Schmetterlinge anlocken: natürlich willkommen heißen
Schmetterlingsfreundlichen Naturgarten anlegen
Inhaltsverzeichnis
Schmetterlinge beleben Garten und Balkon. Pflanzen Sie nektarreiche Blumen und schaffen Sie ein Schmetterlingsrefugium für mehr Biodiversität.
Lebenszyklus der Schmetterlinge und ihre Rolle im Garten
Schmetterlinge entwickeln sich vom Ei über Raupe und Puppe zum Falter. Als Bestäuber fördern sie Blüten und zeigen ein gesundes Ökosystem. Zitrone auf Lavendel.
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10 gute Gründe, Unkraut wachsen zu lassenWarum Schmetterlinge in den Garten locken?
Schmetterlinge sind durch Lebensraumverlust, Lichtverschmutzung und Chemikalien bedroht. Ein Garten ohne Pestizide fördert sie: Sie bestäuben Blüten und zeigen die Gartengesundheit.
Nektarreiche Pflanzen: unverzichtbar, um Schmetterlinge in den Garten zu locken
Um Schmetterlinge in den Garten zu locken, sollten Sie ihnen regelmäßig Nahrung bieten. Nektarpflanzen sind Blühpflanzen, die Nektar produzieren – eine sehr energiereiche, zuckerhaltige Substanz, von der sich erwachsene Schmetterlinge ernähren. Der Nektar wird mit dem Rüssel direkt aus dem Blüteninneren aufgenommen. Diese Ressource liefert die nötige Energie für ihre tägliche Aktivität: Fliegen, Fortpflanzung und Partnersuche. Hier finden Sie einige unverzichtbare Schmetterlingsblumen:
- Sommerflieder
- Sonnenhut, Argentinisches Eisenkraut, Lavendel (Lavandula sp.), Mannstreu
- Gemeine Schafgarbe, Grindkraut, Herbstaster, Fetthenne
Auch auf einem Balkon lassen sich Schmetterlinge problemlos anlocken. Wählen Sie einfach für die Topfkultur geeignete Nektarpflanzen: Lavendel, Dost, Minze, Thymian oder Eisenkraut gedeihen bestens im Balkonkasten. Zusätzlich können Sie in Kübeln einige Wirtspflanzen für Raupen setzen, etwa Große Kapuzinerkresse oder Fenchel. Ein sonniger Standort, Windschutz und eine große Vielfalt an Blütezeiten machen den entscheidenden Unterschied – auch in der Stadt.
Tipp: Die Blütezeiten von März bis Oktober staffeln, damit kontinuierlich Nektar zur Verfügung steht.

Einige Beispiele für Nektarpflanzen, die Schmetterlinge anlocken: Sommerflieder, Sonnenhut, Lavendel, Grindkraut und Aster
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Lieblingsblumen der SchmetterlingeWirtspflanzen für Raupen: Schlüssel zum Lebenszyklus
Um Schmetterlinge wirklich in den Garten zu locken, reicht es nicht aus, ihnen nektarreiche Pflanzen anzubieten. Damit sie sich dauerhaft ansiedeln, müssen sie sich auch fortpflanzen können. Dazu gehören Wirtspflanzen für Raupen, die für ihren Lebenszyklus unverzichtbar sind.
Bevor sie zu bestäubenden Schmetterlingen werden, durchlaufen diese Insekten das Raupenstadium. In dieser Phase ernähren sie sich von ganz bestimmten Blättern. Jede Schmetterlingsart ist an eine oder mehrere Wirtspflanzen gebunden: Nur auf ihnen legen die Weibchen ihre Eier ab, und nur diese Pflanzen können die jungen Raupen fressen.
Keine Wirtspflanzen, keine Raupen. Und ohne Raupen keine Schmetterlinge. Hier einige Beispiele für Wirtspflanzen, mit denen Sie verschiedene Arten fördern können:
- Große Brennnessel (Urtica dioica): Sie dient mehreren bekannten Arten wie Tagpfauenauge, Kleinem Fuchs und Landkärtchen als Wirtspflanze. Eine der besten Pflanzen, die Sie in einer ruhigen Gartenecke erhalten sollten!
- Fenchel, Wilde Möhre und Dill: Diese Doldenblütler werden von den Raupen des Schwalbenschwanzes sehr geschätzt, einem prächtigen großen gelb-schwarzen Schmetterling.
- Aster: Sie dienen den Raupen der Asterneule und des Nordischen Sichelfalters als Nahrung. Beide Arten sind für ihre Entwicklung direkt auf diese Pflanze angewiesen.
- Echte Katzenminze (Nepeta cataria): Sie kann den Raupen von Lintneria eremitus, Xanthotype urticaria und der Minzmotte als Lebensraum dienen. Diese ernähren sich von den Blättern der Lippenblütlerpflanze.
- Wildgräser: Sie sind für viele Raupenarten wie Dickkopffalter und Augenfalter unverzichtbar. Die Gräser bieten Nahrung und manchmal auch einen Ort für die Verpuppung.
- Wald-Veilchen (Viola odorata): Es ist die Futterpflanze zahlreicher Perlmutterfalter, eleganter Waldschmetterlinge.
- Große Kapuzinerkresse: Sie wird oft wegen ihrer dekorativen Wirkung gepflanzt und lockt auch die Raupen einiger Weißlingsarten an.
Tipp: Am besten gruppieren Sie diese Pflanzen in einem naturnahen, weniger regelmäßig gepflegten Gartenbereich. So respektieren Sie den Lebenszyklus der Schmetterlinge und vermeiden, bei Gartenarbeiten versehentlich Eier oder Raupen zu entfernen.

Raupen des Kleinen Fuchses (Aglais urticae) auf einem Brennnesselblatt
Ein naturnaher Garten ohne Pestizide für Schmetterlinge
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Schmetterlingsparadies schaffen
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