Pflegeleichte Hangbepflanzung gestalten?
Erdhügel bepflanzen: Ideen und Tipps
Inhaltsverzeichnis
Böschung im Garten pflegeleicht gestalten: Tipps zu Bodenvorbereitung und Pflanzenauswahl für einen attraktiven, pflegearmen Hang.
Boden am Hang vorbereiten?
Ob Ihre Böschung mit Rasen bedeckt oder sich selbst überlassen ist: Der erste Arbeitsschritt besteht in der Bodenvorbereitung. Sie ist entscheidend für die Gestaltung der Böschung, denn von einer guten Bodenvorbereitung hängt ab, wie pflegeleicht sie später ist.
Bevor Sie mit der Gestaltung Ihrer Erdböschung beginnen, sollten Sie zunächst deren Umrisse festlegen. Dazu müssen Sie wahrscheinlich eine kleine Begrenzung anlegen, die nicht nur die Erde zurückhält, sondern auch ästhetische Kurven bildet. Je nach Neigung kommen verschiedene Lösungen infrage: Trockenmauern, Gabionen, Baumstämme, Holzbretter oder -pfähle, unterschiedlich gefärbter Beton, Kunststoff oder Metall sowie Cortenstahl oder Aluminium für eine modernere Optik.
Sobald die Begrenzungen angelegt sind, beginnt die Bodenvorbereitung. Sie ist sicher der längste und mühsamste Arbeitsschritt und muss sorgfältig ausgeführt werden. Entfernen Sie zunächst gründlich und tief alle Unkrautwurzeln. Besonders wichtig ist dies bei hartnäckigen Arten wie Batate und Quecke. Das Unkraut lässt sich von Hand mit einer Grabegabel jäten, um die Rhizome möglichst unbeschädigt herauszuholen. Alternativ können Sie die Böschung mit Pappe abdecken, um das Unkraut zu ersticken. Diese Methode braucht allerdings etwas mehr Zeit. Entfernen Sie außerdem die Steine.
In diesem Arbeitsschritt können Sie bei Bedarf einige Steine oder Felsen in die Böschung integrieren. Sie tragen zu ihrer Stabilisierung bei.
Anschließend müssen Sie den Boden der Böschung anreichern. Durch Erosion und abfließendes Wasser ist die Erde an einer geneigten Böschung oft nährstoffarm und trocken, besonders bei Südlage. Deshalb lockern Sie den Boden mit der Grabegabel etwa zehn Zentimeter tief, ohne die Neigung zu verändern. Anschließend arbeiten Sie reifen Kompost oder gut verrotteten Mist auf der gesamten Fläche ein, etwa einen Eimer pro m². Ein Kultivator eignet sich dafür besonders gut.
Idealerweise erfolgt die Bodenvorbereitung etwa einen Monat vor der Bepflanzung: im Frühjahr im April oder im Frühherbst zwischen September und Oktober.
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Hanggestaltung: Welche Möglichkeiten?Welche Mulchabdeckung für einen pflegeleichten Hang?
Wenn Sie ein erfahrener Gärtner sind, müssen wir Ihnen die Vorteile des Mulchens nicht erklären. Für Gartenanfänger ist es jedoch wichtig zu wissen, dass Mulch die Pflege von Grünflächen wie Beeten oder Rabatten erleichtert, aber auch von Böschungen, die schwerer zugänglich sind. Mulch hemmt den Neuaustrieb und die Ausbreitung von Unkraut, hält die Feuchtigkeit im Boden und verlängert so die Abstände zwischen den Wassergaben, schützt den Boden vor Kälte und Hitze, verringert den Abfluss von Regenwasser und verhindert die Bildung einer Verschlämmungsschicht. Kurz gesagt: Mulch ist an einer steilen Böschung mit nährstoffarmem Boden, an der all diese Nachteile auftreten, unverzichtbar.
Natürlich können Sie eine Kunststofffolie als Mulchgewebe verwenden. Aber geben Sie zu: Sie ist weder besonders schön, da sie mit der Zeit zerfällt, noch umweltfreundlich oder biologisch abbaubar. Außerdem erstickt sie buchstäblich jede Form von Leben im Boden. Andere Alternativen sind ebenso wirksam, umweltfreundlich und nicht unbedingt teurer.
Wenn Ihre Böschung stark abfällt, ist biologisch abbaubares Mulchgewebe aus Naturfasern die interessanteste Lösung. Diese Mulchgewebe bestehen zu 100 % aus pflanzlichen Fasern, sind dick und stabil und zersetzen sich vor allem innerhalb weniger Monate – genau in der Zeit, in der sich die Pflanzen etablieren. Die Zersetzung regt die Entwicklung von Mikroorganismen und Insekten an, die für einen gesunden Boden wichtig sind. Das Gewebe lässt Luft zirkulieren und Regenwasser eindringen, verdichtet die Erde nicht und verhindert zugleich das Wachstum von Unkraut. Diese Mulchgewebe aus Flachs, Hanf, Wolle, Hanfflachs oder Jute sind zudem sehr dekorativ. Sie werden vor dem Pflanzen mit speziell dafür geeigneten Befestigungsklammern oder Nägeln verlegt.

Biologisch abbaubares Mulchgewebe ist ideal für Böschungen
Bei weniger steilen Böschungen genügt eine einfache Mulchschicht. Wählen Sie dafür lediglich feine Mulchmaterialien wie Flachsschäben, Hanfschäben oder Chinaschilf, die den Vorteil haben, sich durch Wasser zu verbinden. Oder verwenden Sie Mulch aus Rinde und Holzspänen. Natürliche Mulchmaterialien werden nach dem Pflanzen ausgebracht.
Pflanztipps
Bevor wir Ihnen einige besonders geeignete Pflanzen für eine bepflanzte Böschung vorstellen, hier ein paar Tipps:
- Für eine ästhetische, harmonische Böschung empfiehlt es sich, mehrere Pflanzen derselben Art in Gruppen zu setzen. Mit der Zeit bilden sie farbige Pflanzflächen oder -bänder. Wählen Sie am besten eine ungerade Anzahl derselben Art oder Sorte und verteilen Sie sie locker, statt sie in Reihen zu pflanzen.
- Berücksichtigen Sie beim Pflanzen die Wuchsbreite im ausgewachsenen Zustand. Pflanzen Sie dennoch ruhig etwas dichter, damit die Fläche schneller bedeckt ist. Schnellwachsende Pflanzen schließen sich schon nach einem Jahr, andere brauchen etwas länger. In der Regel ist die Böschung nach drei Jahren geschlossen.
- Stellen Sie vor dem Einpflanzen alle Pflanzen auf die Böschung und treten Sie ein wenig zurück. So können Sie die gewünschte Wirkung besser beurteilen.
- Richten Sie die Bepflanzung nach der Hangneigung aus. Ganz oben eignen sich Gräser oder kleinbleibende Sträucher. Am unteren, feuchteren und nährstoffreicheren Hangbereich pflanzen Sie am besten Bodendecker, die schöne Blütenpolster bilden. In der Mitte stabilisieren flach wachsende Pflanzen mit ihren Wurzelsystemen den Hang und halten die Erde fest.
- Bevorzugen Sie immergrüne Pflanzen, damit Ihre Böschung das ganze Jahr über attraktiv bleibt.
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Nun sind wir beim wichtigsten Schritt der Hanggestaltung angelangt: der Auswahl der Pflanzen. Und die Auswahl ist besonders groß. Diese Pflanzen sollten eher flächig und kriechend wachsen, um den Hang zu bedecken, robust und kräftig sein, mit armen, schwierigen Böden zurechtkommen, trockenheitsverträglich und vor allem pflegeleicht sein.
Hier einige Vorschläge für Stauden, Gräser und kriechende Pflanzen für einen pflegeleichten Hang. Die Auswahl richtet sich nach dem Standort.
Für einen vollsonnigen Hang
Unter den Stauden können Sie pflanzen: Frauenmantel, Blaukissen, Ziest, Sonnenröschen, Lavendel, Thymian, kriechenden Rosmarin, Katzenminze, Dost, Berg-Sandkraut, Flammenblume, Kleines Habichtskraut (Cerastium), Grasnelke (Armeria), Hauswurz (Sempervivum), Steinbrech, Sündermanns Schaumkresse (Iberis sempervirens), Fetthenne, Nelke, Färberkamille, Silbriger Beifuß …

Stauden für pflegeleichte Hänge: Blaukissen, Grasnelke, Katzenminze, Sündermanns Schaumkresse und Steinbrech
Unter den Gräsern sind besonders Stipa tenuifolia, Schaf-Schwingel und verschiedene Seggen geeignet.
Auch einige Sträucher können auf einem Hang gepflanzt werden: Bodendecker-Rose, Fächer-Zwergmispel, Hartheu (Hypericum calycinum), Heiligenkraut, Zistrose …
Für einen halbschattigen Hang
Unter den Stauden sind Duftveilchen, Waldmeister, Bergenie, Pfennig-Gilbweiderich (Lysimachia nummularia), Kleines Immergrün (Vinca minor), Horstbildende Liriope, Kriechender Günsel, Lungenkraut und Feinstrahlaster geeignet.
Unter den Sträuchern kommen Fingerkraut, immergrünes Pfaffenhütchen (Euonymus fortunei), Strauch-Geißblatt (Lonicera nitida), Kriechende Säckelblume, Sommerheide (Calluna), Winterheide (Erica), Strauchveronika (Hebe) und Hybrid-Zistrose infrage.
Für einen vollständig schattigen Hang
Christrose, Soleirolia, Pfriemen-Mastkraut, Sibirisches Vergißmeinnicht und Purpurglöckchen finden ebenfalls ihren Platz am schattigen Hang.
Einige Pflanzen gedeihen an jedem Standort. Dazu zählen Schlangenbart, Storchschnabel, insbesondere Geranium macrorrhizum, Elfenblume, Glockenblume und Schneebeere …

Storchschnabel macrorrhizum, Schlangenbart, Elfenblume und Glockenblume gedeihen an jedem Standort am Hang
Auch kriechende Pflanzen, die oft als Kletterpflanzen gelten, können einen Hang bedecken, etwa Efeu, besonders Bellecour-Efeu, Wilder Wein und Muehlenbeckia complexa …
Vergessen Sie auch nicht, überall auf dem Hang Frühjahrsblüher-Zwiebeln zu pflanzen. Jahr für Jahr verwildern sie und blühen schöner und üppiger. Auch Steingartenkoniferen wie waagerechter Wacholder, kriechende Zypresse und Spirke sind geeignet.
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