Kräutertee aus Küchenresten
Tipps und Ideen für selbstgemachte Kräutertee-Rezepte
Inhaltsverzeichnis
Ganzjährig gelingen köstliche Tees aus Gartenpflanzen, Kräutern und Schalen: natürlich, günstig und nachhaltig. Entdecken Sie unsere Rezepte für Zero-Waste-Tees!
Pflanzen, pflücken, ernten oder sammeln
Wenn Sie das Glück haben, einen großen Garten, eine Terrasse oder einen Balkon zu besitzen, können Sie ganz einfach einige Stauden pflanzen, deren Blätter und Blüten Sie für Ihre Lieblingsgetränke ernten können. Zum Beispiel lassen sich Kräuter anpflanzen, die in der Küche ebenso nützlich sind wie für die Zubereitung von Tee, etwa Thymian, Salbei, Minze, Fenchel, Anis, Verbene, Kamille, Melisse, Rosmarin und sogar Lavendel. Diese Pflanzen gedeihen ebenso gut im Beet, am Beetrand, in einer Ecke des Gemüsegartens oder im Topf auf dem Balkon.
Gut zu wissen: Von jeder Pflanze gibt es zahlreiche Sorten mit unterschiedlichen Geschmacksnuancen. So existieren etwa hundert Minzsorten. Pfefferminze verströmt beispielsweise einen sehr ausgeprägten Mentholduft, während Zitronen-Minze einen angenehm zitronigen Duft verströmt.
Auch Blüten kommen infrage: Kuhblume, Kornblume, Ringelblume, Orangenblüten, Rosenblütenblätter und Malve.
Wenn etwas Platz vorhanden ist, können Sie Sträucher pflanzen, etwa Flieder oder Hibiscus syriacus, dessen Blüten Kräutertees aromatisieren. Auch Schwarze Johannisbeere, Himbeere und Brombeere sind wegen ihrer Früchte und der für Tee verwendbaren Blätter interessant.
Warum nicht die Schalen Ihrer Zitrusfrüchte verwenden, um Ihren Kräutertees eine säuerliche Note zu verleihen? Dazu einfach die Schalen sammeln und trocknen lassen. Einfach und lecker! Auch getrocknete Kirschstiele werden wegen ihrer harntreibenden Wirkung sehr geschätzt. Ebenso verleihen manche Trockenfrüchte oder getrockneten Schalen Kräutertees ein köstliches Aroma, etwa Apfel oder Birne.
Bei einem Spaziergang können Sie die Blätter und Früchte der Brombeere (Rubus fruticosus), die Hagebutten eines Wildrosenstrauchs (Rosa canina), Brennnesseln oder die Blüten einer Linde sammeln.

Einige Vorsichtsmaßnahmen:
- Sammeln Sie nur Pflanzen, die Sie sicher bestimmen können.
- Vermeiden Sie das Sammeln von Pflanzen an Straßenrändern, Bahngleisen und auf von Rindern beweideten Flächen.
- Verwenden Sie ausschließlich Pflanzen, die nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden. Kaufen Sie Früchte, insbesondere Zitrusfrüchte, nur aus biologischem Anbau.
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Hibiskusblüten trocknen?Verwenden, trocknen und lagern
Nach dem Pflücken spülen Sie Ihre wertvolle Ernte unter fließendem Wasser ab, um Staub, kleine Insekten und andere Verunreinigungen zu entfernen. Anschließend können Sie Blätter und Blüten frisch als Aufguss verwenden oder trocknen und so mehrere Monate aufbewahren, um das ganze Jahr davon zu profitieren.
Es gibt mehrere Trocknungsmethoden, zum Beispiel:
- Trocknen in der Sonne: Verteilen Sie die Ernte auf einem Gitter und stellen Sie dieses bei großer Sommerhitze tagsüber ins Freie. Die Trocknung dauert 2 bis 6 Tage.
- Trocknen als Bündel: Binden Sie 5 bis 10 Stängel wie einen Strauß zusammen. Hängen Sie das Bündel anschließend kopfüber in einem dunklen, gut belüfteten Raum auf. Die Trocknung dauert 7 bis 20 Tage.
- Trocknen im Backofen: So lassen sich Blätter, Blüten, aber auch Wurzeln, Schalen und Früchte zu jeder Jahreszeit trocknen. Verteilen Sie die Zutaten auf Backpapier. Heizen Sie den Backofen 20 Minuten lang auf 90 °C vor, schalten Sie ihn aus und schieben Sie das Blech mit den Blättern und Blüten hinein. Lassen Sie sie 1 Stunde trocknen. Bei Bedarf wiederholen.
- Trocknen im Dörrautomaten: Damit lassen sich Früchte, Wurzeln, Blätter und Blüten einfach trocknen. Verteilen Sie die Zutaten in einer dünnen Schicht, stellen Sie die Temperatur auf 35 °C und lassen Sie sie mehrere Stunden trocknen (je nach Pflanze meist 8 bis 18 Stunden).
In jedem Fall müssen Blätter, Blüten und Früchte trocken sein und unter den Fingern rascheln. Für eine gute Haltbarkeit dürfen keine Spuren von Feuchtigkeit vorhanden sein.
Anschließend bewahren Sie die Kräuter entweder in einem luftdicht verschlossenen Glas oder in Kraftpapiertüten auf. Lagern Sie die getrockneten Pflanzen an einem trockenen, möglichst lichtgeschützten Ort. Vergessen Sie nicht, jedes Glas mit dem Inhalt und dem Erntedatum zu beschriften.

Kräuter kombinieren: eigene Kräutertees mischen
Blätter, Blüten und Kräuter mischen: Thymian, Minze, Apfel und Zimt harmonieren. Kuhblumen- und Chicorée-Wurzel wirken entwässernd. Ingrid mischt nach Lust.
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6 unverzichtbare MinzenWinterlicher Thymiantee
Zutaten:
- Hagebutten;
- Thymian;
- Rosmarin.
- Optional: ein Teelöffel Honig und der Saft einer halben Zitrone oder die getrocknete Schale einer halben Zitrone.
Zubereitung:
- Hagebutten, Thymian- und Rosmarinblätter zu gleichen Teilen mischen.
- 1 bis 2 Teelöffel der Mischung in einem Topf mit 25 cl kaltem Wasser übergießen.
- Den Topf auf niedrige Hitze stellen und die Erwärmung beenden, sobald das Wasser erste Bläschen bildet.
- Den Topf mit einem Deckel abdecken und 5 bis 10 Minuten ziehen lassen.
- Den Tee abseihen und in eine Tasse gießen.
- Nach Belieben können Sie einen Teelöffel Honig und den Saft einer halben Zitrone hinzufügen, besonders bei Halsschmerzen. Der Zitronensaft kann durch etwas getrocknete Zitronenschale ersetzt werden.
→ Lesen Sie auch unsere Anleitung: „Wie trocknet man Hagebutten selbst?“.

Detox-Tee für den Frühling
Zutaten:
- Getrocknete Kuhblumenwurzeln
- Getrocknete Blätter der Brennnessel
- Frische oder getrocknete Blätter der Melisse
- Frische oder getrocknete Blüten des Holunders.
Zubereitung:
- Melisse, getrocknete Brennnesselblätter, Holunderblüten und einige kleine Stücke getrocknete Kuhblumenwurzel zu gleichen Teilen mischen.
- 25 cl kaltes Wasser mit ein bis zwei Teelöffeln der Kräutermischung in einen Topf geben.
- Den Topf auf niedrige Hitze stellen und das Wasser beim ersten Aufwallen vom Herd nehmen.
- Den Topf abdecken und 5 bis 10 Minuten ziehen lassen.
- Den Tee abseihen und in eine Tasse gießen.
- Genießen.
→ Lesen Sie auch unsere Anleitung: “Wie trocknet man Melissenblätter?”

Sommertee mit Lavendel
Zutaten:
- Getrocknete Lavendelblüten
- Getrocknete Melissenblätter
- Getrocknete Korianderbeeren
Zubereitung:
- Lavendelblüten und Melissenblätter zu gleichen Teilen mischen (Tipp: Melisse vorher fein hacken, damit sie sich leichter mischen lässt).
- Einige Koriandersamen hinzufügen.
- 1–2 Teelöffel der Mischung in einen Topf geben und 25 cl kaltes Wasser hinzufügen.
- Den Topf bei niedriger Hitze erwärmen, bis das Wasser leicht zu köcheln beginnt. Dann die Hitze ausschalten.
- 5–10 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
- Abseihen und den Aufguss in eine Tasse gießen.
- Genießen.
→ Lesen Sie auch unsere Anleitungen: „Wie trocknet man Lavendel?“ und „Wie bereitet man Lavendeltee zu?“

Herbsttee mit Zitrusfrüchten
Zutaten:
- Getrocknete Zitrusschalen nach Wahl: Zitrone, Yuzu, Orange, Clementinen;
- Einige getrocknete Ingwerschalen;
- Die getrocknete Schale eines Apfels;
- Fenchelsamen, Anissamen oder ein Stück Zimtrinde;
- optional: ein Teelöffel Honig.
Zubereitung:
- Apfel- und Ingwerschalen fein hacken, falls noch nicht geschehen.
- Nach Geschmack getrocknete Zitrusschalen hinzufügen.
- Nach Belieben Fenchelsamen, Anissamen oder zerbröselte Zimtrinde hinzufügen.
- Mischen und ein bis zwei Teelöffel davon in einen Topf geben.
- 25 cl kaltes Wasser hinzufügen und den Topf bei niedriger Hitze erwärmen, bis die ersten Bläschen aufsteigen.
- Herd ausschalten, den Topf abdecken und 5 bis 10 Minuten ziehen lassen.
- Den Aufguss abseihen und die Flüssigkeit in eine Tasse gießen.
- Genießen.

Was tun mit Tee-Resten?
Für abfallfreien Tee: Aufgussreste kompostieren oder im Beet verteilen. Zitrusreste nur sparsam im Großkomposter, nie im Wurmkompost.
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