Zucchini auswählen
Kaufberatung: die richtige Zucchini-Sorte wählen
Inhaltsverzeichnis
Als Mitglied der Familie der Kürbisgewächse ist die Zucchini (Cucurbita pepo var. pepo) ein sonnenliebendes Gemüse. Sie lässt sich einfach pflanzen und anbauen, wenn sie Sonne, nährstoffreiche Erde und gleichmäßige Feuchtigkeit erhält. Die Sortenvielfalt macht die Auswahl nicht leicht. Hier finden Sie Tipps für die richtige Zucchini-Sorte im Gemüsegarten.
Je nach Platz im Gemüsegarten
Das ist sicher eines der ersten Kriterien, die Sie berücksichtigen sollten, bevor Sie Zucchinisamen oder Jungpflanzen im Anzuchttopf kaufen. Je nach Art und Sorte benötigt die Zucchini mehr oder weniger Platz. Es gibt zwei Typen: rankende und nicht rankende Zucchini. Eine rankende Sorte, die im Gemüsebeet deutlich mehr Raum einnimmt, eignet sich für große Flächen. Haben Sie dagegen nur einen kleinen Gemüsegarten, wählen Sie besser eine nicht rankende Sorte – es sei denn, Sie möchten und können eine rankende Sorte an einem Spalier ziehen …
Rankende Sorten
Rankende Sorten erkennen Sie an ihren windenden, kräftigen und robusten Trieben, die 3 bis 4 m lang werden können. Meist handelt es sich um nicht hybride Zucchini mit hohem Ertrag. Sie können die Triebe am Boden entlangwachsen lassen oder an einer stabilen Rankhilfe wie einem Gitter, einer Pergola, einem Spalier oder sogar einer Laube emporleiten. Dank ihrer Ranken benötigt die rankende Zucchini kaum Hilfe, um die angebotene Rankhilfe zu erklimmen. Für eine reichere Ernte können Sie die Triebe zurückschneiden und entspitzen. Die Methode erkläre ich in meinem Artikel: Rückschnitt von Sommergemüse: Warum und wie?
Diese Zucchini wachsen recht schnell, sind aber später erntereif. Sie sind anfälliger für Mehltau und benötigen häufig mehr Wasser.
So ist ‘Black Forest’ eine gute Kletterpflanze mit dunkelgrünen, 15 cm langen Früchten. ‘Shooting Star’ zeichnet sich durch ihre kletternde Wuchsform und vor allem durch ihre wunderschön gelben Zucchini aus.

Zucchini gibt es als rankende oder nicht rankende Sorten
Nicht rankende Sorten
Die übrigen Zucchinisorten sind nicht rankend, das heißt, sie werden kaum breiter als 1 m und wachsen eher buschig. Meist handelt es sich um Hybriden, die Früchte in unterschiedlichen Größen oder Farben hervorbringen. Sie eignen sich besonders für kleine Gärten und benötigen im Verhältnis zu ihrem Ertrag nur wenig Pflege. Außerdem sind sie deutlich weniger krankheitsanfällig.
Lesen Sie auch
Zucchini: säen, pflanzen und im Gemüsegarten anbauenJe nach Form
Der Form nach lassen sich Zucchini in zwei große Gruppen einteilen: Zucchini mit länglichen Früchten und Zucchini mit runden Früchten. Geschmack und Eigenschaften unterscheiden sich kaum – entscheidend für die Wahl ist vielmehr die Verwendung in der Küche. Längliche Zucchini eignen sich in Scheiben geschnitten ideal für Salate oder in Olivenöl gebraten für Pfannengerichte. Kleine runde Zucchini lassen sich perfekt mit Hackfleisch füllen, da sie deutlich fleischiger sind. Doch auch die langen Zucchini können gefüllt werden!
Lange Zucchini
Es handelt sich um zylindrische Zucchini, die je nach Sorte unterschiedlich lang sind. Die Sorte ‘Verte des maraîchers’ wächst buschig und bildet 18 cm lange Früchte. ‘Diamant F1’’ ist sehr ertragreich und eignet sich gut für den Anbau unter Schutz. ‘Baccara F1’, eine Verbesserung der vorherigen Sorte, bildet grüne, cremefarben gesprenkelte Früchte. Sehr ertragreich ist auch die italienische Sorte ‘Alberello di Sarzana’ mit hellgrünen Früchten sowie ‘Grisette de Provence’.

Auswahlkriterium Zucchini
Runde Zucchini
Die kugelförmigen kleinen Zucchini haben eine rundliche, gedrungene Form, die Appetit macht. Zu den bekanntesten zählt ‘Ronde de Nice’ mit 8 bis 10 cm großen Früchten. Ihre Schale ist gesprenkelt, das Fruchtfleisch zartschmelzend. Die Sorte ‘Tondo di Toscana’ bildet rundum runde, hellgrüne Früchte. Die remontierende Sorte ‘One Ball F1’ fällt dagegen durch ihre gelben runden Zucchini auf.
Nach Farbe
Natürlich sind grüne Zucchini die häufigsten im Gemüsegarten. Ihr Grün kann mehr oder weniger dunkel, gefleckt, gestreift (Sorte ‘Safari F1’) oder marmoriert wie bei ‘Courcouzelle’ sein oder cremefarben gesprenkelt wie bei ‘Profusion F1’.
Unter den verschiedenen Zucchinisorten findet man auch gelbe Früchte, die das Gemüsebeet beleben. Ihre Schale reicht von Hellgelb bis Zitronengelb. Es gibt zahlreiche Sorten, darunter:
- ‘Easy Pick Gold F1’: sehr ertragreich und dank dornenloser Blattstiele leicht zu ernten
- ‘Sebring jaune F1’: kräftige, frühe Sorte mit schlanken, leuchtend gelben Früchten
- ‘Lingodor F1’: Sorte mit 18 bis 20 cm langen Früchten
- ‘Gold Rush’: Sorte mit cremefarbenem Fruchtfleisch

Schließlich gibt es Zucchini mit weißer Schale: ‘Courge de Virginie’ stammt aus Mittelamerika und wird von Juni bis September geerntet. Ihre Zucchini sind weiß, manchmal mit Hellgrün gesprenkelt. Auch ‘Lorea F1’ bildet schlanke, weiße bis sehr hellgrüne Früchte. Die Früchte der Sorte ‘Adrielle F1’ sind ebenfalls sehr hellgrün, fast weiß. Außerdem überzeugen sie durch ihren hervorragenden Geschmack. Erwähnenswert ist auch die Zucchini ‘Blanche de Trieste’.
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Zucchini im Topf anbauenJe nach Frühzeitigkeit
Frühreife Zucchini-Sorten eignen sich ideal für eine frühe Ernte. Zu dieser Kategorie gehört ‘Précoce maraîchère’, deren größter Vorteil kaum verborgen bleibt: Die hellgrün-cremefarben marmorierten Früchte haben ein feines, mildes Fruchtfleisch. Auch ‘Diamant F1’ ist für die frühe Ernte bekannt, ebenso wie ‘Ambassador F1’, deren Früchte sehr jung geerntet werden können.
Die Sorte ‘Mutabile’ ist ebenfalls relativ frühreif: Ihre Früchte werden ab Juni, 60 Tage nach der Pflanzung, geerntet. Auch ‘Amalthée’ zeichnet sich durch ihre gesprenkelte jadegrüne Schale, ihre üppige Form und ihre Frühreife aus. Ihr Fruchtfleisch ist zudem sehr süß und der Ertrag hoch.
Nach Mehltauresistenz
Zucchini gehören zu den Gemüsearten, die recht anfällig für Mehltau sind, eine Pilzkrankheit, die auch als Weißfleckenkrankheit bezeichnet wird. Sie tritt häufig im Hoch- oder Spätsommer auf und führt zu geringeren Erträgen, da die Blätter absterben.
Wenn Ihre Zucchini bereits von Mehltau befallen waren, empfiehlt es sich, Sorten auszuwählen, die für ihre Widerstandsfähigkeit gegen diese Krankheit bekannt sind. Sie sind im Allgemeinen weniger anfällig. Tritt die Krankheit dennoch auf, verläuft sie meist milder und verursacht weniger Schäden. So gelten die Sorten ‘Ambassador’, ‘Mutabile’ und ‘Sebring’ als besonders robust. Auch ‘Anissa F1’, eine frühe Sorte, hat ihre Mehltauresistenz bewiesen.

Von Mehltau befallenes Zucchiniblatt
Die Hybridsorte ‘Astia F1’ ist ebenfalls eine krankheitsresistente und zudem frühe Zucchini, die lange, schlanke Früchte hervorbringt.
Mehr erfahren: Mehltau oder Weißfleckenkrankheit: Vorbeugung und Behandlung.
Nach ihrer Produktivität
Beim Anbau von Zucchini hofft man natürlich auf eine reiche Ernte. Einige Sorten liefern deutlich mehr Zucchini als andere. Die Sorte ‘Verte de Milan oder Black Beauty’ gehört zu den ertragreichsten Zucchini-Sorten. Ihre frühen Früchte sind dunkelgrün, fast schwarz. Auch ‘Belor F1’ ist ertragreich. Der hohe Wuchs erleichtert zudem die Ernte. ‘Defender F1’ bildet zahlreiche, feste Früchte. Die italienische Sorte ‘Genevese’’ liefert wohlschmeckende Früchte mit weißem, festem Fruchtfleisch.
Für gelbe Zucchini mit hohem Ertrag wählen Sie am besten die Sorten ‘Sebring F1’ und ‘Lingodor’. Letztere überzeugt zudem durch die sehr gute Haltbarkeit ihrer besonders großen Früchte und ihre hohe Krankheitsresistenz.
Auch die Sorten ‘Gold Rush’, ‘Lingodor’, ‘Baccara’ und ‘Mutabile’ sind ertragreich.
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