Weide, Salix: Pflanzen, Rückschnitt und Pflege

Weide, Salix: Pflanzen, Rückschnitt und Pflege

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 5. August 2025  durch Eva 18 min.

Weiden, kurz zusammengefasst

  • Die Familie der Weiden bietet eine große Vielfalt – von der imposanten und romantischen Trauerweide über die kleine kriechende Pflanze bis hin zur eleganten, als Stämmchen gezogenen Harlekinweide mit zart rosafarbenem Laub.
  • Die sehr winterharten Weiden wachsen äußerst problemlos und schnell, sodass sie bereits nach wenigen Jahren bemerkenswerte Exemplare bilden, die sich leicht vermehren lassen.
  • Weiden bevorzugen frische, meist sogar staunasse Böden und einen sonnigen Standort.
  • Sie vertragen einen jährlichen Rückschnitt, können aber auch frei wachsen, um ihre hängende oder gedrehte Wuchsform zu entfalten.
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Die Weiden, Salix auf Latein, sind sehr leicht zu kultivieren und in der Lage, sibirische Temperaturen auszuhalten, wie auch die Birke, die bis zum Polarkreis vorkommt. Man findet darunter große Bäume mit buschiger Wuchsform von bis zu 20 m Höhe, manchmal mit hängender Wuchsform, bis hin zum kriechenden, niederliegenden Unterstrauch. So unterscheidet man große Bäume mit einem natürlichen und wild anmutenden Erscheinungsbild wie die Sal-Weide, die so romantischen Trauerweiden, wenn ihre frischgrünen, herabhängenden Zweige über die Wasseroberfläche streichen, und die für kleine Gärten geeigneten Zierformen, die oft wenig bekannt sind, wie Salix gracilistyla, Salix Mount Aso und Golden Sunshine, die durch ihre farbigen, seidig behaarten Kätzchen, ihre Wuchsform oder ihr buntes Laub auffallen.

Nicht zu vergessen sind die „nützlichen“ Sorten wie die Hanf-Weide, die sich hervorragend für eine wilde Hecke eignet und lange, biegsame, farbige Ruten liefert, aus denen sich lebende Flechthecken und andere Korbwaren herstellen lassen. Die Rinde der Weide ist ebenso dafür bekannt, dass aus ihr das Medikament Aspirin gewonnen wurde, ein hervorragendes fiebersenkendes und schmerzlinderndes Mittel, das die Blutgerinnung hemmt und eingesetzt wird, obwohl der Wirkstoff Salicin heute synthetisiert und durch Acetylsalicylsäure ersetzt wird.

fleurs de saule

Weidenkätzchen

Es handelt sich um sommergrüne Bäume, die im Frühjahr zu den ersten gehören, die austreiben, und anschließend zu den letzten, die ihre Blätter verlieren. Mit dreihundert Arten, vom großen Parkbaum wie der Trauerweide bis zum niederliegenden Unterstrauch, mit aufrechter, bei Salix matsudana ‘Tortuosa’  gedrehter Wuchsform oder mit buschigem Wuchs sowie silbrigem oder rosa panaschiertem Laub wie bei der Harlekinweide, bietet diese Gattung eine oft ungeahnte Vielfalt, durch die sie auch in kleinen Gärten ihren Platz findet. Die uns vertrauten Arten wie die Silber-Weide Salix alba oder die Sal-Weide werden seit jeher wegen ihrer Zierqualitäten, ihres biegsamen Holzes, das in der Korbflechterei verwendet wird, oder ihrer starken Ausläuferbildung kultiviert, die sich hervorragend zur Befestigung von Ufern an Wasserläufen eignet. Alle Weiden tragen Blüten in männlichen oder weiblichen Kätzchen an getrennten Pflanzen sowie schmale Blätter und haben eine Vorliebe für frische bis nasse Böden und sonnige Standorte gemeinsam. Man schätzt sie wegen ihres schnellen Wachstums, ihrer Zierqualitäten, die sie oft das ganze Jahr über interessant machen, sowie wegen ihrer leichten Kultivierung. Wenig bekannt ist, dass einige Arten und Sorten an das montane Klima oder auch an den mediterranen Süden angepasst sind.

Beschreibung und Botanik

Steckbrief

  • Lateinischer Name Salix sp.
  • Familie Salicaceae
  • Gebräuchlicher Name Weide, Korb-Weide
  • Blüte zwischen Februar und Mai
  • Height zwischen 50 cm und 25 m
  • Exposition Sonne oder Halbschatten
  • Art des Bodens jeder eher frische bis nasse Boden
  • Winterhärte ausgezeichnet (-40 °C bis -30 °C)

Die Weide gehört zur Familie der Salicaceae, ebenso wie die Espe, und besiedelt hauptsächlich die gemäßigten bis kalten und eher feuchten Gebiete der nördlichen Hemisphäre. Strauchweiden sind Pionierarten, die auf einer durch Abholzung oder einen Brand gestörten Fläche ein einartiges Gehölz bilden können, während baumförmige Weiden wie die Sal-Weide häufig mit anderen Waldbaumarten vergesellschaftet sind.

Die ursprünglich aus 2 oder 3 Gattungen bestehende Familie wurde nach der phylogenetischen Klassifikation APG II (2003) um einen großen Teil der Pflanzen aus der Familie der Flacourtiaceae erweitert und umfasst somit insgesamt 55 Gattungen. Heute sind in der Gattung Salix fast 400 Arten bekannt. Spontane Hybridisierungen zwischen diesen Arten sind sehr häufig – darunter Polyploide mit bis zu 6 Chromosomensätzen – und lassen sich leicht künstlich herbeiführen. Die größte Vielfalt der Gattung Salix findet sich in China, gefolgt vom nordamerikanischen Kontinent (100 Arten) und Europa (70 Arten). Ihre Bestimmung erfolgt häufig anhand der Blüte und Fruchtbildung.

Die Trauer-Weide ist der bekannteste Vertreter der Gattung und seit mehr als zwei Jahrhunderten Teil der europäischen Landschaft. Sie wird gewöhnlich an Teichen und auf den Rasenflächen großer Parks gepflanzt, auch wenn ihre Lebensdauer relativ kurz ist. Mehrere Arten gehören zu den Trauer-Weiden. Dabei wurde die ursprüngliche chinesische Art Salix babylonica durch robustere Hybriden wie Salix x sepulcralis ‘Chrysocoma’ ersetzt. Diese 1888 in Berlin entstandene und am weitesten verbreitete Sorte erhielt 1984 den Award of Garden Merit der Royal Horticultural Society. Sie ist aus einer künstlichen Kreuzung zwischen der winterharten Salix alba ‘Vitellina’ mit ihren gelben Zweigen und Salix babylonica ‘Babylon’ entstanden, die ihr ihre hängende Wuchsform verlieh und auch ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber großer Hitze übertrug. Daher ist es nicht verwunderlich, Salix x sepulcralis ‘Chrysocoma’ sogar in den Tropen anzutreffen!

Sal-Weide

Salix caprea – botanische Illustration

Die Blätter der Weiden sind sommergrün, wechselständig und einfach sowie an der Spitze zugespitzt. Die 2- bis 10-mal längere als breite Blattspreite sitzt an einem kurzen Blattstiel und besitzt ganzrandige oder fein gezähnte Ränder. Die Farbe des Laubes reicht vom Graugrün der Sal-Weide über das leuchtende Grün der Trauer-Weiden bis zu den goldenen Farbtönen des Kultivars Salix sacchalinensis ‘Golden Sunshine’. Die Silber-Weide (Salix alba) erkennt man an der weißen und seidigen Unterseite der Blattspreite. Die Basis des Blattstiels wird sehr häufig von zwei mehr oder weniger immergrünen Nebenblättern begleitet, die nach dem Abfallen des Blattes eine V-förmige Blattnarbe hinterlassen. Die Größe der Blätter, Zähne und Nebenblätter ist an den kräftigen Trieben der Jungpflanze manchmal stärker ausgeprägt. Die Knospen sind bei Weiden recht charakteristisch, da die Endknospe aufgrund des Absterbens der Triebspitzen fehlt und die von einer einzigen Schuppe bedeckten Seitenknospen an den Zweig angelegt sind.

Die schlanken einjährigen Zweige weisen verschiedene Farben auf: grün (Salix viminalis), braun (Salix triandra), schwarz (Salix daphnoides ‘Aglaia’), gelb (Salix alba subsp. vittelina), orange (Salix alba ‘Britzensis’), purpurfarben (Salix purpurea) oder rot (Salix fragilis), was Korbflechter sehr schätzen. Weidenruten-Produzenten schneiden jedes Jahr zwischen den ersten Frösten im Oktober und dem Monat März die einjährigen Triebe zurück, um mehr als 1,50 m lange Neutriebe (Weidenruten) zu fördern. Dadurch entstehen die eigenartigen, struppigen Silhouetten der für feuchte Heckenlandschaften typischen Kopfweiden.

Die männliche und weibliche Blüte findet meistens an verschiedenen Pflanzen statt und besteht aus hängenden oder aufrechten männlichen Kätzchen sowie aufrechten weiblichen Kätzchen. Einige Hybriden wie unsere berühmte Trauer-Weide sind zwittrig. Die männlichen Kätzchen besitzen bei einigen Arten einen hohen Zierwert, was beim Kultivar Salix caprea Kilmarnork mit seinem seidigen, aschgrauen Aussehen besonders bekannt ist. Neue Arten und Kultivare begeistern Liebhaber des Außergewöhnlichen, etwa Salix chaenomeloides Mount Aso mit 2,5 cm langen rosaroten Kätzchen oder Salix hastata Wehrhahnii mit zahlreichen eiförmigen Kätzchen, die zunächst silbrig und seidig sind und sich bis auf 7 cm Länge strecken. Dabei setzen sie zahlreiche cremegelbe Staubblätter frei. Diese Blüte wird von Bienen sehr geschätzt, die bereits ab Februar Pollen und Nektar sammeln, etwa bei der Sal-Weide (Salix caprea). Bei Trauer-Weiden erscheinen die Blüten erst nach dem Laubaustrieb, sodass ihr Zierwert eher begrenzt bleibt. Die grünlichen oder gelblichen, in Ähren vereinten Blüten besitzen weder Kelch- noch Blütenblätter, sondern werden von einem ganzrandigen, flaumig behaarten Hochblatt eingeleitet und von nektarreichen Drüsen begleitet. Die Bestäubung erfolgt dank der Eigenschaften ihres dicken, wachsartigen Pollens und ihres Nektars sowohl durch den Wind als auch durch Insekten. Die Weide stellt im Gegensatz zur Espe, die ausschließlich auf die Verbreitung ihres nackten Pollens durch den Wind angewiesen ist, eine wichtige Nahrungsquelle für bestäubende Insekten dar.

Vergleich zwischen männlichem und weiblichem Kätzchen der Weide

Salix caprea: Unterschied zwischen weiblichen Kätzchen (links) und männlichen Kätzchen (rechts)

Die von den weiblichen Bäumen getragenen Früchte sind zweiklappige Kapseln, die grüne Samen mit einem weißen, seidigen Schirmchen freisetzen. Sie werden durch Wasser oder Wind verbreitet.

Das Weidenholz ist zwar wenig dauerhaft, aber stoßfest, leicht und gleichmäßig mit gerader Faser, weshalb es ebenso wie Espenholz für Werkzeugstiele, Kisten oder Zellstoff verwendet wird. Ihre Fähigkeit zur Ausläuferbildung ermöglicht es Weiden, Ufer zu befestigen.

Der lateinische Name Salix bezeichnete bei den Römern die Weide.

Die Weide ist reich an Symbolen, insbesondere in Tibet, wo sie für das Leben steht, und in China, wo sie die Unsterblichkeit verkörpert.

Laub der Weiden

Weiden zeigen eine große Vielfalt an Laub: Salix alba, Salix integra ‘Hakuro Nishiki’ (Harlekinweide), Salix sachalinensis ‘Golden Sunshine’, Salix lanata

Die wichtigsten Weiden-Sorten

Weiden mit dekorativer Wuchsform
Weiden mit dekorativen Kätzchen
Weiden mit dekorativem Laub
Silber-Weide Tristis - Salix alba

Silber-Weide Tristis - Salix alba

Die beliebteste und romantischste aller Weiden, Salix (x) sepulcralis 'Chrysocoma', auch Salix alba 'Tristis' genannt, ist ein großer Baum mit einer breit gerundeten Krone, grünem Laub, das sich im Herbst gelb färbt, und gelben, bis zum Boden herabhängenden Zweigen.
  • Blütezeit Mai, Juni
  • Höhe bei Reife 20 m
Lockenweide - Salix erythroflexuosa

Lockenweide - Salix erythroflexuosa

Diese kleine Hybrid-Weide, die kaum mehr als 4 m hoch und 2 m breit wird, vereint eine gedrehte und hängende Wuchsform von großer Eleganz und seltener Originalität. Ihre langen, spiralförmig gedrehten Zweige, die sich von Hellrot-Orange bis Karamell färben, sind im Winter ein echter Blickfang und später im Sommer, wenn sie schmale, ebenfalls gekräuselte und gedrehte Blätter tragen. Ideal am Rand eines Teichs, wo sie alle Blicke auf sich zieht.
  • Blütezeit April, Mai
  • Höhe bei Reife 4 m
Korkenzieher-Weide Tortuosa - Salix matsudana

Korkenzieher-Weide Tortuosa - Salix matsudana

Diese mittelgroße Korkenzieher-Weide mit schnellem Wachstum richtet ihre olivgrünen, gedrehten Zweige bis zu 10 m in die Höhe. Ihre sommergrünen, lanzettlichen, leicht gezähnten Blätter sind ebenfalls gedreht.
  • Blütezeit Mai, Juni
  • Höhe bei Reife 10 m
Sal-Weide Kilmarnock - Salix caprea

Sal-Weide Kilmarnock - Salix caprea

Diese auf Stamm veredelte, kleine männliche Sal-Weide bildet einen regelmäßigen Schirm mit herabhängenden Zweigen, die sich im Spätwinter mit grauen, samtigen Kätzchen schmücken, die sich gelb färben. Sie benötigt wenig Platz und ist in jedem etwas tiefgründigen Boden, selbst bei sommerlicher Trockenheit, sehr leicht zu kultivieren. Damit eignet sie sich hervorragend für kleine Gärten, aber auch für die Kultur im Kübel auf der Terrasse.
  • Blütezeit März, April
  • Höhe bei Reife 3 m
Rosa Riesen-Salweide Mount Aso - Salix gracilistyla

Rosa Riesen-Salweide Mount Aso - Salix gracilistyla

Diese Ostasiatische Weide bildet bemerkenswerte, dekorative, flaumige rosarote Kätzchen, die sich im Spätwinter an den kahlen Zweigen öffnen. Sie wurde Mount Aso genannt, zu Ehren der Schönheit dieses Vulkans, der fast ebenso berühmt ist wie der Fuji. Sie ist sehr frosthart und gedeiht an einem sonnigen Standort in frischem Boden.
  • Blütezeit März für Mai
  • Höhe bei Reife 3 m
Rosa Riesen-Salweide - Salix gracilistyla

Rosa Riesen-Salweide - Salix gracilistyla

Die Ostasiatische Weide besitzt von Februar bis April eine außergewöhnliche Blüte an ihren rötlichen, kahlen Zweigen: große, schwarze, seidige Kätzchen, die beim Aufblühen rote Anthere freisetzen. Dieser kleine, von der angesehenen englischen Royal Horticultural Society ausgezeichnete Strauch ist ein besonders schöner Blickfang im Garten.
  • Blütezeit April
  • Höhe bei Reife 2 m
Zwerg-Zierweide - Salix subopposita

Zwerg-Zierweide - Salix subopposita

Diese Zwerg-Weide mit bezaubernder Bonsai-Anmutung ist im März und April besonders attraktiv, wenn ihre kleinen, silbrigen, flaumigen Kätzchen ihre goldfarbenen Staubblätter entfalten und die Zweige buchstäblich bedecken. Das flaumige Laub ist von einem sehr zarten Blaugrau-Grün. Sie eignet sich gut für kleine Gärten und sonnige Steingärten und gedeiht in gewöhnlichem, lehmigem, frischem bis feuchtem Boden.
  • Blütezeit April, Mai
  • Höhe bei Reife 1 m
Harlekinweide Hakuro Nishiki - Salix integra

Harlekinweide Hakuro Nishiki - Salix integra

Diese kleine Weide erfreut sich dank ihres mehrfarbigen, wechselnden Laubs großer Beliebtheit, das den Eindruck erweckt, als handele es sich um eine Blüte. Ihr zartes Laub ist im Frühjahr rosa und hellgrün panaschiert und färbt sich im Sommer weiß und mittelgrün. Sie lässt sich problemlos im Halbschatten oder in der absonnigen Sonne in jedem nicht zu trockenen Boden kultivieren.
  • Blütezeit April, Mai
  • Höhe bei Reife 1,50 m
Drachenweide Golden Sunshine - Salix sachalinensis

Drachenweide Golden Sunshine - Salix sachalinensis

Dieser seltene, erst 2007 in Japan gezüchtete Strauch besitzt ein feines, sehr leuchtendes Laub in einem schönen Goldgelb. Er ist ein zuverlässiger und gesunder Strauch, dessen schnelles, kräftiges Wachstum ihn im Handumdrehen seine ausgewachsene Größe erreichen lässt (2,5 bis 4 m Höhe). Pflanzen Sie ihn in einen nährstoffreichen, regelmäßig verbesserten Boden, der unbedingt frisch bis sehr feucht sein sollte, und schneiden Sie ihn im Spätwinter stark zurück.
  • Blütezeit April, Mai
  • Höhe bei Reife 4 m
Pracht-Weide - Salix magnifica

Pracht-Weide - Salix magnifica

Hinter ihrer buschigen, ländlich anmutenden Silhouette verbirgt sich ein Baum mit kostbaren Farbtönen: Das Grün ihrer großen, 20 cm langen Blätter ist marmoriert, während das junge Holz und die Blattstiele granatrot gefärbt sind. Hinzu kommen die roten, gefiederten Kätzchen, die sich apfelgrün entfalten.
  • Blütezeit April, Mai
  • Höhe bei Reife 7 m

DéEntdecken Sie andere Salix - Weiden

Versand am 8 Nov.
Ab EUR 3.90 Wurzelnackt

Erhältlich in 3 Größen

Nicht lieferbar
Ab EUR 5.50 Kleine Töpfe von 8/9 cm

Erhältlich in 2 Größen

Nicht lieferbar
EUR 17.50 Topf mit 3L/4L
5
EUR 21.50 Topf mit 3L/4L
Versand am 29 Nov.
Ab EUR 4.30 Wurzelnackt
Versand am 18 Sept.
Ab EUR 14.90 Topf mit 2L/3L
Versand am 8 Nov.
Ab EUR 3.90 Wurzelnackt
7
Ab EUR 16.50 Topf mit 2L/3L
83
Ab EUR 4.90 Kleine Töpfe von 8/9 cm

Erhältlich in 3 Größen

4
Ab EUR 27.50 Topf mit 4L/5L

Pflanzung

Wo sollten Sie die Weide pflanzen?

Im Allgemeinen bevorzugen Weiden einen frischen bis feuchten Boden, sie geben sich jedoch auch mit normalem Boden zufrieden und passen sich sowohl an einen leichten, steinigen und sandigen als auch an einen schweren, sehr feuchten Lehmboden an. Die meisten von ihnen vertragen kalkhaltige Böden sowie sandige oder leicht saure Böden und akzeptieren vorübergehende Überschwemmungen, während andere mit trockenen Sommerstandorten zurechtkommen, sofern sie gelegentlich reichlich gegossen werden, wie die Kojoten-Weide. Ihre Toleranz gegenüber sibirischer Kälte ermöglicht es, sie sowohl im Flachland als auch in den Bergen zu pflanzen, doch sie fürchten glühend heiße Sommer.

Pflanzen Sie Trauerweiden, die sehr große Bäume werden, mit Abstand zu Gebäuden (mindestens 15 m), damit die auf der Suche nach Wasser wachsenden Wurzeln keine Leitungen beschädigen. Wählen Sie einen Standort ohne Beton, eine Wiese oder das Ufer eines Baches, Flusses oder Teiches.

Ein sonniger oder leicht schattiger Standort eignet sich für alle Weiden.

Trauerweiden vertragen sowohl strenge Winter (-40 °C) als auch tropische Klimabedingungen.

Salix alba Tristis

Wann sollten Sie pflanzen?

Pflanzen Sie Weiden vorzugsweise im Herbst, damit sie vor der sommerlichen Trockenheit tief wurzeln können.

Wie pflanzen Sie Weiden?

    • Tauchen Sie den Wurzelballen in einen Eimer Wasser, um ihn gut zu durchfeuchten.
    • Heben Sie ein Pflanzloch von 60 cm in alle Richtungen für große Weiden aus, bei strauchförmigen Weiden 40 cm, oder im Fall einer Hecke einen 50 cm breiten Graben. Strauchweiden können je nach Wuchsstärke und der gewünschten Größe jedes Strauchs in einem Abstand von 1 bis 2 m gepflanzt werden. Es ist immer noch möglich, einen Steckling in den Boden zu stecken, um die Hecke zu verdichten!
    • Arbeiten Sie reichlich Kompost oder Blumenerde in Ihre Gartenerde ein, wenn der Boden nährstoffarm ist.
    • Setzen Sie die Pflanze in das Pflanzloch, nachdem Sie die Wurzeln entwirrt haben, die möglicherweise im Topf im Kreis gewachsen sind.
    • Füllen Sie das Loch wieder mit Erde und treten Sie sie leicht an, sodass eine Gießmulde entsteht.
    • Gießen Sie.
    • Verteilen Sie eine Mulchschicht um den Fuß der Pflanze, damit die Wurzeln stets von ausreichend Feuchtigkeit umgeben sind. Dies begrenzt auch das Wachstum von Unkraut. 

    Das Anwachsen ist sehr einfach und schnell und erfordert in den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung lediglich eine Kontrolle der Wasserversorgung.

Rückschnitt und Pflege der Weide

Gießen Sie in den ersten beiden Jahren regelmäßig, insbesondere während heißer und trockener Perioden. Dieser Strauch benötigt keine weitere Pflege, abgesehen von einem eventuell notwendigen, leichten Rückschnitt nach der Blüte.

Rückschnitt der Weide

Die wegen ihrer Kätzchen dekorativen Weiden (Salix caprea, alba …)

Sie profitieren von einem jährlichen oder alle 2–3 Jahre erfolgenden Rückschnitt, damit sich lange, knospentragende Triebe bilden und die Pflanze klein bleibt. Bei dieser Gelegenheit können Sie Zweige mit Knospen für die Blumendekoration schneiden. Die Blütenknospen bilden sich am einjährigen Holz, daher sollte der Rückschnitt nicht im Winter, sondern direkt nach der Blüte erfolgen (ausgenommen die für Sträuße bestimmten Zweige), damit der Pflanzensaft auf eine begrenzte Anzahl vegetativer Knospen gelenkt wird. Die Schnittstelle kann sich immer an derselben Stelle befinden, wodurch „Kopfweiden“ mit dicken Verdickungen entstehen, oder direkt hinter der 1. Knospe des letzten Triebs liegen. Vermeiden Sie es, die Verdickungen, die einen großen Teil der Reserven des Baumes enthalten, zu verletzen oder zu entfernen.

Ingrid erklärt Ihnen in unserem Tutorial: Wann und wie schneidet man die Harlekinweide?

Wie lässt sich das Austrocknen der Blätter der Harlekinweide im Sommer vermeiden?

Die für die Korbflechterei bestimmten Weiden (Salix viminalis, triandra, purpurea, alba…)

  • Schneiden Sie die Silber-Weidenruten jedes Jahr an derselben Stelle nach dem Laubfall und vor dem Wiederaustrieb zurück. Die Schnittstelle kann ebenerdig liegen, um den maschinellen Schnitt zu erleichtern, oder 50 cm oder mehr über dem Boden, um den Stamm einer Kopfweide zu bilden.
  • Binden Sie gleichmäßige Bündel und erhalten Sie die lebenden Ruten, indem Sie ihre Basis 10 cm tief in Wasser stellen. Werden die Ruten nicht am Leben erhalten, verfärbt sich ihre Rinde nach 3–4 Jahren braun und sie welken. Deshalb werden die Ruten manchmal im Autoklaven behandelt, um ihre Haltbarkeit im Freien zu verlängern.
  • Legen Sie die Ruten vor dem Flechten 8 bis 10 Tage vollständig in Wasser, damit sie biegsam werden. Das Flechten der lebenden Ruten sollte zwischen Dezember und April erfolgen.
Salix viminalis

Korbweiden

Die Silber-Weide ist trocken und benötigt nur einige Stunden Einweichzeit, um biegsam zu werden: Die bis zum Wiederaustrieb im Mai am Leben erhaltenen Ruten wurden geschält, wodurch sie diesen hellen Farbton erhalten.

Mehr über die Korbflechterei erfahren

Trauer- und Korkenzieher-Weiden (Salix chrysocoma, sepulcralis, babylonica)

Der Rückschnitt ist zu Beginn wichtig, damit der Stamm ausreichend in die Höhe wächst, bevor die Zweige herabhängen dürfen. Eine sich selbst überlassene Jungpflanze bildet einen Baum, der doppelt so breit wie hoch ist.

Beachten Sie, dass Weiden Schnitte mit großem Durchmesser (über 5 cm) schlecht vertragen, da sie schlecht verheilen und dadurch Kernfäule entsteht. Das leichte Holz ist dann wenig belastbar und bricht leicht. Deshalb muss der Baum bereits in jungen Jahren erzogen werden. Wenden Sie den folgenden Rückschnitt an, bei dem der Kranz schrittweise höher angesetzt wird:

  • Wenn der Stamm etwa 2,20 m überschreitet, wählen Sie 5 oder 6 Zweige aus, die als Ausgangspunkt für den Kranz dienen.
  • Schneiden Sie diese am Ende des Winters direkt über einer an der Spitze der Biegung sitzenden Knospe (30–40 cm vom Ansatz entfernt) zurück.
  • Entfernen Sie die übrigen Zweige direkt am Stamm.
  • Führen Sie denselben Vorgang an den neuen Trieben der folgenden Jahre durch, sodass der Kranz in Form übereinanderliegender Bögen höher angesetzt wird.
  • Entfernen Sie außerdem alle schwachen und sich kreuzenden Zweige sowie Zweige mit Rindenkrebs (desinfizieren Sie die Gartenschere zwischen jedem Schnitt gründlich).

Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Weiden sind im Allgemeinen recht robust, sofern sie keinen Stress durch Wassermangel oder insbesondere durch starken Rückschnitt erleiden.

Das Laub wird manchmal von Anthraknose befallen, die im Frühjahr und Sommer schwarze, gelb umrandete Flecken auf den Blättern und Zweigen verursacht. Die Blätter fallen ab und es bildet sich Rindenkrebs, der den Pflanzensafttransport behindert. Schorf führt zu schwarzen Flecken auf der Blattunterseite und anschließend auf den jungen Blättern; die Zweige krümmen sich und vertrocknen, während sie von schwarzen Läsionen bedeckt werden. Auch der Schwarze Rindenkrebs verursacht Blattflecken und Rindenkrebs.

Sammeln Sie in allen 3 Fällen die auf den Boden gefallenen Blätter auf und verbrennen Sie sie und schneiden Sie die erkrankten Zweige rasch zurück. Sprühen Sie ab März einmal monatlich ein Fungizid, falls der Befall erneut auftreten sollte.

Raupen und Blattläuse, auf die sich Rußtauablagerungen bilden, können junge Pflanzen schädigen und eine Behandlung mit einem Insektizid erfordern (Pyrethrin …). Meistens ist jedoch kein Eingreifen erforderlich.

→ Mehr über Krankheiten und Parasiten der Weiden erfahren.

Vermehrung: die Stecklingsvermehrung

Stecklingsvermehrung

Dies ist die einfachste und effektivste Methode, um Weiden zu vermehren. Schneiden Sie Zweige unabhängig von ihrer Stärke und stecken Sie sie in aufgelockerten Boden. Anschließend gießen Sie sie. Die Bewurzelung erfolgt sehr schnell, sodass sich eine Hecke aus jungen Weiden ganz einfach anlegen lässt!

→ Erfahren Sie mehr über die Stecklingsvermehrung der Weide in unserem Ratgeber!

Verwendung und Kombinationen

Bei den Weiden gibt es eine solche Vielfalt an Formen, Größen und Kulturansprüchen, dass es unmöglich ist, darunter nicht eine Art zu finden, die sich in Ihrem Garten wohlfühlt. Eine Weide bringt immer eine bukolische und natürliche Note in den Garten, je nach Sorte manchmal sehr originell, romantisch oder auch elegant.

Die Trauerweiden oder Korkenzieherweiden kommen am besten als Solitär inmitten einer Rasenfläche oder am Ufer eines von Seerosen oder Hornklee bewachsenen Teichs oder eines Flusses zur Geltung. Die Silhouette dieser Bäume inspirierte viele Dichter und romantische Schriftsteller wie Alfred de Musset oder Maler wie Monet, die in dieser Form eine Art melancholische Evokation sahen. Ihre Größe kann je nach Kultivar und Wasserverfügbarkeit äußerst unterschiedlich sein (7 bis 20 m). Informieren Sie sich vor dem Pflanzen unbedingt bei Ihrer Baumschule, denn eine Weide lässt sich nur schwer wieder entfernen, wenn sie störend wird. Eine Trauerweide kann bis zu hundert Jahre alt werden. Zusammen mit Sumpfzypressen, Amberbäumen, Tulpenbäumen, Nyssa sylvatica und Riesenrhabarber, die dieselben feuchten Bedingungen benötigen, kann sie an den Ufern eines Teichs oder Sees eine wunderschöne Pflanzung bilden.

Salix alba Tristis

Majestätische Trauerweide am Ufer eines Teichs

Die Silber-Weide (Salix alba), die eine Höhe von 25 m erreichen kann, ist ein hervorragender Windschutz und lässt ihr auf der Unterseite silbrig schimmerndes Laub glänzen. Sie hat eine Reihe von Kultivaren mit farbigem Holz hervorgebracht, die in der Korbflechterei verwendet werden, wie Britzensis und Vitellina, die man als niedrig bleibende Kopfweide erziehen kann.

Die kleinen und mittelgroßen Weiden mit einer Höhe von 1 bis 7 m, die durch ihre farbige Rinde, ihr Laub oder ihre Kätzchen im Frühling dekorativ wirken, können naturnahe Hecken bilden, die man nach Belieben auf den Stock setzen kann. Auch als Gruppe neben einer Rotbuche, einem Haselstrauch, einer Zaubernuss und einer Blasenspiere mit purpur- oder goldfarbenem buntem Laub sind sie bezaubernd. Um der Pflanzung etwas Leichtigkeit zu verleihen und sie im Sommer und Herbst mit warmen Farbtönen zu bereichern, pflanzen Sie im Vordergrund Horste aus Chinaschilf oder Hirse. In der Nähe eines großen Gewässers pflanzen Sie sie zusammen mit Hartriegeln mit farbiger Rinde (Cornus sanguinea, Cornus sericea), Chinaschilf, Ginster oder Rohrkolben. Gestalten Sie eine blühende Pflanzung im bohemian-schicken Stil in den Farben Weiß und Gold, mit einem Zierapfel Malus Golden Hornet als Hintergrund, gefolgt von Salix sachalinensis Golden Sunshine, einer Amerikanischen Rosmarinweide Henry’s Garnett oder Little Henry’s und einigen Goldkolben im Vordergrund.

Weide kombinieren

Eine Idee für eine weiß-goldene Kombination: Malus ‘Golden Hornet’ (©Horticolor Lyon), Itea virginica ‘Little Henry’s’, Salix sachalinensis ‘Golden Sunshine’ und Ligularia dentata ‘Britt-Marie Crawford’

Für eine Regenbogenhecke genügt es, verschiedene Weiden mit buntem Laub zu kombinieren: die Harlekinweide für Rosa und Creme, Salix rosmarinifolia für Silbergrau, Salix sachalinensis Golden Sunshine für Goldgelb und nicht zu vergessen die Pracht-Weide (Salix magnifica) mit ihren jadegrünen Farbtönen …

In einem Steingarten mit tiefgründigem Lehmboden pflanzen Sie die Japanische Zwergweide, Salix subopposita, mit Bonsai-Charakter. Dieser kompakte, langsam wachsende Strauch erreicht eine Höhe von 1 m und eine Breite von 1,20 m. Im März und April bedeckt er sich mit silbernen, später goldenen Kätzchen, bevor das samtige, zart blaugrün-graue Laub erscheint. Er bildet auch bezaubernde bodendeckende Einfassungen, begrünt einen Hang und lässt sich problemlos in einem großen Topf auf der Terrasse kultivieren, wo Sie seine bemerkenswerte Blüte und anschließend sein schönes Laub aus nächster Nähe genießen können. Um eine pflegeleichte Hecke oder ein pflegeleichtes Beet zu beleben, kombinieren Sie ihn mit Zwerg-Forsythien, Zwerg-Berberitzen mit purpurfarbenem Laub, der Russischen Zwerg-Mandel (Prunus tenella) oder auch dem Zwerg-Zierapfel Malus Pom Zai.

Die kleinen bemerkenswerten Exemplare wie die Weide Mount Aso können als Blickfang inmitten eines Beets aus früh blühenden Zwiebelpflanzen stehen, das aus Schneeglöckchen, Krokussen, Schachblumen und Hyazinthen besteht. Auch mit Prunus triloba, blühenden Kirsch- und Pflaumenbäumen bildet sie ein hübsches Strauchbeet in Rosatönen.

Weide kombinieren

Ein Beispiel für eine Frühlingskombination: Salix chaenomeloides ‘Mount Aso’, Fritillaria meleagris, Crocus, Galanthus nivalis und Helleborus orientalis

→ Entdecken Sie weitere Ideen für Kombinationen mit Weiden in unserem Ratgeber!

Für weitere Informationen

Entdecken Sie:

  • unser großes Sortiment an Weiden
  • unseren Artikel: Die Korbflechterei: die Kunst, Pflanzen zu flechten
  • unsere Videos: Salix ‘Mount Aso’ und ‘Blue Streak’
  • Ratgeber: Wie stellt man Weidenwasser her?
  • Anleitung: Wie baut man eine Hütte aus lebender Silber-Weide?
  • Ratgeber: Wie pflanzt und pflegt man eine lebende Hecke aus Silber-Weide?
  • Anleitung: Wie fertigt man eine Tontine aus Silber-Weide an?
  • Entdecken Sie unseren Ratgeber über Bäume mit hängender Wuchsform
  • Video: Die Bedeutung alter Weiden im Garten
  • Entdecken Sie Oliviers Lieblingsweiden im Februar und die Weide ‘Mount Aso’
  • Unser Ratgeber: Weiden – die schönsten Sorten
  • Unser Ratgeber: Eine Weide auswählen
  • Entdecken Sie die Weide in Wie kann man sich mit Bäumen behandeln?

Kommentare

Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.

Weide, Salix: Pflanzen, Schneiden, Pflegen