Mizuna: säen und anbauen
Inhaltsverzeichnis
Mizuna kurz erklärt
- Ein traditioneller japanischer Kohl aus der alten Kaiserstadt Kyoto
- Das leicht pfeffrige Blattgemüse schmeckt im Schnittsalat oder gekocht wie Spinat
- Mizuna-Samen im Frühjahr oder Herbst in gute, feuchte Gartenerde säen
- Eine hervorragende Wintersalatpflanze
- Winterhart, anspruchslos und voller geschmacklicher wie nährstoffreicher Vorzüge
Wort unserer Expertin
Mizuna – Brassica rapa ist ein aus Japan stammendes Blattgemüse aus der Kohlfamilie, das bereits in der alten Kaiserstadt Kyoto angebaut wurde: Es gehört zum „Kyo-Yasai“-Gemüse von außergewöhnlicher Qualität, das schon der Kaiser genoss! Dieser japanische Salat ist vor allem bei Liebhabern der asiatischen Küche bekannt und verdient wie andere köstliche Blattgemüse einen Platz in unseren Gemüsegärten!
Die Blätter schmecken leicht pfeffrig, sind jedoch milder als Rucola. Neben dem klassischen Mizuna-Kohl mit kräftigen, grünen, gezackten Blättern gibt es auch eine rote Sorte mit feiner Senfnote.
In der Küche kann Mizuna roh oder gegart verwendet werden: als Schnittsalat oder kurz im Wok gebraten, in Suppen oder geschmort wie Spinat sowie als Würze für Essiggurken.
Der kalorienarme, reich an Antioxidantien sowie Vitamin C, K und A enthaltene japanische Kohl gilt als Superfood mit sehr interessanten Heilwirkungen.
Mizuna ist einfach anzubauen und begnügt sich mit einem frischen, gut gedüngten Boden. Er ist frostfest, verträgt aber keine Hitze, die das Schossen fördert. Die beste Anbauzeit reicht von September bis Mai.
Hier erfahren Sie, wie Sie Mizuna säen und erfolgreich anbauen!

Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Lateinischer Name Mizuna
- Familie Kohlgewächse
- Gebräuchlicher Name Mizuna, Senfkohl
- Blüte Mai–Juni
- Height 0,15 bis 0,40 m
- Exposition Sonne, Halbschatten
- Art des Bodens gut drainiert, frisch
- Winterhärte -12 °C
Die Mizuna, lateinisch ‘Brassica rapa‘, wird auch „Japanischer Senf“ und „Senfkohl“ genannt. Sie ist eine Gemüsepflanze aus der großen Familie der Kohlgewächse, zu der auch Kohl, Rübe, Senf und Steckrübe gehören. Diese Familie umfasst fast 4000 Arten. Dieser alte japanische Kohl stammt aus den Küstenregionen Nordchinas, Koreas und Japans. Er gehört zu den „Kyo-Yasai“, den besonders aromatischen Gemüsesorten, die bis zum Ende der Edo-Zeit (1868) in der Region Kyoto, der ehemaligen Kaiserstadt, traditionell angebaut wurden. Nur wenige Gemüse wie Shōgoin-Daikon, eine Rettich-Art, sind offiziell als „Kyō-yasai“ anerkannt.
In unseren Gärten wird vor allem Brassica rapa japonica, Syn. Brassica rapa nipposinica, sowie Brassica campestris kultiviert. Dabei handelt es sich um zweijährige oder einjährige Arten.
Dieses Blattgemüse bildet eine 15 bis 25 cm hohe Blattrosette, die sich etwa 25 cm ausbreitet. Es entwickelt zahlreiche hellgrüne bis smaragdgrüne, laciniert gefiederte Blätter mit mehr oder weniger ausgeprägten weißen Blattadern, die denen von Rucola oder Kuhblume ähneln. Die Mizuna ‘Kyoto’ ist eine China-Kohl-Sorte mit Rosetten aus großen, krausen Chicorée-ähnlichen Blättern an langen weißen Blattstielen. Einige Sorten unterscheiden sich von der Wildform durch ihre hübschen purpurfarbenen Blätter.

Die stark eingeschnittenen und vielfältigen Blätter der Mizuna. Purpurfarbene Mizuna in der Mitte (Foto: F. Delventhal)
Im unteren Bereich werden die Blätter spärlicher. Sie haben einen zugleich milden, scharfen und leicht pfeffrigen Geschmack, der diesem japanischen Senfkohl den Beinamen „Japanischer Senf“ eingebracht hat. Das Wachstum ist schnell, und die Erntezeit reicht von Juli bis Dezember. Die jungen Triebe der Mizuna werden vor allem roh in Salaten und Schnittsalat verzehrt, ältere Blätter auch wie Spinat gekocht.
Wie bei allen Kreuzblütlern bildet die Blüte im Mai und Juni Trauben aus gelben Blüten mit vier kreuzförmig angeordneten Blütenblättern. Anschließend entwickeln sich aufspringende Schoten mit Samen, die Sie für Ihre künftige Aussaat ernten können.
Die Mizuna ist eine in Europa noch wenig bekannte Kohl-Art, wohin sie erst nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte.
Lesen Sie auch
Der Anbau von Kale und Grünkohl im GemüsegartenWichtige Arten
Japanischer Senfkohl Mizuna japonica Bio - Ferme de Sainte Marthe
- Höhe bei Reife 20 cm
Japanische Senfkohl Japonica - Ferme de Sainte Marthe
- Höhe bei Reife 20 cm
DéEntdecken Sie andere Mizuna
Alles ansehen →Mizuna: Aussaat und Pflanzung
Wo Mizuna säen?
Mizuna ist gut winterhart (bis -12 °C) und kann in allen Regionen angebaut werden. Im Süden unseres Landes wächst er in voller Sonne oder im Halbschatten und stellt wie alle Kohlarten dieselben Ansprüche: Er benötigt einen tiefgründigen, gut bearbeiteten, frischen, aber gut durchlässigen Boden, der nicht austrocknet. Mizuna kommt jedoch auch mit jedem guten Gartenboden zurecht. Als Starkzehrer braucht dieses Gemüse einen mit Kompost angereicherten, stickstoffreichen Boden.
Im Gemüsegarten lässt er sich mit anderem Blattgemüse anbauen. Auch im Topf oder Balkonkasten auf Balkon und Terrasse sowie drinnen im Mini-Gemüsegarten findet er Platz und ermöglicht eine Ernte das ganze Jahr über.
Wann Mizuna säen?
Mizuna wird von Februar bis Mai unter beheiztem Schutz ausgesät, sobald kein Frost mehr droht. Wärme kann ein vorzeitiges Schossen auslösen. Deshalb sät man ihn am besten ab April für eine Ernte zu Sommerbeginn aus und setzt die Aussaaten von September bis Dezember fort, um im Winter ernten zu können. Tipp: Säen Sie zeitversetzt und verlängern Sie so die Erntezeit! Mizuna keimt bei etwa 14 °C: Von Oktober bis Dezember unter Frühbeet oder unbeheiztem Folientunnel aussäen.
Wie Mizuna säen?
Unter Schutz
- Säen Sie die Samen 1 bis 2 cm tief in gute Aussaaterde oder gesiebte Erde
- Bedecken Sie die Samen mit etwas Blumenerde
- Halten Sie das Substrat feucht, aber nicht nass
- Wenn die Jungpflanzen vier Blätter haben, vereinzeln und mit 20 cm Abstand ins Beet pflanzen
Direktsaat
Mizuna-Samen werden in einen gut mit Kompost angereicherten und feinkrümelig bearbeiteten Boden gesät.
- Lockern Sie den Boden tiefgründig und reichern Sie ihn mit Kompost an,
- Säen Sie die Samen in 1 bis 2 cm tiefe, 20 cm voneinander entfernte Furchen,
- Bedecken Sie sie mit einer dünnen Erdschicht,
- Drücken Sie die Erde an und gießen Sie feinbrausig,
- Halten Sie den Boden bis zum Auflaufen (etwa 14 Tage) feucht,
- Wenn die Keimlinge gut entwickelt sind, vereinzeln Sie sie auf etwa 20 cm Abstand.

Junge Mizuna-Keimlinge (Foto: Isaac’licious) und weiter entwickelte Pflanze (Foto: Ayako Ezaki)
Lesen Sie auch
Aussaat und Pikieren von KohlKultur, Pflege und Kombinationen
Mizuna ist winterhart und nach dem Anwachsen pflegeleicht. Im Sommer regelmäßig gießen, bei anhaltender Trockenheit besonders darauf achten, dass der Boden feucht bleibt: Seine einzige Schwäche ist, dass er bei großer Hitze schnell schießt. Mit Falllaub mulchen, damit der Boden am Fuß kühl bleibt und weniger gegossen werden muss.
Mizuna ist krankheitsunempfindlich. Schützen Sie lediglich die jungen Triebe vor Schnecken: Entdecken Sie unsere 7 wirksamen und natürlichen Methoden gegen Schnecken.
Bei angekündigtem starkem Frost schützen Sie Mizuna-Pflanzen im Winter mit Wintervlies.
In Mischkultur wächst Mizuna gut neben Mais, Feldsalat und anderem Salat. Wie Kohl ist Minuza ein Starkzehrer. Wechseln Sie daher die Anbauflächen: Warten Sie 1 bis 2 Jahre, bevor Sie ihn wieder am selben Standort pflanzen.
Ernte, Lagerung und Verwendung
Ernte der Blätter: Die Ernte beginnt etwa 4 bis 6 Wochen nach der Aussaat, je nach Bedarf. Schneiden Sie die Blätter mit einem Messer an der Rosettenbasis ab.

Schneiden Sie die Rosette zum Ernten an der Basis ab
Aufbewahrung: Wie alle Salate hält sich Mizuna im Gemüsefach des Kühlschranks nur wenige Tage.
Verwendung: Mizuna kann sowohl roh als auch gekocht verzehrt werden. Er passt hervorragend in einen Schnittsalat, mit anderen Blättern wie Kopfsalat und Rucola, im Wok gebraten, als Suppe, wie Spinat gegart, zu Fisch oder fein geschnitten auf Pizza. Auch als köstliches Pesto zu Pasta oder zum Würzen von Essigkonserven wie Einlegegurken ist er geeignet. In der asiatischen Küche wird er traditionell als „Namuru“-Sauce zubereitet.

Mizuna schmeckt roh in Salaten besonders köstlich
Mizuna: Vorteile und Eigenschaften
Japanischer Kohl: kalorienarm, reich an Antioxidantien, Vitamin A, C, K, Calcium, Folsäure und Ballaststoffen. Fördert die Blutgerinnung, stärkt Knochen, Augen und Immunsystem.
Mizuna vermehren
Mizuna lässt sich leicht durch Aussaat vermehren (siehe Abschnitt „Aussaat“ oben).
Nützliche Ressourcen
- Entdecken Sie unsere Mizuna-Sorten
- Unsere Tipps für den erfolgreichen Mizuna-Anbau
- 7 Superfoods für den Anbau im eigenen Garten
- Unser Pflanzenporträt zu Perilla oder Schwarznessel
- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare