Der Hopfen ist eine attraktive Kletterpflanze, die aus mehreren Gründen im Garten besonders interessant ist:
- Dank seines sehr schnellen Wachstums bildet er einen dekorativen Sichtschutz in zarten Grüntönen;
- Seine Zapfen werden zur Herstellung von Bier verwendet;
- Seine Lianen winden sich selbstständig um eine Rankhilfe und klettern daran empor.
Aus all diesen Gründen kann es interessant sein, diese windende Staude im Garten zu vermehren. Dafür gibt es mehrere Techniken, mit denen Sie schnell neue Jungpflanzen erhalten können. Sie eignen sich für alle Gartenliebhaber. Entdecken Sie unsere Tipps und Techniken, um Hopfen einfach zu vermehren – von der Aussaat über die Stecklingsvermehrung bis zum Absenken.
1 – Die Aussaat
Wann säen Sie Hopfensamen aus?
- Schütteln Sie die weiblichen Zapfen am Ende des Herbstes, um die Samen zu ernten.
- Bewahren Sie das Saatgut an einem kühlen und trockenen Ort auf.
- Hopfensamen benötigen eine Kälteperiode, damit sie keimen können. Sie können die Samen beispielsweise einige Wochen vor der Aussaat im Kühlschrank lagern.
- Unter geschützten Bedingungen säen Sie am Ende des Winters, im Februar oder März, aus. Für die Aussaat im Freiland warten Sie bis Mai, wenn keine Spätfröste mehr drohen.
Wie säen Sie Hopfensamen aus?
Im Freiland:
- Lockern Sie Ihren Gartenboden gründlich mit einer Grabegabel und einem Rechen. Der Boden muss gut durchlässig sein.
- Arbeiten Sie eine Handvoll reifen Kompost oder Mist ein.
- Säen Sie breitwürfig aus.
- Bedecken Sie die Samen mit einer dünnen Erdschicht und gießen Sie.
- Gießen Sie weiterhin regelmäßig, damit das Substrat frisch bleibt.
- Die Keimung erfolgt nach 15 Tagen bis 2 Monaten.

In einer Anzuchtschale:
- Füllen Sie eine Anzuchtschale oder mehrere Anzuchttöpfe mit Aussaaterde.
- Feuchten Sie die Aussaaterde mit einem Zerstäuber an.
- Säen Sie 1 bis 3 Samen pro Anzuchttopf aus und bedecken Sie sie mit Erde.
- Halten Sie das Substrat bis zur Keimung feucht.
- Die Keimung erfolgt nach 15 Tagen bis 2 Monaten.
- Pflanzen Sie die Jungpflanzen im Frühjahr außerhalb der Frostperioden ins Freiland.

Hinweis: Bei der Aussaat erhalten Sie männliche und weibliche Pflanzen. Nur die weiblichen Pflanzen bilden Zapfen. Das kann ein Nachteil sein, wenn Sie Hopfen zur Erzeugung anbauen möchten. In diesem Fall sind andere Vermehrungstechniken besser geeignet. Die Aussaat ist jedoch die einzige Methode, die eine Kreuzung verschiedener Kultivare ermöglicht.
2 – Wie vermehren Sie Hopfen durch Stecklinge?
- Wählen Sie im August einen 15 cm langen Trieb aus und schneiden Sie ihn ab.
- Entfernen Sie die unteren Blätter und lassen Sie nur 2 Blätter an der Triebspitze stehen. So vermeiden Sie eine zu starke Verdunstung und verhindern, dass der Steckling geschwächt wird.
- Pflanzen Sie den Steckling in einen Topf mit Aussaaterde. Sie können zusätzlich ein Bewurzelungshormon verwenden.

- Drücken Sie die Aussaaterde leicht an und feuchten Sie sie an.
- Stellen Sie eine Anzuchtglocke darüber, damit die Luftfeuchtigkeit steigt. Sie können auch den oberen Teil einer Plastikflasche, einen von Bambusstäben gestützten Plastikbeutel oder ein Mini-Gewächshaus verwenden.

- Achten Sie darauf, dass der Trieb und das Laub die Anzuchtglocke nicht berühren, damit sich kein Schimmel bildet! Stellen Sie den Steckling an einen hellen, schattigen Platz. Vermeiden Sie einen zu sonnigen Standort oder direkte Sonne.
- Das Wurzelsystem bildet sich nach 4 bis 6 Wochen rasch aus. Dann können Sie den jungen Hopfen in einen größeren Topf umpflanzen.
- Pflanzen Sie den Wurzelballen im folgenden Frühjahr, sobald das Wachstum wieder einsetzt, ins Freiland.
3 – Durch Absenken
Manche Pflanzen lassen sich leicht absenken. Dazu gehört auch der Hopfen, der außerdem winterhart und leicht zu kultivieren ist.
- Graben Sie einen Teil eines langen Hopfentriebs ein. Lassen Sie das grüne Laub an der Spitze aus der Erde ragen. Fixieren Sie den kriechenden Trieb mit U-förmigen Haken.
- Vergessen Sie nicht zu gießen, damit der Boden frisch bleibt.
- Nach einem Jahr haben sich Wurzeln und Rhizome gebildet.
- Dann können Sie die neue Kletterpflanze an einen anderen Standort verpflanzen.
Entdecken Sie unseren ausführlichen Ratgeber: Absenken: So geht's
Weitere Informationen:
- Entdecken Sie unser Pflanzenporträt mit allem, was Sie über den Hopfen, Humulus lupulus: Pflanzung, Anbau und Verwendung wissen müssen.
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