7 schnell wachsende Kletterpflanzen
Für eilige Gärtner
Inhaltsverzeichnis
9 schnellwachsende Kletterpflanzen begrünen Wände und Zäune im Nu: Blauregen, Amerikanische Klettertrompete, Hopfen, Passionsblume, Geißblatt und Prunkwinde.
Hopfen: charmant und leuchtend
Humulus lupulus, besser bekannt als Hopfen, ist bereits in jungen Jahren eine hübsche windende Liane. Sie wächst ab dem zweiten Kulturmonat etwa 1 m pro Monat und erreicht innerhalb einer Saison ihre ausgewachsene Größe von 5 bis 6 m Höhe! Im Sommer bildet der Hopfen ungewöhnliche Blüten in schönem Gelbgrün, je nach Sorte manchmal auch weiße oder mauvefarbene, die am Ende der Triebe in kleinen hängenden Zapfen gebündelt sind und dieser Kletterpflanze einen einzigartigen Charme verleihen. Sein sommergrünes Laub ist ein großer Zierwert dieser Liane: Die großen gelappten Blätter erinnern an Weinrebenlaub und sorgen für eine beeindruckende Begrünung. Einige Sorten besitzen größere Blüten, etwa ‘Magnum’, andere tragen weiß panaschiertes Laub oder ein schönes Goldgrün wie Humulus lupulus ‘Aureus’; Letzterer windet sich etwas weniger stark als die reine Art. Hopfen gedeiht ideal im Halbschatten und in humusreichem Boden und klettert selbstständig an seiner Rankhilfe empor. So kann er Pergolen, Bäume oder Mauern begrünen.
⇒ Das Geheimnis für üppigen Hopfen? : Halten Sie den Boden zu Beginn des Wachstums durch häufiges Gießen frisch, um das Wachstum anzuregen, und pflanzen Sie ihn in nährstoffreichen, tiefgründigen, humusreichen Boden.

Hopfen, Detailaufnahme der weiblichen Blüten und des Laubs sowie rechts ein hübscher, belaubter Bogen (© Cultivar 413)
→ Mehr über Hopfen erfahren Sie in unserem Pflanzenporträt Hopfen: Pflanzung, Anbau und Verwendung
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10 einfache Kletterpflanzen für schnelle Deko!Ipomoea learii: riesig und blühend
Die Prunkwinde gehört zu den prächtigen einjährigen Kletterpflanzen, die sich innerhalb einer Saison besonders schnell entwickeln. Die Gattung der Prunkwinden umfasst etwa 500 Arten kletternder oder buschiger Pflanzen, die ursprünglich aus Südamerika oder dem Indischen Subkontinent stammen. Ipomea learii, auch Indische Prunkwinde, Ipomea acuminata oder Ipomea indica genannt, beeindruckt mit der violettblauen Farbe ihrer Blüten. Sie wächst 3 bis 10 m hoch und erreicht mitunter eine Wachstumsgeschwindigkeit von fast 10 m innerhalb einer Pflanzsaison! Pflanzen Sie diese schöne Prunkwinde unbedingt an einen sonnigen Standort, damit sich ihre morgens öffnenden Blüten ausreichend entfalten. Sie rankt ganz von selbst an einem Rankgitter oder einer Laube empor. Mit etwas Unterstützung wächst sie auch an einer Palisade oder sogar an einem großen Baum entlang. Ebenso lässt sie sich in einem großen Topf auf Balkon oder Terrasse kultivieren. Mit der Farbe und Üppigkeit ihrer Blüten und ihres Laubs verleiht sie dem Garten eine beinahe exotische Note.
⇒ Das Geheimnis für maximales Wachstum? Geben Sie Ihrer Ipomea learii einen durchlässigen, aber nährstoffreichen Boden.

Ipomea learii
→ Erfahren Sie mehr über Prunkwinden in unserem ausführlichen Steckbrief zu Prunkwinden.
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Flügelknöterich aubertii: gefürchtet
Der Kleinköpfige Knöterich, auch unter dem Namen Polygonum oder lateinisch Fallopia aubertii bekannt, ist eine beeindruckende Kletterpflanze! Diese Bezeichnung kommt nicht von ungefähr: Bei einem Wachstum von bis zu 5 m pro Jahr kann sie invasiv werden. Achtung: Verwechseln Sie sie nicht mit Fallopia japonica, dem nicht kletternden Japanischen Flügelknöterich, der als invasive Art gilt.
Durch regelmäßigen Rückschnitt lässt sie sich gut im Zaum halten (ausgewachsen erreicht sie etwa 10 bis 12 m Höhe). So erweist sie sich als zarte, leicht wirkende Kletterpflanze mit schönen cremefarbenen Blütentrauben und attraktivem, herzförmigem Laub. Ein weiterer Vorteil dieser Kletterpflanze ist ihre lange, von Juni bis September dauernde und nektarreiche Blüte. Sie eignet sich daher für eine große Pergola, die sie vollständig bedecken kann – bis zu 10 m². Auch große Mauern begrünt sie in Windeseile, an einem halbschattigen Standort oder in der Sonne ohne große Hitze. Diese äußerst winterharte, sommergrüne Kletterpflanze kann überall gepflanzt werden, zumal sie nur geringe Ansprüche an den Boden stellt. Ihr leichter Wuchs passt perfekt in naturnahe Gärten.
⇒ Das Geheimnis, um den üppigen Knöterich von Aubert im Zaum zu halten? : Bremsen Sie seine kräftige Entwicklung, indem Sie ihn im Winter alle zwei Jahre zurückschneiden.

Fallopia aubertii, auch Fallopia baldschuanica genannt (© Maja Dumat)
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Kletterpflanzen für Mauern und Fassaden: Auswahl?Fingerblättrige Akebie: zart
Unter optimalen Bedingungen bedeckt eine Akebia quinata 8 bis 10 m² und wächst in einer Saison 1 bis 3 m. Ausgewachsen erreicht sie 6 m, je nach Sorte manchmal 10 m. Diese wunderschöne, pflegeleichte Kletterpflanze ist in unseren Gärten noch viel zu selten. Ihre außergewöhnlichen Blüten verleihen ihr bei der Blüte im Frühjahr (April bis Mai) einen besonderen Charme. Sie erscheinen in zarten Malven- oder Weinrot-Tönen in hängenden Trauben. Jede Blüte besitzt drei breite, muschelförmige Blütenblätter und sechs oft kontrastierende Staubblätter. Zudem verströmen die Blüten einen Vanilleduft. Die Fingerblättrige Akebie trägt ein schönes, zartes Laub, das lange erhalten bleibt: Sie ist halbimmergrün. Diese „Schokoladen-Liane“ benötigt eine Rankhilfe. Sie begrünt wunderschön einen alten Baumstamm, ein Spalier, eine Mauer oder einen Bogen. Lediglich die ersten jungen Triebe müssen Sie anleiten; später winden sie sich selbst um ihre Stütze. Die sehr winterharte Kletterpflanze eignet sich hervorragend für schattige Standorte, an denen viele andere Kletterpflanzen nicht gedeihen, verträgt aber auch Sonne.
⇒ Das Geheimnis einer kräftigen Akebie? Pflanzen Sie sie in frischen, gut durchlässigen Boden. Um ihren üppigen Wuchs zu bändigen, schneiden Sie sie im Frühjahr nach der Blüte zurück.

Akebia quinata (© Leonora Enking)
→ Mehr über Akebia quinata in unserem ausführlichen Ratgeber
Luffagurke (Luffa cylindrica): exotisch
Wenig bekannt, aber eine beeindruckende Kletterpflanze: 3 m Wachstum in einer Saison! Luffa cylindrica, auch Schwammkürbis oder Luffagurke genannt, bildet immergrüne, etwa 20 cm breite Blätter mit gelappten, gekerbten und leicht gezähnten Lappen. Die Zierpflanze wächst wie ein Kürbisgewächs stark rankend und breitet sich auf 3 bis 4 m Breite aus, bei einer endgültigen Höhe von 3 bis 6 m. Im Sommer erscheinen schöne gelbe Blüten. Für die Blüte braucht die Pflanze viel Sonne und Wärme. Luffa cylindrica gedeiht in nährstoffreichem, sandigem Boden. Die zylindrischen, kurz behaarten grünen Früchte hängen an der Pflanze. In manchen tropischen Ländern werden sie jung ebenso wie die Blütenknospen verzehrt; bei uns dient die Pflanze als Zierpflanze. Ihr Beiname Pflanzenschwamm bezieht sich auf das Fruchtinnere: Nach dem Trocknen wird es faserig und eignet sich als besonders hautreinigender Schwamm im Haushalt oder als Körperhandschuh. Neben ihrem sehr schnellen Wachstum ist sie also in vielerlei Hinsicht eine ökologische Pflanze. Setzen Sie die Luffagurke an ein Rankgitter oder einen Zaun, den sie im Nu begrünt und mit ihren ungewöhnlichen Früchten schmückt.
Da dieser Pflanzenschwamm aus Indien stammt, ist er leider kaum winterhart und wird bei uns einjährig kultiviert. Die Aussaat erfolgt im April.
⇒ Das Geheimnis einer üppigen Luffagurke? Sonne, Wärme, kühler Boden und ausreichend Dünger!

Luffa cylindrica
Holboellia: anmutig
Aus derselben Familie wie die Akebie ist die Holboellia bisher noch wenig bekannt, verdient aber wirklich mehr Aufmerksamkeit – vor allem wegen ihrer Fähigkeit, halbschattige Bereiche rasch zu verschönern. Diese besonders kräftige Kletterpflanze erreicht je nach Art eine Höhe von 6 bis 10 m. Ihr immergrünes, aus Fiederblättchen bestehendes Laub eignet sich hervorragend als Sichtschutz an einem großen Rankgitter oder zur dauerhaften Begrünung von Mauern, Lauben und Pergolen, zumal sich ihre Lianen selbstständig um die Rankhilfe winden. Sie blüht früh im Frühjahr, zwischen März und Mai, mit anmutigen, oft stern- oder glockenförmigen Blüten in Cremeweiß bis Purpur (weiß bei H. brachyandra, purpurfarben bei H. grandiflora, zweifarbig bei H. angustifolia). Die recht winterharte Kletterpflanze kann in vielen Gärten gepflanzt werden, sofern der Boden ausreichend frisch, tiefgründig, durchlässig und humusreich ist (bevorzugt leicht saure Böden). Schließlich benötigt sie wenig oder gar keine Pflege.
Stauntonia hexaphylla aus derselben Familie wird häufig mit den Holboellien gleichgesetzt und ist ihnen recht ähnlich.
⇒ Das Geheimnis für maximales Wachstum?: Ein schattiger bis halbschattiger Standort sowie ein Boden, der im Sommer nicht austrocknet, sind erforderlich.

Holboellia coriacea und Holboellia angustifolia (© Peganum)
→ Mehr über die Holboellia in unserem Pflanzenporträt Holboellia: Pflanzung, Kultur, Pflege
Gewöhnlicher Efeu 'Hibernica': nützlich!
Der Irische Efeu ist eine immergrüne Kletterpflanze mit kräftigem Wachstum: Er bildet in nur einem Jahr über 1 m lange Triebe und breitet sich mit der Zeit vorteilhaft auf etwa 5 m aus. Ausgewachsen kann er bis zu 10 m hoch klettern und eignet sich daher beispielsweise für die Mauern oder Torbögen großer Häuser. Er ist auch sehr praktisch, um einen großen, schwer zu pflegenden Hang zu begrünen oder unter Bäumen auf trockenem Boden zu wachsen, wo Rasen nicht gedeiht. Sein dunkelgrünes, glänzendes Laub ist fein weiß gerippt, was ihm eine besondere Eleganz verleiht. Wie alle Efeuarten ist er äußerst winterhart, bienenfreundlich, für jeden Standort geeignet und benötigt einen humusreichen Boden. Der Irische Efeu zeichnet sich außerdem durch eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Sonne und Trockenheit aus. Mit seinen Haftwurzeln klettert er leicht an seiner Rankhilfe empor. Er gehört zu den Pflanzen, die den Bienen die letzten Nektarquellen des Jahres bieten!
⇒ Das Geheimnis, um Irischen Efeu richtig zur Geltung zu bringen?: Als Bodendecker wird er zum König der unwirtlichen Bereiche, in denen sonst nichts wächst. Heute weiß man, dass Efeu keine Gefahr für Bäume darstellt. Zögern Sie daher nicht, die Stämme bestimmter sommergrüner Arten damit zu begrünen: Seine winterlichen Früchte sind besonders dekorativ und eignen sich für festliche Sträuße!

Hedera helix ‘Hibernica’
→ Mehr über Efeu erfahren Sie in unserem Steckbrief zum Gewöhnlichen Efeu.
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