Gärtnern bei Regen
Gärtnern im Regen
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Regen ist einer der wichtigsten Verbündeten des Gärtners. Ohne Wasser wächst nichts! Dennoch gibt es Menschen, die schon bei den ersten Wolken schmollen, meckern oder brummeln. Für viele bedeutet Regen nämlich: „Wir bleiben zu Hause, und der Garten muss sehen, wo er bleibt.“ Und doch! Vor und nach dem Regen lässt sich problemlos gärtnern. Selbst während eines Regenschauers können wir Wasser auffangen oder unsere Zimmerpflanzen nach draußen stellen. Im Garten gibt es bei jedem Wetter etwas zu tun.
Also: Ziehen wir unsere Gummistiefel und Regenkleidung an und gärtnern (fast) im Regen. „Gardenin’ in the rain …“, wie Gene Kelly wohl gesagt hätte.
→ Was kann man vor, während und nach dem Regen im Garten tun? In unserem Ratgeber erfahren Sie alles.

Es regnet, es tropft … Da freut sich der Frosch! Na ja, nicht nur er …
Vor dem Regen: Jetzt noch schnell loslegen
Sind das etwa dunkle Wolken, die auf uns zukommen? Wir sollten uns beeilen und noch vor dem Platzregen (so nennt man einen heftigen Regenschauer im Norden Frankreichs und in Belgien) ans Werk gehen.
Vor dem Regen ist der richtige Zeitpunkt, um den Boden vorzubereiten und mit der Aussaat von Rasen, Blumen oder Gemüse im Nutzgarten zu beginnen. Das Regenwasser sorgt für ausreichend Feuchtigkeit und lässt die Aussaat schnell auflaufen. Eine leichte Bewässerung direkt nach der Aussaat hilft jedoch, dass das Regenwasser leichter in den Boden eindringen kann.
Vermeiden Sie außerdem, den Boden im Garten unbedeckt zu lassen. Regentropfen, die mit voller Wucht auf die nackte Erde treffen, können eine sogenannte Verschlämmung verursachen. Diese Kruste verhindert, dass Wasser in den Boden eindringt, und verstärkt den Oberflächenabfluss. Bepflanzen oder mulchen Sie den Boden, um dieses Problem zu vermeiden!
Sie können bereits Pflanzlöcher ausheben, wenn die Erde nicht zu hart und trocken ist. Das spart später Zeit, vor allem aber kann das Loch vor dem Pflanzen gut durchfeuchten.
Wenn Sie trockenes Material wie Zweige oder Falllaub zu häckseln haben, erledigen Sie dies vor dem Regen. Sobald diese Materialien nass sind, werden sie in den Kompost eingearbeitet, der sich schnell erwärmt.
Achtung! Das Pflanzen vor, während oder direkt nach dem Regen entbindet Sie NIEMALS davon, beim Pflanzen gründlich zu wässern. Das Wasser dient vor allem dazu, Lufträume zwischen Erde und Wurzeln zu vermeiden. Für ein gutes Anwachsen ist dies bei jeder Pflanzung unverzichtbar.

Der Regen kündigt sich an …
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Regen ist kostenloses Wasser. Und dazu noch gutes! Deshalb ist jetzt die beste Zeit, möglichst viel davon in Eimern, Zisternen oder Gießkannen aufzufangen. Denken Sie auch daran, eine Regenwassertonne aufzustellen. Das Regenwasser eignet sich zum Gießen von Zimmerpflanzen, aber auch von jungen Aussaaten, Stecklingen, Pflanzen in Moorbeeterde oder angeschlagenen Pflanzen.
Vergessen wir unsere Zimmerpflanzen nicht! Regen ist der beste Helfer, um das Laub zu reinigen und zu entstauben. Stellen Sie Ihre Zimmerpflanzen bei Regen und Temperaturen über 15 °C nach draußen. Denken Sie jedoch daran, das Wasser aus den Untersetzern zu leeren, bevor Sie sie wieder hereinholen.

Fangen Sie das kostbare Regenwasser auf, das unter anderem für Pflanzen in Moorbeeterde verwendet wird
Nach dem Regen: Arbeiten fortsetzen
Der Regen ist vorbei, und nun ist es … fast schön. Zeit, wieder in den Garten zu gehen.
Prüfen und leeren Sie zunächst den Regenmesser. So erfahren Sie genau, wie viel Regen gefallen ist.
Nach starkem Regen oder langer Feuchtigkeit ist der Boden locker. Jetzt ist der beste Zeitpunkt zum Unkrautjäten oder Umpflanzen.
Da der Boden locker ist (in Lehmboden aber manchmal etwas klebrig!), können Sie ihn oberflächlich lockern.
Sobald der Boden gut abgetrocknet, aber noch feucht und nicht zu klebrig ist, können Sie Gemüse- und Blumenjungpflanzen, Stauden und Sträucher pflanzen.
Nach gutem Regen ist der richtige Zeitpunkt für organischen Dünger. Zusammen mit der Feuchtigkeit gelangen seine Nährstoffe schnell zu den Pflanzenwurzeln. Auch Jauche (Brennnessel, Schachtelhalm, Farn …) kann jetzt ausgebracht werden.
Nach sehr starkem Regen wirken Pflanzen, besonders solche mit großen Blättern und Blüten, schlaff. Schütteln Sie sie leicht, damit überschüssiges Wasser abläuft. Sie richten sich wieder auf, und das Wasser kommt dem Boden und den darunter wachsenden Pflanzen zugute.
Schnecken kommen bei feuchtem Wetter gerne heraus. Sind sie zu zahlreich und problematisch, können Sie sie jetzt absammeln. Sonst lassen Sie sie in Ruhe! Sie sind im Garten nützlich, und ihre natürlichen Feinde reduzieren ihre Zahl.
Zum Schluss gilt: Mähen Sie auf keinen Fall! Das Schnittgut klebt überall und bildet Klumpen im Mäher. Für einen perfekten Rasen sollte das Gras ohnehin relativ trocken sein.
Hinweis: Ein Rundgang durch den Garten nach starkem Regen zeigt am besten, wo Wasser stehen bleibt, schnell abfließt oder nicht versickert. So erkennen Sie, welche Maßnahmen (Böschungen, Mauern, Drainage …) oder Pflanzungen nötig sind: durstige Pflanzen an feuchten Stellen und Pflanzen für gut drainierten Boden dort, wo das Wasser nicht bleibt.

Nach starkem Regen sollten manche großen Blüten wie Päonien von überschüssigem Wasser befreit werden
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