Wenn es ein Gemüse gibt, das Gärtner gerne überrascht, dann ist es die Zucchini. Abends entdecken Sie eine noch ganz junge Frucht, und zwei Tage später scheint sie ihr Volumen verdoppelt zu haben! In der Hauptsaison wird die Ernte schnell zu einem kleinen Ritual. Das ist auch gut so, denn regelmäßiges Ernten der Zucchini ist der beste Weg zu einer reichen Ernte.
Sie müssen nur wissen, wann Sie ernten und wie Sie dieses ebenso ertragreiche wie empfindliche Gemüse aufbewahren. Hier finden Sie unsere Tipps, damit Sie Ihre Zucchini aus dem Gemüsegarten mehrere Tage – oder sogar mehrere Monate – genießen können.

Wann sollten Sie Zucchini ernten?
Die Zucchiniernte beginnt je nach Pflanzzeit und Kulturbedingungen gewöhnlich im Juni und dauert bis September. Die Versuchung ist groß, die Früchte weiterwachsen zu lassen. Doch eine jung geerntete Zucchini, die etwa 15 bis 20 cm misst, hat ein deutlich zarteres Fruchtfleisch und eine dünne Schale. Außerdem sind ihre Samen noch wenig entwickelt. In diesem Stadium lässt sie sich auch am einfachsten zubereiten.
Darüber hinaus regt eine regelmäßige Ernte die Pflanze dazu an, neue Blüten und anschließend neue Zucchini zu bilden. Im Sommer genügt normalerweise ein kurzer Rundgang durch den Gemüsegarten alle zwei bis drei Tage, um Überraschungen zu vermeiden.
Natürlich kann es vorkommen, dass eine Zucchini etwas schneller wächst und größer wird. Das ist kein Problem: Sie eignet sich dann einfach besser für Suppen, Aufläufe oder gefüllte Zucchini als für eine schnelle Zubereitung in der Pfanne.
So ernten Sie Zucchini richtig
Ziehen Sie nicht an der Frucht, denn die Stiele der Zucchini brechen leicht. Am einfachsten verwenden Sie eine saubere, gut geschärfte Gartenschere oder ein Messer und schneiden den Fruchtstiel ab. Lassen Sie dabei einige Zentimeter am Fruchtansatz stehen.
Wenn möglich, ernten Sie bei trockenem Wetter. Frisch geerntete Zucchini halten sich dann besser. Außerdem verringern Sie das Krankheitsrisiko für die Pflanze.
Werfen Sie bei dieser Gelegenheit auch einen Blick auf das Laub. Ein gelbes oder beschädigtes Blatt können Sie entfernen, damit die Luft besser um die Pflanze zirkuliert.

Wie lassen sich frische Zucchini aufbewahren?
Anders als Winterkürbisse sind Zucchini nicht dafür geeignet, monatelang gelagert zu werden. Zwar halten sie sich in der Küche bei Raumtemperatur 2 bis 3 Tage, doch etwas Kühle kann die Haltbarkeit verdoppeln.
Das Gemüsefach des Kühlschranks ist ihr bester Aufbewahrungsort. Legen Sie die Zucchini ungewaschen und im Ganzen hinein und verbrauchen Sie sie innerhalb einer Woche. So bleiben ihre Konsistenz und ihr Geschmack erhalten.
Wenn Sie eine Speisekammer oder einen kühlen Keller mit Temperaturen zwischen 10 und 15 °C besitzen, können Sie die Zucchini auch dort einige Tage aufbewahren. Stapeln Sie sie jedoch nicht und verschließen Sie sie nicht in einer Plastiktüte, da die Feuchtigkeit den Verderb beschleunigt.

Wenn die Ernte kein Ende nimmt …
Ab Juli kommt es nicht selten vor, dass die Zucchini schneller nachwachsen, als Sie sie zubereiten können. Glücklicherweise eignen sie sich sehr gut zum Haltbarmachen.
Einfrieren ist die einfachste Lösung. In Scheiben oder Würfel geschnitten, können Sie die Zucchini den ganzen Winter über für Pfannengerichte, Aufläufe oder Suppen verwenden. Manche Gärtner blanchieren sie vor dem Einfrieren eine Minute lang, damit sie ihre Konsistenz besser behalten. Dieser Schritt ist jedoch nicht unbedingt erforderlich.
Tipp: Wenn Sie schon einmal rohe Zucchini eingefroren haben, ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass sie beim Garen viel Wasser abgeben. Das ist völlig normal, denn ihr Fruchtfleisch enthält sehr viel Wasser. Um diesen Effekt zu begrenzen, verarbeiten Sie die Zucchini direkt im gefrorenen Zustand. Noch besser ist es, sie als Suppe, Ratatouille oder Sauce zubereitet einzufrieren. Das Ergebnis ist meist deutlich schmackhafter, und Sie sparen bei den Mahlzeiten wertvolle Zeit.
Liebhaber von Eingemachtem können außerdem Gläser mit zubereitetem Gemüse oder eingelegten Zucchini herstellen.

Was tun mit vergessenen Zucchini im Gemüsegarten?
Wir alle kennen diese unter einem Blatt verborgene Zucchini, die wir erst entdecken, wenn sie eher einem Knüppel als einem Gemüse gleicht! Ihr Fruchtfleisch ist zwar weniger zart und ihre Samen sind stärker entwickelt, doch sie bleibt problemlos essbar. Entfernen Sie die Samen, und schon lässt sie sich gut für eine Suppe, einen Auflauf oder einen herzhaften Kuchen verwenden.
Sie können auch absichtlich einige Früchte vollständig ausreifen lassen, wenn Sie eigene Samen ernten möchten, vorausgesetzt, Sie bauen eine nicht hybride Sorte an.

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