Alternative zum Rasen: Lippia nodiflora pflanzen

Alternative zum Rasen: Lippia nodiflora pflanzen

Für einen pflegeleichten, nachhaltigen Rasen-Ersatz

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 14. Dezember 2025  durch Sophie 6 min.

Rasen ist eine praktische Wahl für einen grünen Garten, kann aber auch aufwendig in der Pflege sein und viel Wasser verbrauchen. Wenn Sie eine nachhaltigere, pflegeleichte Alternative suchen, ist das Süßkraut nodiflora – auch Teppichverbene genannt – eine ausgezeichnete Option. Diese Pflanze kann Rasen ersetzen und eine alternative Rasenfläche bilden, die weniger Bewässerung und Mähen benötigt. Zudem bietet das Süßkraut nodiflora viele Vorteile für die Biodiversität und den Erosionsschutz. In diesem Artikel erklären wir, wie Sie Süßkraut nodiflora als Rasenersatz pflanzen und pflegen.

Phyla nodiflora

Winter, Frühling Schwierigkeit

Was ist Süßkraut oder Teppichverbene?

Kleine, stark bodendeckende Staude, die rasch ausgedehnte, sehr niedrige und im Winter halbimmergrüne Teppiche bildet: Lippia bzw. Phyla nodiflora trägt ein sattgrünes Laub. Im Frühjahr erscheinen unzählige weißrosa Blüten, die von Bienen intensiv besucht werden, da sie sehr bienenfreundlich sind. Die Blüte beginnt im Mai/Juni und dauert manchmal den ganzen Sommer an, wenn der Boden leicht feucht bleibt. Die kleinen Blüten stehen in 1 bis 3 cm großen Köpfchen an sehr kurzen Stielen knapp über dem Laub. Die Pflanze ist eng mit den Verbenen verwandt und gehört wie diese zur Familie der Eisenkrautgewächse.

Die äußerst anspruchslose, jedoch nur mäßig winterharte Pflanze (-10 bis -12 °C) gedeiht in voller Sonne ebenso wie im Halbschatten. Dieser Bodendecker ist auf trockenen Böden eine der besten Alternativen zum Rasen, auch in Bereichen, die betreten werden: Dank seiner am Boden wurzelnden Triebe bildet Phyla rasch ausgedehnte, sehr niedrige (1 bis 5 cm hohe) und dichte Teppiche, die je nach Klima im Winter mehr oder weniger immergrün bleiben.

Die Pflanze verträgt vollständige Trockenheit gut, bleibt bei großer Hitze und Trockenheit durch Gießen alle 15 Tage im Sommer jedoch grüner und blühfreudiger.

Der Teppich kann bei Bedarf einmal jährlich nach der Blüte gemäht werden – oder auch während der Blüte, wenn die Bienen stören, etwa auf einem Kinderspielplatz oder in der Nähe des Pools.

Phyla nodiflora

Hinweis: Lippia nodiflora kann als invasiv gelten. Die Pflanze kann sich durch Samen und Ausläufer rasch ausbreiten und schwer zu kontrollieren sein. In einigen Regionen kann sie Probleme verursachen, indem sie mit heimischen Pflanzenarten konkurriert. Beobachten Sie daher ihr Wachstum, besonders in der Nähe naturnaher Flächen, und kontrollieren Sie sie bei Bedarf, damit die negativen Auswirkungen nicht die Vorteile der Pflanze überwiegen.

Süßkraut statt Rasen: Warum?

Süßkraut ist aus mehreren Gründen eine Alternative zum Rasen:

  • Es ist sehr trockenheitsverträglich und benötigt deutlich weniger Wasser als Rasen
  • Da Süßkraut von Natur aus sehr niedrig wächst, muss es nicht regelmäßig gemäht werden, was Zeit und Pflegekosten spart
  • Es verträgt Trittbelastung gut
  • Es bringt Grün in Außenbereiche und wirkt mit seiner hübschen weiß-rosa Blüte anders als herkömmlicher Rasen
  • Als sehr bienenfreundliche Pflanze fördert Süßkraut die Biodiversität
  • Es stellt wenig Ansprüche an den Boden, verträgt Kalk und auch salzhaltige Gischt in Küstennähe.

Wichtig: Wegen seiner begrenzten Winterhärte bis -10 bis -12 °C eignet sich Süßkraut nicht für alle Regionen.

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Süßkraut als Rasenersatz: geeignete Flächen

Theoretisch gibt es keine Pflanzgrenze für Süßkraut. Begrenzend wirken nur Kosten, Pflanzaufwand und Wachstumszeit.

Eine Jungpflanze bedeckt mindestens 1 m² Boden, da sich die Triebe an jedem Knoten bewurzeln und freie Flächen besiedeln. Vier Pflanzen pro m² reichen für eine Bodendeckung innerhalb eines Jahres, 8 bis 9 verkürzen die Zeit auf wenige Monate. Damit eignet sich Süßkraut theoretisch auch für große Flächen.

Süßkraut oder Phyla nodiflora

Mein Tipp: Kalkulieren Sie nicht nur die Anschaffungskosten der Süßkraut-Jungpflanzen, sondern auch die Wassereinsparung. Außerdem brauchen Sie den Rasenmäher kaum noch – das spart Kraftstoff oder Strom, Wartung und viel Zeit.

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Wo pflanzen?

Das Süßkraut nodiflora ist an warme, trockene Klimate angepasst. Es kann in Regionen mit milden Wintern und heißen Sommern bei geringen Niederschlägen wachsen. Diese Pflanze wird häufig in trockenen und halbtrockenen Gebieten mit begrenzter Wasserverfügbarkeit eingesetzt.

Das Süßkraut nodiflora kann jedoch auch in feuchteren Klimazonen wachsen, wenn es richtig gepflegt wird und die Bedingungen nicht über längere Zeit zu nass sind.

Das Süßkraut nodiflora ist an arme, trockene Böden angepasst: Es wächst in sandigen, kiesigen oder steinigen Böden, aber auch in nährstoffreicheren Böden. 

Pflanzen Sie das Süßkraut als Rasenersatz, zwischen Wegplatten oder Trittsteinen. Auch zur Begrünung eines Hangs eignet es sich, da seine Ausläufer zur Bodenstabilisierung beitragen. Diese Pflanze wird an Straßenrändern und auf schwer zu kultivierenden Flächen verwendet.

Süßkraut nodiflora als Rasenersatz

Lässt er sich mit anderen Bodendeckern kombinieren?

Das Süßkraut nodiflora lässt sich problemlos mit anderen Bodendeckern als Rasenersatz, mit kräftigem Wuchs und ergänzenden Vegetationszeiten kombinieren. So entsteht eine vielfältige Palette an Farben und Strukturen im Garten oder auf Grünflächen. Es lässt sich zum Beispiel mit der Meerfenchelblättrigen Schafgarbe kombinieren. Beide Pflanzen eignen sich für warme, trockene Klimate und gedeihen auch auf nährstoffarmen, drainierenden Böden. Achillea crithmifolia ist eine blühende Staude mit zartem, graugrünem Laub. Im Sommer dominiert das sattgrüne, blühende Süßkraut, im Winter übernimmt das zarte, silbrige, immergrüne Laub der Schafgarbe. 

Süßkraut oder Phyla nodiflora als Rasenersatz

Süßkraut nodiflora in Kombination mit der Meerfenchelblättrigen Schafgarbe

Wann und wie pflanzen?

Wenn Sie in einer Region mit mildem Klima sowie heißen und trockenen Sommern leben, pflanzen Sie Ihre Lippia-Jungpflanzen im Herbst, damit sie vor dem ersten Sommer gut einwurzeln. Sind Ihre Winter oft recht kalt, ist eine Pflanzung im zeitigen Frühjahr besser geeignet.

  • Kaufen Sie ausreichend Lippia-Anzuchttöpfe und berechnen Sie die benötigte Menge anhand der zu bepflanzenden Fläche und der gewünschten Pflanzenzahl pro m². Je dichter Sie pflanzen, desto schneller wird die Fläche bedeckt. Möchten Sie beispielsweise 50 m² schnell begrünen, benötigen Sie 8 Pflanzen pro m², also 50 × 8 = 400 Pflanzen. Ist Ihr Budget begrenzter, können Sie 4 Pflanzen pro m² setzen, also 50 × 4 = 200 Pflanzen.
  • Bereiten Sie den Boden vor, indem Sie die vorhandene Vegetation entfernen und ihn etwa 10 cm tief lockern.
  • Verbessern Sie bei Bedarf die Bodenqualität, indem Sie Kompost oder gut verrotteten Mist einarbeiten, um das Wachstum zu fördern. Achten Sie auf eine gute Drainage, denn Lippia nodiflora verträgt keine Staunässe. Geben Sie bei Bedarf Kies oder groben Sand auf den Grund der Pflanzlöcher.
  • Pflanzen Sie die Lippia-Anzuchttöpfe und heben Sie die Pflanzlöcher mit einem Spaten oder einem Zwiebelpflanzer aus. So erleichtern Sie sich die Arbeit. Die Oberkante des Wurzelballens sollte auf Höhe des Bodens liegen.
  • Gießen Sie die Pflanzen direkt nach der Pflanzung und in den ersten Wochen regelmäßig weiter, damit sie gut einwurzeln.

Mein Tipp: Erscheint Ihnen der Aufwand im Vergleich zur herkömmlichen Rasenaussaat zu kostspielig, können Sie Lippia sehr einfach durch bewurzelte Ausläufer vermehren. Beginnen Sie daher mit einer kleinen Fläche und gewinnen Sie im Jahr nach der Pflanzung daraus neue Jungpflanzen. So lässt sich die bedeckte Fläche nach und nach und zunehmend schneller erweitern.

Pflege von Süßkraut-Flächen

  • In den Wochen nach der Pflanzung und im ersten Sommer bei Frühjahrspflanzung regelmäßig gießen, wenn es trocken ist, damit das Süßkraut gut anwächst
  • Danach nur gießen, wenn es Anzeichen von Wassermangel zeigt. Ansonsten kommt es problemlos ohne Bewässerung aus
  • Bei Bedarf können Sie einmal jährlich mähen, wenn Ihr Süßkraut nicht so kurz bleibt, wie Sie es wünschen, etwa an einem halbschattigen Standort oder in nährstoffreichem Boden. Mähen Sie nach der Blüte oder zu Beginn der Blüte, wenn Sie Bienen stören
  • Wenn Lippia nodiflora zu stark wuchert, etwa an Beet- oder Wegrändern, können Sie sie problemlos zurückschneiden. Mähen vor der Samenbildung verhindert ihre Ausbreitung durch Selbstaussaat

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Lippia oder Phyla nodiflora