Tomaten gießen: Wie geht das?

Tomaten gießen: Wie geht das?

Wie oft, wie viel und wie Tomaten gießen?

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 5. August 2025  durch Ingrid B. 4 min.

Das Gießen von Tomaten wirft im Gemüsegarten häufig Fragen auf. Denn dieses Fruchtgemüse benötigt zwar viel Wasser, reagiert aber empfindlich auf feuchte Bedingungen, die die gefürchtete Kraut- und Braunfäule und andere Pilzkrankheiten begünstigen.

Wie sollten Sie Tomaten also gießen? Wann und in welcher Häufigkeit? Welche Methode ist die beste: die Gießkanne, die Technik mit der Plastikflasche oder ein Tropfbewässerungssystem? Welche Vorsichtsmaßnahmen sollten Sie treffen? Müssen Tomaten wirklich gegossen werden? Und wenn ja, wann sollten Sie damit aufhören?

Hier finden Sie alle Antworten auf diese Fragen sowie zahlreiche Tipps zum richtigen Gießen Ihrer Tomaten.

Frühling, Sommer Schwierigkeit

Welches Wasser zum Gießen von Tomaten verwenden? In welcher Menge?

Wir können es nicht oft genug sagen: Das beste Wasser zum Gießen ist Regenwasser. Bei Raumtemperatur gelagert, verursacht es bei den Pflanzen keinen Temperaturschock.

Theoretisch wird empfohlen, Tomaten mit etwa 1 Liter Wasser pro Tag zu gießen. Dieser Richtwert muss natürlich an verschiedene Faktoren angepasst werden:

  • Das Entwicklungsstadium der Pflanze: Der Wasserbedarf steigt bis zur Fruchtbildung und stabilisiert sich anschließend während der Fruchtreife. Eine frisch gepflanzte Tomatenpflanze benötigt keine große Wassermenge, um sich zu entwickeln. Zu reichliches Gießen in diesem Stadium könnte dazu führen, dass sie fault, oder – insbesondere in Verbindung mit einer großen Menge stickstoffhaltigen Düngers – ein zu schnelles Wachstum bewirken, wodurch sie anfälliger würde.
  • Das Klima, die Außentemperaturen und die Anbauweise (im Topf, im Freiland oder unter geschütztem Anbau): Je wärmer es ist, desto stärker ist die Verdunstung und desto mehr Wasser benötigen Ihre Tomaten. Im Gewächshaus oder Folientunnel steigen die Temperaturen sehr schnell an und erreichen problemlos 50 °C. Auch im Topf kann sich die Erde sehr schnell erwärmen.

Unter geschütztem Anbau sind Tomaten hohen Temperaturen ausgesetzt: Passen Sie die Bewässerung entsprechend an

  • Auch die Beschaffenheit des Bodens hat einen großen Einfluss: Lehmige Böden, aber auch nährstoffreiche, humusreiche Böden halten die Feuchtigkeit länger als ein eher armer, sandiger, durchlässiger Boden …
  • Die angebauten Sorten: Kleinfrüchtige Tomaten, etwa Kirschtomaten, benötigen für die Bildung ihrer Früchte weniger Wasser als großfrüchtige Sorten.

Das Wichtigste in Kürze: Gießen Sie maßvoll und berücksichtigen Sie dabei die Größe Ihrer Pflanzen, die Anbaubedingungen und die Niederschläge. Gießen Sie nicht zu viel, damit sich das Wurzelsystem in der Tiefe entwickelt. Denken Sie daran, den Boden zu mulchen, um die Feuchtigkeit zu bewahren.

Wann und wie oft sollten Sie Tomaten gießen?

Der beste Zeitpunkt zum Gießen von Tomaten ist morgens, früh am Tag. Sie können auch abends gießen, aber das ist etwas riskanter: Wenn das Laub nass ist, trocknet es langsamer als tagsüber, wodurch das Risiko steigt, dass sich die Kraut- und Braunfäule ausbreitet.

Für die Häufigkeit des Gießens gibt es nur eine goldene Regel: Regelmäßigkeit.

Denn zu unregelmäßiges, planloses Gießen, zu häufiges oder zu seltenes Gießen sowie zu große Wassermengen verursachen Wasserstress. Dieser führt zu physiologischen Erscheinungen wie der Blütenendfäule bei Tomaten, dem Aufplatzen der Früchte, aber auch zum Einrollen der Blätter (mehr über diese Erscheinungen erfahren Sie in unserem Ratgeber „Tomaten: Kraut- und Braunfäule, andere Krankheiten und Schädlinge“).

Richtiges Gießen bedeutet nicht unbedingt, sehr häufig zu gießen, sondern einen regelmäßigen Rhythmus einzuhalten, der beispielsweise alle drei oder vier Tage oder unter sehr günstigen Bedingungen sogar alle 15 Tage liegen kann!

Wenn Sie Ihre Tomaten in einem Topf oder Pflanzgefäß kultivieren, trocknet das Substrat sehr schnell aus. Das Gießen muss dann noch regelmäßiger erfolgen, damit die Blumenerde nicht vollständig austrocknet. Andernfalls hätten Sie große Schwierigkeiten, sie wieder zu befeuchten.

Das Wichtigste in Kürze: Gießen Sie, solange es noch kühl ist, wählen Sie einen Rhythmus und halten Sie sich daran, damit Ihre Pflanzen keinen Stress bekommen. Wenn Ihnen das schwierig erscheint, entscheiden Sie sich für ein automatisches Tropfbewässerungssystem.

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Wie gießt man Tomaten richtig?

  • Die Gießkanne: eine klassische, aber effektive Methode zum Gießen von Tomaten

Am einfachsten ist es, Ihre Tomaten von Hand mit der Gießkanne langsam und vorsichtig zu gießen, damit das Laub niemals nass wird. Zögern Sie daher nicht, die unteren Blätter zu entfernen (siehe unser Merkblatt „Rückschnitt und Erziehung von Tomaten“).

Gießen Sie mit der Brause an der Basis der Jungpflanze, aber auch rundherum (vor allem, wenn Sie Ihre Jungpflanzen bei der Pflanzung liegend eingesetzt haben), damit das gesamte Wurzelsystem Ihrer Tomaten vom Wasser profitieren kann.

Sie können auch direkt mit einem Schlauch gießen, aber diese Methode ist weniger praktisch, da es oft schwierig ist, die ausgebrachte Wassermenge einzuschätzen.

  • Die automatische Tropfbewässerung: gut für Tomaten geeignet

Nichts ist gleichmäßiger als eine Tropfbewässerung. Diese Methode eignet sich daher perfekt für den Anbau von Tomaten und ermöglicht es sogar, sich einige Tage abwesend zu sein. Diese Systeme werden als Bausatz verkauft, sind einfach zu installieren und werden entweder angeschlossen:

– an einen Wasserhahn,
– an einen höher aufgestellten Wassertank, damit die Schwerkraft einen ausreichenden Druck erzeugt.

Der einzige Nachteil der Tropfbewässerung besteht darin, dass in der Regel nur ein Tropfer an der Basis der Jungpflanze angebracht wird. Die Bewässerung ist daher sehr punktuell, was die Wurzeln nicht dazu anregt, sich unter der Erde auszubreiten.

Auch lesenswert: Wie installiert man eine automatische Bewässerung auf Balkon oder Terrasse?

  • Die Flaschentechnik und weitere Tipps und Tricks zum Gießen von Tomaten

Einer der bekanntesten Tricks ist die Verwendung einer Wasserflasche. Sie können zwischen diesen beiden Varianten wählen:

– schneiden Sie den Boden ab, stechen Sie kleine Löcher in den Verschluss, drehen Sie die Flasche um, stecken Sie sie in den Boden und füllen Sie sie anschließend
– stechen Sie kleine Löcher in die Flasche, vergraben Sie sie im Boden und füllen Sie sie anschließend

Nach demselben Prinzip können Sie auch Ollas verwenden oder große, unglasierte Tontöpfe eingraben und mit einer Untertasse abdecken, um die Verdunstung zu begrenzen und zu verhindern, dass kleine Tiere darin ertrinken. Sobald sie gefüllt sind, geben sie das Wasser langsam rundherum und in die Tiefe ab.

Das Wichtigste : Am einfachsten ist es, eine Gießkanne zu verwenden und den Bereich rund um die Basis ausreichend zu bewässern, ohne das Laub nass zu machen. Tropfbewässerungssysteme eignen sich besonders gut zum Gießen von Tomaten.

Tomaten gießen

Tomaten gießen: der Trick mit der Wasserflasche

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