5 Wurzelgemüse für den Berggarten
Die besten Wurzelgemüse-Sorten fürs montane Klima
Inhaltsverzeichnis
Gemüseanbau im Berggarten erfordert Anpassung: Wählen Sie Gemüsesorten, die winterhart, früh und schnellwüchsig sind. Hier: 5 Wurzelgemüse für Berggärten und reiche Ernten.
Möhren: beliebtes Wurzelgemüse mit guter Winterhärte
Wenn Frühjahrsmöhren im Gebirge zu vermeiden sind, kommen andere Sorten infrage, sofern sie bei mindestens 7 °C keimen. Die Möhre, Daucus carota, wird ab Februar/März unter unbeheiztem Schutz direkt ins Freiland gesät und kann ab Juni/Juli geerntet werden. Sie benötigt einen nährstoffreichen, lockeren Boden und einen sonnigen Standort. Abgesehen vom Ausdünnen auf 5 cm nach dem Auflaufen brauchen Möhren keine besondere Pflege, außer einer Mulchschicht. Auch wenn das Gießen in größeren Abständen erfolgen kann, sollte es dennoch reichlich ausfallen.

Welche Möhrensorte wählen?
Zu den geeignetsten Möhrensorten für den Gemüsegarten im Gebirge zählen:
- ‘Touchon’, eine frühe, winterharte Sorte mit langen, süßen Wurzeln;
- ‘Marché de Paris’, eine frühe, winterharte Möhre mit kurzen, runden Wurzeln;
- ‘Rouge sang’, eine frühe, sehr winterharte Sorte;
- oder die Möhre ‘De Colmar à coeur rouge’, eine vielseitige, winterharte Sorte mit hervorragender Lagerfähigkeit.
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5 Blattgemüse für den BerggartenRüben: Wurzelgemüse mit kurzer Kulturzeit
Die Rübe, Brassica rapa, profitiert von kurzen Kulturzyklen und eignet sich daher als Gemüse für den Berggarten. Sie wird ab Mitte März bis August in leichten, frischen, organisch gedüngten Böden ausgesät, die vor allem kalkfrei sein sollten. Die minimale Keimtemperatur der Rübe liegt zwischen 7 und 12 °C. Ein sonniger bis halbschattiger Standort sowie regelmäßiges Gießen fördern das Wachstum. Eine Mulchschicht wird empfohlen, um die Verdunstung aus dem Boden und das Unkrautwachstum zu begrenzen.

Welche Rübensorte wählen?
Zu den in Bergregionen anbaubaren Rübensorten zählen beispielsweise:
- die Rübe ‘Hâtif d’Auvergne’, eine winterharte Sorte mit schneller Entwicklung;
- die Rübe ‘Des vertus Marteau’, die ebenfalls schnell wächst;
- oder die ‘Blanc globe à collet violet’, eine winterharte Sorte, ideal für die Herbsternte und sehr gut lagerfähig.
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Rettich: schnelles, einfaches Wurzelgemüse
Rettich, Raphanus sativus, profitiert ebenfalls von einer kurzen Kulturzeit und guter Winterhärte. Ein- oder zweijährig, wächst Rettich an einem sonnigen Standort in mit organischer Substanz angereichertem, feuchtem und drainierendem Boden. Er wird ab Februar unter Glas direkt ins Freiland gesät. Die Keimung erfolgt bei 7 °C innerhalb von 3 bis 5 Tagen. Nach dem Vereinzeln braucht Rettich wenig Pflege, abgesehen von regelmäßigem Gießen.

Welche Rettichsorte wählen?
Zu den für den Berggarten besonders geeigneten Rettichsorten zählen beispielsweise:
- der Rettich ‘De 18 jours’, der wegen seines schnellen Wachstums sehr beliebt ist;
- ‘Cherry Belle’, eine runde, ganzjährig anbaubare Sorte mit schnellem Wachstum;
- oder der Rettich ‘Bleu d’Automne et d’Hiver’, winterhart bis -15 °C und über einen langen Zeitraum erntbar.
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Gemüsegarten im Bergland anlegen?Rote Bete: Wurzelgemüse für Höhenlagen
Rote Bete, Beta vulgaris, ist ein winterhartes Gemüse, das sich besonders gut für den Anbau in Höhenlagen eignet. Sie wird ab Mitte Februar unter Schutz bei einer Mindesttemperatur zwischen 10 und 13 °C ausgesät, sodass die Ernte ab Mitte Juni möglich ist. Rote Bete gedeiht an einem sonnigen Standort in frischem, organisch angereichertem Boden. Bei heißem, trockenem Wetter sollte sie gegossen werden, damit die Wurzel nicht lignifiziert. Eine gute Mulchschicht ist hier empfehlenswert.

Welche Rote-Bete-Sorte wählen?
Zu den für Bergregionen besonders geeigneten Rote-Bete-Sorten gehören:
- Rote Bete ‘Noire Plate d’Egypte’, eine sehr frühe Sorte mit flachen Wurzeln;
- ‘Burpee’s Golden’, eine frühe Rote Bete mit orangefarbener Wurzel und gelbem Fleisch;
- oder ‘Crapaudine’, eine späte, winterharte Sorte mit langer Wurzel, die im Herbst geerntet wird.
→ Mehr dazu in unserem Ratgeber Rote Bete: die besten Sorten
Kartoffeln: Frühe Sorten für Höhenlagen
Frühe Kartoffeln, Solanum tuberosum, lassen sich problemlos im Gebirge anbauen. Dort sind sie zudem weniger anfällig für Schädlingsbefall. Allerdings ist der Ertrag geringer als im Tiefland, während der Geschmack besser ist. In großer Höhe sät man frühe Kartoffeln Anfang Juni direkt ins Freiland, sobald der Boden 10 °C erreicht. Der Anbau erfolgt an einem sonnigen Standort in tiefgründigem, mit gut verrottetem Kompost angereichertem Boden.

Welche Kartoffelsorte wählen?
Zu den für den Anbau im Gebirge geeigneten Kartoffelsorten gehören:
- ‘Amandine’ und ‘Bonnote de Noirmoutier’, zwei frühe Sorten mit festem Fleisch;
- Kartoffel ‘Apollo’, ebenfalls früh, aber mit mehligem Fleisch;
- oder ‘Alienor’ und ‘Sirtema’, zwei frühe Kartoffelsorten mit zartem Fleisch.
→ Alles über Kartoffeln in unserem ausführlichen Ratgeber
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