Pampelmusenbaum anbauen?

Pampelmusenbaum anbauen?

Pampelmusenbaum: Pflanzung, Pflege und Ernte

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 2. November 2025  durch Pascale 6 min.

Pampelmusen: süß, bitter, säuerlich. Diese Zitrusfrucht ist leicht zu kultivieren – im Süden ausgepflanzt, sonst im Topf frostfrei überwintert.

Schwierigkeit

Pampelmuse oder Pomelo: Wie wählen?

Pampelmuse und Pomelo: Wenn Sie beim Obsthändler Früchte kaufen, sehen Sie oft beide Bezeichnungen. Sie dachten vermutlich, es handle sich um dieselbe Zitrusfrucht mit süßem, bitterem und säuerlichem Geschmack. Weit gefehlt! Diese Verwechslung hält sich seit vielen Jahren und wird wohl noch lange bestehen bleiben. Wenn Sie jedoch eine Pampelmusenpflanze kultivieren möchten, ist eine Erklärung nötig, um Enttäuschungen zu vermeiden!

Die Pampelmusen, die wir regelmäßig essen, sind in Wirklichkeit Pomelos, die Früchte von Citrus x paradisi sind – eine natürliche Kreuzung aus Pampelmuse (Citrus maxima) und Orange (Citrus sinensis). Diese Pomelos zeichnen sich durch eine relativ dünne, meist gelb-orange gefärbte Schale und saftiges Fruchtfleisch aus, das je nach Sorte rosa oder gelb gefärbt ist. Die echte Pampelmuse ist dagegen die Frucht der echten Pampelmusenpflanze (Citrus maxima). Sie trägt deutlich größere, oft birnenförmige Früchte mit dicker gelber oder grünlicher Schale. Sie werden meist als „chinesische Pampelmusen“ verkauft.

Pomelo und Pampelmuse: Unterschiede

Links die Pomelo, rechts die echte Pampelmuse

Der Unterschied zwischen diesen beiden Früchten liegt vor allem im Geschmack: Die Pampelmuse ist deutlich bitterer und weniger süß als die Pomelo.

Der Unterschied ist nicht nur zwischen den beiden Zitrusfrüchten deutlich, sondern auch zwischen den beiden Bäumen. Der Pomelobaum wird kaum höher als 6 m (im Freiland) und erreicht eine Breite von 5 m. Die Pampelmusenpflanze wird dagegen leicht 10 m hoch und ebenso breit wie der Pomelobaum. Beide Arten tragen weiße, sternförmige und herrlich duftende Blüten. Beim Pomelo sind die Blütenstände in Trauben angeordnet, bei der Pampelmuse stehen die Blüten einzeln. Außerdem sind bei der Pampelmuse die Blüten und jungen Triebe leicht behaart.

Pampelmuse und Pomelo werden jedoch auf dieselbe Weise kultiviert. Im weiteren Verlauf unseres Artikels verwenden wir der Einfachheit halber den Begriff „Pampelmuse“ für beide Bäume.

Pampelmusenbaum pflanzen: Wo, wann, wie?

Winterhart bis -5 bis -7 °C lässt sich der Pampelmusenbaum nur im Süden Frankreichs, entlang der gesamten Mittelmeerküste und auf Korsika im Freiland kultivieren. Eventuell auch in den wärmsten Regionen der Atlantikküste. Denn die Früchte, die zwischen November und März/April reifen, könnten bereits unter leichtem Frost leiden. Zudem benötigen sie ausreichend Wärme, um auszureifen.

Wann pflanzen?

Idealerweise erfolgt die Pflanzung zwischen März und April, wenn jede Frostgefahr endgültig vorüber ist.

Wo pflanzen?

Der Pampelmusenbaum benötigt einen sonnigen, warmen, gut vor Wind und kalter Zugluft geschützten Standort. Damit sein Laub nicht verbrennt, verträgt der Pampelmusenbaum während der heißesten Stunden des Tages etwas Schatten. Außerdem muss er unbedingt vor Gischt geschützt gepflanzt werden.

Was den Boden betrifft, gedeiht der Pampelmusenbaum in fruchtbarer, gut drainierter und eher saurer Erde. Auch ein neutraler Boden ist geeignet, da der Pampelmusenbaum oft anspruchsloser als andere Zitrusfrüchte ist. Kalkhaltiger Boden ist für den Pampelmusenbaum hingegen ungeeignet!

pamplemoussier pomelo plantation en pleine terre

Pampelmusenbäume erreichen je nach Art eine Höhe von 6 bis 10 m

Wie pflanzen?

  • Den Wurzelballen des Pampelmusenbaums in einen großen Eimer Wasser stellen
  • Ein Pflanzloch ausheben, das zwei- bis dreimal so groß wie der Wurzelballen ist
  • Die ausgehobene Erde mit reifem Kompost oder gut verrottetem Mist und Spezialerde für Zitrusfrüchte mischen. Bei schwerem, verdichtetem Boden kann für eine bessere Drainage etwas Sand hinzugefügt werden
  • Eine Schicht groben Kies oder Lava auf dem Boden des Pflanzlochs verteilen
  • Das Pflanzloch zur Hälfte mit der ausgehobenen Erde füllen
  • Den Wurzelballen des Pampelmusenbaums in die Mitte des Pflanzlochs setzen
  • Mit der restlichen Erde auffüllen und darauf achten, die Veredelungsstelle nicht zu bedecken
  • Die Erde festdrücken und reichlich gießen
  • Mulchen, um die Feuchtigkeit zu bewahren und die Gießabstände zu verlängern.

Pampelmusenbaum im Topf: Wo, wann, wie?

Wenn Sie außerhalb des Mittelmeerraums wohnen, pflanzen Sie den Pampelmusenbaum am besten in einen Topf. Stellen Sie ihn im Frühjahr, sobald keine Frostgefahr mehr besteht, bis September/Oktober ins Freie.

Wann pflanzen?

Der Pampelmusenbaum wird ebenfalls im Frühjahr, zwischen März und April, in einen Topf gepflanzt.

Wo pflanzen?

Für die Topfkultur des Pampelmusenbaums wählen Sie einen durchlässigen, ausreichend großen Topf mit mindestens 30 cm Tiefe und Breite.

Das Substrat sollte leicht, nährstoffreich, gut durchlässig sowie neutral bis sauer sein. Ideal ist spezielle Zitruserde, die dem Pampelmusenbaum optimale Wachstumsbedingungen bietet. Geeignet ist auch eine Mischung aus Blumenerde (40 %), gut verrottetem Kompost (40 %) und Sand (20 %).

Pampelmuse und Pampelmusenbaum im Topf

Die Pampelmuse lässt sich in unseren Breiten gut im Topf kultivieren

Stellen Sie den Baum an einen morgens sonnigen und nachmittags leicht schattigen Standort, besonders im Hochsommer.

Wie pflanzen?

  • Wurzelballen in einem Eimer Wasser tauchen
  • Den Topfboden mit einer dicken Schicht Tongranulat, grobem Kies oder Lavagranulat bedecken
  • Den Topf zur Hälfte mit Substrat füllen
  • Den Wurzelballen mittig einsetzen und die Wurzeln zuvor vorsichtig lockern
  • Mit Substrat auffüllen, ohne den Wurzelhals zu bedecken
  • Mit den Händen andrücken und reichlich gießen
  • Mulchen.

Pampelmusenbaum pflegen?

Der Pampelmusenbaum benötigt eine kontinuierliche Pflege, die sich vor allem auf das Gießen und Düngen konzentriert. Auch ein leichter Rückschnitt ist erforderlich.

Das Gießen des Pampelmusenbaums

Der Pampelmusenbaum ist sehr durstig, vor allem, wenn er im Topf kultiviert wird.

In den ersten zwei bis drei Jahren nach der Pflanzung muss Ihr Pampelmusenbaum bei großer Hitze fast täglich gegossen werden, im Frühjahr zwei- bis dreimal pro Woche. Im Herbst und Winter wird je nach Häufigkeit der Niederschläge weniger gegossen. Sobald Ihr Pampelmusenbaum gut eingewachsen ist, kann das Gießen weniger häufig erforderlich sein, sollte aber weiterhin regelmäßig erfolgen.

Ein Pampelmusenbaum im Topf muss im Frühjahr und Sommer praktisch täglich gegossen werden, im Herbst und Winter einmal pro Woche.

Zum Gießen von Zitrusfrüchten verwendet man am besten Regenwasser oder, falls dies nicht möglich ist, kalkfreies Wasser. Lassen Sie niemals Restwasser im Untersetzer oder Übertopf stehen.

Das Düngen des Pampelmusenbaums

Der Pampelmusenbaum ist nicht nur durstig, sondern auch nährstoffhungrig. Wächst er im Freiland, empfiehlt sich im Frühjahr und Herbst eine Gabe von Kompost oder organischem Spezialdünger für Zitrusfrüchte. Im Topf wird das Substrat von März bis Oktober einmal monatlich mit einem flüssigen Spezialdünger für Zitrusfrüchte gedüngt. Auch ein speziell für Zitrusfrüchte entwickelter Langzeitdünger ist geeignet. Beachten Sie dabei genau die Angaben auf dem Etikett.

Der Rückschnitt des Pampelmusenbaums

Der Pampelmusenbaum wird einmal jährlich, im Mai oder Juni, leicht zurückgeschnitten. Schneiden Sie lediglich die neuen Triebe mit der Gartenschere zurück, um die Blüte und Fruchtbildung anzuregen. Außerdem bleibt der Baum dadurch kompakt und erhält eine rundliche Wuchsform.

→ Gwenaëlle erklärt Ihnen mehr unter: Wie schneidet man einen Pampelmusenbaum?

Schutz vor Kälte

In Regionen an der Grenze zur Winterhärte werden Pampelmusenbäume im Freiland mit einem Wintervlies und einer guten Mulchschicht aus trockenen Blättern im Wurzelbereich geschützt.

Pampelmusenbäume im Topf werden bereits ab Oktober in einen frostfreien, aber ungeheizten Raum gestellt. Ein Wintergarten, ein kaltes Gewächshaus oder ein unbeheizter Wintergarten sind ideal, sofern sie ausreichend Licht bieten und die Temperatur zwischen 7 und 10–12 °C liegt.

Das Umtopfen des Pampelmusenbaums

Wenn es seine Größe erlaubt, wird der Pampelmusenbaum alle zwei Jahre, spätestens jedoch alle drei Jahre, umgetopft. Ist er zu groß und zu schwer, genügt ein einfacher Austausch der obersten Substratschicht mit spezieller Blumenerde für Zitrusfrüchte.

Pampelmusenbaum: Krankheiten und Schädlinge bekämpfen

Wie alle anderen Zitrusfrüchte kann der Pampelmusenbaum anfällig für einige Krankheiten sein (Trockenfäule, Gummifluss, Rußtau, Tristeza …), die oft auf ungünstige Kulturbedingungen zurückzuführen sind, sowie für zahlreiche Schädlinge.

Zum Schutz vor Krankheiten sind eine regelmäßige Düngung und Bewässerung besonders wichtig. Eine Spritzung mit Bordeauxbrühe oder Schachtelhalmbrühe kann im Herbst und Frühjahr hilfreich sein. Denken Sie außerdem daran, Schnittwunden mit Wundverschlussmittel gut zu verschließen.

Auch bei den Schädlingen gibt es einige: Schildläuse und Blattläuse befallen gerne Pampelmusenbäume, ebenso wie Rote Spinnen und Weiße Fliegen. Nicht zu vergessen die Mittelmeerfruchtfliege, die die Früchte befällt. Regelmäßige Kontrollen und optimale Kulturbedingungen sind daher wichtig, besonders im Haus.

Mehr dazu: Pampelmusenbaum: Welche Krankheiten und Parasiten treten häufig auf?

Wann werden Pampelmusen geerntet?

Je nach Region werden Pampelmusen und Pomelos von November bis März geerntet. Bis zur Reife brauchen die Früchte etwa 9 Monate und viel Wärme.

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