Welchen Feigenkaktus je nach Region pflanzen?

Welchen Feigenkaktus je nach Region pflanzen?

Entdecken Sie die winterhärtesten Sorten für Ihren Garten

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 20. November 2025  durch Eric 5 min.

Opuntien speichern Wasser, trotzen der Dürre und sind teils bis unter -20 °C winterhart. Sorten für jede Region entdecken.

Schwierigkeit

Sie leben im Mittelmeerraum

Sie befinden sich in der USDA-Winterhärtezone 10, wo kalte Tage selten und warme Tage häufig sind. Sie können Ihre Feigenkakteen ins Freiland pflanzen. Diese Feigenkakteen sind sehr winterhart und vertragen das mediterrane Klima mit Hitze, Kälte, Regen und Wind. Für Feigenkakteen im Freiland in den kalten Lagen des mediterranen Hinterlands wählen Sie einen erhöhten, vollsonnigen Standort. Das Substrat muss leicht und drainierend sein und aus Kies und Steinen bestehen.

Der Opuntia microdasys ist ein kleiner Feigenkaktus, der zahlreiche rundliche, grüne, dornenlose Triebglieder bildet. Sie sind mit kleinen Büscheln dekorativer, reizender gelber Haare besetzt, den sogenannten Glochiden. Die Pflanze blüht im mediterranen Klima im Freiland häufig. Trocken gehalten verträgt sie kurzzeitig Frost bis -2 °C. Eine kalte Überwinterung mit viel Sonne fördert die Blüte.

Opuntia scheeri bildet mit goldfarbenen, relativ wenig stechenden Dornen besetzte Triebglieder. Wie viele Feigenkakteen ist er sehr winterhart und verträgt problemlos Hitze sowie Kälte bis -15 °C.

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Feigenkakteen sind im Garten äußerst dekorativ (links O. microdasys, rechts O. scheeri)

Sind sie einmal eingewachsen, wachsen Feigenkakteen bei passenden Bedingungen recht schnell. Mit der Zeit können sie beträchtliche Ausmaße erreichen.

⇒ Achtung: Feigenkakteen sollten immer mit festen Handschuhen angefasst oder mit mehreren Lagen Zeitungspapier gehalten werden. Achten Sie außerdem darauf, sie windstill zu handhaben, da Sie Glochiden einatmen könnten. Glochiden sind winzige, feine und brüchige Widerhaken, die sich beim geringsten Kontakt in großer Zahl in Haut und Kleidung bohren. Neben einer Pinzette können Sie zum Entfernen dieser Dornen Klebeband oder Kaugummi verwenden oder die betroffene Stelle lange mit Seife abreiben.

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Beim Umgang mit Feigenkakteen werden Handschuhe und Schutzkleidung empfohlen

Sie wohnen im Südwesten Frankreichs

Sie erleben einen eher trockenen Sommer und einen niederschlagsreichen Winter. In dieser USDA-Zone 9 mit relativ hohen durchschnittlichen Jahrestemperaturen (12,5 °C) und wenigen Frosttagen lassen sich Opuntia in gut drainiertem Boden im Freiland kultivieren. Wählen Sie einen sonnigen, vor starken Winden geschützten Standort an einem Hang, damit das Wasser gut ablaufen kann. Opuntia fürchten schwere, wasserhaltende Böden. Verbessern Sie die Drainage durch groben Sand, Kies oder Steine oder pflanzen Sie auf einem Erdwall.

Die Opuntia atrispina ist ein mittelgroßer Kaktus, der mit seiner bezaubernden, farblich wechselnden Frühjahrsblüte begeistert. Er bildet einen eher niedrigen, gut verzweigten Strauch aus bläulichen, runden Sprossgliedern mit kurzen weißen, an der Basis roten und schwarzen Stacheln am Rand. Die frühe, mehrfarbige Blüte zeigt sich in Creme, Gelb, Lachs, Rosa und Rot. Ihr folgen schöne, essbare rote Früchte. Dieser „Kaktus“ ist in perfekt drainiertem Boden bis -12 °C winterhart. Er findet seinen Platz in einer großen Steinanlage. Als dichte Hecke gepflanzt, bildet Opuntia atrispina eine erstklassige, niedrige Schutzhecke.

Opuntia microdasys ‘Caress’ ist eine dornenlose Form der bekannten Opuntia microdasys. Diese Sorte gedeiht problemlos im Topf und benötigt kaum Pflege. Sie ist bis -5 °C winterhart, neigt jedoch zu Nekrosen. Die Blüte erscheint im Juni und Juli, unter günstigen Bedingungen. Die sehr hellgelben bis gelblich-weißen Blüten bestehen aus zarten, durchscheinenden Blütenblättern. Sie erscheinen am Rand der Sprossglieder, vor allem an deren Spitzen.

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Opuntia microdasys ‘Caress’ wird wegen seiner Winterhärte und dornenlosen Sprossglieder geschätzt.

Die Opuntia lubrica ist eine kälte- und insbesondere frostharte Feigenkaktus-Sorte bis -15 °C in trockenem Boden. Die Pflanze ist breiter als hoch und zeichnet sich durch eine Folge farbiger, eher kleiner Sprossglieder aus, die sehr oft dornenlos sind, jedoch mit kleinen Büscheln gelber, später rostfarbener Haare oder Glochiden besetzt sind. Diese wirken dekorativ, sind aber reizend. Die Pflanze blüht im Frühjahr und zeigt zarte, leuchtend gelbe Blüten. Unter günstigen Bedingungen folgen hübsche kleine, leuchtend rote Früchte. Diese Opuntia gedeiht problemlos im Topf oder im Freiland in sehr gut drainiertem Substrat und benötigt keine besondere Pflege.

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Opuntia lubrica oder rufida besitzt keine Dornen, sondern ebenso reizende Glochiden

LOpuntia cyclodes (früher Opuntia engelmannii var. cyclodes) ist eine Feigenkaktus-Sorte, deren robustes Erscheinungsbild zu ihrer außergewöhnlichen Frosthärte bis -25 °C und ihrer Schneeverträglichkeit passt. Diese Pflanze bildet einen ausladenden Strauch aus dicken, abgerundeten „Sprossgliedern“ mit langen, scharfen gelben Stacheln. Am Ende des Frühjahrs schmücken sie sich mit hübschen gelben Blüten, aus denen runde, violette und wenig schmackhafte Früchte hervorgehen. Winterharte Feigenkakteen werden im Freiland und fern von Wegen kultiviert, damit sie ungehindert ihren Charakter entfalten können – den Charakter der Wüstenlandschaften Nordamerikas.

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Ozeanklima oder äußerster Südwesten

Zone 8: Cylindropuntia imbricata ist winterhart bis -15 °C, trockenheitsverträglich und blüht im Sommer rosa. Regen­schutz im Winter.

Und überall sonst

In Regionen mit strengen Wintern und lang anhaltendem, starkem Frost kann der besonders winterharte Opuntia engelmannii var. rastrera bis -20 °C ungeschützt im Freiland wachsen. Diese Sorte bildet einen niedrigen, sehr ausgebreiteten Busch mit dicken, abgerundeten, herzförmigen Triebgliedern, die mit scharfen Stacheln bewehrt sind. Die großen, zartgelben oder hellrosafarbenen Schalenblüten im Frühjahr verblühen in einem schönen Orangeton. Anschließend erscheinen essbare, runde, violette Früchte. Dieser Opuntia wird aus Sicherheitsgründen im Freien, im Beet und fernab von Wegen kultiviert.

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Der Opuntia rastrera sollte insbesondere aus Sicherheitsgründen von Kindern ferngehalten werden.

Der Opuntia phaeacantha ‘Mojavensis’ ist ein winterharter Kaktus, der Temperaturen bis -25 °C verträgt. Die großen, dicken, bläulichen Triebglieder tragen weiße Stacheln mit roter Basis. Seine zartgelben Blüten bringen schöne rote, essbare Früchte hervor.

Der Opuntia compressa ‘Millevaches’ oder Opuntia humifusa ist eine hübsche dornenlose Sorte mit außergewöhnlicher Winterhärte bis etwa -23 °C, verträgt in gut durchlässigem Boden aber auch noch tiefere Temperaturen. Er bildet ein breites Polster aus kleinen, fleischigen, blaugrünen Triebgliedern, die am Boden entlangwachsen. Im Frühjahr schmückt er sich mit kleinen, zitronengelben Schalenblüten, gefolgt von zahlreichen dunkelroten, essbaren Früchten. Dieser Feigenkaktus eignet sich hervorragend als Steingartenpflanze und sollte ausschließlich im Garten kultiviert werden. Er passt sich in allen unseren Regionen an, auch im Gebirge, denn weder Kälte noch Trockenheit oder Schnee bereiten ihm Probleme.

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Zwei gegensätzliche Feigenkakteen: links der dornenlose Opuntia ‘Millevaches’, rechts der Opuntia phaecantha

⇒ Erics Tipp: In allen anderen Situationen mit strengen Wintern und längerem, stärkerem Frost sollten Sie Ihren Opuntia im Topf kultivieren. Sie genießen dann ebenso seine lange Sommerblüte, müssen ihn jedoch überwintern – idealerweise in einem ungeheizten Wintergarten oder einem hellen, frostfreien Raum. Im Frühjahr können Sie den Opuntia wieder hinausstellen und ihn schrittweise an die Sonne gewöhnen.

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Kultur von Opuntien je nach Klima und Region