10 wirksame Pflanzen gegen Mücken

10 wirksame Pflanzen gegen Mücken

Zum Pflanzen im Garten, Topf oder am Fenster

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 6. Mai 2026  durch Olivier 8 min.

Mücken, besonders die gefürchtete Tigermücke, sind im Sommer eine echte Plage. Ihre Stiche verursachen starken Juckreiz und können Krankheiten übertragen. Es gibt verschiedene Mückenschutzmittel, doch am besten kombinieren Sie mehrere Schutzmaßnahmen. Dazu eignen sich mückenabwehrende Pflanzen, die Mücken auf natürliche Weise fernhalten.

Hier finden Sie unsere Auswahl wirksamer mückenabwehrender Pflanzen für Topf und Garten – auf der Fensterbank, dem Balkon oder rund ums Haus.

→ Entdecken Sie auch unsere vollständige Auswahl an Pflanzen zur Mückenabwehr und unser Video:

Schwierigkeit

Melisse oder Zitronengras? Eines ist sicher: Es duftet nach Zitrone...

Zitronengras, das echte Cymbopogon citratus, gilt als mückenabwehrend. Eine seiner organischen Verbindungen, Citronellol mit starkem Zitronenduft, wird häufig zur Herstellung von Mückenschutzmitteln verwendet. Leider ist dieses tropische Gras kaum für kühle Klimate geeignet.

Zum Glück gibt es eine weitere, minzähnliche Pflanze mit denselben Eigenschaften: die Zitronen-Melisse. Melissa officinalis aurea ist eine Sorte mit hübschem goldgelbem Laub. Sie lässt sich im Topf oder im Freiland kultivieren, im Schatten wie in der Sonne und in jedem Boden. Ihr einziger Fehler (der manchmal auch ein Vorteil ist): Sie neigt dazu, sich überall selbst auszusäen. Wirklich überall …

Außerdem gibt es den Zitronenstrauch, Aloysia citriodora, der denselben Duft und somit dieselbe Wirkung besitzt, aber nur im Topf oder im Freiland in Regionen mit mildem Klima kultiviert werden kann. Nicht zu vergessen Pelargonium citronellum, ein wenig winterharter, aus Südafrika stammender Strauch, der mit den Pelargonien unserer Balkonkästen verwandt ist.

Lavendel, ein Duft der Provence ...

Wir Menschen lieben den Duft von Lavendel, Mücken hingegen hassen ihn. Pech für sie: Wir pflanzen reichlich Lavendel – auch im Topf, wenn das Substrat gut drainierend ist. Unter den vielen Sorten empfehle ich Lavendel Phenomenal ‘Niko’: Er gehört zu den kompakteren Sorten und eignet sich besonders gut nördlich der Loire, da er sehr widerstandsfähig gegen feuchte Kälte ist.

Lavendel wächst in magerem, steinigem, aber gut drainierendem Boden in voller Sonne. Neben seinen zahlreichen Heilwirkungen zählt er zu den bienenfreundlichsten und nektareichsten Pflanzen überhaupt. Mit Lavendel im Garten helfen Sie ein wenig beim Schutz der Insekten, da er ihnen einen großen Teil des Jahres Nahrung bietet.

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Vergissmeinnicht: Eine pflegeleichte Pflanze...

Kaum ein Name passt schlechter zu einer Blume als dieser! Die Calendula officinalis, auch Garten-Ringelblume genannt, ist tatsächlich eine einjährige Blume aus der Familie der Korbblütler – und das ganz ohne Sorgen. Diese hübsche, verblüffend pflegeleichte Blume lockt zahlreiche Insekten an und blüht vom Sommer bis zum ersten Frost. Obwohl sie direkt ins Freiland gesät wird, sobald keine Frostgefahr mehr besteht, können Sie sie auch im Topf oder Balkonkasten kultivieren, zum Beispiel auf einer Fensterbank. Ihr Duft vertreibt den ganzen Sommer über wirksam Mücken. Im Gemüsegarten halten Ringelblumen zudem Nematoden fern. Ihre Blüten können beispielsweise roh im Salat verzehrt werden. Außerdem ist die Blume für ihre medizinischen und färbenden Eigenschaften bekannt.

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Minze: Mückenschutz und Genuss in Tee oder Mojito

Auf Minze kann man in der Küche nicht verzichten. Ihre aromatischen Blätter verfeinern Salate, Tees, Desserts (in geschmolzene Schokolade getaucht … ein Genuss!) und sogar Grillgerichte. Doch das ist noch nicht alles: Ihr Duft hält auch sehr wirksam Mücken fern. Alle Minzarten eignen sich dafür, besonders schätze ich jedoch die Algerische Fruchtminze mit ihrem würzigen Geschmack. Minze gedeiht in jedem Boden und möglichst im Halbschatten. Achten Sie jedoch darauf, ausreichend Platz einzuplanen, da sie sich durch ihre ausläuferbildenden Wurzeln stark ausbreitet. Das spielt natürlich keine Rolle, wenn Sie sie in einem Topf am Küchenfenster kultivieren möchten. Außerdem hält der Duft von Minze auch Blattläuse und Ameisen fern.

mentha

Basilikum: Wer will Mücken-Pesto?

Basilikum gehört wie die zuvor genannte Minze, der Lavendel und die Melisse ebenfalls zur Familie der Lippenblütler. Auch er vertreibt Mücken! Kein Wunder, denn alle Pflanzen dieser Familie sind aromatische Pflanzen, die reich an ätherischen Ölen sind (Salbei, Rosmarin, Thymian …). Alle Basilikumsorten wirken gegen Mücken, doch Zitronenbasilikum ist noch wirksamer. Basilikum liebt nährstoffreiche, frische Böden und Halbschatten. Sie können es aber auch problemlos im Topf, im Wintergarten oder direkt hinter einem Küchenfenster kultivieren.

basilic citriodorus

Rosmarin: Strauch im Topf für die Küche

Ja, schon wieder eine Lippenblütlerpflanze! Rosmarin ist ein aromatischer kleiner Strauch aus dem Mittelmeerraum und dennoch sehr winterhart. Er fürchtet nur Staunässe, besonders im Winter. Ansonsten wächst Rosmarin in jedem Boden, auch in lehmigem, und bevorzugt volle Sonne. Die Sorte ‘Barbecue’ ist noch aromatischer als die Art. Da Rosmarin sehr gut im Topf wächst, können Sie ihn auf der Terrasse oder Fensterbank kultivieren. Sein Duft vertreibt Mücken, lockt aber wie Lavendel Schmetterlinge und Bienen an.

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Pelargonie: Nicht „Geranie“ nennen!

Die Pelargonien werden seit jeher (immerhin seit vier Jahrhunderten!) „Geranien“ genannt. Obwohl sie zur selben Familie, den Storchschnabelgewächsen, gehören, sind sie jedoch keineswegs echte Storchschnäbel. Sie stammen aus Südafrika und sind deshalb nicht winterhart. Es gibt unzählige Sorten, eine schöner und farbenfroher als die andere. Ideal für Balkonkästen, finden sie leicht einen Platz auf den Fensterbänken im Schlafzimmer, wo sie während Ihres Schlafs Mücken fernhalten. Wählen Sie Duftende Pelargonien wie P. graveolens oder roseum, die Mücken besonders wirksam abwehren. Einige Beispiele: P. citriodorum, ‘Lemon Fancy’ oder ‘Mosquitaway Lizzy’.

Hinweis: Die meisten Pflanzen aus der Familie der Storchschnabelgewächse, darunter Pelargonien, bilden eine chemische Verbindung namens Citronellol (siehe Punkt 1), die Mücken wirksam fernhält.


Duftpelargonie, Balkonpelargonie

Katzenminze: natürlicher Mückenschutz

Die Katzenminze ist eine anspruchslose Staude, die vom Frühjahr bis zum Sommer blüht. Katzen lieben sie und wälzen sich darin, sobald sie eine entdecken – ohne der Pflanze allzu sehr zu schaden. Sie gehört ebenfalls zur Familie der Lippenblütler. Mein Favorit ist die Mandschurische Katzenminze, da sie besonders kräftig wächst und nach einigen Jahren eine schöne Horstform bildet. Katzenminzen sind sehr winterhart und gedeihen in fast jedem Boden, sofern er ausreichend durchlässig ist. Sie bevorzugen volle Sonne oder Halbschatten. Im Garten ist Katzenminze ideal als Begleitpflanze für Rosen, lässt sich aber auch im Blumenkasten oder Topf kultivieren. Außerdem gehört sie zu den wirksamsten Pflanzen im Garten, um Mücken fernzuhalten.

Eukalyptus: Koala, von Mücken geplagt?

Eukalypten sind kräftige Bäume, die leicht eine Höhe von zwanzig Metern erreichen. Doch es gibt auch Zwergsorten, die sich bestens für die Kübelkultur eignen. Der Eukalyptus ‘Baby Blue’ ist ein perfektes Beispiel dafür. Leider ist er nur mäßig winterhart (bis -10 °C) und sollte daher in Küstenregionen oder Gegenden mit mildem Klima gepflanzt werden, da er andernfalls bei starkem Frost geschützt oder in ein Kalthaus gebracht werden muss. Dennoch verleiht er Ihrem Garten oder Ihrer Terrasse mit seinem ungewöhnlichen bläulichen Laub einen Hauch Exotik. Wie alle Eukalypten besitzt er medizinische Eigenschaften und kann als Aufguss oder Tinktur verwendet werden, aber auch als Insektizid, was ihn im Sommer auf der Terrasse besonders wertvoll macht.

Balsamkraut: nützliches Wildkraut

Rainfarn vertreibt Schädlinge und Mücken, wirkt als Fungizid und lässt sich im Topf kultivieren. Tipps zu Standort, Verwendung und Vorsicht.

Weitere Pflanzen für den Garten...

Viele weitere Pflanzen können Mücken im Garten fernhalten. Hier einige Beispiele:

 

Schon gewusst?

  • Mücken gehören wie jedes Lebewesen zum Ökosystem. Sie dienen vielen Tierarten als Nahrung (siehe unten). Nimmt ihre Zahl durch menschliche Einflüsse stark ab, leiden auch ihre natürlichen Feinde darunter und verschwinden.
  • Mücken haben viele natürliche Feinde, darunter Vögel (Schwalben, Stängelloses Leimkraut, Grauschnäpper, Bachstelzen …), Fledermäuse (jede Fledermausart jagt eine bestimmte Mückenart, sodass sie problemlos im selben Lebensraum zusammenleben können), Amphibien (vor allem Frösche und Molche), Insekten wie Libellen oder Dytiscus sowie natürlich Fische. Fördern Sie daher natürliche Feinde in Ihrem Garten, indem Sie Nistkästen für Schwalben oder Fledermäuse anbringen oder einen Naturteich anlegen.

Vögel gegen Mücken

  • Mückenlarven leben im Wasser. Daher denken viele sofort: „Oh nein, ein kleiner Teich oder ein Becken beim Nachbarn! Wir werden von Mücken aufgefressen!“ Tatsächlich gibt es kein Problem, wenn der Teich von natürlichen Feinden bewohnt ist oder das Becken Fische enthält. Dagegen sind Zisternenböden, vergessene alte Wassereimer, Sammlungen alter Reifen oder sogar mit Wasser gefüllte Untersetzer unter den Töpfen auf Ihrer Terrasse: All das ist ein wahres Mückennest. Seien Sie aufmerksam!
  • Mücken sind wie Fliegen Zweiflügler. Weltweit gibt es mehr als 3500 Arten.
  • Bei uns ist es noch nicht so weit, doch in den warmen Regionen der Erde stellen Mücken ein großes Gesundheitsproblem dar. Sie übertragen zahlreiche, teils tödliche Krankheiten. Es ist übrigens das Tier, das weltweit jedes Jahr die meisten Todesfälle verursacht.
  • Nur die weibliche Mücke sticht. Sie benötigt die im Blut enthaltenen Proteine, um ihre Eier abzulegen.

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