Rosmarin ist eine mehrjährige Gewürzpflanze, deren Blätter fast das ganze Jahr über geerntet werden können. Das intensivste Aroma entwickeln sie kurz vor oder zu Beginn der Blüte. Damit die Aromen mehrere Monate erhalten bleiben, empfiehlt es sich, Rosmarin an der Luft zu trocknen. Vollständig getrocknet, hält er sich in einem luftdicht verschlossenen Gefäß bis zu einem Jahr. Bewahren Sie ihn vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf. Erfahren Sie, wann Sie Rosmarin ernten, wie Sie ihn Schritt für Schritt trocknen und welche Methoden sich am besten eignen, um sein volles Aroma zu bewahren.
Wann und wie ernten Sie Rosmarin?
Rosmarin kann fast das ganze Jahr über geerntet werden. Am aromatischsten ist er jedoch kurz vor oder zu Beginn der Blüte, im Frühjahr oder Frühsommer. Zu diesem Zeitpunkt enthalten die Blätter die höchste Konzentration an ätherischen Ölen. Auch die Blüten sind essbar und können geerntet und getrocknet werden. In der Küche finden jedoch vor allem die Blätter Verwendung.
Ernten Sie vorzugsweise am Morgen, sobald der Tau abgetrocknet ist. Schneiden Sie mit einer Gartenschere gesunde, etwa 15 cm lange Zweige ab. Ernten Sie nicht mehr als ein Drittel der belaubten Triebe, damit der Strauch nicht geschwächt wird.
Rosmarin wird gerne frisch verwendet. Eine üppige Ernte lässt sich jedoch problemlos trocknen und das ganze Jahr über nutzen.

Wie trocknen Sie Rosmarin?
Rosmarin lässt sich auf zwei Arten trocknen: an der Luft. Diese Methode ist am einfachsten und bewahrt die Aromen am besten. Alternativ können Sie ihn im Backofen trocknen, wenn es schneller gehen soll.
Wie trocknen Sie Rosmarin an der Luft?
Das natürliche Trocknen eignet sich besonders gut für Rosmarin, da seine Blätter dick und wasserarm sind. Diese Methode bewahrt sein Aroma am besten.
- Schütteln Sie die Rosmarinzweige, um Staub und mögliche Insekten zu entfernen. Wischen Sie sie bei Bedarf vorsichtig mit einem feuchten Tuch ab. Halten Sie sie nicht unter fließendes Wasser.
- Binden Sie kleine Bündel aus 5 bis 10 Stängeln mit Schnur zusammen.
- Hängen Sie die Bündel kopfüber an einem trockenen, warmen und gut belüfteten Ort auf. Schützen Sie sie vor direkter Sonne.
- Lassen Sie den Rosmarin eine bis zwei Wochen trocknen. Die genaue Dauer hängt von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit ab.
- Wenn die Blätter spröde werden und sich leicht von den Stängeln lösen, streifen Sie sie ab. Bewahren Sie sie ganz oder zerbröselt in einem luftdicht verschlossenen Gefäß vor Licht geschützt auf.

Wie bewahren Sie getrockneten Rosmarin auf?
Vollständig getrocknet, bewahren Sie Rosmarin vor Licht, Wärme und Feuchtigkeit geschützt auf, damit sein Aroma erhalten bleibt.
Am einfachsten geben Sie ihn in ein luftdicht verschlossenes Glasgefäß. Sie können die Zweige ganz aufbewahren oder die Blätter von den Stängeln streifen. Es ist jedoch besser, die Blätter ganz zu lassen und erst vor der Verwendung zu zerbröseln. So bleibt mehr von ihrem Aroma erhalten.
Getrockneter Rosmarin lässt sich außerdem in einer gut verschlossenen Metalldose, einem Papiertütchen für die kurzfristige Aufbewahrung an einem sehr trockenen Ort oder einem Stoffsäckchen aufbewahren. Letzteres eignet sich besonders, wenn Sie ihn eher zum Beduften von Schränken als zum Kochen verwenden möchten.
Unter guten Lagerbedingungen behält Rosmarin seine aromatischen Eigenschaften etwa ein Jahr lang. Danach ist er weiterhin genießbar, aber sein Aroma nimmt allmählich ab.

Wie können Sie getrockneten Rosmarin verwenden?
Getrockneter Rosmarin findet sowohl in der Küche als auch im Haushalt Verwendung.
In der Küche verfeinert er Gegrilltes, Braten, Kartoffeln, Ofengemüse, Marinaden, Saucen, Focaccia und Kräutermischungen der Provence. Geben Sie ihn am besten zu Beginn der Garzeit hinzu, damit er sein Aroma nach und nach entfaltet. Wenn Sie die Zweige ganz mitkochen, entfernen Sie sie vor dem Servieren.
Getrockneter Rosmarin wird auch gerne als Aufguss getrunken, pur oder zusammen mit anderen aromatischen Kräutern wie Thymian oder Minze.
Im Haushalt können Sie die Zweige in Schränke, Schubladen oder die Haushaltswäsche legen, um einen angenehmen Duft zu verbreiten. In kleinen Stoffsäckchen hilft Rosmarin außerdem dabei, bestimmte Insekten wie Kleidermotten fernzuhalten. Seine Wirkung ist jedoch weniger zuverlässig als die von Lavendel.
Außerdem eignet sich Rosmarin für Potpourris, duftende Kränze, dekorative Trockensträuße oder Duftbeutel, die einen Raum auf natürliche Weise aromatisieren.

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