Kräuterspirale anlegen

Kräuterspirale anlegen

Schöne Art, Küchenkräuter anzubauen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. August 2025  durch Virginie D. 3 min.

Eine Kräuterspirale ist ein in der Permakultur beliebtes Gestaltungselement.

Sie bietet mehrere Vorteile:

  • Sie schafft ein für den Anbau von Kräutern günstiges Mikroklima,
  • ermöglicht den Anbau verschiedener Pflanzen mit unterschiedlichen Bedürfnissen am selben Ort,
  • … und das alles auf kleinem Raum.

So lassen sich Schnittlauch, Salbei, Thymian, Petersilie, Koriander, Lavendel, Rosmarin, Basilikum und mehr an einem Ort pflanzen.

Entdecken Sie unsere Tipps zum einfachen Anlegen Ihrer Kräuterspirale!

Schwierigkeit

Wo eine Kräuterspirale anlegen?

Idealerweise steht Ihre Kräuterspirale in Küchennähe, damit die Ernte leicht fällt, und an einem sonnigen Standort. Die Pflanzen an der Basis der Spirale sollten im Süden stehen, an einem sonnigen Standort.

Kräuterspirale anlegen

Benötigte Materialien

Für eine Kräuterspirale brauchen Sie:

  • Steine als Gerüst der Spirale,
  • kleinere Steine und Ziegelstücke zur Drainage,
  • groben Sand,
  • Erde,
  • Kräuter.

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Aromatische Kräuterspirale anlegen?

Eine Kräuterspirale anzulegen, ist nicht kompliziert! So gehen Sie vor:

  • Die Spirale kann je nach verfügbarem Platz einen Durchmesser von 2 bis 3,50 m haben. Sie können die Umrisse mit einer Sandschicht markieren. Legen Sie die ersten Steine entlang der Sandspur und beginnen Sie in der Mitte der Spirale. Die Mitte ist der höchste Punkt. Sie sollte 80 cm bis 1,20 m hoch sein; zum Rand hin nimmt die Höhe allmählich bis auf Bodenniveau ab.
  • Bringen Sie in der Mitte der Spirale bis etwa zur halben Höhe eine drainierende Schicht aus Kies und Ziegelstücken ein. Darauf kommt eine 20 bis 30 cm dicke Schicht aus Erde und grobem Sand. Zum Schluss können Sie entweder mit der sandigen Mischung fortfahren oder eine Schicht Erde aufbringen, idealerweise nährstoffarm, und anschließend den Außenbereich unter Berücksichtigung des Gefälles mit Erde auffüllen.
  • Im unteren Bereich sollte der Boden frisch, nährstoffreich und humusreich sein. Ist Ihr Boden eher mager, geben Sie Kompost oder gut verrotteten Mist hinzu.
  • Am Fuß der Spirale können Sie eine Wanne oder ein Becken eingraben oder einen mit Folie abgedichteten kleinen Teich anlegen. So schaffen Sie eine feuchte Zone, die von der Gartenfauna sehr geschätzt wird. Diese Feuchtzone sollte im Süden liegen!

→ Mein Tipp: Verwenden Sie vorzugsweise Trockenmauersteine, die Wärme speichern und an die Pflanzen abgeben. Wichtig ist, dass die Steine nicht vermörtelt werden, damit sich Tiere darin verstecken und Pflanzen in den Zwischenräumen ansiedeln können. Bei Bedarf können Sie sie mit lehmiger Erde verbinden.

Mit einigen zusätzlichen Anpassungen können Sie außerdem einen besonders insektenfreundlichen Bereich schaffen. Lassen Sie dafür an einigen Stellen Lücken, in die Sie hohle Stängel (Bambus, Schilf) oder mindestens 20 cm lange Holzstücke stecken. Diese sollten für Mauerbienen 8 bis 11 mm große Bohrlöcher haben. Für Mikro-Wespen eignen sich Markstängel in verschiedenen Größen, zum Beispiel Holunder. Achten Sie darauf, dass diese Nisthilfen nach Süden oder Südosten ausgerichtet und vor kalten Winden geschützt sind.

Kräuterspirale

Welche Pflanzen wo pflanzen?

Der untere Teil der Spirale ist am feuchtesten und eignet sich für Pflanzen, die etwas Feuchtigkeit und nährstoffreicheren Boden brauchen. Je höher die Spirale ansteigt, desto trockener und nährstoffärmer werden die Bedingungen – ideal für Pflanzen, die Nässe scheuen.

Ihre Spirale teilt sich in drei verschiedene Zonen oder Biotope:

  • Eine mediterrane Zone (im oberen Bereich) mit sehr sonnigen und trockenen Bedingungen, ideal für Rosmarin, Lavendel, Thymian, Salbei, Ysop, Weinraute, Bohnenkraut … Am Fuß der Pflanzen können Sie Kies ausbringen oder den Boden unbedeckt lassen.
  • Eine mittlere Zone für anspruchslose Küchenkräuter. Hier können Sie Borretsch, Dost, Schnittlauch, Kleinen Wiesenknopf … pflanzen.
  • Eine feuchte Zone (im unteren Bereich), ideal für Brunnenkresse, Sauerampfer, Basilikum, Kerbel … Sie können diese Zone beispielsweise mit Flachs mulchen, um die Feuchtigkeit zu bewahren und den Aufwuchs von Unkraut zu begrenzen.

Da Sie Ihre Spirale richtig ausgerichtet haben (der untere Teil zeigt nach Süden), werden Sie feststellen, dass manche Bereiche mehr Sonne erhalten als andere. Auch die hohen Pflanzen können denjenigen, die etwas Schatten brauchen, ein wenig Schutz bieten.

→ Mein Tipp: Vorsicht bei Minze und Melisse, denn beide können sich stark ausbreiten! Ich rate davon ab, sie in eine Kräuterspirale zu pflanzen. Wenn Sie dennoch nicht darauf verzichten möchten, setzen Sie sie in eingegrabene Töpfe. Entfernen Sie außerdem die verblühten Blüten, um Selbstaussaat zu vermeiden. Oder reservieren Sie ihnen eine Ecke im Garten, in der sie sich frei ausbreiten können und trotzdem für Tees oder zum Kochen griffbereit bleiben.

Sie können die Küchenkräuter Ihrer Wahl anbauen. Es gibt kaum Einschränkungen: Sie müssen nur das Prinzip verstehen und die Bedürfnisse der Pflanzen beachten. Zur Orientierung finden Sie hier einen Pflanzplan für eine Kräuterspirale:

Anordnung der Pflanzen in einer Kräuterspirale

Beispiel für die Bepflanzung einer Kräuterspirale

Einige Blumen wie Große Kapuzinerkresse, Studentenblume und Ringelblume sind natürlich ebenfalls willkommen.

Entdecken Sie den Artikel von Virginie: 7 ungewöhnliche Küchenkräuter.

Pflege

Die Pflege ist einfach: Jäten Sie Ihre Kräuterspirale regelmäßig.

Lassen Sie Unkraut nicht aufkommen, denn tief verwurzeltes Unkraut kann schwer zu entfernen sein; dabei könnten sich die Trockenmauern lockern.

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Kräuterspiralen: Praktische Tipps