5 Zwiebeln für die Spätherbstblüte

5 Zwiebeln für die Spätherbstblüte

Zwiebelpflanzen für mehr Farbe in Garten, Balkon und Terrasse von Oktober bis Dezember

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 12. Januar 2026  durch Marion 5 min.

5 Arten herbstblühender Zwiebeln blühen von Oktober bis Dezember. Sie sind pflegeleicht, verwildern und sorgen bis zum ersten Frost für Farbe.

Schwierigkeit

Echter Safran

Wenn wir Frühlingskrokusse gut kennen, die zu den ersten Zwiebeln gehören, deren Blütenblätter sich gegen Ende des Winters zeigen, gibt es auch Herbstsorten.

Zu den Sorten, die im Oktober und November blühen, gehört zunächst der berühmte Crocus sativus oder Safrankrokus. Aus den Knollen dieser ursprünglich aus dem Nahen Osten stammenden Pflanze werden die aromatischen Narben gewonnen, die das kostbare rote Gewürz liefern. Jede Knolle dieser Pflanze (ein Speicherorgan, das einer Zwiebel ähnelt) bringt ein bis zwei große, 10 cm breite Blüten mit charakteristischer Kelchform hervor. Farblich zeigen sie ein hübsches, lilagrau geädertes Violett. Lange, leuchtend rote Fäden und goldgelbe Staubblätter ragen aus der Blütenmitte und setzen einen fröhlichen Farbakzent.

Dieser Herbstblühende Krokus bleibt mit 15 cm Höhe und 10 cm Breite klein. Er gedeiht an einem sonnigen Standort in unbedingt durchlässigem Boden (Staunässe kann ihm schaden), auch in kalkhaltigem, im Sommer trockenem Boden. Seine Winterhärte liegt bei etwa -15 °C. Im Sommer ruht die Pflanze und treibt im Herbst wieder aus. Das feine, lineare Laub erscheint oft nach den Blüten und bleibt über den Winter erhalten.

Entdecken Sie auch Crocus cartwrightianus ‘Albus’, einen weniger verbreiteten Safrankrokus. Seine reinweiße Blüte ist jedoch ebenso dekorativ.

Kombinieren Sie beide mit frühen Frühlingszwiebeln wie Schneeglöckchen, um eine gestaffelte Blüte zu genießen.

Mehr erfahren: Safrankrokus anbauen und ernten

Crocus speciosus

Weitere Krokusse zeigen sich im Spätherbst: Crocus speciosus. Die Sorte ‘Cassiope’ bildet große, etwa 6 cm breite Schalenblüten. Die lavendelblauen, geäderten Blütenblätter geben eine Mitte mit leuchtend orangefarbenen Stigmen und einem hellgelben Schlund frei. Diese farbenfrohe Blüte bringt zwischen Oktober und November einen leuchtenden Akzent in den Garten. Das buschige Laub ist grün und silbrig nuanciert. Es erscheint nach der Blüte. Die Blüte der Sorte ‘Conquéror’ ist ähnlich, aber etwas heller und zeigt ein hellblaues, violett geädertes Farbspiel.

Diese Krokusse sind gut winterhart (bis -20 °C). Sie benötigen einen gut durchlässigen Boden an einem sonnigen Standort.

Herbstblühende Krokusse werden im Sommer gepflanzt und in Gruppen kultiviert, um eine schöne Wirkung mit Volumen und Farbe zu erzielen. Sie können in einem Blumentopf, im Gemüsegarten oder im Steingarten wachsen. Außerdem bilden sie hübsche Teppiche, die einen etwas tristen Rasen aufwerten. Kombinieren Sie sie mit anderen Zwiebeln, die bereits ab dem Spätsommer blühen, etwa mit Zeitlosen oder Neapolitanischen Alpenveilchen.

Herbstblühender Krokus

Echter Safran, Crocus sativus und Crocus speciosus ‘Cassiope’

Nerine undulata

Nerinen sind beliebte Sommerzwiebeln mit einer zarten, eleganten Blüte. Sie besteht aus feinen, mehr oder weniger gekräuselten Tepalen in Bänderform. Die Blüten erscheinen an der Spitze eines etwa 50 cm hohen, steifen Blütenstiels. Während die meisten Nerinen bereits ab dem Spätsommer blühen, benötigen einige Arten etwas mehr Geduld, bevor man ihre Blüte genießen kann.

Dies gilt für Nerine undulata, eine Art, die weitaus bekannter sein sollte. Sie erfreut uns mit einer langen Blütezeit von fast zwei Monaten im Spätherbst, zwischen Oktober und November. Diese Zwiebelpflanze bildet zarte Blüten mit fein gewellten, zart hellrosa Blütenblättern. Sie stehen in kleinen, filigranen Büscheln an Stielen, die aus dem Laub hervorragen. Im Gegensatz zu anderen Nerinen hat ihr bandförmiges Laub den Vorteil, fast immergrün zu sein: Es verschwindet nach der Blüte nur kurz und treibt selbst nach Frösten bis -8 °C wieder aus.

Auch andere Arten blühen im Spätherbst.

  • Nerine flexuosa wird auch „Spinnenlilie“ genannt, da ihre verdrehten, fein geschlitzten Blüten an Spinnenbeine erinnern. Es gibt rosafarbene und weiße Sorten.
  • Nerine bowdenii (Bowden-Nerine) gehört zu den verbreitetsten Arten und blüht bei der Wildart mit großen rosafarbenen Dolden. Bei der Sorte ‘Pink triomph’ sind die Blüten noch größer, bei ‘Isobel’ kräftiger gefärbt.
  • Nerine sarniensis ‘Corusca’ aus dieser Sorte besticht durch ihre seltene, goldirisierende zinnoberrote Blüte, die im Herbstlicht wunderschön leuchtet.

Diese Zwiebelpflanzen sind je nach Art nur bedingt winterhart und vertragen etwa -6 bis -12 °C. In milden Regionen am Mittelmeer oder Atlantik können sie beispielsweise im Beet ausgepflanzt werden. Andernorts ist die Kultur im Topf ideal, damit sie vor starken Winterfrösten geschützt werden können. Geben Sie ihnen einen sonnigen Standort in leichtem, gut durchlässigem Boden. Wählen Sie den Standort von Anfang an sorgfältig, denn diese Pflanzen lassen sich nicht gern umsetzen. Pflanzen Sie sie stets in Gruppen, da ihre Blüte unregelmäßig ausfallen kann.

Mehr erfahren: Nerine: Pflanzen, Kultivierung und Pflege

Nerine

Nerine undulata

Die Kaiser-Dahlie

Dahlia imperialis sind Riesendahlien und die größten ihrer Gattung. Diese Vorfahren unserer Gartendahlien können tatsächlich bis zu 4 Meter hoch werden und sich in regelrechte kleine Sträucher verwandeln.

Die Blüte von Dahlia imperialis beginnt spät im Herbst und dauert bis Dezember. Nur starke Winde und die ersten Fröste können sie beenden. Sie besteht aus einfachen Blüten von fast 13 cm Durchmesser, die leicht geneigt sind und eine zart zerknitterte Optik zeigen. Sie erstrahlen in einem blassen Lavendelrosa, das durch eine kontrastierende orangegelbe Mitte betont wird. Bei der Sorte ‚White‘ sind sie logischerweise weiß.

Bei dieser Dahlie verleihen der üppige Wuchs und die von Bambus ähnelnden, geringelten Stängel ihr ein exotisches Aussehen und sorgen für zusätzlichen Zierwert.

Ihre Winterhärte ist auf -5 °C begrenzt (etwas mehr, wenn die Pflanze durch eine dicke Mulchschicht und einen trockenen Boden geschützt wird). Dieser Riese ist daher für milde Regionen ohne frühe Fröste im Freiland reserviert.

Geben Sie ihr einen sonnigen, geschützten Standort mit gleichmäßig frischem Boden. Sie passt perfekt zu exotischem Laub, etwa von Palmen oder Bananen.

Weitere Informationen: Dahlie: Pflanzung, Pflege und Kulturtipps sowie Dahlia imperialis: leichter zu kultivieren als gedacht!

Dahlia imperialis

Der Schmetterlingsingwer Hedychium villosum

Hedychien, auch „wilde Ingwer“ genannt, sind attraktive Rhizompflanzen mit exotischer Ausstrahlung. Sie blühen meist ab Spätsommer und im Frühherbst. Die Art Hedychium villosum ‘Tenuiflorum’ zeichnet sich durch ihre spätere Blüte aus, die etwa im November einsetzt. Sie bleibt kleiner als die meisten ihrer Verwandten und erreicht 60 cm Höhe bei 40 cm Breite.

Dieser Bhutan-Ingwer bildet spinnenartige Blüten mit wildem Charme, die in Ähren angeordnet sind. Sie sind weiß mit kontrastierenden roten Hochblättern.

Das längliche, schmale Laub bleibt erhalten, wenn es vor Frost geschützt wird. Es erinnert an Bambus.

Da die Pflanze nur bedingt winterhart ist (bis -6 °C), kann sie außerhalb der mildesten Regionen unseres Landes im Topf kultiviert werden. Geben Sie ihr ein nährstoffreiches, drainierendes, aber frisch bleibendes Substrat (feucht, jedoch nicht nass). Hedychium villosum bevorzugt einen halbschattigen Standort. Diese rhizomatöse Pflanze wirkt wunderbar im exotisch gestalteten Topf oder Kübel, etwa neben Zwerg-Canna, die ab Spätsommer blühen.

Mehr erfahren: Hedychium: pflanzen, kultivieren und pflegen

Hedychium

Hedychium villosum ‘Tenuiflorum’

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Crocus cartwrightianus