7 Bäume mit viel Laubfall

7 Bäume mit viel Laubfall

... und unsere Ideen zur Gartengestaltung!

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 12. November 2025  durch Sophie 7 min.

Der Herbst bringt den Laubfall sommergrüner Bäume. Für manche lästig, für andere ein Gewinn – je nach Sichtweise und Gartenpraxis. Sie bevorzugen einen „sauberen“ Garten ohne Unkraut und Laub auf Rasen oder Beeten? Dann beschert Ihnen der Herbst unzählige Stunden Laubsammeln. Gärtnern Sie naturnah? Dann ist Laub für Sie pures Gold: Mulch, Kompost und Unterschlupf für Kleinsäuger und Insekten … Doch einige Bäume produzieren SEHR viel Laub, das zudem als schwer verwertbar gilt. Sehen wir uns diese Bäume an und wie Sie ihr Laub im Garten nutzen können.

Laubsammeln im Herbst

Laub: lästig oder ein Gewinn?

Schwierigkeit

Der Blattabbau

Die Blätter bestimmter Bäume sind dicker oder härter als andere. Unter anderem sind die Blätter von Eiche, Rotbuche und Platane von Natur aus reich an Kohlenstoff, mit einem Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis (C/N) zwischen 50 und 60.

Bei der Zersetzung pflanzlicher Stoffe reicht der Stickstoff bei einem C/N-Verhältnis von über 20 nicht aus, damit der Kohlenstoff abgebaut werden kann. Diese Blätter zersetzen sich daher langsamer. Vor allem müssen die Mikroorganismen zum Ausgleich Stickstoff aus dem Boden aufnehmen. Dieses Phänomen nennt man „Stickstoffmangel“. Obwohl man dem Boden eigentlich Stickstoff zuführen möchte, wird er stattdessen aus seinen Vorräten entnommen. Die Zersetzung verläuft daher langsam und gibt nur geringe Mengen mineralischen Stickstoffs an den Boden zurück.

Da die Natur gut eingerichtet ist, kommt es in einem bestimmten Stadium der Zersetzung jedoch wieder zum Ausgleich: Stickstoff wird unter anderem durch das Absterben der zersetzenden Mikroorganismen und durch deren Ausscheidungen freigesetzt. Deshalb zersetzen sich manche Blätter langsamer als andere. Sie in den Kompost einzuarbeiten, ist daher schwieriger – zumal einige Bäume eine geradezu astronomische Menge an Blättern verlieren!

Keine Panik: Sie können diese Blätter zum Beispiel als Mulch verwenden und mit anderen Blättern mischen, die sich leichter zersetzen.

Kompostieren von Herbstlaub

Herbstlaub ist Gold für den Garten

→ Mehr erfahren: „Stickstoffmangel: Was ist das, wie lässt er sich vermeiden und beheben?“
→ Hören Sie auch unseren Podcast „Was tun mit dem Herbstlaub im Garten?“:

Die Platane

Er ist ein über 20 m hoher Riese, der häufig in Städten gepflanzt wird, da er die dortige Luftverschmutzung sehr gut verträgt. Platanus x acerifolia, die Ahornblättrige Platane, besitzt ein ledriges, sommergrünes Laub aus großen, etwa 15 cm langen, gezähnten Blättern. Die „Zwergform“ der Platane, die sich besser für Gärten eignet, ist die Kugelplatane Platanus acerifolia ‘Alphen’s Globe’. Auch sie trägt große, glänzende, handförmig gelappte Blätter. Im Herbst färben sich die unzähligen Blätter zunächst gelb und dann braun, bevor sie abfallen. Sie bedecken dann den Boden unter dem Baum vollständig und verrotten nur sehr schwer, sodass Gärtner mühsame Laubsammelarbeiten durchführen müssen. Die ledrigen Blätter sind zwar kompostierbar, brauchen aber länger zum Verrotten. Um den Zersetzungsprozess zu beschleunigen, können Sie sie zerkleinern und mit Grünabfällen wie Rasenschnitt mischen. Aufgrund ihrer langsamen Zersetzung eignen sie sich als Mulch in Beeten, wenn sie mit anderem Laub vermischt werden.

Die Platane

Silhouette und Blätter der Platane

→ Sophies Tipp: Platanen werden in Südfrankreich vom durch einen Pilz verursachten Platanenkrebs befallen. Derzeit gibt es keine Behandlung gegen diese Krankheit, die entlang der Straßen und am Canal du Midi große Schäden an den Platanenalleen anrichtet. Umfangreiche Fällaktionen sind notwendig geworden, da befallene Bäume eine Gefahr darstellen. Wenn Ihre Platane rotbraune, flammenförmige Streifen am Stamm aufweist, könnte sie befallen sein. Eine professionelle Diagnose kann dann erforderlich sein.

Die Walnuss

Die Walnuss oder Juglans regia ist ein sommergrüner Baum von etwa 20 Metern Höhe, dessen Krone sich auf rund 15 Meter ausbreiten kann. Eine stattliche Blattmasse also, mit dichtem, derbem Laub. Die großen, ovalen Blätter sind kahl und über 20 Zentimeter lang. Im Frühjahr sind sie zunächst bronzefarben und werden auf der Oberseite leuchtend grün und glänzend. Im Herbst fallen sie dann in großer Menge ab. Walnussblätter enthalten besonders viel Juglon, eine „giftige“ Verbindung, die in Blättern, Wurzeln und Rinde von Bäumen aus der Familie der Juglandaceae vorkommt, besonders in der Schwarznuss. Da Walnüsse häufig auf Schwarznuss veredelt werden, können die Blätter Ihres Walnussbaums eine beträchtliche Menge Juglon enthalten. Dabei handelt es sich um eine allelopathische Verbindung, also einen Stoff, der die Keimung und das Wachstum anderer Pflanzen hemmt.

Walnussblätter können daher als idealer Mulch gelten. Wenn Sie befürchten, dass sie diese keimhemmende Verbindung in den Boden abgeben, sammeln Sie sie zu einem Haufen und lassen Sie sie einige Monate lagern. Regen wäscht das Juglon aus und verdünnt es. Anschließend können Sie den Mulch mit anderem Laub vermischt unter bereits etablierten Sträuchern und Stauden verwenden.

Die Walnuss

Silhouette und Blätter der Walnuss

Lesen Sie auch

Laub sammeln?

Die Esskastanie

Die Esskastanie oder Castanea sativa ist ein imposanter sommergrüner Baum, der für seine nährstoffreichen Früchte, die Kastanien, bekannt ist. Ihre langen, bis zu 25 cm großen grünen Blätter bilden eine sehr dichte Verzweigung, die ideal ist, um große Flächen zu beschatten. Wenn sie abfallen, bedecken Tausende von Blättern den Boden unter dem Baum. Sie sind reich an Gerbstoffen, die den Abbau der Blätter verlangsamen. Daher bieten sich mehrere Möglichkeiten, die Blätter Ihrer Esskastanie sinnvoll zu verwerten: Zerkleinern Sie sie (fahren Sie einfach mit dem Rasenmäher darüber, falls Sie keinen Häcksler haben) und verwenden Sie sie als Mulch im Beet. Nach dem Zerkleinern können Sie sie auch in den Kompost geben und mit anderem Grünabfall sowie möglichst mit Brennnesselblättern mischen. Lassen Sie den Kompost mindestens ein Jahr reifen – anschließend können Sie ihn im Garten verwenden!

Die Esskastanie

Silhouette und Blätter der Esskastanie

Die Eiche

Je nach Art bilden Eichen majestätische Bäume, die teils über 30 m hoch werden und eine breite, dichte Verzweigung besitzen. Zu den sommergrünen Eichen zählen unter anderem:

Wie die Blätter der Esskastanie enthalten auch Eichenblätter Gerbstoffe. Diese Verbindungen verlangsamen ebenfalls ihre Zersetzung. Entgegen mancher Annahmen sind Eichenblätter nicht giftig. Man sollte sie lediglich nicht essen … was ohnehin niemand tut! Schließlich nehmen auch wir Gerbstoffe zu uns, etwa über Rotwein oder Tee. Die Dosis macht das Gift: Vermischen Sie die Eichenblätter daher mit anderem Laub und Grünabfällen, um die Gerbstoffe zu „verdünnen“. Dadurch wird zugleich der Säuregehalt des Komposts reduziert, denn frisch gefallene Blätter dieser ehrwürdigen Bäume sind etwas saurer als anderes Laub.

Die Eiche

Silhouette und Blätter der Eiche

Wenn Sie die zähen Eichenblätter als Mulch verwenden möchten, sollten Sie sie zuvor mit dem Rasenmäher oder Freischneider zerkleinern. Das fördert ihre Zersetzung und das Auswaschen von Gerbstoffen und Säure durch den Regen.

Die Rotbuche

Rotbuchen sind sommergrüne oder marzeszente Bäume, die Gärtnern und Waldspaziergängern bestens bekannt sind! Ob Rotbuche Fagus sylvatica, die Blutbuche Fagus sylvatica ‘Atropurpurea’ oder die goldene Säulenbuche Fagus sylvatica ‘Dawyck Gold’: Erkennbar sind sie an ihren ovalen, fein behaarten Blättern, die 7 bis 10 cm lang und 5 bis 8 cm breit sind. Die recht dicken Blätter bleiben teilweise den Winter über am Baum hängen – daher die Bezeichnung „marzeszent“. Rotbuchen sind Schattengehölze: In einem Buchenwald fürchten junge Pflanzen vor allem direkte Sonne und profitieren vom Schatten des dichten Laubs ihrer älteren Artgenossen. Aufgrund ihrer dichten Verzweigung bilden Rotbuchen große Mengen an Blättern, die sich nur langsam zersetzen. Nutzen Sie diesen wertvollen Rohstoff: Als kostenloser Mulch lässt er sich hervorragend unter Bäumen und Hecken sowie in Strauch- und Staudenbeeten ausbringen! So kann sich das Bodenleben entwickeln und ein positiver Kreislauf zur Bodenanreicherung in Gang kommen.

Die Rotbuche

Silhouette und Blätter der Rotbuche

Die Magnolie

Die Gattung der Magnolien umfasst mehr als hundert Arten, vor allem Bäume und große Sträucher. Die Blätter der Magnolien sind meist groß, oval und ledrig. Je nach Art sind sie sommergrün oder immergrün. Ihre großen Solitärblüten sind sehr dekorativ und machen Magnolien zu beliebten Bäumen. Im Herbst wird es etwas mühsam, wenn unzählige Blätter auf den Rasen fallen, wo Magnolien oft als Solitär stehen: Dann sollten Sie sie rasch zusammenrechen. Viele Menschen bringen sie sackweise zur Grüngutannahme. Am besten verwenden Sie das Falllaub im Garten als Mulch, der Ihre empfindlichsten Pflanzen vor Kälte schützt. Zerkleinern Sie die Blätter möglichst fein, damit ein gleichmäßiger Mulch entsteht, und verteilen Sie ihn als dicke Schicht – eine echte Isolierdecke!

Die Magnolie

Silhouette und Blätter der Magnolie

Kagayamae-Maulbeere

Die Kagayamae-Maulbeere oder Morus kagayamae ist ein sommergrüner Schattenbaum mit großen, glänzenden Blättern. Sie wird bis zu 10 m hoch und bildet rasch eine breite Krone mit vielen ledrigen Blättern – ideal als Sonnenschutz, aber im Herbst viel Arbeit! Nicht unzerkleinert kompostieren: Sie verrotten langsam. Sammeln, möglichst fein häckseln und als wertvollen Kompostzusatz oder Mulch mit Häckselgut und feineren Blättern verwenden.

Die Kagayamae-Maulbeere

Verzweigung der Kagayamae-Maulbeere

Kommentare

Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.

Bäume mit vielen abgestorbenen Blättern