Krankheiten und Parasiten der Weiden
Aber kein Grund zur Sorge...
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Weiden, Salix auf Latein, sind Bäume und Sträucher leicht zu kultivieren und sehr winterhart. Unter den Weiden findet man große Bäume mit buschiger Wuchsform von bis zu 20 m Höhe, manchmal mit hängender Wuchsform, bis hin zum kriechenden Unterstrauch. Bekannt sind Trauerweiden, Hanf-Weiden oder heimische Weiden wie etwa Salix caprea oder Salix alba. Außerdem gibt es zahlreiche Zierformen für kleinere Gärten, etwa Salix gracilistyla, Salix ‘Mount Aso’, Harlekinweide und ‘Golden Sunshine’, die durch ihre seidig gefärbten Kätzchen, ihre Wuchsform oder ihr buntes Laub auffallen.
Weiden sind im Allgemeinen recht robust, solange sie weder unter Wassermangel noch unter starkem Rückschnitt leiden. In sehr seltenen Fällen können sie jedoch von Krankheiten oder einem Schädlingsbefall betroffen sein.
→ Sehen wir uns in diesem Ratgeber die verschiedenen Gesundheitsprobleme an, unter denen Weiden leiden können.

Weiden sind äußerst dekorativ – hier die majestätische Trauerweide –, können jedoch gelegentlich von Parasiten befallen werden oder erkranken …
Pilzkrankheiten
Pilzkrankheiten treten bei Weiden auf, wenn sie geschwächt sind (Trockenheit, wiederholter Rückschnitt …) und häufig bei warmem, feuchtem Wetter.
- Die Anthraknose der Weide: Im Frühjahr und Sommer ziehen sich hellbraune, kleine Läsionen über die Triebe, und rötliche Flecken erscheinen auf den Blättern. Die Blätter fallen schließlich ab und die Triebspitzen welken. Die Trauerweide kann dadurch sogar ihre Wuchsform verlieren. Schneiden Sie befallene Zweige zurück und entfernen Sie sie!
- Rost: Auf der Blattoberseite erscheinen verfärbte Flecken, auf der Unterseite außerdem orangefarbene oder braune Pusteln (daher der Name Rost). Diese Flecken werden im Spätsommer und Herbst schwarz, die Blätter fallen schließlich ab. Sobald Sie die ersten befallenen Blätter entdecken, entfernen Sie sie, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Schachtelhalmbrühen sind bei einer Anwendung alle zwei Wochen wirksam. Die Behandlung eignet sich auch vorbeugend, da sie Ihre Pflanzen stärkt und widerstandsfähiger macht.
- Schorf: Auf jungen Blättern erscheinen schwarze Flecken, bei älteren Blättern auch entlang der Blattadern. Die Triebe krümmen sich, trocknen ein und bedecken sich anschließend mit kleinen schwarzen Läsionen. Eine Behandlung mit Natron, die heilend wirkt und die Entwicklung des Pilzes hemmt, ist sehr wirksam und für unsere Böden weniger giftig als Kupfer.
- Schwarzer Rindenkrebs der Weide: Dieser Rindenkrebs wird durch den Krankheitserreger Glomerella myabeana verursacht. Die am Blattstielansatz befallenen Blätter vertrocknen und fallen ab, anschließend bilden sich dunkelbraune oder schwarze Rindenkrebse an den Trieben. Entfernen Sie nach Möglichkeit alle von Rindenkrebs befallenen Zweige (eingesunkene oder schwarz verfärbte Stellen)!
- Wurzelhalsgalle: Diese Krankheit wird durch ein Bakterium der Gattung Agrobacterium verursacht. An den Zweigen entstehen runde Wucherungen, die manchmal eintrocknen und absterben können. Entfernen Sie befallene Zweige!
Wichtig! Vergessen Sie nicht, Ihre Schnittwerkzeuge vor und nach der Arbeit zu reinigen und zu desinfizieren.
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Weide, Salix: Pflanzen, Rückschnitt und PflegeMögliche Schädlinge ou Parasiten
Weiden sind Wirtspflanzen für zahlreiche Insekten. Unsere heimischen Weiden (Salix alba, Salix viminalis, Salix caprea, Salix aurita…) sind außerdem hervorragende Bäume und Sträucher für einen naturnahen Garten. Auch wenn die „Angriffe“ den Gärtner beunruhigen können, besteht meist kein Handlungsbedarf.
- Einige Schmetterlingsraupen und Blattwespenlarven (insbesondere die Weidenblattwespe) ernähren sich von Weidenblättern. Der Befall ist selten sehr stark. Außerdem regulieren insektenfressende Vögel, allen voran Meisen, die Larvenpopulation meist schnell.
- Blattläuse können gelegentlich Rußtau verursachen. Wirklich problematisch ist Rußtau nur bei sehr jungen Pflanzen. Auch hier wird die Blattlauspopulation schnell durch verschiedene Fressfeinde (Florfliegenlarven, Schwebfliegenlarven und Marienkäfer) reguliert.
- Die Weidenschildlaus: Dabei handelt es sich um weiße Schildläuse mit rundem Panzer, die sich zur Ernährung vom Pflanzensaft an Zweigen festsetzen. Um sie an jungen Weiden zu beseitigen, können Sie ein Mittel auf Basis von Schmierseife verwenden. Verdünnen Sie dazu in 1 Liter Wasser: 1 Teelöffel flüssige Schmierseife, 1 Teelöffel Brennspiritus und 1 Teelöffel Pflanzenöl. Mischen und zweimal im Abstand von 30 Minuten sprühen, anschließend alle 8 Tage einmal sprühen, bis die Schildläuse verschwunden sind.
Hinweis: Weiden können Gallen aufweisen (mit zwei „l“ – nicht mit der Krankheit zu verwechseln), die durch Insekten oder Milben verursacht werden. Diese Gallen sind meist nur eine Reaktion des Baumes auf die Eiablage eines Insekts. Gallen oder Zoocäcidien können verschiedene Formen annehmen: Kugeln, Auswüchse, zu einer Endrosette vereinte Blätter, Verdickungen an Zweigen oder Knospen … All diese „Verformungen“ sind für Weiden ungefährlich.

Links Pterodinea salicis (Weidenblattwespe). Rechts ein von der Gallmilbe (Aculus tetanothrix) befallenes Weidenblatt
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Blattverlust durch starke Trockenheit
Auch wenn Weiden Trockenperioden erstaunlich gut überstehen können (das hängt jedoch stark vom Boden ab), mögen sie meist Wasser. Fehlt es daran, verlieren Weiden im Sommer oft einen großen Teil ihres Laubs, um die Verdunstung und damit den Wasserverlust zu begrenzen. Andere Bäume reagieren ebenso.
Theoretisch ist das unbedenklich, da sich das Laub mit den ersten Regenfällen erneuert. Allerdings schwächt dies Bäume und Sträucher, und wiederholen sich die Trockenperioden von Jahr zu Jahr, kann dies die Lebensdauer der Weiden beeinträchtigen. Bei jungen und frisch gepflanzten Weiden sollten Sie in heißen, trockenen Zeiten einmal pro Woche gründlich gießen.

Eine hier prächtig gedeihende Trauerweide, ohne Trockenschäden, bildet einen herrlichen Pflanzenschleier
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