Die Akebie ist eine windende Kletterpflanze, die in Gärten nicht allzu häufig verwendet wird. Dabei ist es bezaubernd, wenn diese Liane im April ihre hübschen kleinen violetten Blüten öffnet. Sie gehört zu den ersten blühenden Kletterpflanzen und blüht gleichzeitig mit den Frühjahrs-Waldreben. Außerdem gedeiht sie sehr gut an halbschattigen Standorten. Die aus China stammende Gattung Akebia umfasst mehrere Arten. Besonders häufig findet man die klassische Akebia quinata mit purpurfarbenen Blüten. Von ihr stammen sehr schöne zweifarbige Sorten. Zu den Hybriden gehört beispielsweise Akebia pentaphylla.
Die Akebie benötigt eigentlich nur wenig Pflege. Sie müssen sie lediglich mit Schnüren oder Drähten anleiten. Ein Rückschnitt ist nicht unbedingt erforderlich und wird oft sogar nicht empfohlen, da die Pflanze ihn nur schlecht verträgt. Sie können jedoch eingreifen, um ihre Ausbreitung zu begrenzen. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie über den Rückschnitt der Akebie wissen müssen!

Warum sollte man die Akebie schneiden?
Die Akebie blüht auch ohne Rückschnitt sehr gut. Sie ist ideal für alle, die wenig Zeit für den Garten haben! Zunächst wächst sie langsam, später jedoch rasch. Ihre Triebe verholzen sehr schnell.
Die Akebie sollten Sie nur in zwei Fällen schneiden:
- um ihre Ausmaße nach einigen Jahren zu begrenzen: Die Akebie ist eine kräftig wachsende und sich stark ausbreitende Liane. Sie erreicht schnell eine Länge von 6 m und kann nach zehn Jahren bis zu 10 m lang werden. Sie wächst auch in die Breite und bildet dichtes Laub. An einer geeigneten Rankhilfe kann sie sich bis auf 3 m Breite ausdehnen. Wenn der Platz rund um die Pergola oder das Rankgitter begrenzt ist, sollten Sie ihre Ausbreitung daher begrenzen.
- um ihre Bewurzelung im Boden zu begrenzen: Diese Liane gilt wegen ihrer Wurzelschösslinge als ausbreitungsfreudig und wird in manchen französischen Departements sogar als invasiv eingestuft. Natürliches Absenken kommt jedoch eher selten vor.

Wann sollte man die Akebie schneiden?
Die Akebie bildet ihre Blüten an den Trieben des Vorjahres. Wie bei vielen Kletterpflanzen schneiden Sie sie daher direkt nach der Blüte. Warten Sie, bis die Blüten verwelkt sind. Das ist je nach Region und Standort der Kletterpflanze im Mai oder Juni der Fall.
Wie schneidet man die Akebie?
Die wichtigste Regel: Setzen Sie die Gartenschere sparsam ein!
- Um das Wachstum zu begrenzen, nehmen Sie nur einen leichten Auslichtungsschnitt vor:
- Entfernen Sie schwache oder überflüssige Triebe sowie die ältesten Triebe.
- Schneiden Sie Triebe mit besonders dichtem Laub zurück.
- Wenn die Akebie im Laufe der Jahre zu groß geworden ist und rund um die Rankhilfe zu viel Platz einnimmt, begrenzen Sie ihre Ausmaße. Schneiden Sie in diesem Fall besser am Ende des Winters alle langen Triebe mit der Gartenschere zurück, die zu weit von der Rankhilfe wegwachsen.
- Alle zwei bis drei Jahre können Sie jeden zweiten älteren Trieb bodennah zurückschneiden, wie bei einer Waldrebe. Dadurch lichten Sie auch die künftig entstehende Laubmasse aus.
- Um das direkte Absenken am Boden zu verhindern, kontrollieren Sie kriechende Triebe und schneiden Sie sie bodennah ab.

Welche Werkzeuge benötigt man für den Rückschnitt einer Akebie?
- eine scharfe Gartenschere, die Sie zuvor mit 90-prozentigem Alkohol desinfiziert haben
- Handschuhe
- eine Leiter, wenn Ihre Akebie sehr hoch an der Rankhilfe emporwächst
Kommentare