Wenn die Sonne im Garten kräftig scheint, gibt es nichts Besseres, als sich mit einem kleinen Grenadinegetränk im Schatten der Bäume abzukühlen oder zu entspannen. Statt jedoch zu industriell hergestellter Grenadine zu greifen, die außer ihrem Namen nichts mit Granatäpfeln zu tun hat, können Sie Ihren Granatapfelsirup nicht einfach selbst herstellen? So profitieren Sie von den gesundheitlichen Vorzügen und dem einzigartigen Geschmack dieser exotischen Frucht. Besonders praktisch ist das, wenn Sie einen Granatapfelbaum im Garten haben. Andernfalls können Sie Granatäpfel beim Obst- und Gemüsehändler in Ihrer Nähe kaufen. Entdecken Sie unser Rezept und unsere Tipps für einen köstlichen selbst gemachten Granatapfelsirup, der sich ideal für Getränke, Desserts und herzhafte Gerichte eignet.

Granatäpfel im Garten – ist das möglich?
Zunächst müssen Sie zwischen zwei Arten von Granatapfelbäumen unterscheiden: solchen, die Früchte tragen, und solchen, die wegen ihrer Blüten gepflanzt werden. Auch wenn die meisten fruchttragenden Granatapfelbäume Frost bis -12 °C vertragen, benötigen sie einen langen, warmen Sommer, um Früchte zu bilden. Kurz gesagt: Damit Granatäpfel reifen, brauchen Sie einen mediterranen Garten mit viel Sonne und einem gut durchlässigen Boden.
Welche Granatapfelsorte sollten Sie wählen?
Unter den verschiedenen Sorten zeichnen sich der Granatapfelbaum 'Wonderful' und der Granatapfelbaum 'Mollar de Elche' durch ihre großen, saftigen Früchte mit süßem Geschmack und sehr kleinen, weichen Kernen aus. Sie eignen sich hervorragend für Säfte.
Beide Sorten sind selbstfruchtbar, tragen jedoch in der Nähe eines zweiten Granatapfelbaums reichlicher. Nach der Pflanzung müssen Sie in der Regel 2 bis 3 Jahre warten, bis sich die ersten Früchte zeigen.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel: „Der fruchttragende Granatapfelbaum: pflanzen, kultivieren, ernten“

Wann werden Granatäpfel geerntet?
Die Ernte der Granatäpfel erfolgt meist zwischen September und November. Einen reifen Granatapfel erkennen Sie an seiner festen, glatten und kräftig gefärbten Schale. Schneiden Sie die Früchte am besten mit einer sauberen und desinfizierten Gartenschere ab. So vermeiden Sie Schäden am Baum und an den Früchten.
Was tun, wenn Sie keinen Granatapfelbaum im Garten haben?
Wenn Sie keinen fruchttragenden Granatapfelbaum im Garten haben, ist noch nichts verloren! Sie können für dieses Rezept auch Bio-Granatäpfel beim Händler oder Granatapfelsaft kaufen.
Das Rezept für Granatapfelsirup
Zutaten
Für 500 ml Granatapfelsirup benötigen Sie:
- 4 bis 5 reife Granatäpfel (1 Granatapfel ergibt in der Regel 60 ml Saft) oder 250 ml Granatapfelsaft;
- 250 g weißen Zucker (das Gewicht des Zuckers sollte dem Gewicht des Granatapfelsafts entsprechen);
- optional: den Saft einer halben Bio-Zitrone.
Zubereitung
Vor Beginn: Sterilisieren Sie die Flasche, in der Sie den Sirup aufbewahren möchten, indem Sie sie 3 bis 4 Minuten in kochendes Wasser tauchen.
1. Halbieren Sie die Granatäpfel.
2. Pressen Sie die Granatäpfel wie Orangen mit einer Zitruspresse aus, um den Saft zu gewinnen.
3. Gießen Sie den Saft durch ein feines Sieb, zum Beispiel ein Passiertuch oder ein Spitzsieb, um Fruchtfleischreste und kleine Kerne zu entfernen.
Alternative: Wenn Sie einen Entsafter haben, entfernen Sie die Schale der Granatäpfel und geben Sie die saftigen Kerne hinein, um den Saft zu gewinnen.
4. Vermischen Sie den Granatapfelsaft und den Zucker sowie den Zitronensaft (optional) in einem Topf.
5. Stellen Sie den Topf auf mittlere Hitze und bringen Sie die Mischung unter regelmäßigem Rühren zum Kochen.
6. Lassen Sie die Mischung bei mittlerer Hitze etwa 3 Minuten köcheln.
7. Füllen Sie den heißen Sirup in die sterilisierte Flasche und verschließen Sie sie luftdicht. Lassen Sie den Sirup abkühlen, bevor Sie ihn im Kühlschrank aufbewahren.

Aufbewahrung und Verwendung von Granatapfelsirup
Aufbewahrung
Im Kühlschrank können Sie den Sirup 3 bis 4 Wochen aufbewahren. Der Zitronensaft verlängert die Haltbarkeit. Der Granatapfelsirup sollte klar und sirupartig bleiben. Wenn Sie eine Farbveränderung, einen unangenehmen Geruch oder Schimmel feststellen, sollten Sie den Sirup entsorgen.
Verwendungsideen
- Getränke: Geben Sie 1 Teil Sirup auf 5 Teile stilles oder sprudelndes Wasser, um ein erfrischendes Getränk zuzubereiten. Granatapfelsirup eignet sich auch für Cocktails und harmoniert hervorragend mit Orangensaft.
- Desserts: Gießen Sie den Sirup über Crêpes, Waffeln, Eis oder Joghurt.
- Marinaden und Salatdressings: Verwenden Sie den Sirup zum Marinieren von Fleisch oder zur Zubereitung süß-saurer Dressings. Ein wahrer Genuss!
Sind Granatapfelsirup und Grenadine dasselbe?
Wenn man „Grenadine“ hört, denkt man oft, dass der Sirup aus Granatäpfeln hergestellt wird. Eigentlich sollte das so sein, doch die Realität sieht anders aus! In Spanien finden Sie zwar Grenadine auf Granatapfelbasis. In Frankreich und Belgien enthält handelsüblicher Grenadinesirup jedoch meist künstliche Granatapfelaromen und Farbstoffe oder eine Mischung aus Sirup roter Früchte wie Johannisbeere, Schwarzer Holunder und Himbeere sowie Vanille. Das können Sie anhand der Zutatenliste überprüfen. Einige handwerkliche Hersteller in unseren Breiten produzieren jedoch noch Grenadinesirup auf Granatapfelbasis. Ihre Produkte finden Sie in spezialisierten Geschäften.
Kommentare