecken erfreuen sie sowohl Gärtner als auch die Tierwelt.
  • Die Kultivare bieten den Vorteil eines raffinierten, sehr dekorativen Laubs mit japanischem Flair, das für alle Böden geeignet ist.
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Die Rhamnus sind heimische Sträucher an Waldrändern oder im Unterholz, die dem Spaziergänger oft verborgen bleiben. Sie sind anspruchslos, unauffällig und besitzen eine unscheinbare Blüte, die dennoch Bienen erfreut, sowie ein eher gewöhnliches Laub, das zahlreichen Schmetterlingsraupen als Nahrung dient. Ihre Wurzeln begnügen sich mit dem Platz, den ihnen die anderen Bäume des Waldes lassen.

Der Faulbaum (Rhamnus frangula) ist in ganz Frankreich auf eher lehmig-silikatischen (sauren) Böden verbreitet und besiedelt feuchte Heiden, Wälder und Sümpfe. Er erweist sich als besonders tolerant gegenüber schwierigen Bedingungen im Unterholz, saisonaler Trockenheit und Wind und benötigt keinerlei besondere Pflege. Er ist bis -40 °C winterhart! Die grünlich-weiße, von Mai bis Juni erscheinende und sehr bienenfreundliche Blüte liefert einen geschätzten Honig. Auf sie folgen grüne, rote und schließlich schwarze Beeren von 12 mm Größe, die den ganzen Sommer über nacheinander heranreifen. Das Wachstum ist schnell, sodass sich ohne Schwierigkeiten ein kleiner Schattenbaum mit einer Höhe von bis zu 4,50 m heranziehen lässt.

Früchte des Kreuzdorns, Faulbaum

Dekorative Beeren von Rhamnus cathartica.

Der Immergrüne Kreuzdorn (Rhamnus alaternus) bildet einen 1 bis 3 m hohen Strauch (bis zu 5 m), der im gesamten Mittelmeerraum häufig vorkommt und auf Felsen und kalkhaltigen Hängen wächst, da er Wärme schätzt. Man findet ihn in der Garrigue, auf Brachland, in Hecken und an Waldrändern, mitunter sogar im Unterholz von Eichen- und Kiefernwäldern. Er ist eine interessante Pflanze für die Wiederbewaldung abgebrannter Gebiete. Er ist in der Provence und im gesamten Languedoc-Roussillon verbreitet und kommt nach Norden bis in das Département Isère sowie nach Westen bis in die Départements Lot und Dordogne vor. Sogar in Australien und Neuseeland ist er eingebürgert. Die Blüte findet je nach Klima von März bis Mai statt. Die winzigen gelblichen bis grünlichen, blattlosen Blüten sind in kleinen Trauben in den Blattachseln angeordnet. Sie sind wenig auffällig, duften jedoch angenehm und locken zahlreiche bestäubende Insekten an. Nur die weiblichen Pflanzen bringen in Gegenwart männlicher Pflanzen diese kleinen hübschen roten Beeren hervor, die sich vom hellen Laub abheben. Er bildet fleischige Früchte, die im späten Frühjahr und zu Beginn des Sommers reifen, und stellt somit eine wichtige Wasser- und Nährstoffquelle für Vögel, kleine Säugetiere (Nagetiere) und Ameisen dar, die für die Verbreitung der Samen sorgen. Die Früchte enthalten gewöhnlich 2 oder 3 Samen, die von einem Endokarp umgeben sind, das sich öffnet, sobald das Fruchtfleisch entfernt wird. Der Immergrüne Kreuzdorn kann im Garten viele Jahre alt werden.

Beschreibung und Botanisches

Steckbrief

  • Lateinischer Name Rhamnus sp.
  • Familie Rhamnaceae
  • Gebräuchlicher Name Faulbaum, Kreuzdorn, Immergrüner Kreuzdorn, panaschierter Purgier-Kreuzdorn, Weißer Sanguin
  • Blüte zwischen März und Juni
  • Height zwischen 1 und 5 m
  • Exposition Sonne, Halbschatten, Schatten
  • Art des Bodens jeder Boden, auch trocken, steinig oder je nach Art sogar sumpfig
  • Winterhärte gut bis ausgezeichnet (-10 bis -40 °C)

Die Gattung Rhamnus umfasst fast 125 Arten von Sträuchern oder kleinen Bäumen. Heute schließt sie auch die Gattung Frangula ein (mit nackten, schuppenlosen Knospen sowie Blüten mit 4 Kelchblättern und zwittrigen Blüten), zu der insbesondere der Faulbaum (Frangula alnus), der in Rhamnus frangula umbenannt wurde, gehörte. Die Knospen können nackt sein (ehemalige Gattung Frangula) oder bei den Rhamnus im engeren Sinn von Schuppen bedeckt. Außerdem findet man die volkstümlichen Namen Purgier-Kreuzdorn, Immergrüner Kreuzdorn oder ganz einfach Alaterne, die den anderen wichtigsten indigenen Arten zugeordnet werden. Diese Sträucher besiedeln die gemäßigten oder subtropischen Regionen der nördlichen Hemisphäre, hauptsächlich im Osten Asiens, in Nordamerika und in China. Die bei uns kultivierten Arten stammen aus den gemäßigten und südlichen Regionen Europas sowie aus Nordafrika und gelten daher als trockenheits- und salzluftverträglich. Die Gattung gab der Familie der Kreuzdorngewächse ihren Namen, zu der insbesondere die Säckelblumen und Brustbeeren gehören.

Die Rinde ist glatt und beim Faulbaum auf sehr dunklem Grund mit zahlreichen weißen Lentizellen punktiert. Der Purgier-Kreuzdorn (Rhamnus cathartica) besitzt kurze Zweige, die in einem Dorn enden. Die ovalen, einfachen und gezähnten Blätter können eine wechselständige Stellung (R. alaternus, R. frangula), eine mehr oder weniger gegenständige Stellung (R. catharticus) oder sogar eine büschelige Stellung (in Bündeln) an kurzen Zweigen aufweisen. Beim Immergrünen Kreuzdorn sind sie manchmal lederig, immergrün und mit mehr oder weniger gezähnten, knorpeligen Blatträndern, meistens jedoch

Kreuzdorn, Faulbaum

Rhamnus frangula – botanische Illustration

sommergrün wie beim Faulbaum und beim Purgier-Kreuzdorn. Die ausgeprägten Rippen biegen sich entlang des Blattrandes. Das mit einem kurzen Blattstiel versehene Laub ist zwischen 1 und 8 cm lang. Bei Kultivaren wie Rhamnus frangula ‘Asplenifolia’, der wegen seines farnartigen Laubs auch Farn-Faulbaum genannt wird, und Fine Line ® ist es ausnahmsweise fein geschlitzt und gewellt. Die Wuchsform ist kompakt und dicht beim Immergrünen Kreuzdorn, eher zart und luftig beim Faulbaum und säulenförmig beim Kultivar Rhamnus frangula Fine Line ®. Die jungen Triebe sind beim Immergrünen Kreuzdorn oft violett gefärbt. Beim Faulbaum röten sich die Blätter im Herbst, während sie sich beim Purgier-Kreuzdorn gelb färben und beim Immergrünen Kreuzdorn dunkelgrün bleiben.

Die gelbgrünen oder weißen Blüten sind klein und eher unscheinbar, aber sehr duftend. Je nach Art ziehen sie zwischen März und Juni zahlreiche Bestäuber an. Die Blüten stehen einzeln oder in kleinen Trauben und sind insbesondere beim Immergrünen Kreuzdorn auf einer diözischen Pflanze oft eingeschlechtig (die Pflanze ist vollständig männlich oder weiblich). Der schalen- oder glockenförmige Kelch besteht aus 4 oder 5 Kelchblättern, die Blütenkrone aus 4 oder 5 Blütenblättern, die beim Immergrünen Kreuzdorn fehlen. Die Blüte enthält 4 oder 5 Staubblätter, die so lang wie die Blütenblätter oder kürzer sind, oder Stempel, die in 2 oder 3 Spitzen enden. Die grünen, roten bis schwarzen Früchte sind Drupe, die etwa 5 mm großen Beeren ähneln, da sie mehrere Steinkerne mit oder ohne Furche enthalten. Die Fruchtbildung erstreckt sich beim Faulbaum über die gesamte Sommersaison und verleiht ihm ein sehr dekoratives Aussehen in Form kleiner grüner, roter und schwarzer Kugeln.

Blätter von Faulbäumen

Laub des Kreuzdorns: Rhamnus alaternus ‘Argenteovariegata’ (Foto Gartenknorze), Rhamnus frangula ‘Asplenifolia’ (Foto Jonathan Landsman).

Die wichtigsten Kreuzdorn-Sorten

Die in Frankreich heimischen Arten kommen in gemäßigten Regionen vor, auf kalkhaltigem Boden wie der Purgier-Kreuzdorn oder häufiger in feuchten Heiden, Wäldern oder Sümpfen wie der Faulbaum sowie an den kalkhaltigen Hängen des Mittelmeerraums, die sogar der Gischt ausgesetzt sein können, wie der Immergrüne Kreuzdorn. Kreuzdorn-Arten tolerieren im Allgemeinen all diese Standorte, vom trockenen Unterholz bis zu windigen Küsten, ebenso wie trockene, steinige Böschungen. Um diese Sträucher in die Gärten zu holen, haben sich die Gärtner bemüht, dekorativere Formen mit cremefarbenem oder laciniertem Laub und säulenförmiger Wuchsform auszuwählen, die Terrassen unabhängig von Standort und Klima schmücken können.

Rhamnus alaternus Argenteovariegata - Immergrüner Kreuzdorn

Rhamnus alaternus Argenteovariegata - Immergrüner Kreuzdorn

Ein immergrüner Strauch, der gleichermaßen bezaubernd und ausgesprochen anspruchslos ist. Dicht wachsend, gut verzweigt und mit einem schönen graugrünen, weiß berandeten Laub bildet er recht schnell eine schöne, helle und in halbschattigen Gartenbereichen oder sogar im Unterholz bei warmem, trockenem Klima besonders leuchtende Wuchsform. Dieser vielseitige Strauch ist vollkommen trockenheits- und salznebelverträglich und nimmt steinige, kalkhaltige oder lehmige Böden gelassen hin. Seine einzige Schwäche ist die eingeschränkte Winterhärte bis etwa -10/-12 °C in durchlässigem Boden.
  • Blütezeit April, Mai
  • Höhe bei Reife 3 m
Rhamnus frangula Fine Line 'Ron Williams' - Faulbaum

Rhamnus frangula Fine Line 'Ron Williams' - Faulbaum

Eine Sorte des Faulbaums, deren besonders leichtes Laub einen eleganten, aufrechten Wuchs betont und diesem Strauch aus einer heimischen Art eine dekorative Wirkung verleiht (winterhart bis -40 °C).
  • Blütezeit Juni, Juli
  • Höhe bei Reife 2,50 m
Rhamnus frangula Asplenifolia - Faulbaum

Rhamnus frangula Asplenifolia - Faulbaum

Dieser Strauch, auch unter den Namen Farnblättriger Faulbaum oder laciniertblättriger Faulbaum bekannt, ist bestens an unsere Böden und unser Klima angepasst, da er aus unseren Regionen stammt (winterhart bis -40 °C). Sehr feine Blätter stehen in dichten Büscheln und verleihen diesem Strauch mit rundlicher Wuchsform eine anmutige Leichtigkeit. Im Herbst nehmen sie schöne goldene Farbtöne an. Eine stark gegliederte Silhouette für eine dekorative, japanisch anmutende Wirkung ohne besondere Ansprüche an den Boden.
  • Blütezeit Juni, Juli
  • Höhe bei Reife 2,50 m

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Pflanzung

Wo pflanzen Sie den Kreuzdorn?

Pflanzen Sie die Kreuzdorn-Arten in normale, gut gelockerte und gut drainierende Böden. Der Immergrüne Kreuzdorn bevorzugt eher kalkhaltige Böden, ist jedoch wirklich anspruchslos und passt sich auch nährstoffarmen, lehmig-kalkhaltigen und steinigen Böden an. Der Faulbaum wächst in eher neutralen bis sauren, sandigen Böden, von sumpfig bis trocken.

Sommerliche Trockenheit und große Hitze sind kein Problem, sobald diese Sträucher gut eingewachsen sind. Pflanzen Sie den Immergrünen Kreuzdorn in gut drainierenden Boden und geschützt vor kalten Winden, damit er Fröste von -12 bis -15 °C verträgt. Alle Arten sind gut salznebelverträglich und wachsen auch an der Atlantikküste. In der Stadt vertragen sie die Luftverschmutzung gut.

Pflanzen Sie sie in voller Sonne oder, falls dies nicht möglich ist, in den Halbschatten. Der Immergrüne Kreuzdorn verträgt in trockenem und heißem Klima sogar einen schattigen Standort.

Wann pflanzen?

Pflanzen Sie die Kreuzdorn-Arten vorzugsweise im Herbst, damit sie vor der sommerlichen Trockenheit tief wurzeln können. In einem feuchteren und kühleren Klima ist auch eine Pflanzung im Frühjahr gut möglich. Sträucher im Topf können jederzeit gepflanzt werden, vermeiden Sie jedoch Frostperioden und starke Trockenheit.

Wie pflanzen?

So pflanzen Sie einen Kreuzdorn:

  1. Stellen Sie den Wurzelballen in einen Eimer mit Wasser, damit er sich gut vollsaugt.
  2. Heben Sie ein Pflanzloch von 50 cm in alle Richtungen aus oder, bei einer Hecke, einen Pflanzgraben.
  3. Geben Sie bei lehmigem Boden eine 10 cm dicke Drainageschicht (Kies, Sand …) hinein.
  4. Arbeiten Sie Mist, gut verrotteten Kompost oder Blumenerde ein, wenn der Boden nährstoffarm ist.
  5. Setzen Sie die Pflanze so in das Pflanzloch, dass die Oberkante des Wurzelballens auf Höhe des Bodens liegt.
  6. Füllen Sie die Erde wieder auf und drücken Sie sie leicht an.
  7. Gießen Sie.
  8. Verteilen Sie eine Kiesschicht am Fuß der Pflanze, um die Feuchtigkeit rund um die Wurzeln zu bewahren. Dies begrenzt auch das Wachstum von Unkräutern und verbessert die Drainage.

Das Anwachsen gelingt leicht und schnell und erfordert ein- bis zweimal pro Woche kräftiges Gießen.

Kreuzdorn, Faulbaum im Topf

Der Rhamnus frangula ‘Fine Line’ eignet sich gut für die Kultur im Topf.

Pflege und Rückschnitt

Gießen Sie ab dem dritten Jahr nur noch zweimal im Monat und nur bei Trockenheit. Diese Pflanze ist sehr pflegeleicht und wächst problemlos, sofern die Bedingungen stimmen. Düngergaben sind nicht unbedingt erforderlich (geben Sie lediglich etwas Hornspäne auf den Grund des Pflanzlochs), können aber bei sehr nährstoffarmem Boden manchmal sinnvoll sein.

Ein Rückschnitt ist nicht unbedingt erforderlich. Sie können die Triebe nach der Blüte leicht zurückschneiden, um die Pflanze zum Verzweigen anzuregen. Vermeiden Sie einen starken Rückschnitt. Bei panaschierten Formen sollten Sie Triebe mit grünen Blättern entfernen, sobald solche erscheinen.

Kultur im Topf:

Verwenden Sie ein leichtes Substrat aus einer Mischung von Gartenerde, grobem Sand und Blumenerde. Gießen Sie im Sommer nur, wenn die Erde trocken ist, dann reichlich, aber mit größeren Abständen zwischen den Wassergaben. Die Pflanze kann an einem kühlen, hellen und wenig oder nicht beheizten Ort vor starken Frösten geschützt überwintert werden. Geben Sie im Frühjahr und Herbst etwas Langzeitdünger.

Vermehrung

Vermehren Sie den Kreuzdorn durch Aussaat, Absenken oder Stecklingsvermehrung.

Stecklingsvermehrung

  • Schneiden Sie im Frühjahr die Triebspitzen krautiger Triebe oder im Spätsommer halbverholzter Triebe ab und stecken Sie sie in eine Mischung aus Sand und Blumenerde.
  • Überwintern Sie sie im kalten Frühbeet.
  • Pflanzen Sie sie im folgenden Frühjahr oder Herbst ins Freiland.

Absenken

  • Wählen Sie einen langen, biegsamen Trieb aus, dessen mittleren Teil Sie eingraben und mit einem Haken im Boden fixieren.
  • Ritzen Sie die Rinde des eingegrabenen Teils leicht an, damit sich Feinwurzeln bilden können.
  • Warten Sie 1 oder 2 Jahre, bevor Sie den Absenker von der Mutterpflanze trennen.

Aussaat

  • Ernten Sie die Früchte des Kreuzdorns im Sommer oder Herbst, sobald sie schwarz sind.
  • Trennen Sie die Samen vom Fruchtfleisch und spülen Sie sie ab.
  • Säen Sie sie in einen Topf mit Sand und stellen Sie ihn im Freien an eine nach Norden ausgerichtete Mauer.
  • Die Keimung erfolgt im darauffolgenden Frühjahr oder erst im nächsten Jahr. Pflanzen Sie die 6 Monate alten Sämlinge direkt an ihren endgültigen Standort.

Verwendung und Kombination

Die Faulbaum ist typisch für eher feuchte bis sumpfige Unterholzbereiche auf tiefgründigen, sauren, lehmig-sandigen und lehmigen Böden, wächst aber auch auf trockeneren Böden, unabhängig vom pH-Wert. Sie ist eine Pionierart auf sandigen und halbtorfigen Böden, wo sie einen guten Windschutz bilden kann.

Gartenformen wie Rhamnus frangula Fine Line und ‘Asplenifolia’ besitzen ein sehr ungewöhnliches, laciniertes Laub, das sich im Herbst hübsch golden färbt. Sie können in einem großen Beet unter einem größeren Baum gepflanzt werden, um dessen Stamm elegant zu schmücken. Ihre stark gegliederte Silhouette sorgt für einen schönen japanisch anmutenden Effekt, ohne die üblichen Bodenansprüche des Japanischen Ahorns, der einen sauren Boden benötigt. Die säulenförmige Wuchsform von Fine Line macht in einem großen Topf zusammen mit niedrigen Stauden eine gute Figur, ebenso in einer frei wachsenden Hecke oder einem großen Strauchbeet zusammen mit Blasenspieren, Ligustern, Pfaffenhütchen, Felsenbirnen, Elaeagnus commutata Zempin, Lorbeerschneeball … Zudem werden die Beeren dieser Sträucher in Ihrem Garten die Vögel anlocken, die sich gern daran laben.

Associer la bourdaine

Ein Beispiel für eine Kombination: Euonymus alatus ‘Compactus’, Osmanthus heterophyllus ‘Variegata’, Osmanthus burkwoodii, Mahonia ‘Lionel Fortescue’ (Die Mahonia ‘Winter Sun ist mit ihren langen, hellgelben Blütenständen eine ähnliche Sorte), Rhamnus alaternus ‘Argenteovariegata’.

Beim Immergrünen Kreuzdorn können nur weibliche Pflanzen Beeren hervorbringen. Die weiß panaschierte Laubform von Rhamnus alaternus Argenteovariegata ist einer der schönsten Sträucher für den trockenen Garten an einem schattigen Standort. Elegant, leuchtend und dicht, das ganze Jahr über attraktiv und von langsamem Wachstum, eignet sie sich hervorragend für die besonders schwierig zu gestaltenden Bereiche wie Unterholz voller Wurzeln und Küstengärten, die direkt der Meeresgischt ausgesetzt sind. Dieser panaschierte Kreuzdorn, ein wahrer Alleskönner unter den Sträuchern, wird im Süden, aber auch in Portugal und Spanien, von Landschaftsgärtnern häufig gepflanzt. Der panaschierte Kreuzdorn bildet eine leuchtende, silbrige Masse und ist mit einer guten Winterhärte ausgestattet, die auf durchlässigem Boden bis -10 °C/-12 °C reicht. Einmal etabliert, ist er völlig selbstständig und eignet sich hervorragend als Solitär oder zur Pflanzung in einer Hecke oder einem Strauchbeet mit pflegeleichten Gehölzen in mildem Klima, beispielsweise als isoliertes Gehölz am Rand einer Gruppe kleiner Bäume. Zusammen mit den Filarien, dem Pistacia lentiscus, dem Lorbeerschneeball, Myrtus tarentina Variegata und den Westlichen Erdbeerbäumen gehört er zu den unverzichtbaren Sträuchern, um die immergrüne Struktur eines trockenen Gartens zu schaffen, auch im Wurzelbereich von Eichen oder Kiefern.

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Eine Kombinationsidee, die mit den Formen und Laubfarben spielt: Rhamnus frangula ‘Aspenifolia’ zusammen mit goldenem Laub (zum Beispiel Sambucus nigra ‘Aurea’) und Herbstfarben (Euonymus alatus, Corylopsis paucifolia, Cornus usw.).

Wussten Sie schon?

Die Beeren des Faulbaums (Rhamnus frangula) und des Purgier-Kreuzdorns (Rhamnus cathartica) wirken abführend und werden zur Herstellung von Abführmitteln verwendet. Vom Rohverzehr wird angesichts der teilweise heftigen Wirkung jedoch abgeraten.

Der Faulbaumhonig ist für seine zarten Duftnoten sowie seinen fruchtigen, balsamischen und sehr leicht aromatischen Geschmack bekannt.

Die biegsamen Zweige des Faulbaums wurden insbesondere in der Flechtkunst verwendet, unter anderem zur Herstellung von Bienenkörben. Seine Holzkohle diente zur Herstellung von Schießpulver, weshalb der Strauch auch „Pulverholz“ genannt wird. Das Holz des Faulbaums wird im Möbelbau verwendet.

Die Früchte und Zweige des Purgier-Kreuzdorns wurden insbesondere im Comtat Venaissin (Carpentras) gesammelt, um gelbe, gelbgrüne und braune Farbstoffe zu gewinnen, etwa Blasengrün, das in der Bildenden Kunst oder zum Färben von Stoffen verwendet wurde. Der Zitronenfalter und der Faulbaum-Bläuling nutzen den Purgier-Kreuzdorn als Wirtspflanze, sodass der Strauch für ihr Überleben unverzichtbar ist.

Die in Nordamerika eingeführte Art cathartica ist dort invasiv und zeigt sich in Québec sogar als besonders ausbreitungsfreudig. Der Faulbaum hat sich auch in der Region eingebürgert.

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