Adstringierende Früchte
Alles über Früchte, die nur teigig genießbar sind
Inhaltsverzeichnis
Schlehen und andere Früchte schmecken herb und adstringierend. Erst teigig, meist nach Frost, sind sie genießbar. Tipps zu Besonderheiten und Ernte.
Was ist eine adstringierende Frucht?
Astringente Früchte ziehen im Mund zusammen und prickeln: Gerbstoffe reagieren mit Speichel. Sie sind nicht giftig – reif, also teigig, schmecken sie besser.
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Kaki-Pflaume: Aussaat, Anbau, ErnteWann schmecken diese adstringierenden Früchte?
Kaki-Pflaume und Mispel erst ernten, wenn sie weich und süß sind. Frost beschleunigt das Nachreifen. Fest geerntete Früchte 3–4 Wochen lagern.
Zwei adstringierende Früchte für den Garten
Zu den wichtigsten Vertretern der adstringierenden Früchte zählen:
Echte Mispel
Diese kleine braune Drupe ist die Frucht der Echten Mispel (Mespilus germanica), eines Baumes mit hübscher weißer Frühjahrsblüte. Die Echte Mispel eignet sich ideal für eine frei wachsende Hecke und wird kaum höher als 3 Meter. Was Boden und Standort betrifft, ist sie anspruchslos und zudem sehr winterhart.

Mispeln werden erst nach den ersten Frösten genießbar
Die Früchte erscheinen im Mai, werden aber erst nach den ersten Frösten teigig und können dann geerntet werden. Die Echte Mispel darf nicht mit der Japanischen Wollmispel (Eriobotrya japonica) verwechselt werden. Ihre orangefarbenen Früchte reifen im Mai und Juni. Entdecken Sie unser umfassendes Dossier über die Japanische Wollmispel.
→ Mehr über die Echte Mispel in unserem ausführlichen Steckbrief: Echte Mispel: pflanzen, pflegen und Früchte ernten
Vielblütige Ölweide
Die Frucht der Vielblütigen Ölweide: Die kleine rote, vitamin- und antioxidantienreiche Frucht schmeckt süß, säuerlich und leicht adstringierend. Sie wird im Juli und August geerntet und zu Kompott oder Gelee verarbeitet. Die Vielblütige Ölweide (Elaeagnus multiflora) ist ein etwa 3 Meter hoher und ebenso breiter Strauch mit duftender Blüte, der sich ideal für eine frei wachsende Hecke eignet.

Die leicht adstringierenden Früchte der Vielblütigen Ölweide werden zu Kompott oder Gelee verarbeitet
Kaki-Pflaume, eine adstringierende Frucht … ja, aber
Wenn von adstringierenden Früchten die Rede ist, steht die Kaki an erster Stelle. Sie ist die Frucht der Kakipflaume (Diospyros), eines Baumes aus der Familie der Rosengewächse, der bis -18 °C winterhart ist und im Herbst mit seinem schönen, rot leuchtenden Laub besonders dekorativ wirkt. Je nach Frühzeitigkeit der Sorte können einige Früchte bereits ab November geerntet werden. Im Allgemeinen fällt die Ernte jedoch in den Winter, von Dezember bis Februar, wenn die Früchte kräftig orange gefärbt und weich sind. Warten Sie unbedingt auf die ersten Fröste. Im teigigen Zustand hat das Fruchtfleisch der Kaki eine zähflüssige, glibberige Konsistenz und wird mit dem Löffel gegessen.

Kakis werden zwischen Dezember und Februar geerntet
Die Kakipflaume gedeiht am besten in voller Sonne und in einem nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden. Sie kann eine Höhe von 6 Metern und eine Breite von 5 Metern erreichen und ist sehr ertragreich. Am bekanntesten ist Diospyros kaki, der sich dank seines kompakten Wuchses ideal für kleine Gärten eignet, ebenso Diospyros kaki Costata mit kernlosen Früchten sowie Kaki Muscat oder die Chinesische Kakipflaume, eine selbstfruchtbare Sorte.
Wenn Sie die weiche Konsistenz teigiger Kakis nicht mögen, wählen Sie Diospyros kaki Fuyu oder Apfelkaki, eine nicht adstringierende Sorte.

Apfelkakis, die Früchte von Diospyros kaki Fuyu, sind nicht adstringierend
Die Kakis dieser Art sind orangefarben und so groß wie ein Apfel. Sie werden Ende Oktober fest geerntet und können sofort verzehrt werden, ohne das Weichwerden abzuwarten. Außerdem ist dieser Baum besonders dekorativ. Er erreicht eine Höhe von 6 bis 10 Metern, ist über -15 °C hinaus winterhart und wird an einem sonnigen, geschützten Standort in einen nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden gepflanzt.
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