Gründüngung: Warum und wie?

Gründüngung: Warum und wie?

Sie kennen und im Gemüsegarten verwenden

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 9. Juni 2026  durch Ingrid B. 2 min.

Die Verwendung von Gründüngung gehört zu den guten Praktiken im Gemüsegarten, insbesondere wenn dieser biologisch bewirtschaftet wird. Diese Technik der pflanzlichen Bodenbedeckung, die in der Permakultur sehr beliebt ist, besteht darin, bestimmte Pflanzen (Brauner Senf, Rainfarn-Büschelschön, Wicke …) auf vorübergehend ungenutzten Beeten anzubauen, aber manchmal auch im Zwischenfruchtanbau zwischen den Gemüsereihen. Entdecken Sie, welche Vorteile Gründüngung im Garten bietet und wie ihr Anbau gelingt!

Winter, Frühling, Sommer, Herbst Schwierigkeit

Warum Gründüngung anbauen?

Gründüngungen haben viele Vorteile:

  • Sie nähren und sanieren den Boden, indem sie ihm verschiedene Nährstoffe zuführen, das Bodenleben anregen und manchmal eine nematizide Wirkung haben (Brauner Senf),
  • Sie verbessern seine Struktur, indem sie ihn dank der Kraft ihrer Wurzeln auflockern und belüften,
  • Sie schützen die Böden vor Auswaschung (Nährstoffverlust in sandigem Boden), Verschlämmung durch Regen (Bildung einer Kruste in lehmigem Boden) und Erosion (durch abfließendes Wasser bei starken Regenfällen auf abschüssigem Gelände),
  • Sie verhindern die Verunkrautung oder „säubern“ sogar die Flächen, indem sie Unkräutern keinen Raum zur Entwicklung lassen,
  • Sie ernähren Bestäuber, da sie oft bienenfreundlich sind (Rainfarn-Büschelschön).
Gründüngungen: Rainfarn-Büschelschön, Brauner Senf und Futter-Esparette

Rainfarn-Büschelschön, Weißer Senf und Futter-Esparette

Wie wählt man eine Gründüngung aus?

Die Auswahl der Gründüngung erfolgt nach mehreren Kriterien:

  • die gewünschte Wirkung: Wicke und Platterbse liefern Stickstoff, der Echte Buchweizen gilt als „reinigend“, der Leindotter lockert den Boden gut auf,
  • die Bodenbeschaffenheit: Bockshornklee, die Futter-Esparsette und die Luzerne gedeihen auf kalkhaltigem Boden, die Lupine auf saurem Boden,
  • die anschließend geplante Kultur nach der Gründüngung, da diese bei der Fruchtfolge berücksichtigt werden muss. Vor dem Anbau von Kohl sollte beispielsweise auf Braunen Senf verzichtet werden, da beide zu den Kreuzblütlern gehören. Bevorzugen Sie stattdessen den Rainfarn-Büschelschön, der sehr vielseitig einsetzbar ist, da er zur Familie der Wasserblattgewächse gehört, zu der kein Gemüse zählt.
Welche Gründüngung verwenden

Lupine und Echter Buchweizen

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Wie sät man eine Gründüngung?

Gründüngung lässt sich leicht anlegen. Sie wird im Frühjahr oder im Spätsommer breitwürfig ausgesät, wobei die empfohlene Menge/m2 zu beachten ist. Sie können sie als Mischung aussäen, indem Sie beispielsweise ein Gras und eine Leguminose kombinieren: So profitieren Sie von den Vorteilen dieser beiden Kulturen (Verbesserung der Bodenstruktur und Stickstoffzufuhr).

  • Beginnen Sie damit, den Boden vorzubereiten: Lockern Sie ihn mit einem Spaten oder einer Grabegabel, entfernen Sie Unkraut und große Steine, zerkleinern Sie die Erdklumpen und verfeinern Sie das Saatbett mithilfe einer Gartenkralle oder eines Rechens.
  • Säen Sie die Samen breitwürfig aus und verteilen Sie sie gleichmäßig.
  • Bedecken Sie die Samen mit etwas Blumenerde.
  • Nun müssen Sie nur noch mit einem feinen Sprühstrahl gießen, damit die Samen nicht verrutschen.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Anleitung: „Wann und wie sät man Gründüngung aus?“

Was tun mit der Gründüngung nach der Kultur?

Die Beseitigung der Gründüngung erfolgt natürlich durch Frost oder durch mehr oder weniger frühes Mähen (in jedem Fall vor der Samenbildung). Nach ihrer Beseitigung kann die Gründüngung wahlweise:

  • als Mulch auf der Fläche belassen werden, sie zersetzt sich innerhalb weniger Wochen vor Ort,
  • zerkleinert und in die oberen Bodenschichten eingearbeitet werden, die nächste Kultur ist dann erst drei Wochen später möglich,
  • aufgesammelt und auf den Kompost gebracht werden, damit die Fläche schnell wieder bepflanzt werden kann.

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