Alte Samen prüfen: Sind sie noch keimfähig?
Und wie testet man sie?
Inhaltsverzeichnis
Alte Samen gefunden oder ein abgelaufenes Haltbarkeitsdatum entdeckt? Erfahren Sie, wie Samen ihre Keimfähigkeit verlieren und wie Sie alte Samen testen.

Laufen Samen ab?
Die Keimdauer variiert je Art: Lauchsamen halten meist 2, Gurkensamen bis zu 10 Jahre. Nach dem Datum sinkt die Keimrate. Alte Samen testen.
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Der Wassertest ist sehr bekannt, aber nicht völlig zuverlässig. Dabei gibt man abgelaufene Samen in eine Schale mit Wasser: Es heißt, alte Samen, die sinken, würden noch keimen. Doch diese Methode ist nicht zu 100 % sicher. Manche Samen, etwa von Zucchini oder Stockrose, schwimmen von Natur aus. Andere Samenarten brauchen mehrere Stunden, bis sie sinken.

Der Wassertest mit alten Rettichsamen
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Keimtest für Samen auf feuchter Watte oder Küchenpapier
Der Keimtest mit Küchenpapier oder Watte ist die zuverlässigste und schnellste Methode, um zu prüfen, ob alte Samen noch keimen können. Außerdem lässt sich damit die Keimrate berechnen. So gehen Sie vor:
- Legen Sie in eine kleine Schale ein vierfach gefaltetes Stück Küchenpapier oder etwas Watte.
- Gießen Sie etwas Wasser darüber, sodass das Papier feucht, aber nicht durchnässt ist.
- Legen Sie 10 Samen auf die Watte.
- Bedecken Sie sie mit einer zweiten feuchten Watteschicht.
- Stellen Sie die Schale an einen möglichst dunklen Ort bei 18 bis 23 °C in Ihrer Wohnung. Achten Sie unbedingt darauf, Temperaturschwankungen zu vermeiden! Stellen Sie die Samen nicht in die Nähe einer Heizung, eines Kamins oder eines Kühlschranks.
- Kontrollieren Sie die alten Samen täglich, indem Sie die Watte anheben, und halten Sie sie feucht.
- Nach einigen Tagen sollten die ersten Keimzeichen sichtbar werden. Beachten Sie jedoch die unterschiedliche Keimdauer der einzelnen Arten: Rettich keimt meist nach 3 Tagen, Petersilie dagegen erst nach 20 Tagen.
- Um die Keimrate bei 10 Samen zu berechnen, multiplizieren Sie die Zahl der gekeimten Samen mit 10. Beispiel: Keimen 2 von 10 Samen, ergibt die Rechnung 2 × 10 = 20, also eine Keimrate von 20 %. Bei 5 gekeimten Samen von 10 beträgt die Keimrate 50 % usw.
- Wenn die Keimrate über 70 % liegt: Die Keimfähigkeit Ihrer alten Samen ist zufriedenstellend. Sie können sie wie gewohnt aussäen.
- Bei einer Keimrate von 40 bis 60 %: Die Keimfähigkeit Ihrer alten Samen ist mittelmäßig. Säen Sie doppelt so dicht wie üblich.
- Bei einer Keimrate von 30 % oder weniger: Die Keimfähigkeit Ihrer alten Samen ist sehr gering. Eine Aussaat lohnt sich nicht, außer Sie mischen sie unter eine Reihe mit frischeren Samen.
- Beachten Sie, dass die in der Watte gekeimten Samen gepflanzt werden können.

Der Keimtest zwischen zwei Wattebauschen
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