Der Weißdorn ist ein dorniger Strauch mit Frühjahrsblüte und herbstlichem Fruchtbehang, der in Frankreich verbreitet ist und häufig in Heckenlandschaften vorkommt. Seine Früchte, Blüten und Blätter werden seit der Antike wegen ihrer vielfältigen positiven Wirkungen auf die Gesundheit genutzt. Vor allem die Blüten finden in der Pflanzenheilkunde Verwendung. Der Weißdorn, wissenschaftlich als Crataegus bezeichnet, ist für seine herzstärkenden Eigenschaften bekannt und kann insbesondere zur Regulierung der Herzfunktion beitragen. Darüber hinaus soll er unter anderem bei Stress und Schlaflosigkeit helfen. Meist wird er als Tee aus getrockneten Blütentrieben verwendet. Entdecken Sie mit uns die verschiedenen Weißdorn-Arten, die medizinischen Eigenschaften dieser Pflanze, die Zubereitung eines Weißdorntees aus im Frühjahr gesammelten Blüten, die empfohlene Dosierung sowie mögliche Gegenanzeigen.

Weißdorn
Weißdorn findet sich häufig an ländlichen Wegen

Welcher Weißdorn eignet sich?

Die Gattung Weißdorn umfasst mehrere Arten. In der Pflanzenheilkunde werden jedoch am häufigsten Crataegus monogyna und Crataegus laevigata verwendet. Für die Zubereitung eines Tees werden meist die Blüten bevorzugt, da sie besonders wertvolle Inhaltsstoffe enthalten. Achten Sie auf hochwertige Weißdornblüten, möglichst aus biologischem Anbau oder aus einer schadstofffreien Wildsammlung, damit Ihr Tee seine positiven Eigenschaften bestmöglich entfalten kann.

Welche Eigenschaften hat Weißdorn?

Der Weißdorn ist in der Pflanzenheilkunde für seine vielfältigen Eigenschaften bekannt. Besonders geschätzt wird er für seine positive Wirkung auf das Herz. Er kann dazu beitragen, den Blutdruck zu regulieren, den Herzmuskel zu stärken und die Durchblutung zu verbessern. Darüber hinaus wirkt er beruhigend und kann helfen, Stress und Angstzustände zu lindern. Auch wegen seiner positiven Wirkung auf den Schlaf wird Weißdorntee gerne getrunken. Er kann Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit entgegenwirken und einen erholsamen Schlaf fördern. Seine beruhigenden Eigenschaften können das Nervensystem entspannen und dadurch einen tieferen, erholsameren Schlaf begünstigen. Aufgrund seiner medizinischen Eigenschaften wird Weißdorn häufig empfohlen, wenn Bluthochdruck vorliegt. Weißdorn ist ein vielseitig einsetzbares Naturheilmittel. Er wirkt leicht gefäßerweiternd. Dadurch kann er die Blutgefäße weiten, die Durchblutung erleichtern und den Blutdruck senken. Deshalb kann er für Menschen mit leichtem bis mäßigem Bluthochdruck hilfreich sein.

Wie bereitet man Weißdorntee zu?

Ernte und Trocknung

Weißdornblüten
Wenn die Blüten so weit geöffnet sind, ist es bereits zu spät für die Ernte

Getrocknete Blütentriebe des Weißdorns erhalten Sie im Handel, vorzugsweise in Bio-Qualität. Sie können die Blüten aber auch selbst sammeln. Im Mai und Juni, sobald die Blütenknospen beginnen, sich weiß zu färben, ist der richtige Erntezeitpunkt. Das bedeutet, dass noch weiße Knospen und einige geöffnete Blüten vorhanden sind. Das Erntefenster ist kurz und dauert normalerweise weniger als eine Woche. Danach verströmen die Blüten einen ammoniakartigen Geruch. Sammeln Sie die Blüten möglichst am Vormittag eines trockenen, sonnigen Tages, wenn ihre wertvollen Inhaltsstoffe besonders konzentriert sind.

Weißdorn lässt sich relativ einfach trocknen. Wählen Sie den wärmsten Raum in Ihrer Wohnung. Breiten Sie die Blüten dort in einer Kiste auf einem sauberen Tuch aus, ohne dass sie sich überlappen. Sie müssen innerhalb von 24 bis 48 Stunden rasch trocknen. Füllen Sie sie anschließend in ein luftdicht verschließbares Glas. Bewahren Sie dieses an einem trockenen, dunklen Ort vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf. Idealerweise verbrauchen Sie die getrockneten Blüten innerhalb eines Jahres. 

Getrocknete Blüten
Die getrockneten Blütentriebe

Zubereitung

Für einen wohlschmeckenden Weißdorntee gehen Sie in wenigen Schritten vor:

  • Gießen Sie etwa 250 ml heißes Wasser mit einer Temperatur von 85 bis 90 °C in eine Tasse. Das Wasser sollte knapp unter dem Siedepunkt liegen.
  • Geben Sie einen Esslöffel getrocknete Weißdornblüten in das heiße Wasser.
  • Decken Sie die Tasse ab und lassen Sie den Tee etwa 10 Minuten ziehen, damit sich die wertvollen Inhaltsstoffe des Weißdorns im Wasser lösen.
  • Seihen Sie den Tee ab, um die Weißdornblüten zu entfernen.
  • Nach Geschmack können Sie Honig oder Zitrone hinzufügen.
  • Trinken Sie den Tee am besten heiß.

Dosierung und mögliche Gegenanzeigen

Um von den positiven Eigenschaften des Weißdorns zu profitieren, können Sie bis zu drei Tassen Weißdorntee pro Tag trinken. Beachten Sie jedoch, dass jeder Mensch unterschiedlich auf Heilpflanzen reagiert. Beginnen Sie deshalb am besten mit einer Tasse täglich. Beobachten Sie, wie Ihr Körper darauf reagiert, bevor Sie die Menge erhöhen.

Obwohl Weißdorn für die meisten Menschen als unbedenklich gilt, sollten Sie einige Gegenanzeigen berücksichtigen. Wenn Sie Herzmedikamente einnehmen, konsultieren Sie vor dem Verzehr von Weißdorn Ihren Arzt, da Wechselwirkungen mit bestimmten Arzneimitteln möglich sind. Schwangere und stillende Frauen sollten Weißdorn außerdem nicht ohne vorherige Rücksprache mit einer medizinischen Fachkraft einnehmen.

Weißdorntee ist ein beruhigendes Getränk mit positiven Eigenschaften für die Gesundheit und wird in der Pflanzenheilkunde wegen seiner vielfältigen Wirkungen geschätzt. Wenn Sie die richtigen Weißdornblüten verwenden, die empfohlene Dosierung beachten und mögliche Gegenanzeigen berücksichtigen, können Sie die positiven Eigenschaften dieser Heilpflanze für Herz, Stress und Schlaf bestmöglich nutzen.