Schattigen, kühlen Gartenplatz schaffen?
Pflanzenwahl und Gartengestaltung gegen Hitze
Inhaltsverzeichnis
Unsere Sommer werden heißer und trockener. Mit wenigen Ideen entsteht eine kühle Oase für Erholung und Biodiversität.
Unsere Tipps für einen luftigen Ort zum Entspannen und Verweilen.
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Erste Beobachtungen und Bestimmungen
Wie so oft empfehlen wir Ihnen, sich die Zeit zu nehmen, einige Beobachtungen anzustellen, um einen dauerhaft kühlen Außenbereich optimal zu gestalten.
Beobachten Sie zunächst den Sonnenverlauf im Laufe eines Tages und ermitteln Sie, welche Bereiche Ihres Gartens, Ihrer Terrasse oder Ihres Balkons:
- den ganzen Tag Licht erhalten (Süd-Standort);
- teilweise beschattet sind (3 bis 4 Sonnenstunden pro Tag erhalten);
- ständig beschattet sind;
- der Rückstrahlung von Mauern oder anderen Strukturen ausgesetzt sind.
Auch der Wind-Standort hilft Ihnen bei der Wahl des passenden Platzes: Windige Bereiche sind stärker der Verdunstung ausgesetzt und bleiben daher weniger lange kühl.
Schließlich ist es wichtig, die Bodenart und die klimatischen Bedingungen auch außerhalb des Sommers zu kennen, damit Sie anschließend passende Pflanzen auswählen können.
Am besten fertigen Sie eine maßstabsgetreue Skizze an, um den zu gestaltenden und zu bepflanzenden Bereich zu bestimmen. Berücksichtigen Sie unbedingt die gesetzlich vorgeschriebenen Pflanzabstände. Berechnen Sie die benötigte Pflanzenzahl unter Berücksichtigung ihrer Höhe und Breite im ausgewachsenen Zustand, um sich den später gespendeten Schatten vorzustellen. Denken Sie auch an den erforderlichen Pflegeaufwand: Falllaub, Baumschnitt …
Weitere Informationen: Licht im Garten: Standort, Sonne, Schatten und Helligkeit, Hecken, Sträucher, Bäume: Welche Pflanzabstände?
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Der erste Schritt zur eigenen kühlen Oase ist die Wahl der passenden Gestaltungselemente für den Außenbereich. Für jeden Geschmack und jedes Budget gibt es das Richtige – von modern und imposant bis minimalistisch.
Wenn Sie genügend Platz haben, können Sie verschiedene Konstruktionen aufstellen und anschließend begrünen, etwa Lauben, Pavillons oder Pergolen. Markisen sind ebenfalls bewährte Klassiker. Für kleinere Flächen oder ein knappes Budget eignen sich ein Sonnensegel, ein Sonnenschirm oder ein Schilfdach.
Sie können die passenden Elemente für Schatten und Kühle auch selbst bauen. Entdecken Sie zum Beispiel unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Bau eines Sonnensegels.

Ergänzen Sie hohe Konstruktionen wie Pergolen und Lauben, die sich leicht begrünen lassen
Richtige Mulchmaterialien für kühlen Boden
Die Wahl der Materialien und Beläge ist ebenso wichtig, um eine kühle Wohlfühloase zu schaffen. In Städten ist das deutlich zu spüren: Beton verstärkt im Sommer die Hitze und das Gefühl, kaum Luft zu bekommen. Aber auch im Garten können Platten und Mauern glühend heiß werden und die Wärme am Abend abgeben.
Bevorzugen Sie natürliche Materialien wie Holz, Terrakotta oder Stoffe. Auch helle Farben sind empfehlenswert, da sie weniger Wärme speichern. Denken Sie daran, wenn Sie einen Bereich im Außenbereich neu streichen oder Gartenmöbel auswählen! Vermeiden Sie dagegen möglichst Gestaltungen aus Beton, Metall (zum Beispiel Blechen) und mineralischen Materialien (Kies, Steinen). Dunkle Farben fangen mehr Wärme ein und geben sie nachts wieder ab.
Ist die Gestaltung bereits fertig, können Sie den Bereich im Sommer ganz einfach mit Holzrosten, Outdoor-Teppichen oder sogar einem Stück Kunstrasen abdecken – je nach Geschmack.

Wählen Sie natürliche Materialien in hellen Farben
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Begrünung ist auf mehreren Ebenen unverzichtbar, um im Garten einen schattigen, kühlen Platz zu schaffen. Zunächst spenden Pflanzen natürlichen, mehr oder weniger gefilterten Schatten. Außerdem mildern sie die Reflexion der UV-Strahlen. Durch die Verdunstung über ihr Laub tragen Pflanzen zur Abkühlung bei: Das aufgenommene Wasser wird teilweise an die Luft abgegeben und erhöht dadurch die Luftfeuchtigkeit. Ein ausgewachsener Baum verdunstet täglich 450 Liter Wasser – ungefähr so viel wie fünf Klimaanlagen in 20 Betriebsstunden. Nicht zuletzt setzen sie natürlich einen ästhetischen Akzent und verwandeln einen Bereich im Handumdrehen in einen Mini-Dschungel oder Wald.
Um Ihre Bepflanzung optimal zu gestalten und möglichst viel Kühle und Schatten zu schaffen, sollten Sie mit verschiedenen Volumen und Höhen arbeiten und auf allen Stufen für Dichte sorgen. Das erklärt Serge Schall in seinem Buch „Den Garten in eine kühle Oase verwandeln“. Kombinieren Sie Bäume, Sträucher, Kletterpflanzen, Stauden und Bodendecker, um möglichst viel Raum zu füllen. Nach demselben Prinzip können Sie auf einer Terrasse, einem Balkon oder in einem Innenhof Töpfe, Pflanzkästen, Hängeampeln und Kletterpflanzen einsetzen, um auf mehreren Ebenen für Kühle und Schatten zu sorgen.

Ein dicht bepflanzter Garten mit verschiedenen Schichten spendet Kühle
Verschiedene Pflanzenarten auswählen
Was pflanzen, um im Garten eine kühlende, schattige Oase zu schaffen? Ideal ist es, besonders bei wenig Platz, multifunktionale Pflanzen mit mehreren Vorzügen zu wählen. Duft, Blüte, Frucht, Nutzen für Insekten und Vögel … Sie haben die Wahl!
Wählen Sie immergrüne Gehölze, wenn Sie zu jeder Jahreszeit einen Schattenbereich schaffen möchten, oder sommergrüne Pflanzen, die im Winter Licht durchlassen. Eine Mischung aus beidem sorgt für eine größere Vielfalt an Blättern.
Achtung: Einige Gehölze haben Nachteile und sollten nicht in der Nähe von Möbeln und Wegen gepflanzt werden: färbende Früchte, unangenehmer Geruch, scharfe Dornen, allergener Pollen, stark wachsende Wurzeln usw. Mehr dazu: Welche Bäume sollte man nicht neben einer Terrasse pflanzen?
Die Bäume
Mit einem oder mehreren Bäumen bringen Sie Höhe in den Garten und schaffen ein Kronendach wie im Wald. Wählen Sie Bäume mit natürlicher Schirmform. Setzen Sie möglichst auf schnell wachsende Arten, damit Sie nicht viele Jahre auf den gewünschten Effekt warten müssen.
Geeignet sind zum Beispiel eine Pinie, eine Trauerweide, ein Weißer Maulbeerbaum, eine Stiel-Eiche, ein Spitz-Ahorn, eine Gewöhnliche Rosskastanie, eine Leyland-Zypresse, ein Eukalyptus oder ein Trompetenbaum.
→ Lesen Sie auch: 8 Bäume mit Schirmkrone, Bäume mit hängender Wuchsform, Bäume und Sträucher: verschiedene Wuchsformen
→ Hören Sie auch unseren Podcast über unsere liebsten Schattenbäume:
Die Sträucher
Große oder kleine Sträucher, mit hängender Wuchsform oder Schirmform, sommergrün oder immergrün … Hier finden Sie für jeden Geschmack und Bedarf die passende Pflanze. Kompakte, klein bleibende Sorten eignen sich auch für die Kultur im Topf oder großen Kübel.
Pflanzen Sie an schattigen oder halbschattigen Standorten unter Bäumen Hortensie, Hortensie, Kamelie, Aukube, Japanische Wollmispel, Schirm-Magnolie, Judasbaum, Beales Mahonie, Schleimbeere oder Fuchsie. Albizia, Seidenakazie, Kräuselmyrte und Kugel-Robinie benötigen dagegen mehr Licht und Sonne.
Die Kletterpflanzen
Kletterpflanzen verringern die Sonnenreflexion auf mineralischen Flächen (Mauern, Stein, Fassaden …) und bieten dadurch einen wirksamen Hitzeschutz. Wählen Sie Arten mit dichtem Laub, das die brennenden Sonnenstrahlen abschirmt. Kletterpflanzen mit eigener Kletterhilfe (windende Triebe, Haftscheiben …) lassen sich leichter pflanzen, da sie keine aufwendige Rankhilfe benötigen. Sie können sie aber auch problemlos an einer vorhandenen Konstruktion wie einer Pergola oder einem Pavillon emporleiten.
Geeignet sind zum Beispiel Wilder Wein, Passionsblume, Hopfen, Sternjasmin, Geißblatt oder Amerikanische Klettertrompete.
Die großen Stauden
Unter größeren Pflanzen sollten die gewählten Stauden Schatten oder gedämpftes Licht vertragen. Wenn manche Blätter im Tagesverlauf Sonne und Licht durchlassen, können Sie auch Pflanzen für den Halbschatten wählen.
Wählen Sie aus Akanthus, Akanthus, Japan-Herbst-Anemone, Prachtspiere, Frauenfarn, Silberkerze, Wurmfarn oder Riesen-Funkie.
Die Bodendecker
Bodendecker wirken wie eine natürliche Mulchschicht: Sie schützen den Boden vor dem Austrocknen, indem sie die Verdunstung begrenzen.
Pflanzen Sie Segge, Elfenblume, Bergenie, Großblättriges Kaukasusvergissmeinnicht, Günsel, Japangras, Purpurglöckchen, Storchschnabel, Immergrün, Tüpfelfarn, Salomonssiegel, Stiefmütterchen, Haselwurz, Schlangenbart oder Lerchensporn.
Mit Wasser für mehr Frische
Für eine möglichst frische Atmosphäre sorgen Wasserspiele wie Springbrunnen, Wasserfälle oder Teiche (idealerweise im geschlossenen Kreislauf). Die zusätzliche Luftfeuchtigkeit und das angenehme Plätschern kühlen den Bereich. Wenn das nicht möglich ist oder Sie in einer Region mit lästigen Tigermücken leben, können Sie auch mit Elementen spielen, die über die Sinne an Wasser erinnern.
- Bei den Farben setzen Sie auf Blau und Wassergrün für Töpfe, Möbel oder kleine Dekorationen.
- Bringen Sie Windspiele an, die im Wind schwingen und ein Gefühl von Frische vermitteln.
- Integrieren Sie transparente Materialien (Harz, Glas, Kugeln …), die an Wasser erinnern und das Gefühl von Frische verstärken.
- Wählen Sie Dekorationen im Wasser- oder Meeresstil: Treibholz, Muscheln, Bambus, Skulpturen usw.

Wenn Sie kein Wasser in den Garten bringen können, bringen Sie seine Farbe hinein!
Bewässerung optimieren: Feuchtigkeit bewahren
Frische hängt von Wasser ab, und diese Ressource wird immer kostbarer. Einige einfache Maßnahmen verringern die Verdunstung und helfen Ihnen, Wasser zu sparen.
- Gießen Sie zur richtigen Zeit, früh morgens oder spät abends, um die heißesten Stunden des Tages zu vermeiden.
- Wenn möglich, installieren Sie automatische Bewässerungssysteme direkt am Fuß der Pflanzen (Tropfbewässerung oder Perlschläuche).
- Probieren Sie Ollas aus, die das Wasser durch Kapillarwirkung nach und nach in den Boden abgeben.
- Mulchen Sie den Boden (außer wenn Sie bereits Bodendecker gepflanzt haben, die dieselbe Funktion erfüllen).
- Wenn Sie genügend Platz haben, fangen Sie Regenwasser auf und sammeln Sie es in Tanks oder Fässern.
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Ollas oder Oyas: effiziente und sparsame Bewässerung

Mulch und Ollas sind gute Lösungen für einen effizienten Umgang mit Wasser
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