Die Rote Bete (Beta vulgaris) ist ein Wurzelgemüse, von dem Sie auch die jungen Triebe verzehren können, und gehört zum festen Bestandteil vieler Gemüsegärten. Sie kann rot, aber auch gelb, weiß oder wie die Sorte Chioggia zweifarbig sein. Ihre Form reicht von rund bis länglich. Dank ihrer großen Samen gelingt der Anbau auch Anfängern leicht. Außerdem überzeugt die Rote Bete durch ihre gesundheitlichen Vorteile, ganz gleich, ob Sie sie roh oder gekocht verzehren. In dieser Anleitung erfahren Sie, wie Ihnen die Aussaat gelingt!

Wann sollten Sie Rote Bete säen?
Säen Sie Rote Bete von März bis spätestens Mitte Juni direkt ins Freiland, sobald sich der Boden auf mindestens 8 °C erwärmt hat. Für eine frühe Aussaat können Sie bereits im Februar in einer Saatschale säen. Diese Anzucht ist jedoch anspruchsvoller und erfordert mehr Pflege. Achten Sie darauf, Rote Bete nicht zu früh im Jahr zu säen, da sie Kälte nicht verträgt. Kälte führt dazu, dass die Pflanzen schossen, statt die gewünschten kräftigen Wurzeln zu bilden.
Die Ernte beginnt nach 12 bis 16 Wochen, also etwa dreieinhalb Monate nach der Aussaat. Bei einer Aussaat ins Freiland können Sie daher zwischen Juli und Oktober oder November ernten.
Wo sollten Sie Rote Bete säen?
Als Wurzelgemüse bevorzugt Rote Bete einen fruchtbaren, tiefgründigen und lockeren Boden. Das gilt besonders für längliche Sorten. Der Boden muss außerdem gut durchlässig sein. Sehr sandige Böden trocknen im Sommer jedoch schnell aus und erfordern häufigeres Gießen. Schwere Lehmböden sind für Rote Bete kein Problem.
Wählen Sie im Gemüsegarten einen sonnigen, aber nicht zu heißen Standort.
In der Regel säen Sie direkt ins Freiland. Eine Aussaat in der Saatschale ist ebenfalls möglich, wenn Sie ab Mai früher ernten möchten.
Als Begleitpflanzen im Gemüsegarten eignen sich besonders grüne Bohne, Zwiebel und Kopfsalat!
Auch eine Aussaat im Topf und der Anbau auf dem Balkon sind möglich. Wählen Sie dafür mindestens 30 cm tiefe Töpfe und ausschließlich runde Sorten.
Wie säen Sie Rote Bete?
Säen Sie direkt an Ort und Stelle, also ins Freiland, sobald sich der Boden zu erwärmen beginnt.
- Weichen Sie die Rote-Bete-Samen etwa 30 Minuten in lauwarmem Wasser ein. Das erleichtert die Keimung.
- Bereiten Sie den Boden vor: Lockern Sie die Erde mit einer Kultivatorhacke und ebnen Sie sie anschließend mit einem Rechen. Versorgen Sie die Starkzehrer nach Möglichkeit mit etwas Kompost, gut verrottetem Stallmist oder etwas Holzasche. Auch ein Erdbeer- und Beerenobstdünger eignet sich, da er ebenfalls reich an Kalium ist.
- Ziehen Sie mithilfe einer Schnur (optional) 3 cm tiefe Furchen mit einem Abstand von 25–30 cm.
- Säen Sie in Reihen, jeweils einen Samen im Abstand von 4–5 cm.

- Bedecken Sie die Samen mit einer dünnen Erdschicht, um die Furche zu schließen.
- Drücken Sie die Erde mit der Rückseite des Rechens leicht an.
- Gießen Sie mit einer Gießkanne mit feiner Brause und halten Sie den Boden bis zum Auflaufen feucht. Das dauert je nach Witterung meist etwa 10 Tage. Sobald die Keimlinge aufgegangen sind, reduzieren Sie die Wassergaben, um Staunässe zu vermeiden.
Wie vereinzeln Sie Rote Bete?
Rote Bete gehört zu den Gemüsesorten, die Sie vereinzeln müssen, da die Samen in Knäueln keimen. Genau genommen handelt es sich um Knäuel, die jeweils 3 bis 5 Samen enthalten. Nach etwa einem Monat sollten Sie die jungen Pflanzen regelmäßig auf Abstand bringen. Warten Sie, bis sie vier bis fünf Blätter entwickelt haben und etwa 5 cm hoch sind.
* Einige Sorten bilden nur einen Keimling pro Samen und müssen daher nicht vereinzelt werden, zum Beispiel 'Moneta' oder 'Solist'.
- Arbeiten Sie am frühen Morgen oder am späten Nachmittag an einem bedeckten Tag.
- Behalten Sie nur die kräftigsten Pflanzen und setzen Sie sie im Abstand von 10–20 cm um. Verwenden Sie die übrigen Pflanzen für einen Salat aus jungen Trieben!
- Pflege bis zur Ernte: Hacken oder jäten Sie den Boden zwischen den Reihen regelmäßig, damit kein Unkraut aufkommt und das Wachstum bremst. Gießen Sie regelmäßig und reichlich. Andernfalls können sich die Rüben verformen oder die Pflanzen schießen. Gießen Sie direkt am Fuß der Pflanzen, um das Krankheitsrisiko zu verringern. Mulchen Sie sorgfältig mit Stroh, Rasenschnitt, Flachsschäben oder ähnlichem. Das hält die Bodenfeuchtigkeit und reduziert den Unkrautwuchs.

Endlich ist die Erntezeit gekommen! Lassen Sie die Rote Bete nicht zu lange im Boden, da sie sonst faserig werden kann. Die Rüben ragen dann leicht aus der Erde heraus und haben einen Durchmesser von etwa 10 cm. Sie können sie aber auch früher ernten, wenn Sie kleinere Rüben bevorzugen. Lockern Sie jede Rübe vorsichtig und ziehen Sie sie heraus. Entfernen Sie anschließend so viel Erde wie möglich.
Lagern Sie die Rote Bete in einer mit Sand gefüllten Kiste. Stellen Sie diese trocken und kühl auf, idealerweise in einem Keller. So hält sich die Ernte mehrere Monate.
Mein Tipp: Verwenden Sie das Rote-Bete-Laub für ein Pesto, eine Quiche oder eine Gemüsepfanne.

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