Zieht Kompost Ratten an?

Zieht Kompost Ratten an?

Ratten im Kompost erkennen und fernhalten

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 9. Dezember 2025  durch Pascale 5 min.

Ratte oder Maus am Kompost? So halten Sie Ratten vom Kompost fern: Tipps gegen Nager im Kompost.

Schwierigkeit

Warum habe ich Ratten oder andere Nagetiere im Garten?

Zu Beginn ist es vielleicht sinnvoll, die kleinen Nagetiere zu unterscheiden, die im Garten oder Gemüsegarten vorkommen. Denn diese kleinen Säugetiere sind sehr flink, und manchmal ist es schwierig, sie eindeutig zu bestimmen!

Die Maus ist graubraun und hat große, runde Ohren sowie einen langen Schwanz. Die Feldmaus ist zweifarbig: Rücken und Kopf sind beige, der Bauch ist weiß. Die Ratte, das besonders ungeliebte Nagetier, ist deutlich größer als Maus und Feldmaus (vor allem die Wanderratte, auch Kanalratte genannt). Im Garten begegnen Sie eher der Hausratte (Rattus rattus), auch Feldratte genannt, besonders wenn Sie einen Hühnerstall haben! Sie ist kleiner als ihre Verwandte aus der Kanalisation und hat einen längeren Schwanz sowie größere Augen und Ohren.

Die Schermaus oder Wühlratte hat ein dunkelbraunes Fell und einen relativ kurzen Schwanz; ihre Schnauze ist rund. Sie lebt überwiegend unter der Erde, wo sie Gänge gräbt, sodass man ihr kaum begegnet (etwa im Kompost). Oder doch?

Die Spitzmaus erkennt man sofort an ihrer spitzen, langen Schnauze und den winzigen schwarzen Augen. Der wichtigste Unterschied liegt jedoch in ihrer Ernährung: Die Spitzmaus ist insektenfressend, während Mäuse, Ratten und Feldmäuse zu den Allesfressern gehören.

Ratte und Kompost

Ratte, Maus, Schermaus und Spitzmaus

Alle können sich in Ihrem Garten niederlassen – angelockt vom schmackhaften Gemüse, das dort wächst (Scher- und Feldmäuse), vom Futter Ihrer Hühner (Mäuse und Ratten) oder von herumliegenden Abfällen und Resten. Auch Kompost ist für sie sehr attraktiv.

Spitzmäuse sind dagegen gern gesehen, da sie Sie von Schädlingen wie Nacktschnecken und Schnecken befreien.

Weitere Informationen zu diesen kleinen Tieren finden Sie in unseren Artikeln:

Zieht Kompost Ratten an?

Unbestreitbar kann Kompost Ratten, aber auch Mäuse oder Feldmäuse anlocken. Ganz einfach, weil sie dort alles finden, was diese kleinen Nagetiere glücklich macht! Ratten besiedeln den Kompost vor allem, weil sie dort Unterkunft und Nahrung finden.

  • Der Kompost befindet sich oft weit vom Haus entfernt, am hinteren Ende des Gartens. Das ist ein angenehmer Ort, fern vom Kommen und Gehen der Familienmitglieder, an dem sie in aller Sicherheit Schutz finden. Besonders im Winter suchen sie einen Ort, an dem sie mehr oder weniger überwintern können. Daher beziehen Ratten den Kompostbehälter oft im Herbst. Es ist also durchaus möglich, dass Sie ein Rattennest entdecken, denn dort ist es ausgesprochen gemütlich!
  • Der Komposter ist ein Selbstbedienungs-Buffet, in dem Ratten organische Abfälle, Obst- und Gemüseschalen, Speisereste, Eierschalen … in Hülle und Fülle finden.
  • Bei der Zersetzung erzeugen organische Abfälle Wärme. Diese Wärme ist ideal, um ihre Jungen aufzuziehen.

Ratte und Kompost

Eine Ratte im Kompost kann jedoch auch als etwas Positives gesehen werden, denn beim Wühlen wendet und belüftet sie ihn. Außerdem stellt sie eigentlich keine wirkliche Gefahr dar. Am störendsten ist wohl die mögliche Vermehrung – ein Argument, das ebenso für Ratten und Mäuse gilt.

Auch die Spitzmaus ist im Kompost nicht unbedingt willkommen, denn sie frisst dort Regenwürmer und Rosenkäferlarven, die für die Zersetzung organischer Stoffe sehr nützlich sind.

Ratten im Kompost vermeiden: Das sollten Sie meiden

Was fressen Ratten? Sie sind Allesfresser und mögen Kompostabfälle. Vermeiden Sie Brot, Fleisch, Fisch, Pasta und Reis; vergraben Sie Gemüsereste im Kompost.

Ratten vom Kompost fernhalten?

Und vor allem sollten Sie verhindern, dass sie in den Komposter gelangen und sich dort dauerhaft ansiedeln! Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: Neben der Pflege spielt auch die Ausstattung eine wichtige Rolle.

Zunächst empfiehlt sich ein geschlossener Komposter, denn der Deckel ist für eine Ratte ein zusätzliches Hindernis! Wenn Sie Ihren Komposter aus Brettern mit Zwischenräumen gebaut haben, durch die Luft eindringt, sollten Sie den Boden und die Wände mit einem feinmaschigen Gitter aus verzinktem Stahl auskleiden. Dieses Gitter verhindert, dass Nagetiere eindringen.

Ratte und Kompost

Der Komposter sollte geschlossen sein, um Ratten fernzuhalten

Wenn Sie sich für einen Kunststoffkomposter entscheiden, vergessen Sie nicht, Schutzgitter gegen Nagetiere anzubringen, die die Lüftungsöffnungen verschließen. Stellen Sie den Komposter außerdem auf ein Schutzgitter für den Boden: Es lässt Regenwürmer und andere Bodeninsekten nach oben gelangen, hindert Ratten aber am Zugang zum Kompost. Einige Komposter sind bereits mit solchen Schutzelementen ausgestattet.

Schließlich helfen einige wichtige Maßnahmen für guten Kompost dabei, Ratten fernzuhalten:

  • Regelmäßiges Durchmischen des Komposts fördert die Zersetzung, indem es Luft zuführt. Dieser einfache Arbeitsschritt mit der Gabel kann Eindringlinge abschrecken.
  • Das Befeuchten des Komposts kann nötig sein, wenn Sie zu viele braune oder trockene Abfälle eingefüllt haben oder es heiß ist. Auch diese Wasserzugabe (nicht zu viel) kann Ratten abschrecken.

Und wenn sich Ratten wirklich einnisten?

Manchmal finden Ratten den Kompost so angenehm, dass sie sich dort niederlassen, ein Nest bauen und Junge bekommen. Das zeigt, dass Sie Ihren Kompost vielleicht nicht oft genug aufsuchen! Ab 1. Januar 2024 dürfen organische Abfälle nicht mehr in den Restmüll. Beginnen Sie daher am besten jetzt mit dem Kompostieren. Durch häufige Kontrollgänge vertreiben Sie die vierbeinigen Untermieter schnell!

Sonst bleibt noch das Einfangen! Aus Tierschutzgründen sollten Sie auf tödliche Fallen verzichten und Lebendfallen verwenden. Die Ratte wird mit einem Köder in einer Falle gefangen und weit vom Kompost entfernt freigelassen.

Auch eine Katze kann helfen – zum Schmusen und Schnurren, aber auch gegen Ratten. Selbst wenn manche Katzen (wie meine!) sie weder fangen noch fressen, vertreibt allein ihre Anwesenheit die Nager.

Andere Jäger wie der Waldkauz oder die Schleiereule machen sich über die unerwünschten Ratten her. Locken Sie sie mit speziellen Nistkästen an, die hoch oben in großen Bäumen oder in einer Scheune angebracht werden.

Schließlich können Sie rund um den Kompost Pflanzen mit nachweislich abschreckender Wirkung (zumindest gegen Wühlmäuse) setzen, etwa Freilandgloxinie, Kaiserkrone oder Kreuzblättrige Wolfsmilch. Auch Kräuter wie Minze können Ratten stören, ebenso Schwarzer-Holunder-Jauche. Eine Garantie gibt es jedoch nicht!

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Ratten im Kompost: Wie man sie vertreibt