Vertrocknete Pflanzen nach Dürre: ersetzen?
Ersetzen Sie Pflanzen nach Trockenheit nicht vorschnell!
Inhaltsverzeichnis
Nach Trockenheit wirken Pflanzen tot, doch manche gehen nur in Dormanz. Prüfen Sie vor dem Entfernen, ob sie lebt, und wählen Sie robuste Ersatzpflanzen.
Mit dem Ausgraben warten?
| Pflanzentyp | Wie lange warten? |
|---|---|
| Stauden | Bei manchen bis zum nächsten Frühjahr |
| Sträucher | Mehrere Wochen nach dem Einsetzen der Regenfälle |
| Rosen | Austrieb an der Basis prüfen |
| Bäume | Knospen im Frühjahr kontrollieren |
In den meisten Fällen ja: Warten Sie besser, bevor Sie die Pflanze ausgraben.
Nach einer sommerlichen Trockenheit sollten Sie einige Wochen abwarten. Die ersten Regenfälle im Spätsommer oder Frühherbst reichen manchmal aus, um das Wachstum von Pflanzen anzuregen, die man bereits für verloren hielt.
Bei Stauden empfiehlt es sich oft, bis zum nächsten Frühjahr zu warten. Manche treiben sehr spät wieder aus, und ihr Fehlen im Herbst bedeutet nicht unbedingt, dass sie abgestorben sind.
Auch Sträucher und Bäume können einige Zeit brauchen, um zu reagieren. Wenn nach der Rückkehr günstigerer Bedingungen Knospen an den Trieben oder am Wurzelstock erscheinen, sollten Sie ihnen besser eine Chance zur Erholung geben.
Wenn dagegen mehrere Wochen nach den Regenfällen kein neuer Austrieb sichtbar ist, die Triebe völlig trocken sind und die Wurzeln abgestorben sind, muss die Pflanze ersetzt werden.

Lesen Sie auch
Hitzewelle: Sonnenverbrannte Zweige schneiden?Eine vertrocknete Pflanze ist nicht unbedingt tot
Unter dem Einfluss einer anhaltenden Trockenheit entwickeln viele Pflanzen Überlebensstrategien. Manche verlieren vorzeitig ihre Blätter, um die Verdunstung zu begrenzen, andere lassen ihren oberirdischen Teil vollständig vertrocknen, um ihre Wurzeln zu schützen. Dieses Phänomen tritt besonders häufig bei Stauden, aber auch bei einigen Sträuchern auf.
So können Lavendel, Herbst-Salbei, Prachtkerze oder Garbe am Ende des Sommers stark geschädigt wirken und dennoch wieder austreiben, wenn die Temperaturen sinken und der Regen zurückkehrt. Auch Zwiebelpflanzen und manche Stauden gehen von Natur aus in sommerliche Dormanz über: Ihr Verschwinden bedeutet daher nicht, dass sie abgestorben sind.
Im Gegensatz dazu sind Jungpflanzen mit ihrem noch wenig entwickelten Wurzelsystem deutlich empfindlicher gegenüber Wassermangel und können innerhalb weniger Wochen absterben, wenn sie nicht gegossen werden.
Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie daher unbedingt prüfen, ob die Pflanze noch lebt.

Ist die Pflanze wirklich tot? So erkennen Sie es
Pflanze prüfen: Grünes Gewebe unter der Rinde, feste Wurzeln und neue Knospen zeigen Leben. Bei Stauden bis zum Frühjahr warten.
Wann eine vertrocknete Pflanze ersetzen?
Auch wenn eine Pflanze mitten im Sommer abgestorben ist, ist dies meist nicht der beste Zeitpunkt für Ersatz.
Hohe Temperaturen, trockener Boden und Bewässerungsbeschränkungen beeinträchtigen das Anwachsen neuer Pflanzen stark. Besser bis zum Herbst warten, wenn der Regen zurückkehrt und der Boden noch warm ist. So haben die Wurzeln mehrere Monate Zeit, sich vor der Sommerhitze einzuleben.
In Regionen mit sehr kalten Wintern ist eine Pflanzung im Frühjahr manchmal besser, besonders bei wenig winterharten Arten.

Kann man am selben Standort wieder pflanzen?
Ja, sofern Sie verstehen, warum die vorige Pflanze abgestorben ist.
Hat sie lediglich unter einer außergewöhnlichen Trockenperiode gelitten, können Sie am selben Standort problemlos nachpflanzen.
Ist der Boden hingegen sehr nährstoffarm, stark drainierend oder steht er in starker Konkurrenz zu den Wurzeln eines benachbarten großen Baums, sollten Sie die Kulturbedingungen vor einer Neupflanzung verbessern. Organisches Material, eine dicke Mulchschicht oder die Wahl einer besser geeigneten Art erhöhen die Erfolgschancen.
Pflanzen vor Trockenheit schützen
Da Dürren künftig häufiger auftreten dürften, helfen einige Maßnahmen, Schäden zu begrenzen.
Bevorzugen Sie Herbstpflanzungen, die vor dem Sommer eine tief reichende Bewurzelung fördern. Mulchen Sie den Fuß von Bäumen, Sträuchern und Stauden großzügig, um die Wasserverdunstung zu begrenzen. Gießen Sie in den ersten zwei Jahren nach der Pflanzung reichlich, aber seltener, damit die Wurzeln in die Tiefe wachsen.
Wählen Sie schließlich Pflanzen, die an Ihr Klima und Ihren Boden angepasst sind. Eine Pflanze am passenden Standort übersteht Trockenperioden deutlich besser als eine anspruchsvolle Art in ungeeigneter Umgebung. Ergänzen Sie Ihren Garten auf unserer Seite: Plantfit, pflanzen Sie passend!
Merke: Reißen Sie eine Pflanze nach einer Dürre nicht vorschnell heraus. Viele Stauden, Sträucher und sogar junge Bäume können noch Wochen nach dem Regen wieder austreiben. Eine einfache Prüfung verhindert oft, dass eine noch lebende Pflanze ersetzt wird.

- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare