Kräutertees gegen Wintermüdigkeit
6 Pflanzen gegen Wintermüdigkeit
Inhaltsverzeichnis
Wintermüdigkeit natürlich bekämpfen: Kräutertees stärken Abwehrkräfte und Vitalität. 6 leicht zu kultivierende Pflanzen für Garten und Balkon. Hören Sie auch unseren Podcast:
Kräutertee aus dem Garten zubereiten
Tees aus frischen oder getrockneten Pflanzen sind im Winter besonders wertvoll. Je nach Pflanze verwendet man Blätter, Zweige, Blütenspitzen oder Wurzeln. Wer einen Garten, eine Terrasse oder nur einen Balkon hat, kann aus vielen Pflanzen eigene Tees mischen.
Sie können Ihre Pflanzen selbst anbauen, ernten und trocknen. Beginnen Sie damit rechtzeitig nach der warmen Jahreszeit, um Ihre Sammlung für Kräutertee anzulegen. Für selbst gemischte Tees wird das Trocknen empfohlen. Ein Aufguss aus frischen Pflanzen ist weniger wirksam als einer aus getrockneten, da frische Pflanzen viel Wasser enthalten. Getrocknete Blätter haben ein intensiveres Aroma.
Empfohlen werden 5 bis 20 g getrocknete Pflanze pro Liter Wasser, also 2 Esslöffel pro Liter. Bei frischen Pflanzen verdoppeln oder verfünffachen Sie diese Menge. Rechnen Sie mit etwa einem Esslöffel frischer Pflanze pro Tasse. Sie können mehrere Pflanzen in einem Aufguss mischen. Getrocknete Pflanzen sind ein bis zwei Jahre haltbar.
- Trocknen Sie die Pflanzen nach der Ernte an der Luft auf einem Tuch oder Küchenpapier oder im Backofen bei 50 °C.
- Bewahren Sie sie trocken und lichtgeschützt in Papiertüten oder Gläsern auf.
- Lassen Sie die Pflanzen etwa 10 Minuten in heißem, nicht kochendem Wasser in einer Teekanne oder einem Kräutertee-Filter ziehen; die Aufgusstemperatur sollte zwischen 85 °C und 90 °C liegen, niemals bei 100 °C, damit wertvolle Inhaltsstoffe wie Spurenelemente und Vitamine nicht zerstört werden.
- Filtern Sie den Aufguss.
- Trinken Sie den fertigen Tee mindestens drei Wochen lang täglich in einer Menge von 1 bis 3 Tassen.
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Lavendeltee zubereiten?Brennnesseltee
Die Brennnessel ist eine Staude aus der Familie der Brennnesselgewächse, die Vitamine und Mineralstoffe in sich vereint. Sie ist seit der Antike für ihre zahlreichen Vorzüge bekannt. Die berühmte Brennnesseljauche ist wohlbekannt. Aber wussten Sie, dass dieses ungeliebte Wildkraut Eigenschaften besitzt, die besonders im Winter sehr geschätzt werden?
Beschreibung
Die Große Brennnessel, auch „Brennende Nessel“ oder Brennnessel (Urtica dioica), ist eine krautige Staude, die bis zu 2 Meter hoch wird. Sie bildet lange Stängel mit grünen, stark gezähnten Blättern, die mit Brennhaaren besetzt sind. Wer sie berührt, verbrennt sich!

Heilwirkung
Als Unkraut betrachtet, besitzt die Brennnessel dennoch zahlreiche seit der Antike bekannte Vorzüge. Sie ist reich an essenziellen Aminosäuren, den Vitaminen A, C, K und B sowie Mangan, Kalzium, Kieselsäure, Magnesium, Kupfer, Zink und Phosphor. Außerdem enthält sie besonders viel Eisen und Eiweiß. Ihre Blätter wirken blutbildend, stärkend, anregend und entgiftend. Die Brennnessel ist bei Erschöpfung sehr wirksam. Drei Tassen Brennnesseltee täglich über zwei Monate können Ihnen helfen, wieder zu Kräften zu kommen!
Anbau im Garten
Die Brennnessel verdient einen Platz im Garten, um als Aufguss verwendet zu werden. Sie lässt sich problemlos in jeder guten, nährstoffreichen, gut drainierten und stets frischen Gartenerde an einem sonnigen bis halbschattigen Standort kultivieren.
→ Entdecken Sie die Vorzüge der Brennnessel

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Rosmarintee
Rosmarin ist ein aromatischer, würzender und heilkräftiger Strauch. Rosmarin (Rosmarinus officinalis) wird wegen seines ätherischen Ölreichen Laubs kultiviert, das frisch oder getrocknet verwendet wird und als Aufguss köstlich schmeckt. Er verströmt einen kräftigen, belebenden, charakteristischen Kampferduft.
Beschreibung
Dieser kleine, mehrjährige Strauch mit aromatischen Blättern kann eine Höhe von 1,5 m erreichen. Er bildet einen immergrünen Busch, der sich mit zahlreichen lavendelblauen Blüten bedeckt und kaum Pflege benötigt.

Heilende Eigenschaften
Rosmarin wird seit der Antike wegen seiner heilenden Eigenschaften verwendet. Er wirkt antiseptisch, bakterizid, verdauungsfördernd und stärkend. Die Blätter und blühenden Triebspitzen enthalten starke Antioxidantien sowie Bestandteile mit bekannten antimikrobiellen Eigenschaften. Als natürliches Antiseptikum hilft er, Stress, Müdigkeit und geistige Überlastung zu bekämpfen.
Anbau im Garten
Als mediterrane Pflanze ist Rosmarin relativ winterhart und verträgt bis zu -15 bis -20 °C, wenn der Boden im Winter gut drainiert und trocken ist. Er wächst in trockenen, sehr durchlässigen, mageren und steinigen Böden. Er liebt Sonne und Wärme, ja sogar Trockenheit, die sein Aroma verstärken. Der Anbau im Freiland, im Topf oder Balkonkasten, auf der Fensterbank oder Terrasse ist unkompliziert.
→ Lesen Sie unser ausführliches Merkblatt zur Rosmarinkultur
→ Entdecken Sie: Wie lässt sich Rosmarin aufbewahren und verwenden?

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Thym trocknen und richtig aufbewahren?Thymiantee
Wie Rosmarin ist auch Thymian eine weitere mediterrane Pflanze aus der Familie der Lippenblütler mit vielfältigen Vorzügen! Es handelt sich um eine aromatische, würzende und heilkräftige Staude. Seine stark aromatischen Blätter und Zweige werden in der Küche oder für wohltuende Tees verwendet.
Beschreibung
Er bildet einen kleinen, 20 bis 40 cm hohen Busch aus zahlreichen, verzweigten Stängeln. Diese tragen kleine, immergrüne Blätter, die graugrün bis gelb gefärbt sind und beim Zerreiben stark duften. Echter Thymian (Thymus officinalis), Zitronen-Thymian (Thymus citriodorus) mit zitronigem Duft oder Echter Thymian (Thym fragrantissimus) mit zitrusartig duftenden Blättern – Sie haben die Qual der Wahl!

Heilende Eigenschaften
Thymianblätter werden als Aufguss zur Förderung der Verdauung, aber auch bei Atemwegsinfektionen verwendet. Da Thymian viel Vitamin C enthält, hilft er zudem gegen Müdigkeit. Geben Sie 2 Thymianzweige in 1/2 l kochendes Wasser. 10 Minuten ziehen lassen.
Anbau im Garten
Thymian lässt sich sehr einfach im Topf oder im Freiland kultivieren und wächst an sonnigen Standorten in jedem gut durchlässigen Boden. In rauem Klima empfiehlt sich Winterthymian, der winterhärteste Thymian.
→ Weitere Informationen finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeber: „Thymian kultivieren, pflanzen und zurückschneiden“

Jiaogulan-Tee
Der Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum), auch Unsterblichkeitstee oder -kraut genannt, ist eine aus Asien stammende Kletterpflanze. Sie wird wegen ihrer süßlich schmeckenden Blätter kultiviert, die als Aufguss verwendet werden. Der Legende nach soll regelmäßiger Jiaogulan-Konsum die Langlebigkeit fördern!
Beschreibung
Er bildet einen bis zu 1,50 m hohen, kletternden Strauch mit immergrünen, handförmig geteilten grünen Blättern aus 5 Fiederblättchen. Von August bis Oktober erscheinen kleine weiße Blüten. Mithilfe seiner Ranken hält er sich an jeder Stütze fest.

Heilende Eigenschaften
Die Blätter des Jiaogulan sind besonders reich an Antioxidantien und enthalten Saponine, die denen des Ginsengs ähneln. Sie wirken anregend und belebend auf den Organismus und sind bei Müdigkeit sowie zur Vermeidung von Leistungstiefs besonders hilfreich. Jiaogulan wird in der traditionellen chinesischen Medizin seit Jahrhunderten verwendet, um die natürlichen Abwehrkräfte und die Vitalität zu stärken und Stress besser zu widerstehen.
Anbau im Garten
Der bis etwa -25 °C winterharte Jiaogulan gedeiht überall im Freiland oder im Topf. Er lässt sich in jedem nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden an sonnigen bis halbschattigen Standorten leicht kultivieren. Er wächst an Stäben, Spalieren oder Sträuchern empor, kann sich aber auch als Bodendecker ausbreiten.

Ingwertee
Ingwer ist eine subtropische Gewürzpflanze, die wegen ihres scharf-zitronigen Rhizoms angebaut wird. Diese knollige, gelbe Wurzel aus Asien wird seit Langem sowohl wegen ihres Geschmacks als auch ihrer Heilwirkung genutzt. Der aromatische Ingwer (Zingiber officinalis) verfeinert Tees perfekt.
Beschreibung
Die Pflanze entwickelt sich aus ihrem Rhizom und bildet einen Horst aus großen, maisähnlichen Blättern von etwa einem Meter Höhe. Die ungewöhnliche Blüte mit Ähren ist in unserem Klima selten.

Heilwirkung
Ingwer ist ein wahres Kraftpaket und für seine stärkenden, verdauungsfördernden, schmerzlindernden, schleimlösenden und blutstillenden Eigenschaften bekannt …Das Rhizom enthält die Vitamine B, C und E, Mineralien sowie Spurenelemente (Magnesium, Eisen, Kalium …), die Müdigkeit lindern. Ingwertee belebt den Körper!
Anbau im Garten
Ingwer ist eine frostempfindliche exotische Pflanze, die Wärme (25 °C über mehrere Monate) und Feuchtigkeit zum Wachsen benötigt. Im Freiland gelingt der Anbau nur in Regionen mit heißen Sommern, ansonsten vor allem im Topf. Stellen Sie den Topf im Sommer draußen an einen halbschattigen Platz mit mindestens 20 bis 25 °C.

Sonnenhut-Tee
Der Igelkopf ist eine Staude aus der Familie der Korbblütler mit langer Sommerblüte, die für ihre Heilwirkung bekannt ist. Die Arten pallida, angustifolia und purpurea sind Heilpflanzen, deren Wurzeln und Blüten in der Homöopathie und Phytotherapie häufig verwendet werden.
Beschreibung
Aus einem kräftigen schwarzen Rhizom bildet diese robuste Staude dichte, üppig blühende Horste, die bei den größten Sorten leicht 1 m Höhe erreichen. Sie blüht mit großen Margeriten in verschiedenen Farben und einer hervorstehenden, struppigen Mitte – im Griechischen bedeutet Echinacea „Igel“. Die farbenfrohe Blüte zieht Bestäuber, insbesondere Schmetterlinge, an.

Heilwirkung
Die Pflanze wirkt tonisierend und hilft bei winterlicher Erschöpfung. Sie stärkt das Immunsystem, macht den Körper widerstandsfähiger und steigert die körperliche Leistungsfähigkeit. Sie ist sehr wirksam gegen winterliche Infektionen (insbesondere im HNO-Bereich, bei Angina, Erkältungen, Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung und Grippe …) und kann vorbeugend gegen diese Winterbeschwerden eingesetzt werden.
Anbau im Garten
Die Pflanze blüht üppig, wenn sie in voller Sonne auf frischem, tiefgründigem, lockerem, nährstoffreichem und gut durchlässigem Boden steht. Sie ist bis unter -15 °C winterhart und in jedem Garten leicht zu kultivieren – im Freiland ebenso wie im Topf.
→ In unserem ausführlichen Steckbrief erfahren Sie, wie Sie den Igelkopf kultivieren
→ Mehr dazu in unserer Anleitung: Wie sät man Igelköpfe aus?

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- Tees, Kräutertees und gesunde Getränke zum Selbermachen von Marie-France Farré und Noëlie Cotteaux, erschienen im Eyrolles Verlag
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