Hitze- und trockenheitsempfindliche Pflanzen

Hitze- und trockenheitsempfindliche Pflanzen

Pflanzen, die Wasser und Kühle brauchen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 16. August 2026  durch Ingrid 6 min.

Heiße, trockene Sommer setzen Pflanzen zu: Welke Blätter und früh verblühte Blüten zeigen, welche Arten Hitze und Trockenheit nicht vertragen.

Schwierigkeit

Stauden

Zu den trockenheits- und hitzeempfindlichsten Stauden zählen vor allem Pflanzen aus dem Unterholz und von Uferbereichen, häufig aus Asien. Hier einige Beispiele.

Knöterich

Der Kleinköpfige Knöterich ist eine schöne Bodendecker-Staude, die wegen ihrer sehr langen und üppigen Blüte vom Frühsommer bis zu den ersten Herbstfrösten geschätzt wird. Sie ist pflegeleicht und einfach zu kultivieren, sofern der Boden während der warmen Jahreszeit stets leicht feucht bleibt. Bei längerer Trockenheit können ihre Blütenähren vorzeitig welken und sich braun verfärben. Auch das Wachstum kommt zum Stillstand, und einige Blätter können vertrocknen.

Persicaire affinis Kabouter

Persicaria affinis ‘Kabouter’

Japangras

Die aus Japan stammenden Japangräser sind attraktive Gräser, die gerne am Waldrand und an halbschattigen Standorten wachsen, wo der Boden stets leicht feucht bleibt. Bei Trockenheit und ausbleibender Bewässerung trocknen ihre schönen, goldgrünen, überhängenden Blätter aus und verfärben sich vorzeitig braun.

herbe du japon

Hakonechloa macra ‘Aureola’

Funkien

Die Funkien sind die klassischen Pflanzen für kühlen Schatten! Sie werden für ihr üppiges, dekoratives Laub geschätzt. Zwar mögen sie schwere Böden, die auch im Sommer leicht feucht bleiben, doch Trockenheit und Sommerhitze vertragen sie schlecht. Damit ihr prächtiges Laub in der prallen Sonne nicht verbrennt, brauchen sie einen schattigen Standort sowie ein stets feuchtes, aber gut durchlässiges Substrat.

Hosta fortunei Francee

Hosta fortunei ‘Francee’

Farne

Mit ihrem filigranen, sehr dekorativen Laub verleihen Farne einem Schatten- oder modernen Garten eine natürliche Note. Die große Mehrheit der Farnsorten bevorzugt schattige Gartenbereiche mit nährstoffreichem, ganzjährig feuchtem Boden. Allerdings muss man auf sommerliche Trockenheit achten, die ihre Blätter verbrennt und das Überleben dieser schönen Staude gefährden kann. Es gibt jedoch einige wenige trockenheitsverträgliche Sorten, etwa den aus den Wüstenregionen Mexikos stammenden Farn Cheilanthes lanosa .

fougère du mexique

Cheilanthes lanosa

Felberich

Die Felberiche sind winterharte Stauden, deren Erscheinungsbild je nach Sorte variiert: von der kriechenden Bodendecker-Staude bei Lysimachia nummularia ‘Aurea’ bis zur aufrechten, von zarten weißen Blütenähren gekrönten Staude bei Lysimachia ‘fortunei’. Die leicht zu kultivierenden Felberiche stellen nur eine Forderung: Feuchtigkeit! Stehen sie trocken und in der Sonne, verkümmern sie schnell.

Lysimaque

Lysimachia nummularia ‘Aurea’ und Lysimachia clethroides

Sträucher

Japanischer Ahorn

Japanische Ahorne sind für ihre schöne Wuchsform und die herbstlichen Farben ihres prächtigen Laubs bekannt. Sie passen hervorragend in Japangärten, Zen-Gärten oder moderne Anlagen. Je nach Sorte zeigen sich ihre handförmigen Blätter in Grün, Goldgelb oder Purpur. Der Ahorn bevorzugt Schatten oder Halbschatten sowie einen möglichst sauren, feuchten und gut drainierten Boden, reagiert jedoch besonders empfindlich auf Trockenheit. Wassermangel stoppt sein Wachstum und führt dazu, dass das schöne Laub mitten im Sommer abfällt, bevor Sie im Oktober seine leuchtenden Herbstfarben bewundern können.

Acer palmatum

Ein Japanischer Ahorn (Acer palmatum)

Kamelien

Kamelien sind prächtige, buschig wachsende Sträucher mit üppiger Blüte im zeitigen Frühjahr und attraktivem, glänzendem, immergrünem Laub. Wie die meisten aus Asien stammenden Pflanzen bevorzugt die Kamelie einen halbschattigen Standort sowie einen nährstoffreichen, leicht feuchten und gut drainierten Boden. Der schöne Strauch verträgt weder anhaltende Trockenheit noch heiße, trockene Winde, insbesondere in Mittelmeerregionen.

Camellia japonica Roger Hall

Kamelie Roger Hall

Bambus

Bambus bringt mit seinen farbigen, aufrechten Halmen eine exotische und moderne Note in den Garten. Er wächst sehr schnell, benötigt viel Wasser und leidet daher unter sommerlicher Trockenheit. Bei fehlendem Regen oder unzureichender Bewässerung trocknen seine Stoppeln rasch aus, was sein Wachstum oder sogar das Überleben dieser schönen Pflanze gefährden kann. Pflanzen Sie Bambus daher am besten in einen eher feuchten Garten, an ein Ufer und möglichst in den Halbschatten.

bambou metake

Japanpfeilbambus (Pseudosasa japonica)

Apfelbeere

Apfelbeeren sind sommergrüne Sträucher, die für ihre schöne Herbstfärbung und ihre kleinen essbaren, den Heidelbeeren ähnlichen Beeren geschätzt werden. Sie machen sich hervorragend im Beet sowie in einer frei wachsenden oder essbaren Hecke. Die aus Nordamerika stammende Apfelbeere ist robust und winterhart, benötigt aber einen auch im Sommer stets leicht feuchten Boden. Daher eignet sie sich für frische, halbschattige Gärten.

baie d'aronia

Apfelbeeren

Hortensien

Wie Sie in diesem Sommer sicher bemerkt haben, litten viele Hortensien, insbesondere Hydrangea macrophylla und Hydrangea serrata, in einigen Regionen unter der Trockenheit. Ihre prächtigen Blütenrispen vertrockneten buchstäblich, wenn die Pflanzen nicht ausreichend gegossen wurden. Dieses natürliche Phänomen tritt normalerweise im Herbst auf, sodass manche Sorten noch ihre Blütenfarbe verändern können. Herrscht in Ihrem Garten gelegentlich Trockenheit, wählen Sie etwas widerstandsfähigere Sorten wie Hydrangea quercifolia oder Hydrangea heteromalla. Aber auch dann sollten Sie bei anhaltender Trockenheit gelegentlich gießen.

→ Entdecken Sie in Oliviers Video einige Hortensien, die vorübergehende Trockenheit gut vertragen:

Bäume

Je nach Region leiden bestimmte Baumarten seit einigen Jahren unter Trockenheit. Künftig muss man den Feuchtigkeitsansprüchen der jeweiligen Sorte Rechnung tragen. Hier sind einige Arten, die starke Trockenheit fürchten.

Tannen und Wald-Kiefern

Ob zwergwüchsig oder majestätisch – Tannen zeichnen sich durch ihre schöne Wuchsform und mit Nadeln bedeckten Zweige aus. Diese Bäume oder Sträucher sind sehr frosthart und bevorzugen meist einen feuchten Boden. Daher findet man sie vor allem in kalten, feuchten Bergwäldern oder entlang der Meeresküsten. Die meisten von ihnen leiden folglich unter anhaltender Trockenheit, selbst wenn sie sehr alt sind. Laut ONF leiden Tannen, Wald-Kiefern und Fichten besonders unter heißen, trockenen Sommern, vor allem im Nordosten Frankreichs und in Burgund-Franche-Comté. Auf Korsika wurde bei Wald-Kiefern und Korsischen Schwarzkiefern sogar ein außergewöhnliches Baumsterben beobachtet.

Tanne und Fichte

Tannen und Fichten bevorzugen einen feuchten Boden

Der Amberbaum

Mit seiner majestätischen Wuchsform und seinem prächtigen, im Herbst flammenroten Laub gehört der Amberbaum zu den schönsten Zierbäumen. Zudem wird er für seine gute Winterhärte und Krankheitsresistenz geschätzt. Für eine optimale Entwicklung braucht er einen kalkfreien, dauerhaft feuchten, aber nicht nassen Boden. Trotz seiner vielen Vorzüge fürchtet er Trockenheit, die seine Blätter vorzeitig welken lässt und sein Wachstum beeinträchtigt.

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