Ausgefallene Früchte für Konfitüre

Ausgefallene Früchte für Konfitüre

Für außergewöhnliche Konfitüren!

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 8. Dezember 2025  durch Virginie T. 7 min.

Konfitüre aus Schwarzem Holunder, Quitte, Kumquat, Heckenkirsche oder Melone: Entdecken Sie überraschende Früchte für außergewöhnliche, köstliche Rezepte!

Schwierigkeit

Der Schwarze Holunder

Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist ein schöner, leicht zu kultivierender Strauch, der im Spätsommer kleine, rundliche, schwarz-violette Beeren hervorbringt, die sich hervorragend für Marmelade eignen. Sie haben einen säuerlichen Geschmack mit Noten von schwarzen und roten Früchten, Brombeeren, Heidelbeeren, Himbeeren und manchmal Pflaumen. Im Sommer machen die Holunderblüten kleinen Beeren Platz. Die Ernte erfolgt von Mitte August bis September. Die meisten Holunder-Arten sind nach dem Kochen essbar. Eine Ausnahme bildet der Attich (Sambucus ebulus), eine giftige krautige Pflanze (seine Beeren zeigen nach oben, während die Trauben des Schwarzen Holunders herabhängen). Die Beeren des Schwarzen Holunders dürfen niemals roh verzehrt werden, da sie giftig sind. Für einen Obstgarten wählt man selbstfruchtbare Sorten, die zur Fruchtbildung keinen weiteren Bestäuber benötigen und sehr ertragreich sind. Der Strauch trägt ab dem 5. Jahr optimal. Dazu gehören:

  • Der Gewöhnliche Schwarze Holunder, Sambucus nigra: Er wächst kräftig und ist ertragreich.
  • Der Holunder Sambucus nigra ‘Korsor’: Er eignet sich ideal für Marmelade, da er große, süße Früchte hervorbringt.
  • Der Holunder Sambucus nigra ‘Hashberg’: Er ist sehr ertragreich und bildet besonders farbintensive Beeren, die allerdings etwas weniger aromatisch als jene von Korsor sind.

Dieser Obststrauch kann 3 bis 5 m hoch werden und gedeiht in allen Bodenarten, idealerweise in eher frischem Boden, an einem sonnigen, aber nicht zu heißen Standort oder im Halbschatten. Da er wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge ist, benötigt er keinen Rückschnitt. Sehr dekorativ kann er außerdem als Blickfang im Hintergrund eines Staudenbeets dienen. Seine Früchte sind auch bei Vögeln beliebt … schützen Sie daher Ihre Ernte!

♥ Tipp: Bereiten Sie eine köstliche Marmelade zu, indem Sie geschälte Gartenäpfel mit einer Mandoline in feine Scheiben schneiden und hinzufügen!

→ Entdecken Sie unsere große Auswahl an Holunder-Sorten und unsere Anleitung: Wie kocht man Holundermarmelade?

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Die Quitte

Die Quitte, auch Goldapfel oder Quitte genannt, ist die Frucht des Quittenbaums, eines kräftigen, sehr winterharten kleinen Obstbaums, der 4 bis 5 m hoch und 2 bis 3 m breit wird. Unter ihrer gelben, stark höckerigen Schale reifen sehr große, birnenförmige Früchte, die ab Mitte Oktober geerntet werden, sobald sie einen feinen Duft verströmen. Durch seine mittlere Größe lässt sich der Quittenbaum gut in eine originelle Obsthecke mit einigen Echten Mispeln, Haselnusssträuchern, Birnbäumen und Kirschbäumen integrieren. Er ist pflegeleicht und lässt sich in jeder Region in jedem fruchtbaren, leichten Boden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort kultivieren. Die Quitte ist ein Klassiker im Obstgarten – und wir haben viele Ideen, um diese Früchte mit ihrem Geschmack von früher neu zu entdecken!

♥ Tipp: Gekocht ergeben sie köstliche Marmeladen, gemischt mit Äpfeln oder sogar Chinesischem Strahlengriffel, der ihr Aroma abrundet.

→ Entdecken Sie unser Sortiment an Quittenbäumen.

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Mispeln

Mispeln sind kleine, runde, etwa 3 cm große, orangebraune Früchte mit cremig-weichem, mild-süßem Fruchtfleisch. Die vergessenen Früchte eignen sich ideal für aromatische Konfitüren. Sie stammen von der Echten Mispel, einem in Vergessenheit geratenen Obstbaum, der dank seiner guten Anpassung an raue Klimate wieder mehr Beachtung verdient. Er wächst problemlos an einem sonnigen Standort in durchlässigem, eher leichtem Boden. Der mittelgroße Baum wird 3 bis 5 m hoch, wie die sehr ertragreiche Echte Mispel ‘Westerverld’. Sie trägt Mispeln, die man im November nach den ersten Herbstfrösten weich und vollreif erntet.

Drücken Sie einfach auf die Schale, um das Fruchtfleisch herauszulösen, und entfernen Sie die Kerne. So bleibt nur das süß-säuerliche Fruchtfleisch mit feinem Kastaniengeschmack.

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Stachelbeere

Die Stachelbeere (Ribes uva-crispa) ist ein buschiger, leicht zu kultivierender Strauch mit köstlichen Beeren, ideal für Marmeladen. Meist ab Mitte Juli liefert sie große, reife, durchscheinende, runde bis ovale Früchte in Grün-Gelb oder Rot. Das Fruchtfleisch der Stachelbeeren ist saftig und schmeckt säuerlich, wenig süß bis sauer. Die köstlichen Beeren, Verwandte der Roten Johannisbeere, schmecken frisch ebenso wie gekocht. Mit maximal 1 m Höhe und 75 cm Breite passt sie problemlos in eine kleine Naschhecke, zusammen mit anderen Johannisbeeren und Himbeeren.

Unter den zahlreichen Sorten, die wegen ihres Ertrags und der Größe ihrer Früchte ausgewählt wurden:

  • ‘Lady Delameen’: liefert große grün-gelbe Früchte mit leicht süßem Geschmack.
  • ‘Hinnonmaki rouge’: Diese ertragreiche, kräftige Sorte bildet große, durchscheinende rote Stachelbeeren mit saftigem, säuerlichem Fruchtfleisch.
  • ‘Captivator’: eine frühe, dornenlose und kräftige Sorte mit zahlreichen kleinen, dunkelroten Früchten und säuerlichem Geschmack.

Jeder Strauch liefert etwa 3 bis 4 kg Früchte. Bei der Ernte ist Vorsicht geboten, da die Triebe meist sehr dornig sind und die Arbeit erschweren können. Dieser kleine Obststrauch ist pflegeleicht und sehr winterhart. Er gedeiht an frischen, lockeren, nährstoffreichen, eher sauren Böden in nicht zu heißer Sonne, denn starke Hitze und Trockenheit verträgt er schlecht.

♥ Tipp: Probieren Sie die Kombination aus Stachelbeeren und Schwarzen Johannisbeeren (1 kg Stachelbeeren auf 500 g Schwarze Johannisbeeren)! So erhalten Sie eine besonders aromatische und köstliche Marmelade.

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Heckenkirsche

Auch als „Heckenkirsche“ oder „Blaue Heckenkirsche“ bekannt, ist Lonicera caerulea kamtschatica ein Geißblatt mit essbaren, blauen Beeren, die wie Heidelbeeren aussehen und köstlich nach ihnen schmecken. Die Früchte verfeinern Ihre Marmeladen! Ab Mai, daher der Name „Maibeere“, verwandeln sich die Blüten in kleine, nachtblau bereifte Früchte mit köstlichem Honigduft: die Maibeeren. Ihr Fruchtfleisch ist schön rot gefärbt und schmeckt säuerlich, mit Noten von Kiwi, Traube und Heidelbeere. Das bis -40 °C winterharte Lonicera kamtchatica wächst an einem sonnigen, nicht zu heißen Standort in allen unseren Regionen. Es fürchtet nur Trockenheit und Kalk. Der Strauch wird bis zu 1,50 m hoch und etwa 1,20 m breit; eine Kultur im Kübel auf der Terrasse ist möglich. Für einen guten Fruchtansatz empfehlen wir, mindestens zwei Pflanzen nebeneinander zu setzen, etwa in einer kleinen Naschobsthecke, zusammen mit Himbeere, Heidelbeere, Johannisbeere oder anderen Beerenobstsorten. Sie können etwa 4 bis 5 kg Früchte pro Pflanze ernten. Zu den ertragreichsten Sorten zählen:

  • ‘Blue Velvet’’ : trägt reichlich große, blaue Beeren.
  • ‘Eisbär’ : eine auf hohen Ertrag und besonders schmackhafte Früchte ausgewählte Sorte.
  • ‘Sweet Myberry’ : wird wegen ihres hohen Ertrags und der besonders aromatischen Beeren angebaut.
  • ‘Duet’ : eine kompakte Sorte für die Kultur im Topf.

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Die Melone

Melonen (Cucumis melo) sind für ihre köstlichen, erfrischenden Früchte bekannt. Aber wussten Sie, dass sich ihr süßer, erfrischender Geschmack auch als Konfitüre genießen lässt? Alle Melonen eignen sich für sommerliche Konfitüren, die Naschkatzen überraschen werden. Ihre glatte, gerippte oder netzartige Schale umschließt aromatisches, saftiges Fruchtfleisch in Grün, Weiß oder Gelb bis leuchtendem Orange. Bevorzugen Sie den Charentais-Typ (Melone Troubadour, Melone Diabolo F1, Melone ‘Cyrano’ F1), der wegen seines hohen Zuckergehalts, Ertrags, Aromas und seiner Textur am häufigsten angebaut wird. Melonen werden im Frühjahr ausgesät oder gepflanzt und von Juli bis Oktober geerntet. Die Ernte erfolgt, wenn sie süß duften und der Fruchtstiel Risse bekommt. Geben Sie ihnen Wärme und einen sehr nährstoffreichen, humosen Boden.

♥ Tipp: Probieren Sie diese köstliche Kombination aus Melone und Limette. Sie verleiht Ihrer Konfitüre Pepp, ohne den Melonengeschmack zu verfälschen. Auch eine Variante mit Orangen lohnt sich.

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Der Chinesische Strahlengriffel

Nach den Sommerkonfitüren kommen nun die Winterkonfitüren! Der Kiwi ist eine fruchttragende Liane, die Kiwis hervorbringt – eine der in Frankreich und weltweit am häufigsten angebauten Früchte. Das grüne, bei einigen Sorten auch gelbe Fruchtfleisch ist mit kleinen schwarzen Samen gefüllt, saftig und mehr oder weniger süß. Sein Geschmack ist angenehm säuerlich und vereint Süße und Säure. Diese großen, fleischigen, eiförmigen, mehr oder weniger behaarten und saftigen Beeren sind reich an Vitamin C und eignen sich hervorragend für originelle, vitaminreiche Konfitüren. Entgegen der landläufigen Meinung wächst diese chinesische Liane in unseren Gärten sehr gut, sobald sie sich in einem frischen, wenig kalkhaltigen, durchlässigen Boden etabliert hat und richtig an einem Spalier erzogen wird. Sie kann bis zu 6 m hoch und 4 m breit werden. Sie ist außerdem ein sehr winterhartes Obstgehölz, auch wenn sie empfindlich auf Spätfröste reagiert. Geben Sie ihr einen vor kalten Winden und Frühjahrsfrösten geschützten Standort. Eine weitere wichtige Voraussetzung für die Ernte von Kiwis: Zwar gibt es einige selbstfruchtbare Sorten wie Actinidia chinensis ‘Solissimo®’, meist müssen Sie jedoch eine männliche Pflanze in die Nähe einer weiblichen setzen, damit sich Früchte bilden. Je nach Sorte trägt der Strauch ab dem 2. oder 5. Jahr nach der Pflanzung Früchte. Die Kiwi-Ernte erfolgt zwischen September und Dezember. Zu den interessanten Kiwi-Sorten für die Zubereitung von Konfitüren gehören:

  • Der Kiwi ‘Hayward’: ein ertragreiches Duo mit großen, schmackhaften Früchten.
  • Kiwi Wonder® oder Roter Kiwi: eine originelle Sorte mit gelben Früchten, gelbem Fruchtfleisch und rotem Kern. Ihr Geschmack ist sehr süß und frei von Säure.
  • Der Kiwi ‘Jenny’: selbstfruchtbar, mit kleinen Kiwis und grünem Fruchtfleisch.
  • Der Kiwi Solissimo®: eine weitere selbstfruchtbare Sorte mit großen, köstlichen Früchten.

♥ Tipp: Probieren Sie die Kombination aus der Säure des Kiwis und der Süße des Apfels – köstlich!

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Die Kumquat

Noch eine Wintermarmelade, um sich mit Vitaminen zu versorgen! Anders als man denkt, ist der Kumquat (Fortunella japonica) eine der am leichtesten zu kultivierenden Zitrusfrüchte in unseren Breiten, da sie bis -10 °C winterhart ist. Vorsicht ist jedoch geboten, denn die Früchte erfrieren unter -4 °C. In vielen Regionen ohne strenge Fröste kann sie direkt ins Freiland gepflanzt werden, ansonsten im Topf und bei den ersten Frösten geschützt überwintert werden. Die Kumquat bevorzugt Sonne und Wärme sowie leichte, tiefgründige, fruchtbare, kalkfreie Böden, die während der Wachstumszeit frisch bleiben.

Man kultiviert sie wegen ihrer kleinen Früchte, die wie Mini-Orangen oder große Oliven aussehen, mit Schale gegessen werden und sich hervorragend für köstliche Marmeladen eignen. Die Kumquat ist ein kräftiger, blühender und fruchttragender Strauch. Im Sommer folgen auf die kleinen, auffallend duftenden weißen Blüten kleine runde oder ovale Früchte mit 2 cm Durchmesser und leuchtend orangefarbener Farbe. Sie werden im Winter, meist von Januar bis März, geerntet. Ihr wenig saftiges, aber säuerliches Fruchtfleisch, geschmacklich zwischen Orange und Zitrone, verströmt ein feines Aroma Bitterorange. Sorten mit ovalen Früchten sind weniger süß als Sorten mit runden Kumquats. Zu den beliebtesten Sorten gehören:

  • Die Kumquat ‘Fukushu’: Sie zeichnet sich durch runde Blätter, eine mildere Schale und säuerlicheres Fruchtfleisch aus.
  • Die Kumquat ‘Nagami’ ist die verbreitetste Kumquat-Sorte. Sie ist kräftig, fruchttragend und wächst recht schnell. Ihre zahlreichen, länglichen Früchte sind größer als die anderer Sorten.

♥ Tipp: Für Marmelade lassen sich Kumquats sehr gut mit anderen Zitrusfrüchten kombinieren: Orange, Mandarinen oder Clementine ergeben eine spritzige Konzentration aus Säure und Vitaminen!

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Das gewisse Extra

Marmelade verfeinern: Ingwer zu Chinesischem Strahlengriffel, Vanille zu Quitten, Minze oder Basilikum zu Erdbeeren, Zimt…

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