Koniferenhecke ersetzen?
Weitere Sträucher für eine neue Gartenhecke
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Eine Hecke schützt vor Wind und Blicken, verdeckt unschöne Strukturen und grenzt Bereiche ab. Warum Koniferenhecken weichen müssen und welche Heckensträucher sie ersetzen.
Warum eine Koniferenhecke ersetzen?
Thuja- oder Leyland-Zypressen-Hecken gehören zu den bekanntesten Nadelgehölzhecken. Sie bieten einige Vorteile.
- Diese Gehölze wachsen schnell und erreichen schon nach wenigen Jahren die gewünschte Höhe.
- Sie sind windfest und dank ihres immergrünen, dichten Laubs ganzjährig blickdicht.
- Sie vertragen regelmäßigen Rückschnitt und wirken gepflegt.
- Außerdem sind sie relativ günstig.
Es gibt jedoch viele Gründe, sie durch andere Heckensträucher zu ersetzen.
- Nadelgehölzhecken erfordern viel Rückschnitt, mindestens ein- bis zweimal jährlich. Einige Arten sind tatsächlich stattliche Bäume, etwa Thuja, die ausgewachsen fast 30 Meter Höhe erreichen kann. Für eine Hecke müssen sie daher stark begrenzt werden. Dafür ist auch eine gute Gartenschere nötig.
- Als gleichartige Hecke ist sie anfälliger für Parasiten und Krankheiten und laugt den Boden leichter aus.
- Ihre geringe Vielfalt fördert weder die Tierwelt (beispielsweise ist sie für Vogelnester zu dicht) noch die Pflanzenwelt (Lichtmangel verhindert das Wachstum anderer Pflanzen).
- Ihre Optik ist umstritten: Nadelgehölzhecken gelten mitunter als triste, monotone, einfarbige Pflanzenbetonwand.
- Sie dient ausschließlich als Sichtschutz, anders als andere Heckensträucher (essbar, bienenfreundlich usw.).
- Ihre Gartenabfälle lassen sich nur schwer kompostieren.

Eine Thujahecke
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Seien wir ehrlich: Das ist der mühsamste Schritt beim Entfernen Ihrer Hecke! Beginnen Sie damit, die oberirdischen Teile Ihrer Nadelgehölze zurückzuschneiden. Ziehen Sie Handschuhe an und verwenden Sie dazu eine Astschere oder eine Kettensäge.
Anschließend haben Sie zwei Möglichkeiten.
- Lassen Sie die Wurzelstöcke an Ort und Stelle, wenn sie nicht zu groß sind oder zu dicht beieinanderliegen. So können Sie dazwischen pflanzen (bei der Neupflanzung müssen Sie nur die oberflächlichen Wurzeln entfernen).
- Die Fläche ausgraben und die Wurzelstöcke entfernen. Dafür benötigen Sie spezielles Gerät, besonders bei einer älteren Hecke: Bei einer kleinen Fläche reichen mindestens ein guter Spaten und eine Säge, meist sind jedoch eher ein Minibagger oder ein Seilzug erforderlich. Sie können sich dabei auch von einem Fachbetrieb helfen lassen.
Für die Entsorgung der Gartenabfälle haben Sie folgende Möglichkeiten:
- Abgabe beim Wertstoffhof;
- Wiederverwendung als Mulch in bestimmten Gartenbereichen (zum Beispiel zum Anlegen von Wegen);
- Kompostierung, die allerdings Zeit braucht (mehr als ein Jahr) und voraussetzt, dass Sie die Zweige zuvor fein häckseln.

Entfernen Sie zunächst die oberirdischen Teile der Sträucher, bevor Sie sich an die Wurzelstöcke machen
Heckensträucher statt Koniferen wählen
Die Wahl Ihrer künftigen Heckensträucher richtet sich nach:
- der Beschaffenheit Ihres Bodens (lehmig, sandig, kalkhaltig …);
- den Wetterbedingungen, denen der Garten ausgesetzt ist (Frost, Niederschläge, Trockenheit …);
- dem Standort der Hecke (sonnig, halbschattig …);
- Ihren Bedürfnissen (ganzjähriger Sichtschutz, lichtdurchlässige Hecke im Winter, niedrige Hecke …);
- der Zeit, die Sie für die Pflege aufwenden möchten;
- dem ästhetischen Eindruck, der Ihnen wichtig ist, und dem Stil Ihres Gartens (geschnittene oder frei wachsende Hecke, eine Art, gemischt …).
Es gibt viele abwechslungsreiche Hecken, die eine Koniferenhecke ersetzen können.
- Die Hecke aus heimischen Gehölzen besteht aus Bäumen und Sträuchern der Region, die sich natürlich an das Klima und den Boden anpassen. Sie werden in verschiedenen Schichten gepflanzt. Zum Beispiel: Schwarzer Holunder, Weißdorn, Roter Hartriegel, Lorbeerschneeball, Schlehe …
- Die Obsthecke ist essbar und besteht aus kleinen und großen Obstgehölzen. Zum Beispiel: Himbeere, Heidelbeere, Johannisbeere, Gemeiner Bocksdorn, Felsenbirne …
- Die bienenfreundliche Hecke lockt wertvolle Bestäuber an und bietet ihnen Nahrung. Zum Beispiel: Orangenblume, Abelia grandiflora, Cotoneaster franchetii, Säckelblume, Westlicher Erdbeerbaum …
- Die Schutzhecke besteht aus dornigen Pflanzen. Sie bilden eine echte, abschreckende und undurchdringliche Barriere. Zum Beispiel: Berberitze, Sanddorn, Beales Mahonie, Feuerdorn, Europäische Stechpalme …
- Die immergrüne Hecke besitzt Laub, das zu jeder Jahreszeit vor Blicken schützt und den Wind abhält. Zum Beispiel: Rote Glanzmispel, Japanische Aukube, Oleander, Ölweide, Griseline …
- Die Blütenhecke sorgt das ganze Jahr für Abwechslung und Farbe. Zum Beispiel: Zaubernuss, Herbstblühende Kamelie, Schöner Sternchenstrauch, Roseneibisch, Weigelie …
- Die Küstenhecke ist wind- und salzwasserfest. Zum Beispiel: Cotinus coggygria, Lampenputzerstrauch, Andenstrauch, Keuschbaum, Orange …
Es gibt auch Hecken mit dekorativen Früchten, Hecken für Vögel sowie Hecken, die Insekten anlocken und ernähren … Die Auswahl ist groß!
Bei den Lieferformen finden Sie:
- Anzuchttöpfe (günstig, aber die Pflanzen brauchen Geduld, bis sie eine geeignete Größe erreichen);
- Wurzelnackte Pflanzen (preiswert und mit gutem Anwachsen, aber nicht das ganze Jahr oder für jede Art erhältlich);
- Pflanzen mit Wurzelballen (wachsen gut an, sind aber teurer und werden immer seltener angeboten);
- Pflanzen im Container (sofortige Wirkung, aber teurer in der Anschaffung).
Mehr erfahren: Heckensträucher: wurzelnackt, mit Wurzelballen, im Anzuchttopf oder Container … Was wählen?

Eine abwechslungsreiche Hecke aus verschiedenen Arten mit unterschiedlichem Laub und verschiedenen Blütezeiten verändert die Wahrnehmung der Gartengrenzen vollständig – im Vergleich zu einer einartigen Koniferenhecke
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Bodenvorbereitung
Die Nadelgehölzhecke hat dem Boden viele Nährstoffe entzogen und ihn ausgelaugt. Lockern Sie zunächst den Boden mit einem Spaten und zerkleinern Sie vorhandene Erdklumpen.
Um die Bodenfruchtbarkeit zu fördern, bringen Sie anschließend organische Bodenverbesserer wie Mist, Kompost oder hochwertige Pflanzerde aus. Arbeiten Sie diese in den Boden ein.

Bearbeiten und verbessern Sie den Boden, in dem Ihre neuen Sträucher wachsen sollen
Pflanzung
- Gepflanzt wird im Frühjahr oder Herbst, außerhalb von Frost- und Trockenperioden. Heben Sie Pflanzlöcher aus, die etwa doppelt so groß wie das Wurzelsystem der Pflanze sind. Entfernen Sie noch vorhandene Wurzeln oder Pflanzenreste aus dem Boden.
- Lockern Sie bei Bedarf den Wurzelballen des Strauchs (bei Lieferung im Anzuchttopf oder Container) oder führen Sie bei wurzelnackten Pflanzen ein Tauchbad in Lehmbrei durch.
- Setzen Sie die Pflanzen mit etwa 80 cm Abstand zueinander. Sie können sie in einer einfachen Reihe, in Doppelreihen oder versetzt pflanzen.
- Gießen Sie anschließend reichlich. Bringen Sie organisches Mulchmaterial (Holzhäcksel, Laub, Pflanzenhülsen …) um Ihre Heckensträucher aus, um Verdunstung und das Aufkommen konkurrierender Unkräuter zu begrenzen.
- Bei bestimmten Sträuchern, etwa Obstgehölzen, sollten Sie eine Stütze vorsehen. Sie können auch vorab zwei parallele Pfahlreihen anbringen, um das Spalieren zu erleichtern.
- Wenn Sie die Abgrenzung so lange blickdicht halten möchten, bis die Hecke gewachsen ist, können Sie beispielsweise einen provisorischen Sichtschutz aus Schilfrohrmatten anbringen.
Pflege
In den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung sollten Sie auch bei trockenheitsverträglichen Sträuchern auf eine gute Wasserversorgung achten, bis sich das Wurzelsystem entwickelt hat. Gießen Sie, sobald der Boden an der Oberfläche trocken ist.
Ein mehrmaliger Rückschnitt pro Jahr ist nur nötig, wenn Sie eine gepflegte Hecke wünschen. Ein jährlicher Rückschnitt genügt, um die Wuchsformen auszugleichen oder einzelne Pflanzen zu stärkerer Verzweigung anzuregen. Verwenden Sie stets sauberes Schnittwerkzeug, um die Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden.
Wenn das Mulchmaterial am Fuß der Pflanzen nach einiger Zeit natürlich zersetzt ist, können Sie es durch Bodendecker ersetzen.
Mehr erfahren: Wie pflanzt man eine Hecke?

Achten Sie in den ersten Jahren nach der Pflanzung auf Bewässerung, Bodenverbesserung und einen bedeckten Boden: zunächst mit Mulchmaterial, später eventuell mit Stauden
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