Kumquat: Anbau, Pflege und Ernte

Kumquat: Anbau, Pflege und Ernte

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 21. September 2025  durch Alexandra 15 min.

Kumquat kurz erklärt

  • Die Kumquat trägt dekorative Früchte, die wie Mini-Orangen aussehen
  • Sie gehört zu den wenigen Zitrusfrüchten, deren Früchte mit Schale essbar sind. Ihr süß-säuerlicher Geschmack ist beliebt
  • Im Frühjahr trägt die Kumquat kleine, duftende weiße Blüten
  • Sie hat immergrüne, dunkelgrüne, glänzende Blätter
  • Diese Zitrusfrucht eignet sich sehr gut für die Topfkultur und kann in milden Regionen ins Freiland gepflanzt werden
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Kumquat: Immergrüner Strauch mit süß-säuerlichen Früchten, die samt Schale essbar sind. Tipps zu Sorten, Pflege, Überwinterung und Ernte.

Botanisch

Steckbrief

  • Gebräuchlicher Name Kumquat
  • Blüte zwischen April und Juni
  • Height bis 3–4 m
  • Exposition sonnig
  • Art des Bodens durchlässig, nährstoffreich, kalkfrei
  • Winterhärte verträgt –10 °C, die Früchte erfrieren jedoch ab –4 °C

Die Kumquat ist eine hübsche Zitrusfrucht mit kleinen, ovalen Früchten, die süß und säuerlich schmecken und mitsamt Schale gegessen werden. Sie besitzt immergrünes, grünes, glänzendes Laub und eine duftende, weiße Blüte. Die Kumquat stammt aus Asien, insbesondere aus Südchina, wo sie in feuchten Wäldern wächst. Schon seit langer Zeit wird sie auch in anderen Ländern Südostasiens kultiviert: Malaysia, Hongkong, Myanmar, Japan, Taiwan, Philippinen …

Der Name Kumquat stammt aus dem Kantonesischen gām-gwāt und bedeutet „goldene Orange“. 1846 wurde sie vom englischen Botaniker Robert Fortune (1812–1880) nach Europa eingeführt. Ihm verdankt sie ihren wissenschaftlichen Namen Fortunella. Nach neuesten Untersuchungen werden Kumquats jedoch der Gattung Citrus zugeordnet, ebenso wie Zitronen-, Mandarinen- und Orangenbäume.

Die Kumquat gehört zu den winterhärtesten Zitrusfrüchten: Sie verträgt Temperaturen bis –10 °C, ihre Früchte sind jedoch sehr kälteempfindlich. Zumal sie im Herbst und Winter erscheinen! Damit Sie sie genießen können, sollten Sie den Strauch deshalb zum Überwintern ins Haus holen.

Botanische Illustration einer Kumquat

Fortunella japonica (W. Fitch – Wellcome Collection)

Die Kumquat gehört zur botanischen Familie der Zitrusfrüchte, den Rutaceae, die 1.730 Arten umfasst. Die Wein-Raute, Ruta graveolens, gab dieser Familie ihren Namen. Rutaceae besitzen meist aromatische Drüsen in ihrem Gewebe, die ätherische Öle enthalten … Das erklärt, warum viele dieser Pflanzen duftendes Laub haben. Auch ihre Blüten duften häufig, während die Früchte einen ausgeprägten, säuerlichen (Zitrusfrüchte) oder würzigen Geschmack (Zanthoxylum) besitzen. Zahlreiche Pflanzen dieser Familie enthalten ätherische Öle in ihrem Gewebe. Dazu gehören auch weitere Zierpflanzen wie die Orangenblume oder die Skimmie.

Heute wird die Kumquat in Asien, Florida, Griechenland (vor allem auf Korfu) und Südfrankreich kultiviert. Am häufigsten werden Fortunella margarita, Fortunella japonica und Fortunella obovata angebaut. Durch die Kreuzung der Kumquat mit anderen Zitrusfrüchten sind neue Sorten entstanden, etwa die Calamondinorange (Kreuzung aus Kumquat und Mandarinenbaum), die Limequat (Kreuzung mit einem Zitronenbaum) oder die Orangequat (Kreuzung mit einem Orangenbaum).

Die Kumquat wächst langsam und entwickelt sich zu einem Strauch mit recht rundlicher Wuchsform. Sie kann bis zu 4 m hoch werden. In Kultur, insbesondere im Topf, bleibt sie jedoch meist unter 2 m Höhe. Die Zweige der Kumquat tragen manchmal Dornen.

Die Kumquat blüht meist im Frühjahr, zwischen April und Juni oder Juli. Die Blüten sind hübsch, klein und sehr schlicht geformt. Auch ihr Duft ist bemerkenswert! Sie bestehen aus fünf weißen Blütenblättern, die ein Büschel Staubblätter (männliche Organe, die Pollen abgeben) umgeben. In der Mitte befindet sich ein Stempel (weibliches Organ, das Pollen aufnimmt). Die Blüten können einzeln stehen oder in kleinen achselständigen Trugdolden angeordnet sein.

Es handelt sich um eine bienenfreundliche Blüte, die von Bienen geschätzt wird. Sie holen den in den Blüten enthaltenen Nektar und sorgen zugleich für die Bestäubung.

Die Blüte der Kumquat

Die weißen, duftenden Blüten der Kumquat (Fotos: Frank Vincentz / Thanh Nam Nguyen)

Die Blätter der Kumquat sind ganzrandig, oval und 4 bis 10 cm lang. Sie sind dunkelgrün und glänzend, an der Unterseite heller. Ihre Struktur ist recht dick und ledrig. Sie sind typische Zitrusblätter. An den Trieben stehen sie wechselständig. Die Blätter besitzen aromatische Drüsen, die ätherische Öle enthalten.

Die Blätter sind immergrün und bleiben das ganze Jahr über am Strauch.

Zwischen November und Januar (manchmal bis März) bildet die Kumquat kleine, ovale, leuchtend orange Früchte, die 3 bis 5 cm lang werden. Man kann sie direkt mitsamt der dünnen, gut essbaren Schale naschen. Sie schmecken angenehm säuerlich. Meist werden sie roh verzehrt, können aber auch gekocht werden. Die Früchte bleiben oft lange am Strauch, bevor sie abfallen. Wie das Laub von Citrus enthalten auch die Früchte ätherische Öle. Kumquatfrüchte sind kälteempfindlich und können bereits bei Temperaturen ab –4 °C erfrieren. Eine ältere Kumquat kann jedes Jahr Hunderte Früchte tragen. Bei Fortunella japonica sind die Früchte meist kugelförmig, bei Fortunella margarita. eher oval.

Die Früchte der Kumquat

Die kleinen orangefarbenen Früchte der Kumquat

Die wichtigsten Kumquat-Sorten

Beliebteste Sorten

[produkt sku=”85252 ” blog_description=”Eine der meistangebauten Sorten: kräftig im Wuchs und reichtragend. Die ovalen, leicht länglichen Früchte schmecken leicht säuerlich.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”83353 ” blog_description=”Aus der Kumquat-Art: Dieser Kumquat trägt runde Früchte mit süßer, milder Rinde und säuerlichem Fruchtfleisch. Seine Blätter sind runder als bei anderen Kumquats.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”87033 ” blog_description=”Dieser Kumquat ist weniger bekannt und wird seltener angebaut. Seine Früchte schmecken etwas säuerlicher, die Rinde bleibt jedoch mild und süß. Die Blätter sind rundlich.” template=”listing1″ /]

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Pflanzung

Wo pflanzen?

Der Kumquat verträgt Temperaturen bis –10 °C und zählt zu den winterhärtesten Zitrusfrüchten. Seine Früchte sind jedoch frostempfindlicher als der Strauch selbst: Bereits ab –4 °C kann die Fruchtbildung, die übrigens im Winter erfolgt, gefährdet sein! Daher sollte er nur in den mildesten Regionen ins Freiland gepflanzt werden (Südfrankreich, Korsika). Andernorts pflanzen Sie ihn besser in einen Topf und überwintern ihn an einem geschützten Ort! Vermeiden Sie auch eine ganzjährige Kultur im Haus oder in der Wohnung, da die Luft dort zu warm und trocken wäre.

Wählen Sie einen sonnigen, ausreichend warmen Standort mit viel Licht. Wenn Sie im Süden Frankreichs wohnen, sollte der Kumquat während der heißesten Stunden jedoch vor der Sonne geschützt stehen, damit sein Laub nicht verbrennt. In der Nordhälfte des Landes können Sie ihn dagegen problemlos in die volle Sonne pflanzen! Er fühlt sich beispielsweise am Fuß einer nach Süden ausgerichteten Mauer wohl. Außerdem empfehlen wir, für den Kumquat einen windgeschützten Standort zu wählen.

Der Kumquat bevorzugt leichte, drainierende Böden, in denen das Wasser nicht stehen bleibt. Ob im Freiland oder im Topf: Mischen Sie dem Pflanzsubstrat am besten etwas groben Sand bei. Als nährstoffbedürftiger Strauch braucht der Kumquat einen reichen, fruchtbaren Boden. Geben Sie bei der Pflanzung gut verrotteten Kompost hinzu und düngen Sie während der Kultur gelegentlich. In einem nährstoffarmen Substrat kann es zu Mangelerscheinungen kommen, wodurch sich das Laub gelb färbt oder die Fruchtbildung ausbleibt. Er bevorzugt Böden mit neutralem oder saurem pH-Wert, meidet aber – wie viele Zitrusfrüchte – kalkhaltige Substrate.

 

Wann pflanzen?

Pflanzen Sie den Kumquat im Frühjahr, ab April.

 

Wie pflanzen?

Pflanzung im Topf:

  1. Wählen Sie ein großes Gefäß. Geeignet sind beispielsweise ein Terrakottatopf oder ein Holzkübel. Wichtig ist, dass der Boden Löcher hat, damit Gießwasser ablaufen kann.
  2. Geben Sie eine mehrere Zentimeter dicke Schicht aus Blähton oder Kies auf den Boden, um einen guten Wasserabzug sicherzustellen.
  3. Füllen Sie das Substrat ein, idealerweise eine Mischung aus Blumenerde, gut verrottetem Kompost und grobem Sand. Sie können zusätzlich speziellen Zitrusdünger untermischen.
  4. Pflanzen Sie den Kumquat in den Topf.
  5. Füllen Sie rundherum Erde auf, aber achten Sie darauf, den Hals nicht zu bedecken!
  6. Gießen Sie reichlich.

 

Pflanzung ins Freiland:

  1. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das zwei- bis dreimal so groß wie der Wurzelballen ist.
  2. Geben Sie eine Mischung aus Blumenerde, gut verrottetem Kompost und grobem Sand auf den Grund. Mischen Sie gern zusätzlich speziellen Zitrusdünger unter.
  3. Pflanzen Sie den Kumquat.
  4. Füllen Sie das Pflanzloch rund um den Strauch mit Erde auf.
  5. Gießen Sie reichlich.

Legen Sie gern eine Mulchschicht (Laub, Holzhäcksel …) rund um Ihren Kumquat aus: Sie hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und gleichzeitig das Unkrautwachstum einzudämmen. Im Winter bietet die Mulchschicht außerdem zusätzlichen Schutz vor Kälte! Beim Zersetzen reichert sie den Boden zudem mit organischer Substanz an.

Ein Zweig des Kumquats mit unreifen Früchten

Fortunella japonica (Foto: Krzysztof Golik)

Pflege

Kultivierung im Topf

Gießen Sie vom Frühjahr bis zum Herbst regelmäßig und geben Sie Wasser, sobald das Substrat trocken wird (ein- bis zweimal pro Woche). Verwenden Sie möglichst Regenwasser statt Leitungswasser. Lassen Sie keinesfalls Wasser im Untersetzer stehen. Ein guter Tipp: Legen Sie einige Kieselsteine in den Untersetzer, um den Topf etwas zu erhöhen und zu verhindern, dass sein Boden im überschüssigen Gießwasser steht. Da der Kumquat ein nährstoffbedürftiger Strauch ist, düngen Sie regelmäßig mit Flüssigdünger, zum Beispiel einmal im Monat. Sie können auch Langzeitdünger verwenden. Reduzieren Sie im Winter die Wasser- und Düngergaben.

Wenn Sie nicht im Mittelmeerraum wohnen, muss der Kumquat im Winter vor Kälte geschützt werden – sonst stehen die Chancen schlecht, dass Sie seine Früchte genießen können! Räumen Sie ihn im Herbst, etwa im Oktober, an einen frostfreien Standort, zum Beispiel in ein ungeheiztes Gewächshaus oder einen Wintergarten. Wählen Sie einen hellen, aber ungeheizten Platz: Ideal sind Temperaturen zwischen 7 und 10 °C. Ab Mai können Sie Ihren Kumquat wieder nach draußen an einen sonnigen Standort stellen.

Weitere Informationen finden Sie in unseren Tipps zum Überwintern von Zitrusfrüchten.

Topfen Sie Ihren Kumquat durchschnittlich alle zwei Jahre um, vorzugsweise im Frühjahr. So erhält er in einem etwas größeren Topf mehr Platz und zugleich frisches Substrat. In den Jahren ohne Umtopfen können Sie einen Oberflächenwechsel vornehmen: Entfernen Sie das Substrat auf den obersten Zentimetern und ersetzen Sie es durch neue Blumenerde.

Sie können den Kumquat im Frühjahr zurückschneiden. Dadurch erhält er eine harmonischere, kompakte und verzweigte Wuchsform, während sein Wachstum begrenzt wird. Außerdem wird das Laub ausgelichtet, sodass Luft und Licht ins Innere des Strauchs gelangen. Entfernen Sie vor allem abgestorbene oder beschädigte Zweige sowie solche, die ungünstig wachsen. Sie können auch einige Zweige aus der Mitte des Strauchs entfernen, um das Laub auszulichten.

Im Gewächshaus kann der Kumquat von Schildläusen befallen werden (insbesondere von Wollläusen). Sie sind an kleinen, weißlichen, watteartigen Ansammlungen zu erkennen. Die Schädlinge schwächen den Strauch und können Rußtau verursachen (einen Pilz, der sich durch einen schwarzen Belag auf dem Laub bemerkbar macht). Um Schildläuse zu entfernen, verwenden Sie ein mit 90-prozentigem Alkohol, Schmierseife und Pflanzenöl getränktes Tuch. Auch Spinnmilben können den Kumquat befallen. Da sie trockene Luft besonders mögen, lassen sie sich leicht durch das Besprühen des Laubs mit Wasser vertreiben – Feuchtigkeit können sie nicht leiden! Schließlich können auch Blattläuse zum Problem werden. Diese kleinen Insekten sitzen an Stängeln oder Blättern und saugen Pflanzensaft, wodurch die Pflanze geschwächt wird und Rußtau entstehen kann. Besprühen Sie das Laub zur Bekämpfung mit einer Lösung aus in Wasser verdünnter Schmierseife.

Kultivierung im Freiland

Wenn Sie Ihren Zitrusbaum ins Freiland gepflanzt haben, denken Sie an regelmäßiges Gießen, zumindest im ersten Jahr und später während Trockenperioden. Verwenden Sie möglichst Regenwasser. Geben Sie außerdem organischen Dünger oder gut verrotteten Kompost, um den Strauch mit Nährstoffen zu versorgen. Es empfiehlt sich auch, den Fuß des Strauchs mit Laub, Kiefernrinde oder Holzhäckseln (BRF) zu mulchen. So bleibt der Boden länger frisch und das Wachstum von Unkraut wird begrenzt.

Im Herbst, wenn die Temperaturen sinken, können Sie ein Wintervlies verwenden. Es schützt vor allem die Früchte, die recht frostempfindlich sind, während der Strauch selbst Temperaturen bis -10 °C verträgt.

Ernte und Verzehr

Die Früchte werden meist zwischen November und Januar geerntet, je nach Sorte und Anbaubedingungen manchmal bis März. Sobald sie reif sind, nehmen sie eine schöne orange Farbe an und lassen sich leicht pflücken. Sie können lange am Strauch bleiben, bevor sie abfallen (dabei werden sie immer süßer … mit der Zeit verlieren sie jedoch möglicherweise an Geschmack! Daher erntet man sie besser vorher). Vor der Reife schmecken die Früchte dagegen bitter.

Reife Kumquats schmecken angenehm mild, süß und säuerlich. Wie die meisten Zitrusfrüchte sind ihre Früchte reich an Vitamin C. Sie enthalten nur wenige Kerne. Meist werden sie roh und direkt verzehrt – dank ihrer kleinen Größe eignen sie sich perfekt zum Naschen zu jeder Tageszeit! Anders als andere Zitrusfrüchte werden Kumquats mit Schale gegessen, da diese recht mild und dünn ist. Man kann Kumquats auch kochen und zu Konfitüre, Marmelade oder Chutney verarbeiten … Ebenso lassen sie sich kandieren oder zu Sorbets verarbeiten. Außerdem können sie einfach zum Dekorieren von Desserts und Kuchen verwendet werden. Sie passen zu herzhaften Gerichten (Tajines …) oder werden etwa in asiatischen Gerichten für süß-saure Saucen verwendet.

Früchte der Kumquat Fortunella hindsii

Fortunella hindsii

Vermehrung

Aussaat

Die Aussaat erfolgt im Frühjahr, möglichst mit frischen Samen. Verwenden Sie am besten Samen aus einer essreifen Kumquat. Spülen Sie die Samen ab, lassen Sie sie aber nicht trocknen.

  1. Füllen Sie einen Topf mit spezieller Aussaaterde.
  2. Säen Sie die Samen aus und bedecken Sie sie etwa 1 cm hoch mit Erde.
  3. Drücken Sie die Erde leicht an.
  4. Gießen Sie vorsichtig mit feinem Strahl.
  5. Stellen Sie den Topf hell bei 19 bis 24 °C auf.

Halten Sie das Substrat bis zur Keimung leicht feucht.

Bis zur ersten Fruchtbildung vergehen mehrere Jahre.

Pfropfung

Die Pfropfung der Kumquat erfolgt im Frühjahr ab Mai bei milden Temperaturen. Üblich ist eine Okulation.

Als Unterlage dient meist die Bitterorange, die robust und sehr winterhart ist. Auch eine Veredelung auf einer Hybriden Orange ist möglich.

Stecklingsvermehrung

Kumquat lässt sich im Sommer, etwa im August bis Anfang September, durch Stecklinge vermehren.

  1. Schneiden Sie ein etwa 15 cm langes Stück Trieb direkt vor einem Knoten (Ansatzstelle der Blätter am Zweig) ab. Verwenden Sie ein scharfes, desinfiziertes Messer.
  2. Entfernen Sie die Blätter am unteren Ende des Stecklings. Lassen Sie nur einige Blätter an der Triebspitze stehen.
  3. Füllen Sie einen Topf mit einer Mischung aus Blumenerde und grobem Sand und befeuchten Sie sie.
  4. Stecken Sie das untere Triebende ins Substrat und drücken Sie die Erde gut an.
  5. Stülpen Sie einen durchsichtigen Beutel oder eine Plastikflasche über den Topf, um gespannte Luft zu schaffen.
  6. Stellen Sie den Topf hell, aber ohne direkte Sonne, auf.
  7. Halten Sie das Substrat leicht feucht und lüften Sie den Steckling gelegentlich, damit er nicht fault.

Kombination

Im Garten kann die Kumquat einen Platz neben anderen ungewöhnlichen Obststräuchern finden. Entdecken Sie zum Beispiel die Indianerbanane, die Brasilianische Guave, die Vielblumige Ölweide oder den Szechuanpfeffer! Einige Zitrusfrüchte sind relativ winterhart: Die Mandarine ‘Satsuma’ oder die Hybride Orange scheinen Temperaturen bis –10 °C zu vertragen. Auch die ungewöhnlichen Früchte des Westlichen Erdbeerbaums können Sie genießen.

Weitere Ideen und Inspirationen finden Sie in Ingrids Artikel auf unserem Blog: „7 exotische und winterharte Obstgehölze für den Garten“

Im Süden Frankreichs fügt sie sich in einen mediterranen Garten ein! Kombinieren Sie sie mit Oleander, Bougainvillee, Lavendel, Ölbaum, Heiligenkraut … Diese anspruchslosen Pflanzen lieben die volle Sonne und kommen mit armen, trockenen Böden gut zurecht. Sie brauchen nur wenig Pflege! Auch die ungewöhnlichen Wolfsmilchgewächse und die farbenfrohe Blüte des Sonnenröschens sind eine Bereicherung.

Wenn Sie in einer kühleren Region leben, können Sie ebenfalls eine solche südländische Atmosphäre schaffen. Kultivieren Sie die Kumquat im Topf und stellen Sie sie vom Frühjahr bis zum Herbst auf Ihre Terrasse oder an einen anderen sonnigen Platz zwischen mediterranen Pflanzen.

Nutzen Sie die Kumquat, um eine mediterrane Atmosphäre zu schaffen. Ovale Kumquat, Lavendel, Oleander (Foto Challiyan), Sonnenröschen ‘Ben Fhada’ und Ölbaum

Sie können sie auch einzeln pflanzen oder einfach einige Stauden wie Gräser zu ihren Füßen setzen. So hat sie genügend Platz, um sich gut zu entwickeln, und ihr Laub wird nicht vom Schatten anderer Bäume oder Sträucher beeinträchtigt.

Nützliche Ressourcen

 

Häufig gestellte Fragen

  • Kann ich Kumquat im Haus oder in der Wohnung kultivieren?

    Kumquat: Raumluft ist zu warm und trocken. Besser bei max. 10 °C im Kalthaus oder Frühbeet überwintern, im Frühling hinausstellen.

  • Mein Kumquat trägt keine Früchte. Warum?

    Kumquat: sonniger Standort, kein dichter Schatten, nährstoffreicher Boden und Dünger. Draußen kann Frost im Winter die Fruchtbildung verhindern.

  • Kumquat-Blätter werden gelb! Was tun?

    Kumquat braucht regelmäßig Dünger. Kalkboden kann die Nährstoffaufnahme blockieren: Strauch ausgraben und in Topf setzen. Auch Spinnmilben verursachen gelbe Blätter.

  • Kumquat: Weiße, filzige Büschel an Trieben und Blättern

    Wollläuse saugen Pflanzensaft und schwächen den Strauch; Rußtau kann folgen. Mit einem Tuch und 90-prozentigem Alkohol, Schmierseife und Pflanzenöl entfernen.

  • Kumquat: Gelbe Blätter fallen ab!

    Kumquat mit Blattfall: Wassermangel, Staunässe oder trockene Heizungsluft? Substrat prüfen, drainierend halten und im Winter bei höchstens 10 °C überwintern.

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