Chinesischer Strahlengriffel: richtige Sorte wählen

Chinesischer Strahlengriffel: richtige Sorte wählen

Chinesischer Strahlengriffel kaufen: nach Kriterien

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 12. Januar 2026  durch Pascale 6 min.

Chinesischer Strahlengriffel (Actinidia chinensis): Tipps zu Standort, Rückschnitt, Bestäubung, Winterhärte, Ernte und den besten Sorten.

Schwierigkeit

Je nach Bestäubung

Dies ist eines der wichtigsten Kriterien bei der Wahl einer Kiwisorte. Denn nicht selten kaufen Gärtner eine Kiwi, ohne sich Gedanken über die Bestäubung zu machen. Und Jahre später haben sie trotz eines gesunden Gehölzes noch immer keine einzige Kiwi probiert!

Actinidia ist eine diözische Pflanzengattung. Das bedeutet: Für den Fruchtansatz müssen eine männliche und eine weibliche Pflanze gesetzt werden. Natürlich trägt nur die weibliche Pflanze Früchte. Die männliche bildet lediglich sterile Blüten, die den für die Bestäubung notwendigen Pollen liefern. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Insekten, insbesondere durch Hummeln. Deshalb sollte unbedingt eine männliche Pflanze auf ein bis sechs weibliche Pflanzen kommen.

In den letzten Jahren wurden selbstfruchtbare Sorten entwickelt, die sich selbst bestäuben. Diese selbstfruchtbaren Kiwis sind ideal für Gärtner mit wenig Platz. Der Fruchtansatz fällt jedoch mit mindestens zwei Pflanzen immer besser und üppiger aus.

Selbstfruchtbare Sorten

Eine einzige Pflanze genügt für den Fruchtansatz, da sich die Blüten dieser selbstfruchtbaren Sorten von Actinidia chinensis oder deliciosa gegenseitig bestäuben. So trägt die Sorte ‘Boskoop’ an einer besonders kräftigen Liane im Oktober und November 30 bis 40 g schwere Früchte. ‘Solissimo’, auch als Bio-Sorte erhältlich, trägt im November große Früchte. Die Kiwis von ‘Solo’ sind zwar klein (20 bis 30 g), dafür besonders süß und saftig. Die Sorte ‘Jenny’ trägt ab dem 4. oder 5. Jahr etwa im November Früchte. Schließlich ist ‘Herma’ eine in Frankreich gezüchtete Sorte mit sehr großen Früchten.

Kiwi: Sortenwahl

Die selbstfruchtbare Sorte ‘Boskoop’

Diözische Sorten

Wenn Sie genügend Platz im Garten haben, wählen Sie am besten diözische Sorten. Sie müssen mindestens eine weibliche Pflanze mit einer männlichen Bestäuberpflanze setzen. So ist Actinidia deliciosa ‘Tomuri’ ein hervorragender Bestäuber, unter anderem für die weibliche Sorte ‘Hayward’, da beide zur gleichen Zeit blühen. Dasselbe gilt für die männliche Pflanze ‘Atlas’. Die Sorte ‘Belen’ blüht dagegen etwas früher und ist daher der ideale Bestäuber für ‘Sorelli®’. ‘Golden Delight’ (männlich) ist der ideale Partner für die weibliche ‘Golden Delight’, die goldgelbe Kiwis trägt.

Wenn Sie bei diesen Kiwi-Paaren leicht den Überblick verlieren, wählen Sie einfach eines unserer Duos aus einer männlichen und einer weiblichen Pflanze. So können Sie sicher sein, nach 4 oder 5 Jahren Anbau schöne Früchte zu genießen.

Je nach Frucht

Ein Kiwi bleibt zwar ein Kiwi, manchmal auch „Chinesischer Strahlengriffel“ oder „Chinesische Stachelbeere“ genannt: Die eiförmige Frucht besitzt grünes, süß-säuerliches Fruchtfleisch und eine hellbraune, flaumige Schale. Kiwis unterscheiden sich jedoch in Größe, Farbe, Form und Geschmack.

Wenn Sie große Kiwis ernten möchten, wählen Sie Sorten wie ‘Hayward’, die großfrüchtige Kiwis hervorbringt. Sie ist weltweit die am häufigsten angebaute Sorte und gilt daher als Referenz. Ihre Früchte wiegen 70 bis 120 g, teils bis zu 150 g, und erreichen einen Durchmesser von 6 bis 7 cm. Die Sorte reift spät, von November bis Januar, doch die Kiwis reifen nach der Ernte weiter. Auch ‘Monty’ ist für ihre mindestens 70 g schweren, länglichen Kiwis mit hervorragendem Geschmack bekannt. Wie ‘Hayward’ blüht auch diese Sorte spät. Zudem ist sie sehr ertragreich.

Wenn Sie Kiwis mit außergewöhnlichem Duft und Geschmack genießen möchten, ist ‘Bruno’ die richtige Wahl! Ihre sehr länglichen Früchte sind mittelgroß und wiegen etwa 40 g. Sie überzeugen durch ein besonders feines Aroma, das deutlich intensiver ist als bei ‘Hayward’. Diese Sorte ist ertragreich und reift früh.

Wer das Außergewöhnliche sucht, greift zu Kiwis mit goldgelbem Fruchtfleisch. ‘Kiwi Wonder’ bildet Kiwis mit gelbem Fruchtfleisch und rotem Kern. Sie schmecken sehr süß und sind überhaupt nicht säuerlich. Ihre gelbe Schale ist fein und glatt. Diese weibliche Sorte gedeiht zusammen mit dem männlichen Bestäuber ‘Tomuri’. Auch ‘Minkigold’ trägt goldene Kiwis mit gelbem Fruchtfleisch und einem feinen Apfelduft. Sie wächst und fruchtet zusammen mit ihrer männlichen Partnerin, der Sorte ‘Minkimale’ mit ihren schönen, duftenden weißen Blüten. Beide Sorten wurden in Frankreich vom Züchter Marionnet entwickelt. Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, bieten wir das Duo aus den beiden Sorten goldener Kiwis an.

Auswahl an Kiwisorten

Die Sorten ‘Bruno’, ‘Hayward’ und ‘Minkigold

Nach Winterhärte

Actinidia chinensis oder deliciosa ist generell bis -15 °C winterhart und kann daher fast überall angebaut werden. Voraussetzung sind ein sonniger, windgeschützter Standort, etwa an einer Südwand. Spätfröste können die Blütenknospen schädigen und die Fruchtbildung beeinträchtigen.

In Regionen mit strengen Wintern sind robustere Sorten empfehlenswert:

  • Actinidia kolomikta, auch Buntblättrige Kiwi genannt, verträgt Temperaturen bis -40 °C. Diese selbststerile Kiwi begeistert im Frühjahr mit grünem Laub, das rosa-weiß panaschiert ist. Sie blüht im Juni und trägt kleine, dunkelgrün gestreifte, essbare Früchte mit wenig Aroma. Für den Fruchtansatz kombiniert man Actinidia kolomikta ‘Adam’ mit Actinidia Kolomikta ‘Eve’.

  • Die Zwergkiwi (Actinidia arguta), auch „Sibirische Kiwi“ genannt, ist ein kleiner Kiwi mit essbarer Schale sowie süßem, aromatischem Fruchtfleisch. Der volkstümliche Name verweist auf ihre hohe Winterhärte. Es gibt zahlreiche Sorten, die alle köstlich schmecken.

Mehr über die Zwergkiwi und ihre Sorten:

Je nach Produktivität

Zu den ertragreichsten Sorten zählen ‘Hayward’, ‘Bruno’ und ‘Monty’; auch ‘Kiwidoo’ überzeugt mit milden, aromatischen, vitaminreichen Früchten mit grünem Fruchtfleisch, die im Oktober reifen.

Je nach Erntezeit

Die Kiwipflanze trägt nach etwa 4 bis 5 Jahren erstmals Früchte. Geduld ist daher gefragt. Die Ernte erfolgt meist im Oktober und November, vor den ersten Frösten. Nur Zwergkiwi (Scharfzähniger Strahlengriffel) werden bereits ab September geerntet.

Unter den Kiwi-Sorten sind einige frühreif, etwa ‘Hayward’ und ‘Montcap®’, eine in Frankreich am Landwirtschaftlichen Gymnasium von Montauban im Département Tarn-et-Garonne gezüchtete Sorte. Die Früchte von ‘Montcap’ sind süßer und größer als die von ‘Hayward’ und reifen rund 30 Tage früher. Damit eignet sich diese Sorte besonders für Regionen mit einem früher einsetzenden Herbst. Zudem sind die Früchte hervorragend lagerfähig. Die Sorte ist selbststeril und benötigt daher eine Befruchtersorte.

Kiwi-Sorte auswählen

Die Sorte Chinesische Stachelbeere ‘Montcap®’

Je nach Entwicklung

Actinidia ist eine kräftige Liane: bis 6 m hoch und 4 m breit. Für kleine Gärten: ‘Monty’, 3 m hoch, ideal für Pergola oder Spalier.

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