Welche Pflanzen passen zur Gurke?
Begleitpflanzen der Gurke
Inhaltsverzeichnis
Die Gurke (Cucumis sativus) aus der Familie der Kürbisgewächse wächst kriechend und bildet Ranken von 2 bis 3 m. Deshalb sollte sie im kleinen wie im großen Garten an Stäben oder einem Gitter senkrecht wachsen – so bleibt Platz für weiteres Gemüse. Hier kommt die Mischkultur ins Spiel. Wenn Sie Gurken gepflanzt haben, fragen Sie sich daher zu Recht, welches Gemüse sich als Nachbar eignet. Entdecken Sie Gemüse, Kräuter und Blumen, die gut mit Gurken harmonieren.
Mehr erfahren: Gurke und Einlegegurke: Aussaat, Pflanzung, Anbau, Rückschnitt
Was ist Mischkultur?
Mischkultur: Pflanzen nebeneinander setzen, andere fernhalten. Das spart Platz und fördert Schutz sowie Bestäubung, doch Boden und Klima entscheiden.
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Boden im Gemüsegarten mit Leguminosen verbessern?Rettich und Kopfsalat für kleine Gärten
Die Gurke bildet Ranken, mit denen sie sich um jede beliebige Stütze windet. Ein Glücksfall für Gärtner mit wenig Platz. Denn Gurken eignen sich hervorragend für die Erziehung an Stäben oder Rankhilfen an einem Gitter oder Spalier. Der vertikale Anbau spart Platz. Außerdem schützt er die Pflanzen und Fruchtgemüse vor Fäulnis, da die Gurken den Boden nicht berühren und keiner Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Um die Feuchtigkeit zu bewahren und das für ein gutes Gurkenwachstum wichtige Gießen zu optimieren sowie Unkrautwuchs einzudämmen, empfiehlt sich eine Mulchschicht.
Dieses hochwachsende Kürbisgewächs lässt sich auch mit niedrig wachsenden Gemüsearten mit kurzer Kulturdauer kombinieren. Und zwar um Platz und Zeit zu sparen. Deshalb ist es sinnvoll, Salate wie Kopfsalat am Fuß hochwachsender Gurken zu pflanzen. Auch Rettich lässt sich säen. Laut einigen Garten-Websites kann er den Gurkenkäfer vertreiben, einen Schädling, auf den wir noch eingehen werden. Auch wenn diese allelopathische Wirkung nicht belegt ist, spart die Kombination von Rettich und Gurke ebenfalls Platz und Zeit. Außerdem spendet das Gurkenlaub Salat und Rettich Schatten. Letztere profitieren zudem vom Wasser, mit dem die Gurken versorgt werden.

Rettich und Kopfsalat am Fuß von Gurken anzubauen, spart Platz
Brokkoli und Mais gegen Gurkenkäfer
Gestreifter Gurkenkäfer (Acalymna vittatum): Symptome, biologische Bekämpfung und Mischkultur mit Mais und Brokkoli gegen den Schädling.
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Bohne, Erbse und Ackerbohne gehören zur Familie der Hülsenfrüchtler, auch Leguminosen genannt. Diese Pflanzen können Luftstickstoff binden, statt ihn dem Boden zu entziehen. Tatsächlich gehen Leguminosen eine Symbiose mit einem Bakterium der Gattung Rhizobium im Boden ein, dem sie mithilfe der Photosynthese gebildete Kohlenstoffverbindungen liefern. Im Gegenzug versorgen die Bakterien, die sich an den Knöllchen der Wurzeln von Leguminosen ansiedeln, die Pflanze mit aus der Atmosphäre gewonnenem Stickstoff. So wird der Boden mit Stickstoff angereichert. Wer diese Leguminosen im Rahmen einer Fruchtfolge an verschiedenen Stellen im Garten anbaut, reichert nach und nach den gesamten Boden an.
Doch auch der Anbau nährstoffhungriger Gemüse wie Gurke in der Nähe von Hülsenfrüchtlern bietet kurzfristig Vorteile. Denn Gurken profitieren von dieser kostenlosen, kontinuierlichen Stickstoffzufuhr. Säen Sie daher ruhig Bohnen und Kichererbsen direkt neben Gurken oder pflanzen Sie Ihre Gurkenjungpflanzen in der Nähe von Erbsen, Riesigen Erbsen und Ackerbohnen aus. Achten Sie jedoch auf die jeweiligen Bedürfnisse: Die Gurke braucht viel Wasser, die Kichererbse dagegen kaum.
Kräuter gegen Schadinsekten
Zu den wichtigsten Schädlingen an Gurken zählen Blattläuse, Thripse und Weiße Fliegen. Diese Parasiten sind für Gurken zwar nicht unbedingt tödlich, können jedoch ihre Gesundheit und Fruchtbildung beeinträchtigen. Wer neben Gurkenpflanzen Kräuter anbaut, kann einem Befall vorbeugen. Einige Pflanzen sind zudem für ihre abschreckende Wirkung bekannt. Der Duft ihrer Blätter und Blüten verwirrt die Schädlinge gewissermaßen und erschwert ihnen die Orientierung. Gegen Blattläuse gelten unter anderem Dill, Basilikum, Thymian, Rosmarin, Minze, Kerbel, Liebstöckel, Melisse, Bohnenkraut, Koriander und Zitronenstrauch. Vorsicht: Einige, darunter Minze, Melisse und Liebstöckel, breiten sich stark aus. Daher kultiviert man sie besser im Topf.

Die Kombination von Gurken und Kräutern begrenzt den Befall durch Schädlinge
Schnittlauch soll außerdem die Ansiedlung von Mehltau verhindern, einer Pilzkrankheit, die Gurken in feuchtwarmen Jahren gelegentlich befällt. Noch zu prüfen…
Welche Blumen neben Gurken pflanzen?
Die Gurke ist eine monözische Pflanze, das heißt: Eine einzige Pflanze trägt gleichzeitig weibliche und männliche Blüten. Die weiblichen Blüten können daher durch den Pollen der männlichen Blüten derselben Pflanze über Bienen und andere bestäubende Insekten befruchtet werden. Bienen transportieren den Pollen jedoch auch von einer Gurkenpflanze zur anderen und ermöglichen so eine Fremdbestäubung. Logischerweise gilt also: Ohne Bienen keine Gurken!
Deshalb ist es wichtig, Bienen in den Gemüsegarten zu locken. Dies gelingt durch das Pflanzen oder Säen von Pflanzen, deren Blüten als besonders bienenfreundlich gelten. Dazu gehören Borretsch, die Gemeine Schafgarbe, Duftnessel, Wasserdost, Rainfarn-Büschelschön, Schmuckkörbchen, Sonnenblume, Katzenminze und Garten-Zinnie. Ihr Gemüsegarten wird dadurch blühen, dekorativ aussehen und von zahlreichen Bienen besucht werden.

Um die Bestäubung der Gurken zu fördern, pflanzen Sie bienenfreundliche Blumen in den Gemüsegarten!
Zu beachten ist außerdem, dass die Ringelblume Weiße Fliegen und Blattläuse fernhält. Als Blattlausmagnet können Sie auch Große Kapuzinerkresse in der Nähe der Gurken säen. Diese hält zudem Weiße Fliegen fern. Ebenso locken Studentenblumen auch Schwebfliegen an, die Blattläuse fressen.
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