Stachelbeere richtig auswählen

Stachelbeere richtig auswählen

Kaufratgeber: beste Stachelbeersorte wählen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 11. August 2026  durch Pascale 5 min.

Stachelbeeren: oval, kugelig, süß oder säuerlich. Der winterharte Strauch gedeiht im Halbschatten. Entdecken Sie unsere Sorten-Auswahl!

Schwierigkeit

Nach Farbe der Stachelbeeren

Die Früchte der Stachelbeere lassen sich leicht von Roten Johannisbeeren unterscheiden – zunächst an ihrer Wuchsform! Rote Johannisbeeren entwickeln sich in Trauben, während Stachelbeeren direkt an den je nach Sorte mehr oder weniger dornigen Trieben wachsen. Stachelbeeren sind daher einzelne Früchte, die je nach Reifegrad einzeln geerntet werden, während andere Johannisbeeren in ganzen Trauben geerntet werden.

Stachelbeeren unterscheiden sich auch durch ihre deutlich größere und durchscheinende Frucht. Je nach Sorte können sie verschiedene Farben annehmen. Außerdem sind sie reich an Vitamin A, B und C sowie Mineralstoffen wie Kalzium, Eisen, Kalium und Phosphor und kalorienarm.

Gelbgrüne Stachelbeeren

Einige Stachelbeersorten tragen Beeren, deren Farbe zwischen Grün und Gelb variiert und die mehr oder weniger behaart sind. Das Fruchtfleisch ist meist gelblich. So trägt die Sorte ‘Lady Sun’ dunkelgelbe, sehr saftige Früchte. Wie der Name vermuten lässt, trägt ‘Golden Drop’ gelbere als grüne Früchte. Sie sind sogar säuerlich gelb und leicht flaumig.

Die Stachelbeere ‘Hinnonmaki grün’ ist wegen ihrer weitgehend blassgrün gefärbten Früchte mit sehr hellem Fruchtfleisch besonders interessant. Die Früchte der Sorte ‘Lady Delameen’ sind dagegen sehr durchscheinend grün und vor allem besonders groß.

groseilliers à maquereau choisir

Stachelbeeren gibt es mit gelbgrünen, roten oder rosafarbenen Früchten

Die Sorte ‘Invicta’ trägt sehr blass gelbgrüne, fast weiß wirkende Früchte. Sie sind jedoch fest und saftig.

Rote Stachelbeeren

Einige Stachelbeersorten tragen schöne, dunkelrote Beeren.Captivator’ bildet bereits im ersten Jahr burgunderrote Früchte mit saftigem, festem und aromatischem Fruchtfleisch. Die Stachelbeere ‘Hinnonmaki Rouge’ trägt dagegen große, runde Früchte mit dunkelroter Schale und gelbem Fruchtfleisch. Die Früchte von ‘Freedonia’ sind ebenso wie die von ‘Winham’s Industry’ von einem charakteristischen Weinrot.

Die Beeren der Sorte ‘Worcesterberry’ sind ebenfalls rot, jedoch deutlich heller.

Rosafarbene Stachelbeeren

Die Früchte der Sorte ‘Pixwell’ sind zunächst blassgrün und werden bei Reife rötlich bis rosaviolett. Mit ihrer fast pflaumenfarbenen Färbung werden die Früchte auch süßer.

Je nach Beerengeschmack

Stachelbeeren sind dank ihres fruchtigen, ausgewogenen Geschmacks zugleich süß und säuerlich und besonders schmackhaft. Bei manchen Sorten ist die Säure jedoch stärker ausgeprägt, während andere deutlich milder schmecken. So ist die Sorte ‘Freedonia’ für ihr sehr fruchtiges, mildes und süßes Aroma mit ausgewogener Geschmacksnote bekannt. Ebenso ‘Golden Drop’, deren Früchte mild und süß sind. ‘Captivator’ bietet ein ähnliches Geschmackserlebnis: Ihre Stachelbeeren sind ausgewogen, vielleicht etwas säuerlicher als süß.

groseilliers à maquereau choisir

Die Stachelbeeren der Sorte ‘Golden Drop’ sind besonders mild und süß

Säuerlicher schmecken die Früchte der Sorte ‘Lady Sun’ ebenso wie jene von ‘Lady Delameen’. Dennoch ist der Zucker beim Verkosten deutlich wahrnehmbar. Die Stachelbeeren der Sorte ‘Winham’s Industry’ sind sehr zuckerreich, schmecken jedoch leicht säuerlich.

Bei den großen Früchten von ‘Worcesterberry’, überwiegt dagegen die Säure – fein und dezent, aber dennoch anregend für den Gaumen. Zudem sind sie sehr aromatisch.

Zur Erinnerung: Die Früchte erscheinen an zwei- bis dreijährigen Leitästen. Diese sollten um zwei Drittel eingekürzt werden, um die Verzweigung anzuregen und zu fördern. Alte, abgestorbene oder vertrocknete Triebe werden dagegen bodennah entfernt.

Je nach Produktivität

Je nach Sorte reifen Stachelbeeren im Juli und August, etwa einen Monat lang. Die Früchte werden nach und nach einzeln gepflückt. Ein ausgewachsener Strauch trägt im Schnitt 1,5 bis 3 kg Früchte pro Jahr. Stachelbeeren sind außerdem selbstfruchtbar: Für die Bestäubung genügt ein einzelner Strauch. Damit ist der kleine Obststrauch ideal fürs Gemüsebeet und wird etwa 12 bis 15 Jahre alt.

Einige Sorten sind für ihren hohen Ertrag bekannt. ‘Invicta’ bildet ab Juli große, eiförmige Früchte mit gelbem, saftigem und aromatischem Fruchtfleisch. Sie bringt 3 bis 5 kg pro Strauch. Zudem ist sie sehr widerstandsfähig gegen häufige Krankheiten wie Mehltau und Blattflecken. Ihr einziger Nachteil sind die vielen Dornen, die das Ernten erschweren. Handschuhe sind Pflicht.

‘Freedonia zählt ebenfalls zu den ertragreichsten Sorten. Sie reift später als ‘Invicta’ und trägt ab August runde, rosarote Früchte mit durchscheinend rosafarbenem Fruchtfleisch. Sie sind aromatisch und ausgewogen süß-säuerlich. Außerdem ist die Sorte nahezu dornenlos, was die Ernte deutlich erleichtert.

Pixwell‘, ein amerikanischer Kultivar, ist ebenfalls sehr ertragreich. Je nach Anbaubedingungen können bis zu 6 kg Früchte pro Strauch geerntet werden. Sie haben süßes Fruchtfleisch und eine säuerliche, mittelstarke Schale, die sich bei der Reife von Grün zu rosaviolett verfärbt. Am besten pflücken Sie sie im Übergang von Grün zu Rot.

Je nach Erntekomfort

Bei Stachelbeeren kann die Ernte dank der Größe der Sträucher einfach erscheinen. Dieser kleine, buschige Strauch mit straffem, aufrechtem oder leicht überhängendem Wuchs und sommergrünem, mittelgrünem, flaumig behaartem Laub wird 80 cm bis 1,50 m hoch und ebenso breit. Zum Pflücken der Stachelbeeren brauchen Sie daher weder Trittleiter noch Leiter. Der Strauch eignet sich außerdem hervorragend für eine Obsthecke mit Himbeeren oder Schwarzen Johannisbeeren.

Stachelbeeren auswählen

Die Dornen machen das Pflücken von Stachelbeeren schmerzhaft

Die größte Schwierigkeit beim Pflücken von Stachelbeeren sind die Dornen. Der Strauch mit seinen dünnen Zweigen trägt an den Trieben dreiteilige, sehr spitze Dornen. Diese scharfen Dornen können die Ernte mühsam machen. Einige Zuchtsorten zeichnen sich jedoch durch Dornenlosigkeit aus. Dazu gehört ‘Captivator’, eine der wenigen dornenlosen Sorten mit ziemlich dunkel granatroten, säuerlich schmeckenden Früchten.

Eine weitere Sorte erleichtert das Pflücken: ‘Lady Sun’. Obwohl sie Dornen trägt, sind es deutlich weniger als bei anderen Sorten. ‘Freedonia’ hat dagegen kaum Dornen. Die späte Sorte bildet schön runde Stachelbeeren mit rosafarbener, leicht behaarter Schale.

Um den Anbau von Stachelbeeren zu erleichtern, können Sie sie auch spalieren. Olivier erklärt Ihnen in einem kurzen Video mit Patrick Chantry, wie das geht.

Stachelbeeren auswählen

Die Sorte ‘Captivator’ ist dornenlos

Nach Krankheitsresistenz

Die Stachelbeere kann anfällig für einige häufige Pilzkrankheiten sein. Zu den häufigsten Krankheiten zählt Mehltau, erkennbar an weißen, pudrigen Flecken auf Blättern, jungen Trieben und Beeren. Auch die Blattfleckenkrankheit tritt bei Johannisbeeren recht häufig auf, besonders bei Stachelbeeren. Sie zeigt sich ab Juni durch Flecken, die auf dem Laub erscheinen und größer werden. Jeder Fleck hat eine helle Mitte mit braunem Rand. Die Blätter vergilben und fallen ab.

Stachelbeeren auswählen

Die Sorten ‘Hinnonmaki rouge’ und ‘ Hinnonmaki vert’ sind mehltauresistent

Züchter haben kräftige Sorten entwickelt, die deutlich widerstandsfähiger gegen diese Pilzkrankheiten sind. Die Sorten ‘Hinnonmaki rouge’ und ‘Hinnonmaki vert’ sind für ihre große Robustheit bekannt, ebenso ‘Worcesterberry’ und ‘Freedonia’.

→ Mehr erfahren: Krankheiten und Schädlinge an Johannisbeeren.

Kommentare

Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.