Bodenbedeckung, Gründüngung: alles Wichtige!

Bodenbedeckung, Gründüngung: alles Wichtige!

Damit der Boden nie kahl bleibt

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 9. Juni 2026  durch Olivier 4 min.

Eine Begrünung oder Gründüngung verhindert, dass der Boden zwischen den Kulturen, während des Anbaus zwischen dem Gemüse im Nutzgarten, unter Bäumen oder in einem neu angelegten Beet kahl bleibt. Sie schützt den Boden vor Wasser- und Winderosion, erhält seine Fruchtbarkeit, verbessert durch Belüftung und Drainage seine Struktur und begrenzt Unkraut. Geeignete Pflanzen sind Rainfarn-Büschelschön, Weißer Senf, Weiß-Klee, Roggen, Wicke und Echter Buchweizen. Die Begrünung kann gemäht und in den Boden eingearbeitet werden – dann spricht man von Gründüngung. Unter diesem Namen findet man meist die Pflanzen für eine solche Aussaat.

→ Entdecken Sie in diesem Ratgeber geeignete Pflanzen, ihre Vorteile und die richtige Aussaat von Gründüngung im Garten.

Begrünung, Zwischenfrucht

Wicke und Hafer

Schwierigkeit

Was bedeutet Zwischenfruchtanbau (CC)?

Eine Deckfrucht oder Bodenbedeckung, auch Gründüngung genannt, ist eine Pflanzenart, die auf unbedeckten Boden gesät wird (Acker, Anbaufläche, freie Parzelle, Gemüsebeet …), um die Bodenerosion zu begrenzen (durch Auswaschung und Wind), zur Bodenfruchtbarkeit beizutragen (Stickstoffbindung durch die Fabaceae), seine Struktur zu verbessern und Unkräuter zu bekämpfen. Diese Deckfrucht wird im Herbst weder geerntet noch zerstört.

Dank der Wurzeln dieser Pflanzen erhöht der Boden seine Wasserspeicherfähigkeit und ist dadurch weniger anfällig für Trockenheit; zugleich verbessert sich aber auch die Drainage. Nährstoffe werden an der Oberfläche mobilisiert und stehen dadurch der nachfolgenden Kultur zur Verfügung. Durch Zwischenfrüchte bleiben Mikroorganismen und das gesamte Bodenleben (insbesondere die Mykorrhiza) aktiv. Schließlich trägt der Anbau bestimmter Pflanzenarten als Deckfrucht dazu bei, den Lebenszyklus bestimmter Schadinsekten oder Krankheiten zu unterbrechen.

Bestimmte Arten wie Rainfarn-Büschelschön oder Weiß-Klee, die als Deckfrucht oder Gründüngung ausgesät werden, bilden Blüten, die bestäubende Insekten anlocken und ernähren. Das fördert die Bestäubung im Garten und in den Kulturen.

Diese alte, seit den 1940er-Jahren vergessene Praxis erlebt in unseren Gärten, aber auch im Gemüsebau und in der Landwirtschaft, seit einigen Jahrzehnten eine starke Renaissance, da eine Bodenbedeckung den Einsatz von Herbiziden und anderen Pestiziden deutlich verringert. Die Bodenbedeckung ist ein wesentlicher Bestandteil der konservierenden Landwirtschaft und des ökologischen Landbaus.

Deckfrüchte werden entweder nach der Hauptkultur (als Zwischenfrucht) oder während der Kultur (als Untersaat) gesät. Gründüngungspflanzen werden vor oder nach der Kultur ausgesät, anschließend jedoch in den Boden eingearbeitet, um dessen Stickstoffgehalt zu erhöhen.

Hinweis: Bestimmte Kulturen (Mais, Sojabohne, Gemüse …) können unter einer dauerhaften Pflanzendecke (SCV) ausgesät werden. Der Boden bleibt somit stets bedeckt; nach jeder Ernte wird eine Untersaat aus Deckpflanzen angelegt. Diese Pflanzendecke dient als pflanzlicher Mulch oder als Schutzpflanzung für die nachfolgende Kultur.

Pflanzendecke, Zwischenfrucht, Gründüngung

Weiß-Klee

Welche Pflanzen für Gründüngung?

Pflanzen zur Begrünung lassen sich in 4 Kategorien einteilen:

  • Hülsenfrüchtler oder Schmetterlingsblütler wie Weiß-Klee, Inkarnat-Klee, Ackerbohne oder Wicke: Neben den üblichen Vorteilen von Zwischenfrüchten binden sie Stickstoff im Boden und machen ihn für die Folgekulturen verfügbar;
  • Gräser (Süßgräser) wie Roggen oder Weidelgras: Sie verbessern die Bodenstruktur, fördern die Bildung organischer Substanz (Humus) und tragen dazu bei, Wasser- und Winderosion zu begrenzen;
  • Kreuzblütler wie Futterrettich oder Brauner Senf: Oft mit anderen Pflanzen angebaut, bilden sie eine sehr dichte Pflanzendecke, die Unkräuter unterdrückt;
  • andere Pflanzen: Lein, Rainfarn-Büschelschön, Sonnenblume, Echter Buchweizen …

Natürlich sind Mischungen durchaus möglich und sogar empfehlenswert, da sich die Pflanzen in ihren Vorteilen für den Boden ergänzen.

Pflanzendecke, Zwischenfrucht, Gründüngung

Ackerbohne, Roggen, Futterrettich und Rainfarn-Büschelschön

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Wann und wie aussäen?

Hier geht es ausschließlich um Gründüngung für unsere Gärten, insbesondere für den Gemüsegarten oder den Bereich unter Obstbäumen.

Wann sät man Gründüngung?

Wenn Sie nach der Kultur eine Gründüngung aussäen möchten, warten Sie nicht zu lange. Sobald Ihr Gemüse geerntet und der Boden frei ist, können Sie Ihre Gründüngung aussäen.

Sie können Ihre Samen aber auch direkt während der Kultur aussäen, sogar gleichzeitig mit der Aussaat oder Pflanzung des Gemüses: In diesem Fall handelt es sich um eine Zwischenfrucht.

Die Aussaatzeit erstreckt sich ungefähr von März bis Oktober. Am frühesten werden Futterwicke, Weiß-Klee, Rainfarn-Büschelschön, Weißer Senf und Luzerne gesät. Im Oktober können Sie noch Gemeinen Hornklee oder Futterwicke aussäen.

Bevorzugen Sie Mischungen! Die Gründüngung wird dichter, das Wurzelsystem deutlich dichter und die Vorteile der einzelnen Arten ergänzen sich.

Wie geht man vor?

Der Boden muss unkrautfrei sein. Bereiten Sie den Boden so vor, dass die Oberfläche etwas krümelig ist. Säen Sie Ihre Samen aus und gießen Sie gründlich, damit sie gut auflaufen, und halten Sie den Boden feucht. Sie können außerdem etwas Kompost auf der Oberfläche verteilen.

Wenn Sie Ihre Kultur gemulcht haben, können Sie einen Teil des Mulchs entfernen und Ihre Gründüngung aussäen.

Bei einer breitwürfigen Aussaat: Geben Sie das Saatgut (oder Ihre Samenmischung) in einen Eimer und mischen Sie es mit gut trockenem Flusssand. So werden die leichten Samen nicht mehr zu weit verweht. Außerdem sehen Sie besser, wo die Samen gelandet sind, da der Sand heller ist als die feuchte Erde.

Hinweis: Sie können auch unter Obstbäumen Gründüngung aussäen, um eine Verunkrautung zu verhindern.

Gründüngung, Zwischenfrucht, Gründünger

Breitwürfig ausgesäter Weißer Senf

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Gründünger, Weißklee