Sichtschutzhecke anlegen?
Unsere Tipps für eine gelungene Gestaltung und dauerhaften Sichtschutz
Inhaltsverzeichnis
Hecke als Sichtschutz: Pflanzenwahl, Pflanzung und Pflege für Garten oder Terrasse. Unsere Tipps für einen schönen, dauerhaften Sichtschutz.
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Bedürfnisse und Wünsche vorab klären
Vor einer Sichtschutzhecke sollten Sie klären:
- Welche Bereiche sollen geschützt werden?
- Ganzjähriger Schutz oder nur im Sommer?
- Welche Standortbedingungen gelten (Boden, Klima, Standort)?
- Welcher Heckenstil gefällt Ihnen (einfarbig oder bunt, klassisch oder ländlich, blühend, fruchttragend oder belaubt)?
So finden Sie passende Sträucher.
Beachten Sie auch frühzeitig die Folgen einer Sichtschutzhecke im Garten: Schatten, veränderte Luftströme und Wurzelwachstum. Prüfen Sie Standort und Größe sorgfältig.

Einfarbige, blühende oder belaubte Hecke
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Für eine Sichtschutzhecke ist die Auswahl an Arten und Sorten groß. Sobald Sie die zuvor aufgeführten Fragen beantwortet haben, wissen Sie genauer, welche Pflanzen sich für Ihr Vorhaben am besten eignen.
Wenn Sie sich nicht entscheiden möchten, entdecken Sie unsere Pakete mit immergrünen Sichtschutzhecken. Sie enthalten mehrere Straucharten, die sich perfekt für diesen Zweck eignen.
Die wichtigsten Eigenschaften
Damit eine Hecke zuverlässig vor neugierigen Blicken schützt, sollten die Sträucher mehrere wichtige Kriterien erfüllen:
- recht schnelles Wachstum, damit Sie nicht mehrere Jahre warten müssen
- ausreichende Höhe (mindestens Mannshöhe), aber nicht zu hoch (2 Meter genügen meist)
- dichtes, kräftiges Laub
- einfache Kultur
- immergrünes Laub, wenn die Hecke ganzjährig Sichtschutz bieten soll
Einartige oder gemischte Hecke?
Einartige oder monotypische Hecken bestehen aus nur einer Strauchart. Sie sind die klassischste Form, typisch für französische Gärten und oft schnurgerade geschnitten.
Meist bestehen sie aus beliebten Sträuchern wie Kirschlorbeer, Lebensbaum oder Zwergmispel.
Vorteile:
- perfekter Sichtschutz
- saubere, gleichmäßige grüne Wand
- einheitlicher Pflegeaufwand auf der gesamten Länge
Nachteile:
- Bei Krankheiten oder Schädlingsbefall kann die gesamte Hecke schnell betroffen sein und absterben
- regelmäßiger Rückschnitt, damit die Hecke ordentlich bleibt
- schnellere Verarmung des Bodens durch die Monokultur
- monotoner, starrer Stil
- wenig förderlich für die Biodiversität
Eine gemischte Hecke besteht dagegen aus mehreren verschiedenen Straucharten. Sie kann immergrün sein oder sommergrüne und marzeszente Arten kombinieren (deren Laub vertrocknet, aber an der Pflanze bleibt).
Vorteile:
- Bei Krankheiten oder Schädlingsbefall ist das Risiko geringer, die gesamte Hecke zu verlieren
- fördert die Biodiversität im Garten, da sie Tieren und Nützlingen Nahrung und Unterschlupf bietet
- vielseitig: Nach den Prinzipien der Permakultur kann sie mehrere Funktionen erfüllen (Produktion essbarer Früchte, Blüten, Biomasse …)
- natürlicher Stil
Nachteile:
- artspezifische Pflege
Einige Arten für eine schöne Sichtschutzhecke
Je nach Boden (lehmig, sandig, mager, kalkhaltig …), Klima (strenge Winter, Meeresbrise, Wind, Luftverschmutzung …) und Standort (Sonne, Schatten …) finden Sie hier Ideen für einen wirksamen Sichtschutz.
- Für einen Küstengarten: Japanischer Spindelstrauch, Andenstrauch, Orangenblume, Klebsame oder Griseline, die Meeresbrise gut vertragen.
- Für kaltes Klima: Himalaya-Zeder, Schneeball, Bambus und Aukube, die sehr winterhart sind.
- Für Terrassen und Balkone: Orangenblume, Schirmbambus und Andenstrauch, die im Topf kultiviert werden können.
- Für kleine Flächen eignen sich Kletterpflanzen wie Gewöhnlicher Efeu, Geißblatt oder Sternjasmin, die lediglich eine hohe Rankhilfe wie Gitter oder Spalier benötigen.
- Für einen Stadtgarten: Ölweide, Schirmbambus, Zwergmispel und Lorbeerschneeball, die unempfindlich gegenüber Luftverschmutzung sind.
- Für Sichtschutz nur während der warmen Jahreszeit: Chinaschilf, Hainbuche, Hartriegel und Rotbuche, mit halbimmergrünem, sommergrünem oder marzeszentem Laub.
- Für eine schützende Hecke (nicht in der Nähe von Wegen) eignen sich Berberitze, Beales Mahonie, Feuerdorn und Sanddorn, deren Dornen scharf sind.
- Für besonders kräftige Farben sorgen die leuchtenden Blätter von Glanzmispel sowie panaschierten Sorten von Klebsame und Aukube.

Aukube, Andenstrauch (Foto L. Enking), Klebsame, Feuerdorn, Schirmbambus, Glanzmispel und Hainbuche (Carpinus betulus)
Sichtschutzhecke pflanzen
Eine Hecke ist eine Reihe aus Sträuchern, die einen Garten abgrenzt. Damit diese Reihe ihre Funktion erfüllt und neugierige Blicke wirksam abschirmt, sollten Sie bei der Pflanzung einige einfache Grundsätze beachten.
Der richtige Zeitpunkt
Nachdem Sie den Standort Ihrer Hecke ausgewählt haben, pflanzen Sie zum geeigneten Zeitpunkt, in der Regel im Herbst, damit die Pflanzen optimal anwurzeln können. Der beste Zeitpunkt hängt jedoch auch von der Lieferform Ihrer Sträucher ab.
Wurzelnackte Sträucher und solche mit Wurzelballen haben in der Regel die besten Chancen, schnell anzuwachsen. Sie werden im Herbst, etwa im Oktober und November, außerhalb von Frostperioden gepflanzt. Achten Sie darauf, sie möglichst schnell nach dem Kauf oder Erhalt zu pflanzen, und führen Sie ein Wurzelpralinieren durch.
Sträucher im Topf oder Container können dagegen fast das ganze Jahr über gepflanzt werden, sofern kein Frost oder starke Trockenheit herrscht. Sie können bis zur Pflanzung warten. Tauchen Sie den Wurzelballen kurz vor dem Pflanzen einfach in einen Eimer Wasser, damit sich das Wurzelsystem wieder mit Wasser vollsaugt.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber « Heckensträucher: wurzelnackt, mit Wurzelballen, im Anzuchttopf oder Topf – was wählen?».
Pflanzabstände
Damit die Hecke vor Blicken schützt, muss sie auf ihrer gesamten Höhe dicht sein. Kleinere Bereiche lassen sich mit einer einzigen, relativ dicht gepflanzten Sträucherreihe abschirmen.
Für größere Bereiche ist eine Tiefe von mindestens 60 bis 80 cm erforderlich. Ideal ist es, die Sträucher hier in 2 Reihen zu pflanzen:
- versetzt oder im Zickzack, damit die Pflanzen auch auf begrenztem Raum genügend Platz für ihre Entwicklung haben
- in einer Reihe, mit kompakt wachsenden Sorten vorne und größeren oder immergrünen Sträuchern dahinter, wenn ausreichend Platz vorhanden ist
Die Abstände zwischen den Pflanzen hängen von ihrer Wuchsbreite im ausgewachsenen Zustand und von der jeweiligen Art ab. Im Allgemeinen empfiehlt sich ein Abstand von mindestens 50 bis 60 cm zwischen den einzelnen Heckensträuchern.
Beachten Sie zusätzlich zu den Pflanzabständen auch die gesetzlichen Abstände zu Straßen, Nachbargrundstücken, nahe gelegenen Bauwerken usw. Für einen Strauch beträgt der Abstand zur Grundstücksgrenze in der Regel mindestens 50 cm, bei Sträuchern über 2 m Höhe oder bei Bäumen jedoch deutlich mehr.
Weitere Tipps finden Sie in den Artikeln « Hecken, Sträucher, Bäume: Welche Pflanzabstände gelten?» und « Bäume und Sträucher pflanzen: Was sagt das Gesetz? ».
Hecke pflanzen: So geht’s
- Bereiten Sie die Pflanzfläche vor, indem Sie sie bei Bedarf von Unkraut befreien und den Boden lockern.
- Heben Sie einen Graben oder Pflanzlöcher aus, die etwa anderthalbmal so tief und breit wie das Wurzelsystem Ihrer Pflanzen sind. Arbeiten Sie reifen Gartenkompost oder Mist ein, um den Boden anzureichern und das Wachstum zu fördern.
- Setzen Sie die Sträucher gerade und stabil in den Graben oder die Pflanzlöcher. An windigen Standorten können Sie sie zusätzlich anbinden.
- Füllen Sie die Pflanzlöcher wieder auf, treten Sie die Erde rund um die Pflanzen an und gießen Sie reichlich.
- Schützen Sie den Fuß der Pflanzen mit einer Mulchschicht aus Laub, Kiefernrinde usw. So wird das Unkrautwachstum verhindert und die jungen Pflanzen vor Trockenheit und Kälte geschützt.
Weitere ausführliche Tipps finden Sie im Artikel « Wie pflanzt man eine Hecke?»

Pflanzung im Zickzack in zwei Reihen oder in einer Reihe
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Wenn Sie, wie von uns empfohlen, pflegeleichte Sträucher wählen, sollte ihre Pflege nicht allzu aufwendig sein. Der erforderliche Zeit- und Arbeitsaufwand hängt vor allem von der Art der Hecke ab.
Der Rückschnitt
Freie Hecken können natürlich wachsen, während eine klassische Hecke regelmäßig geschnitten werden muss, damit sie ihre harmonische Form behält.
In der Regel sorgt ein- bis zweimaliges Schneiden pro Jahr, im Herbst und im Frühjahr, für ein gleichmäßiges Erscheinungsbild und verhindert, dass sich die Sträucher ungeordnet entwickeln.
Wenn Sie sommergrüne oder blühende Sträucher gewählt haben, kann es am Saisonende nötig sein, abgefallene Blätter und verwelkte Blüten zu entfernen.
Beachten Sie, dass Vögel etwa ab Mitte März bis Ende Juli brüten. Die LPO (Vogelschutzorganisation) empfiehlt daher, in diesem Zeitraum auf jeden Heckenschnitt zu verzichten.

Geschnittene oder freie Hecke
Das Gießen
In den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung sollte regelmäßig gegossen werden, da die Wurzeln der Sträucher noch nicht ausreichend entwickelt sind, um selbstständig Wasser aus dem Boden aufzunehmen. Bei Trockenheit sollten Sie häufiger gießen.
Sie können auch eine automatische Bewässerung installieren, die Ihnen langfristig viel Zeit und Arbeit spart.
Weitere Pflegemaßnahmen
Im Herbst können Sie eine Handvoll gut verrotteten Kompost oder Dünger für Bäume und Sträucher ausbringen, um das Wachstum Ihrer Pflanzen anzuregen.
Die Mulchschicht am Fuß Ihrer Sträucher verschwindet im Laufe der Monate oder Jahre allmählich. Sie können sie erneuern oder niedrige mehrjährige Pflanzen setzen, die langfristig Schutz und eine ansprechende Optik verbinden.
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